Frage Benötige Hilfe

Infos zu weiteren WS-Deformitäten, die mit Skoliose zusammen oder alleine auftreten
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Klaus
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Re: Frage Benötige Hilfe

Beitrag von Klaus »

Alles klar.

Gruß
Klaus
Sven23
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Re: Frage Benötige Hilfe

Beitrag von Sven23 »

Ich bin es nochmal...
Auch das Argument von Blocks "mit Medikamenten verschleichert man" würde ich differenzieren wollen. Es ist im Einzelfall zu betrachten. Na klar Opiate können verschleiern, aber Medikamente können auch die Ursache beheben. In meinem Fall, so die ärztliche, aber für mich nachvollziehbare Theorie, hat die jahrelange Fehlstellung die Nervenwurzelreizung ausgelöst. Die Fehlstellung ist durch das Korsett behoben, ich stabilisiere mit Übungen und Vojta bahnt die richtige Haltung.Die Ursache ist beseitigt. Aber die Nerven sind jahrelang gereizt worden dadurch ist eine Entzündung des Nerves einerseits und auf muskularer Ebene an der Stelle eine permanente Überspannung andererseits entstanden.Die Entzündung wird durch Cortisonspritzen und durch Gabapentin und das Nervenfeuern durch das Antidepressiva eingedämmt/behoben und die muskuläre Überspannung durch Muskelrelaxanzien/intramuskuläre Injektionen behandelt. Dann erfolgt ein Ausschleichen der Medikation.

Viele Grüße Sven
Schandrea
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Re: Frage Benötige Hilfe

Beitrag von Schandrea »

Hallo Sven,

das hört sich alles richtig und gut an. Die Steigerung der Lebensqualität bewirkt auf das Schmerzempfinden. So kann man schon eine Spirale der Schmerz durchbrechen und jahrelange Schmerzen verursachen auch Depression.

Ich wünsche dir eine erfolgreiche und angenehme Kur! Ich bin schon auf dein Bericht über Isny ganz gespannt, ich soll auch hin.

Viele Grüße Andrea
Sven23
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Re: Frage Benötige Hilfe

Beitrag von Sven23 »

Hallo zusammen,
na klar wenn ich in Isny bin werde ich euch berichten. Aktuell kann ich gut schlafen bis auf das Bein gibt es keine Probleme/Schmerzen mehr. Da bin ich sehr zufrieden, aber sobald ich aufstehen geht das mit dem Bein wieder los... bis jetzt hat weder.das Gabapentin noch das Muskelrelaxans tagsüber einen Effekt. Mal sehen vielleicht kommt das ja noch:)

Viele Grüße Sven
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Re: Frage Benötige Hilfe

Beitrag von Sven23 »

Hallo zusammen,
ich habe mal eine banale Frage...Ich habe doch immer die Probleme auf der rechten Seite und mit dem rechten Bein gehabt, was ja von der Nervenwurzelreizung kommt. Mein Becken liegt recht 2 cm höher, kann das nicht auch mit den Muskelverkürzungen an der rechten Seite zu haben? Bzw. was wäre wenn man das Becken durch das Korsett in Waage bringen würde? Aktuell ist der Beckenschiefstand ja noch im Korsett enthalten, rechts ist es an der Hüfte höher als links gebaut.

Viele Grüße
Sven
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Re: Frage Benötige Hilfe

Beitrag von janvi »

Das geht glaube ich eher mit einer passenden Schuhsohle als mit Korsett
Sven23
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Re: Frage Benötige Hilfe

Beitrag von Sven23 »

Hallo ihr Lieben,
jetzt die ersten Eindrücke aus Isny...Bis jetzt bin ich zufrieden...zwei Stunden Aufnahmeuntersuchung, sehr nette Ärztin, hat sich Zeit genommen...ja sie sind eindeutig Hypermobil... ach was:) Überhaupt nichts negatives zum Korsett, im Gegenteil ich soll eher noch meine Fussgelenke tapen, weil die auch völlig wegknicken..daher auch dieser Fussschmerz....

Schilddrüsenwerte werden nochmal kontrolliert, da diese in der Rommelklinik auffällig waren....

Schwerpunkt vorerst: Anpassung des Korsett besonders im ISG Bereich und Piriformis ggf. weitere Infiltrationen aber diesmal intramuskulär....
Medis bleiben wie gehabt...
Stabilisierungsübungen werden ausgebaut aber aufbauend auf das Programm aus der Rommelklinik... Ich komme in eine Schrothgruppe und soll dort Basisatem und Stabiübungen erlernt werden....Ich bin gespannt:)
Also bis jetzt erlebe ich hier alle als freundlich und kompetent.
Viele Grüße Sven
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Re: Frage Benötige Hilfe

Beitrag von Sven23 »

Hallo zusammen,
hier geht alles seinen Gang:) Coronanbedingt gibt es leider kein freies schwimmen bzw. freies Benutzen des Kraftraumes. Dafür haben wir Übungen erhalten, die es täglich auch über Wochenende zu absolvieren gilt. Dies sind bei mir in erster Linie Stabiübungen für den Rumpf und Gleichgewichtsübungen. Unter anderem sind dabei auch Wackelbretter und Protozeptionskissen für die Füsse enthalten. Ich erarbeite mit hier ein Ubungsprogramm welches ich auch zu Hause fortführen kann und soll.

Vermutlich soll ich ein neues Korsett erhalten, welches unten weiter runter geht um auch das ISG und die Blockaden dort besser zu erwischen. Das Korsett wird hier, zumindest in meinem Fall, absolut unterstützt. Bei einigen Übungen kann ich es ausziehen, insbesondere wenn ich mich sicher fühle... die Kraftübungen, insbesondere frei am Seilzug soll ich mit Korsett machen.

Soweit erstmal für die erste Woche!
Viele Grüße Sven
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Klaus
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Re: Frage Benötige Hilfe

Beitrag von Klaus »

Hallo Sven,

bei Deiner Hypermobilität steht die Stabilisation offenbar ganz im Vordergrund. Das ist eigentlich das ursprünglich "reine" Schroth.
Ich kann gut nachvollziehen, dass Kraftübungen, insbesondere wenn sie nicht gerätegeführt sind, zunächst im Korsett gemacht werden müssen. Später aber möglichst nicht mehr?
Interessant finde ich, dass Dein Korsett angepasst werden muss, was offensichtlich erst bei der gezielten Übungsanwendung festgestellt werden konnte.

Auch was Deine wegknickenden Fußgelenke angeht, scheint das bislang keinem aufgefallen zu sein oder?
Und wirst Du Hilfsmitel brauchen, wenn Du die Übungen zuhause machst?

Gruß
Klaus
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Re: Frage Benötige Hilfe

Beitrag von Sven23 »

Hallo lieber Klaus,
ich sollte vielleicht doch bei der nächsten Reha in eine Schrothreha wagen. Jetzt hätte ich das konstitutionell noch nicht geschafft, Isny passt für mich sehr gut. Die Ärztin hier meinte ich brauche bei der Diagnose nicht vier Jahre auf die nächste Reha warten. Sie wird das unterstützen.

Ganz genau, später sollen die Übungen ohne Korsett durchgeführt werden, so langsam ran tasten. Das soll hier auch erprobt werden. Insbesondere bei der Bauchmaschine habe ich hier schon ohne Korsett trainiert. Und eine Stabiübungen (Jahnder "kurzer Fuß") mache ich auch ohne Korsett:)

Ja das mit den Fußgelenken ist keinem so recht aufgefallen. Insbesondere die Knie und Fußgelenken sind nicht so stabil wie es sein sollte. Das hat mit der Hyperflexibilität und den defizitären Bau der Kollagenfasern in den Bändern zu tun. Hat eine genetische Komponente, ist aber Gott sei Dank kein Marfan oder EDS. Das steht jetzt fest. Die glauben hier immer noch an eine neuromuskuläre Komponente, aber da warte ich mal ab...Letztlich ist es, wie Blocks schon mal geschrieben hat, fast egal. Stabiübungen bleiben sowieso das A und O.

An Hilfsmittel benötige ich zu Hause für das Training ein Terraband, ein Wackelbrett, ein luftgefülltes benopptes Kissen (für Gleichgewichtsübungen und Protozeption: Das schult das Gefühl im Stand) und eine Matte. Die Matte und das Terraband habe ich schon. War auch die Empfehlung aus der Rommelklinik.

Besonders gut finde ich, dass sich Isny hier an das erlernte aus der Rommelklinik angeschlossen hat und es ausbaut. Beide scheinen sich auch in der Diagnostik einig und ich erlebe beide als sehr kompetent. War ja leider die letzten Jahre bei vielen Orthopäden nicht der Fall. Aber das ist ja hier leider nichts neues:)

Ergänzend zum Heimprogramm soll ich schwimmen und Nordic Walking betreiben. Das Nordic Walking immer mit hohen Schuhen (über die Knöchel) plus getaptem Sprunggelenke und ggf. auch Kniegelenken. Damit alle Gelenke in der richtigen Führung sind und ich mehr belasten kann und Muskeln aufbaue. Im Alltag dann weniger tapen.

Wie geht es dir Klaus?

Viele Grüße Sven
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Re: Frage Benötige Hilfe

Beitrag von Klaus »

Hallo Sven,

danke für die Informationen.
ich sollte vielleicht doch bei der nächsten Reha in eine Schrothreha wagen.
Na ja, eine Schroth REHA beinhaltet heutzutage ja nicht nur das "reine" Schroth, sondern auch viele mobilisierende Komponenten.
Insbesondere bei der Bauchmaschine habe ich hier schon ohne Korsett trainiert.
Welche Bewegung machst Du da in welcher Position?
Ein normaler Situp mit Einrollen in Rückenlage ist eher ungünstig.
Ich trainiere in meinem Studio an einer Maschine F2 in Sitzposition, die sich Rumpfbeugung nennt und die Du unter "KIeser F2.1" (leicht verändertes Gerät) als youtube Video angucken kannst. Hier bleibt der Rücken insgesamt weitgehend gerade an der Sitzlehne.
Wie geht es dir Klaus?
Ich werde die Übungen in einer guten Stunde endlich auch wieder im Studio ausprobieren können und erst dann tatsächlich feststellen, wie es mir wirklich geht. Fast 7 Monate Pause sind auch bei langjährigem Training eine besondere Herausforderung, zumal ich die Übungs Online Angebote leider nicht genutzt habe.

Gruß
Klaus
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Re: Frage Benötige Hilfe

Beitrag von Sven23 »

Hallo Klaus,
die Bauchmaschine die ich hier nutze entspricht der Maschine F2.1 von Kieser. Mein Rücken befindet sich permanent an einer Lehne, ein einrollen ist so unmöglich.

Viele Grüße und dir einen guten Trainingsstart!
Sven
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Klaus
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Re: Frage Benötige Hilfe

Beitrag von Klaus »

Hallo Sven,

na ja, ein Einrollen der oberen BWS gegen den Flachrücken wäre mit meiner F2 möglich. Aber das kollidiert eigentlich mit der steilgestellten HWS und auch mit der nicht gewünschten nachlassenden Anspannung ab einem bestimmten Punkt bei der Bewegung nach vorn.
Wenn mein Muskelkater in einigen Bereichen trotz Gewichtsreduzierung auf ca. 50 % nachgelassen hat, :) werde ich mal probieren, den Kopf dabei anzuheben.

Gruß
Klaus
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Re: Frage Benötige Hilfe

Beitrag von janvi »

> entspricht der Maschine F2.1 von Kieser

Herr Kieser ist letzte Woche verstorben (nachdem er am Vortag noch in seinem Studio in Zürich trainiert hat). Das war natürlich nicht der Grund - nur als Info nebenbei.

>aufbauend auf das Programm aus der Rommelklinik

bin selbst hier nach Rommel im ZAR gelandet und da ist es nicht so. Die wollen nur wissen warum man da ist und dann wird man in eine Schublade einsortiert. Die Physiotherapeutin welche meine erste Geräteeinweisung gemacht hat, hat was von "nach ihrer Operation" gesprochen wo ich erst mal aufgewacht bin und sie kräftig zurechtgestutzt habe daß ich nicht operiert bin und alle relevanten Kompentenzen davon dringend abraten. Aber es passt hier momentan trotzdem für mich. Einige Dinge decken sich tatsächlich mit Rommel, (z. Bsp. die Kurbelmaschine für die Arme welches ich als Kypho nur rückwärts bedienen soll). Soweit halte ich mich natürlich an die von der Rommel Klinik empfohlenen Übungen. Die Therapeuten sind ziemlich unterschiedlich und die gestern hat den gesamten Trainingsplan nach meinen Rückfragen umgebaut. Neben Orthopädie welche nicht nur Rücken sondern auch oftmals Hüfte und Knie umfasst, deckt das ZAR eben auch noch Kardiologie und Onkologie ab und ist dadurch lang nicht so gut spezialisiert.
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Re: Frage Benötige Hilfe

Beitrag von Klaus »

Herr Kieser ist letzte Woche verstorben
Ja mit 80. Ich hätte mit guter Fitness ein noch höheres Alter erwartet.

Gruß
Klaus
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Re: Frage Benötige Hilfe

Beitrag von Sven23 »

Hallo zusammen,
so die Reha läuft nach wie vor. Ich habe ein ordentliches Übungprogramm bekommen, was hier regelmäßig beübt wird. Die Schmerzen im ISG haben sich etwas reduziert, ich habe neue Einlagen erhalten und darf nur noch in Bergschuhen rum laufen. Seitdem geht es meinen Füssen besser, die Verspannungen und das Brennen haben sich reduziert bzw. sind weg. Ich kann mich den ganzen Tag schmerzfrei auf den Beinen halten. Ich stehe insgesamt viel besser. Meine.Kondition hat sich verbessert. Die Nervenproblematik im rechten Bein ist auch weg.

Probleme machen lediglich die oberen Muskelansätze am Beckenkamm und das Korsett sitzt nicht mehr. Daher soll ich ein neues bekommen, das Rezept wurde von hier ausgestellt und liegt jetzt in Stuttgart. Also es gibt auch noch andere Ärzte als die uns bekannten welche ein Korsett unterstützen, das ist doch mal erfreulich :) Insbesondere meine Physio aus der Reha unterstützt das und hat angeboten sich mit Rahmouni in Verbindung zu setzten um mit ihm spezifische Feinheiten, was sie hier in der Therapie mit mir herausgefunden hat für das neue Korsett zu besprechen. Vielleicht verschwinden dann die restlichen Schmerzen auch noch. Das freut mich sehr, so ein Einsatz ist nicht selbstverständlich.

Also hoffen wir mal auf eine baldige Genehmigung der Krankenkasse.

Viele Grüße Sven
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Re: Frage Benötige Hilfe

Beitrag von Sven23 »

Hallo ihr Lieben,
jetzt trainiere ich übrigens weitestgehend ohne Korsett. Das ist für mich ein riesen Erfolg! Auf dem Cross Trainer, Beinpresse und bei Übungen wo ich noch nicht die korrekte Haltung (z.b. Ruderzug frei) halten kann lasse ich es an.

Viele Grüße Sven
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Re: Frage Benötige Hilfe

Beitrag von Klaus »

Hallo Sven,

es freut mich, dass es Dir immer besser geht. Nach der Rommel Klinik ist Isny für Dich wohl die beste Lösung.
Du bist zwar ein spezieller Fall, aber so wie Du das schilderst, hört sich das so an, als wäre es nicht vergleichbar mit den Schroth Kliniken. Die haben vermutlich auch nicht das entsprechende Budget.

Gruß
Klaus
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Re: Frage Benötige Hilfe

Beitrag von Sven23 »

Hallo zusammen,
ich hatte gestern ein Gespräch mit dem Chefarzt, dessen Steckenpferd zufällig die Hypermobilität ist:) Er hat mich noch mal eindeutig diagnostiziert und eine generaliiserte Hypermobilität festgestellt. Er forscht wohl auch zu diesem Thema und hat als Behandljngsempfehlung die Proliferationstherapie vorgeschlagen. Dabei werden die hypermobilen Gelenke und vor allem Bänder mit einer Glucose und Lidocain Lösung an gespritzt. Dies löst eine Entzündungsreaktion aus und in Folge dessen eine Kollagenneubildung. Dadurch werden die betreffenden Bänder fester, so wie es sein sollte. Bei mir wären das vor allem die Bänder rund um die ISg Gelenke und die Bänder der kompletten LWS die erstmal bearbeitet werden sollen. Zusätzlich soll ich natürlich Übungen machen und das Korsett tragen.

Ich bin mal gespannt...

Viele Grüße Sven
Saphira
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Re: Frage Benötige Hilfe

Beitrag von Saphira »

Hallo Sven,

erstmal freut es mich, dass dir die Reha in Isny guttut. Hast du Verlängerung beantragt oder bleibst du nur die regulären drei Wochen?

Wegen dem Vorschlag mit dem Anspritzen mit Glucose + Lidocain wäre ich vorsichtig. Die dadurch ausgelöste Entzündungsreaktion führt zu einer Vernarbung des Gewebes und dadurch zu einer Verdickung. Dieser Prozess ist nicht mehr bzw. nur mit großem operativen Aufwand wieder umkehrbar und kann im schlimmsten Fall zu bleibenden Schmerzen führen. Dazu würde ich mich lieber zuerst noch genauer informieren und weitere Meinungen dazu einholen. Eine eigene gestärkte Muskulatur und gutes Schuhwerk sind unumgänglich für eine größtmögliche Stabilität. Dazu sollte auch die Tiefenmuskulatur trainiert werden.

Ich selbst bin ebenfalls tendenziell eher hypermobil veranlagt (hatte auch schon mal eine schmerzhafte Schultersubluxation deswegen :rolleyes: ). Im Kindes-/Jugendalter hatte ich das Problem, dass ich ständig mit dem rechten Knöchel umgeknickt bin (teilweise sogar mehrmals pro Woche und das über Jahre hinweg). Ich sollte damals für den Sportunterricht eine stabilisierende Bandage und nur noch knöchelhohe Schuhe tragen. Mit der Bandage bin ich aber in keinen Schuh mehr reingekommen, hab sie also nie getragen. Mein damaliger Orthopäde prophezeite mir, dass ich sonst früher oder später einen Bänderriss bekommen werde. Ich bin danach noch zighunderte Male noch mit dem Fuß umgeknickt, hatte aber nie einen Bänderriss davongetragen. Das Band war schon so ausgeleiert, das konnte schon gar nicht mehr reißen. Mit zunehmendem Alter hat die Umknickerei dann mal nachgelassen und das Band sich etwas stabilisiert, sodass ich da heute zwar immer noch deutlich beweglicher drin bin, aber zum einen stabil genug um nicht mehr richtig unzuknicken und vor allem hab ich keine Schmerzen da. Anfangs musste ich mich beim Laufen deutlich mehr konzentrieren und hab auch viel mit unebenem Grund trainiert (teilweise auch barfuß mir zu Hause einen Parcours mit Kissen etc. gebastelt) und inzwischen muss ich nicht mehr so viel denken.

Auch Gleichgewichtsübungen sind gut (z.B. Laufen auf einer Slackline oder Einbeinstandübungen oder Wackelbrett -> hier aber langsam und vorsichtig anfangen). Das hat mir über die Jahre alles geholfen, mehr Stabilität reinzubringen und damit auch Schmerzen reduziert. Reines Krafttraining bringt nicht viel ohne vorherige Stabiübungen. Man braucht ein gutes Körpergefühl, das ist zum einen für uns Skoliotiker und Hyperkyphotiker ohnehin schon wichtig, aber für Hypermobile noch viel wichtiger. Ich drücke dir die Daumen, dass du da eine gute Mischung für dich finden kannst.

Grüßle,

Saphira
Wer immer nur vom großen Glücke träumt, der findet nichts, weil er das kleine Glück versäumt.
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