Rat für Morbus Scheuermann

Infos zu weiteren WS-Deformitäten, die mit Skoliose zusammen oder alleine auftreten
general-rammstein
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Re: Rat für Morbus Scheuermann

Beitrag von general-rammstein »

Und was meinte Dr. Rabes?
A2katb
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Re: Rat für Morbus Scheuermann

Beitrag von A2katb »

Erstmal 3 Monate Schroth machen und dann schauen wie es aussieht. Wenn nicht besser, dann Korsett.
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Thomas
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Re: Rat für Morbus Scheuermann

Beitrag von Thomas »

A2katb hat geschrieben: Mi, 12.08.2020 - 20:09 Was ich nicht gelesen habe ist, welche Chancen man als 30-jähriger auf so eine Kur bei der KV hat. Hängt natürlich auch von meiner konkreten Diagnose ab, aber bisher haben mich ja noch die Mehrzahl der Orthopäde guten Gewissens mit leeren Händen nach Hause geschickt, woraus ich schließe, dass sie offensichtlich meinen Zustand als nicht besonders behandlungsbedürftig empfanden.
Mit einer Hyperkyphose von 62 Grad und Beschwerden hast Du auf jeden Fall Chancen auf eine Reha-Maßnahme. Würde ich auf jeden Fall mal versuchen, zu beantragen. Sprich mit Dr. Rabes darüber.

Wichtig ist, dass es eine echte Schroth-Reha ist, die man nur in Bad Sobernheim oder Bad Salzungen machen kann.

Gruß Thomas
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aktueller Thread: Neuroforamenstenose und Korsett mit Halsteil
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Klaus
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Re: Rat für Morbus Scheuermann

Beitrag von Klaus »

A2katb hat geschrieben:Den besonderen Verordnungsbedarf hat der Arzt von selbst angesprochen und er meinte, ich müsse dafür einen Antrag bei der KV stellen
Das stimmt nicht!
"Der besondere Verordnungsbedarf" (so heißt das offiziell - früher Praxisbesonderheit) ist bei Erwachsenen mit einer Kyphose über 60 Grad gegeben. Dazu braucht man keinen Antrag.

Es gibt noch den "langfristigen Heilmittelbedarf", bei dem allerdings ein Antrag gestellt werden muss. Dies ist immer eine Einzelfallentscheidung über die individuelle Situation und nicht so einfach. Hier blocken die Krankenkassen gern.
Ich habe nämlich gelesen, dass man Schroth nur vernünftig in einer Kur erlernen kann. Was ich nicht gelesen habe ist, welche Chancen man als 30-jähriger auf so eine Kur bei der KV hat.
Also ich hätte dass nicht erwähnt, wenn das für Dich nicht relevant wäre. Meine REHA in Bad Salzungen ist zwar schon lange her, aber mit 30 hättest Du dort zu den jüngeren gehört. Die obere Altersgrenze liegt bei gesetzlich Versicherten in der Regel beim Eintritt ins Rentenalter, weil da nicht mehr so gern genehmigt wird.
aber bisher haben mich ja noch die Mehrzahl der Orthopäde guten Gewissens mit leeren Händen nach Hause geschickt, woraus ich schließe, dass sie offensichtlich meinen Zustand als nicht besonders behandlungsbedürftig empfanden. Deshalb meine Zweifel, ob ich eine Kur durchkriege bzw wie ich das am besten anstelle.
Vielleicht von mir noch nicht so deutlich gemacht, die meisten Orthopäden sind leider inkompetent, wenn es um die konservative Behandlung (bzw. den Versuch) von Fehlstellungen der WS geht. Ich weiß, dass Newbies am Anfang sich damit schwer tun. "So viele Orthopäden können sich doch nicht irren".
Bei Dr. Rabes kriegt man übrigens auch online Termine und sogar sehr schnell.
Wielange hat denn die Sprechstunde gedauert?

Gruß
Klaus
kuddelmuddel123
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Re: Rat für Morbus Scheuermann

Beitrag von kuddelmuddel123 »

Hallo,

für die Genehmigung einer Reha gibt es verschiedene Zuständigkeiten, das müsstest Du noch klären, wer für Dich zuständig ist.
Bei Kindern ist es in der Regel die Krankenkassen, bei Arbeitnehmern ist es in der Regel die Rentenversicherung.
Ich hatte die Diagnose meiner Skoliose mit 48 Jahren und einem Winkel von 30 Grad. Mein Antrag bei der DRV auf Reha wurde ohne Probleme genehmigt und gleich auch für Bad Sobernheim, wie es der Arzt und ich in den Formularen eingetragen hatten.

Viele Grüße, Kuddelmuddel
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Klaus
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Re: Rat für Morbus Scheuermann

Beitrag von Klaus »

kuddelmuddel hat geschrieben:Mein Antrag bei der DRV auf Reha wurde ohne Probleme genehmigt
Na ja, der Antrag sollte sicherheitshalber schon gut begründet sein. Man kann sich noch ein paar Begründungen aufheben, um bei einer möglichen Ablehnung diese im Widerspruch nachzuschieben. :)

Gruß
Klaus
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Re: Rat für Morbus Scheuermann

Beitrag von A2katb »

Da bin ich sicher mit besonderem Verordnungsbedarf und langfristigen Heilmittelbedarf durcheinander gekommen. Jedenfalls sprach Dr. Rabes davon, dass er mir pro Quartal 6 Einheiten aufschreiben kann.

Bezüglich der Inkompetenz der meisten Orthopäden bin ich mittlerweile auch überzeugt.

Ich habe mich hier noch einmal durch das Forum gelesen und fand besonders die Beiträge interessant, in denen Kyphosepatienten über Verformungen ihres Brustkorbs berichteten und über die Behandlung durch korrigierende Korsette. Ich kann mir mittlerweile gut vorstellen, dass meine Beschwerden vornehmlich hierdurch kommen. Auch mein Brustkorb steht im typischer Weise ziemlich massiv heraus. Unter Schmerzen leide ich ja fast gar nicht. Vielmehr habe ich das Gefühl, dass meine Rippen "auseinander ziehen". Gibt es vielleicht irgendwelche Informationsquellen, wo ich mich dahingehend weiter einlesen könnte? Herr Rabes hatte lediglich von einem stützenden Korsett gesprochen, aber die paar Forenuser schienen von ihrem korrigierenden Korsett sehr überzeugt zu sein. Macht es vielleicht Sinn sich da zwecks Beratung direkt an den Korsettbauer zu wenden oder führt der quasi nur aus, was der Arzt ihm aufträgt?
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Klaus
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Re: Rat für Morbus Scheuermann

Beitrag von Klaus »

A2katb hat geschrieben:Da bin ich sicher mit besonderem Verordnungsbedarf und langfristigen Heilmittelbedarf durcheinander gekommen. Jedenfalls sprach Dr. Rabes davon, dass er mir pro Quartal 6 Einheiten aufschreiben kann.
Also bislang waren eher 3x6 Einheiten pro Quartal üblich, da es sich laut altem Heilmittelkatalog um einen "prognostisch längerdauerndem Behandlungsbedarf" handelt. Nicht zu verwechseln mit "langfristigen Heilmittelbedarf".
Hast Du denn mittlerweile diesen von Dr. Rabe empfohlenen Antrag gestellt?
Herr Rabes hatte lediglich von einem stützenden Korsett gesprochen, aber die paar Forenuser schienen von ihrem korrigierenden Korsett sehr überzeugt zu sein. Macht es vielleicht Sinn sich da zwecks Beratung direkt an den Korsettbauer zu wenden oder führt der quasi nur aus, was der Arzt ihm aufträgt?
Also zunächst mal wundere ich mich immer mehr, dass Dr. Wilke die Empfehlung mit Dr. Rabes gegeben hat.
Röntgen im Liegen, nur 6x KG pro Quartal, stützendes Korsett

Es sind nicht nur "ein paar Forenuser", die gute Erfahrungen mit einem korrigierenden Korsett haben. Wie ich schon geschrieben hatte, hat es auch früher eine Zusammenarbeit des Korsettbauers CCtec mit Orthopäden in Berlin gegeben. Was ich da schon vermutet hatte, trifft wohl hier auch zu, der Arzt führt das aus, was der Korsettbauer für sinnvoll hält. :)

Gruß
Klaus
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