Tiefe Kyphose uvm.
Verfasst: Mi, 12.02.2020 - 23:23
Hallo ihr Lieben,
ich habe einige sehr interessante Beiträge in diesem Forum gelesen. Toll, dass es ein solches Forum gibt!
Nun zu meiner Situation:
I.
Ich bin 20 Jahre alt und hatte seit meiner frühen Jugend (ca. 13 Jahre) gelegentliche Rückenschmerzen und habe immer wieder Physiotherapie gemacht (zuletzt mit etwa 16 Jahren) und auch die Jahre hinweg regelmäßig Rückenübungen gemacht.
Jedoch habe ich seit Anfang November 2019 zunehmend wieder Schmerzen im Rücken bekommen. Diese wurden durch eine erneut verordnete Physiotherapie nicht besser. Ende des letzten Jahres waren die Schmerzen sehr stark. Bei Bewegung werden sie besser.
Besonders nach längerem Sitzen habe ich in der BWS Schmerzen und in der LWS vor allem morgens vor dem Aufstehen.
Ich habe darauf gedrängt Röntgen und MRT Aufnahmen machen zu lassen, was sowohl von der LWS als auch von der BWS gemacht wurde.
Interessant ist hierbei wie unterschiedlich die beiden Radiologen, bei denen ich war, die Bilder bewerten.
Ich fasse es mal so zusammen:
II.
In der mittleren und unteren BWS erkennt man eine leichte Keilform der Wirbel. (Der eine Radiologe meinte es handle sich um leichte Keilwirbel; der andere war davon überzeugt, wenn überhaupt sei eine Keilwirbelstruktur nur angedeutet.)
An den Außenkanten der Wirbel gibt es ganz leichte „Höcker“ (initiale Chondrosen); welche auch zu dem Keilwirbeleindruck führen.
Man erkennt eine Unregelmäßigkeit der Wirbelabschlussplatten im unteren und mittleren Bereich der BWS; also kleine Schmorlsche Knötchen; die auch auf dem MRT Aufnahmen gut zu sehen sind.
Die Bandscheiben sind in diesem Bereich vlt. etwas höhengemindert, aber ansonsten wohl intakt.
Ich habe die Aufnahmen mal vermessen und wenn ich mich richtig angestellt habe, komme ich für die BWS auf 40 Grad Kyphose Cobb-Winkel
und bei der LWS auf 65 Grad Lordose Cobb-Winkel.
Einige Orthopäden sprechen von einem leichten Morbus Scheuermann, andere sagen, dass es sich nicht um eine solche Erkrankung handle.
III.
Ich war inzwischen schon bei Herrn Dr. Wilke in Berlin. Dieser hat einen Hohlrundrücken diagnostiziert.
HWS: mobil
BWS: mobile Kyphose
LWS: verkürzte Rückenstrecker; Verkürzte M. Psoas/M. Quadriceps; Blockade ISG
Was mich am meisten beunruhigt ist eher die Form meiner Wirbelsäule:
Der Scheitelpunkt der BWS-Kyphose liegt etwa auf Höhe von BWK 9; also ziemlich tief; der Bereich darüber ist nur sehr leicht gekrümmt.
Ich habe schon etwas in diesem Forum zum Thema „Sitzkyphose“ gelesen und dass diese häufiger Probleme bereitet.
Falls jemand von diesem Problem betroffen ist, was für spezielle Übungen macht ihr dagegen?
Ich habe Kieser Trainig für den unteren Rücken verordnet bekommen. Hat jemand damit Erfahrungen?
Ich selber finde meine Kyphose gar nicht mehr so „mobil“; in bestimmten Berechen scheint sie mir schon recht unbeweglich.
Hat jemand von euch Erfahrungen mit einer Korsett-Therapie in einem solchen Fall?
Ich finde die Idee sehr charmant. Jedoch habe ich die Befürchtung, dass die ohnehin schon ziemlich flache obere BWS durch ein Korsett noch weiter abgeflacht werden könnte.
Welche Effekte kann ein Korsett haben; geht es nur um eine Schmerzlinderung oder kann man auch nach Abschluss des Wachstums Fehlstellungen bzw. die Form der Wirbelsäule noch verändern?
Macht es eigentlich einen Unterschied, ob man das Korsett mit 20 oder mit 40 trägt? In beiden Fällen ist man ja ausgewachsen. Ich habe aber gelesen, dass ein Dr. Stefan bis 30 (bei jungen Erwachsenen) einer Korsettherapie offen gegenübersteht und sie danach kritisch sieht.
Fragen über Fragen die ich habe…
Ich freue mich auf die Kommentare! Klasse, dass es so eine Kommunity hier gibt!
Liebe Grüße
Franz
ich habe einige sehr interessante Beiträge in diesem Forum gelesen. Toll, dass es ein solches Forum gibt!
Nun zu meiner Situation:
I.
Ich bin 20 Jahre alt und hatte seit meiner frühen Jugend (ca. 13 Jahre) gelegentliche Rückenschmerzen und habe immer wieder Physiotherapie gemacht (zuletzt mit etwa 16 Jahren) und auch die Jahre hinweg regelmäßig Rückenübungen gemacht.
Jedoch habe ich seit Anfang November 2019 zunehmend wieder Schmerzen im Rücken bekommen. Diese wurden durch eine erneut verordnete Physiotherapie nicht besser. Ende des letzten Jahres waren die Schmerzen sehr stark. Bei Bewegung werden sie besser.
Besonders nach längerem Sitzen habe ich in der BWS Schmerzen und in der LWS vor allem morgens vor dem Aufstehen.
Ich habe darauf gedrängt Röntgen und MRT Aufnahmen machen zu lassen, was sowohl von der LWS als auch von der BWS gemacht wurde.
Interessant ist hierbei wie unterschiedlich die beiden Radiologen, bei denen ich war, die Bilder bewerten.
Ich fasse es mal so zusammen:
II.
In der mittleren und unteren BWS erkennt man eine leichte Keilform der Wirbel. (Der eine Radiologe meinte es handle sich um leichte Keilwirbel; der andere war davon überzeugt, wenn überhaupt sei eine Keilwirbelstruktur nur angedeutet.)
An den Außenkanten der Wirbel gibt es ganz leichte „Höcker“ (initiale Chondrosen); welche auch zu dem Keilwirbeleindruck führen.
Man erkennt eine Unregelmäßigkeit der Wirbelabschlussplatten im unteren und mittleren Bereich der BWS; also kleine Schmorlsche Knötchen; die auch auf dem MRT Aufnahmen gut zu sehen sind.
Die Bandscheiben sind in diesem Bereich vlt. etwas höhengemindert, aber ansonsten wohl intakt.
Ich habe die Aufnahmen mal vermessen und wenn ich mich richtig angestellt habe, komme ich für die BWS auf 40 Grad Kyphose Cobb-Winkel
und bei der LWS auf 65 Grad Lordose Cobb-Winkel.
Einige Orthopäden sprechen von einem leichten Morbus Scheuermann, andere sagen, dass es sich nicht um eine solche Erkrankung handle.
III.
Ich war inzwischen schon bei Herrn Dr. Wilke in Berlin. Dieser hat einen Hohlrundrücken diagnostiziert.
HWS: mobil
BWS: mobile Kyphose
LWS: verkürzte Rückenstrecker; Verkürzte M. Psoas/M. Quadriceps; Blockade ISG
Was mich am meisten beunruhigt ist eher die Form meiner Wirbelsäule:
Der Scheitelpunkt der BWS-Kyphose liegt etwa auf Höhe von BWK 9; also ziemlich tief; der Bereich darüber ist nur sehr leicht gekrümmt.
Ich habe schon etwas in diesem Forum zum Thema „Sitzkyphose“ gelesen und dass diese häufiger Probleme bereitet.
Falls jemand von diesem Problem betroffen ist, was für spezielle Übungen macht ihr dagegen?
Ich habe Kieser Trainig für den unteren Rücken verordnet bekommen. Hat jemand damit Erfahrungen?
Ich selber finde meine Kyphose gar nicht mehr so „mobil“; in bestimmten Berechen scheint sie mir schon recht unbeweglich.
Hat jemand von euch Erfahrungen mit einer Korsett-Therapie in einem solchen Fall?
Ich finde die Idee sehr charmant. Jedoch habe ich die Befürchtung, dass die ohnehin schon ziemlich flache obere BWS durch ein Korsett noch weiter abgeflacht werden könnte.
Welche Effekte kann ein Korsett haben; geht es nur um eine Schmerzlinderung oder kann man auch nach Abschluss des Wachstums Fehlstellungen bzw. die Form der Wirbelsäule noch verändern?
Macht es eigentlich einen Unterschied, ob man das Korsett mit 20 oder mit 40 trägt? In beiden Fällen ist man ja ausgewachsen. Ich habe aber gelesen, dass ein Dr. Stefan bis 30 (bei jungen Erwachsenen) einer Korsettherapie offen gegenübersteht und sie danach kritisch sieht.
Fragen über Fragen die ich habe…
Ich freue mich auf die Kommentare! Klasse, dass es so eine Kommunity hier gibt!
Liebe Grüße
Franz