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BeitragVerfasst: So, 06.05.2018 - 10:36 
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Diagnose: Hyperkyphose, -lordose
Therapie: Ambulante KG nach Schroth
Hallo zusammen,

Ich lese hier schon länger mit, habe mich nun kürzlich registriert und möchte hier nun mal meine Situation schildern, da mich mein Rücken wieder beschäftigt.

Ich werde bald 20 Jahre alt und wohne in der Schweiz. Vor ca. einem halben Jahr habe ich festgestellt, dass ich einen übermässigen Rundrücken habe. Mein Bürojob hat das Ganze wohl noch verstärkt. Um einbisschen Klarheit ins Ganze zu bringen bin ich dann mal zu einem Orthopäden gegangen um eine konkrete Diagnose zu erhalten. Dieser machte dann Röntgenaufnahmen (leider keine Ganzaufnahme) und stellte eine "ausgeprägte Hyperkyphose und Hyperlordose" fest und meinte "da müssen sie was machen!". Anschliessend verordnete er mir Physiotherapie und meinte meine Wirbelsäule sei noch sehr beweglich und ich könne jetzt noch was machen. Ich habe mir dann einen Physiotherapeuten gesucht und fand jemanden der ambulant nach Schroth behandelt. Die Physiotherapie bewirkte zwar keine Wunder, half aber trotzdem vor allem gegen die Verspannungen und ich lernte mich besser aufzurichten. Ich mache nun fast täglich meine Übungen zu Hause und bin fleissig am dehnen.

Da ich selten Schmerzen habe, stört mich hauptsächlich die Optik und ich möchte noch möglichst viel Verbesserung rausholen, solange ich noch jung und beweglich bin, unter anderem auch, dass ich dann später hoffentlich keine Probleme habe. Hier im Forum habe ich gelesen, dass Schroth (besonders die Reha) und ein Korsett die effektivsten konservativen Behandlungsmöglichkeiten seien. Eine Schroth Reha ist für mich momentan nicht wirklich möglich, meine Ausbildung lässt dies zeitlich nicht zu und eine Reha in Deutschland müsste ich als Schweizer wohl aus der eigenen Tasche bezahlen. Zu einem Korsett habe ich mir auch Gedanken gemacht, bin mir aber unsicher, ob das in meinem Fall überhaupt angebracht wäre und da ich es wohl eher zu Hause und in der Nacht tragen würde, ob so eine Korrektur überhaupt möglich wäre. Ja, ich weiss, je länger die Tragzeiten desto besser. Mein Leidensdruck ist aber momentan halt doch zu klein, um den ganzen Tag in so einem "Schraubstock" rumzulaufen.

Ich habe hier mal ein paar aktuelle Bilder von meinem Rücken (aufgerichtet, locker und gebückt) reingestellt sowie die Röntgenaufnahmen vom Orthopäden. Habe die Teil-Röntgenaufnahmen zu einem Bild zusammen geschnitten, sollte aber reichen um mal einen ersten Eindruck zu erhalten.

Nun habe ich folgende Fragen an euch:

1. Wie schätzt ihr meine Rücken-Situation ein (siehe Bilder)? Ich erkenne vorallem eine Hyperkyphose in der oberen BWS, weshalb ich dann auch eine kompensierende HWS-Lordose habe.

2. Der Orthopäde erwähnte damals nichts von einem Scheuermann. Seht ihr Zeichen von einem abgelaufenen Morbus Scheuermann auf dem Röntgenbild?

3. Habe beim Orthopäden auch keine Gradzahlen bekommen. Könnte das jemand ausmessen?

4. Wäre ein Korsett angebracht oder wäre das übertrieben?

5. Habt ihr sonst noch Tipps, Ratschläge oder sonstige Kommentare?
Bitte korrigiert mich, falls ich was falsch verstanden habe ;)

Vielleicht mache ich mir da auch zu viele Gedanken, habe jetzt einfach mal alles aufgeschrieben.

Ich möchte mich nun schon mal für alle Antworten bedanken und finde es toll, dass es dieses Forum gibt! :ja: :top:

Gruss
Bobi


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BeitragVerfasst: Mo, 07.05.2018 - 13:56 
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Hallo Bobi,

Zitat:
3. Habe beim Orthopäden auch keine Gradzahlen bekommen. Könnte das jemand ausmessen?

Der Orthopäde sollte aber in der Lage sein, die Aufnahme auszumessen. Frage mal danach. Ausgemessene Gradzahlen von Usern sehe ich kritisch.
Zitat:
1. Wie schätzt ihr meine Rücken-Situation ein (siehe Bilder)? Ich erkenne vorallem eine Hyperkyphose in der oberen BWS, weshalb ich dann auch eine kompensierende HWS-Lordose habe.

Eine BWS Hyperkyphose kann man in der Röntgenaufnahme vermuten, aber die HWS ist nicht zu sehen. Was meinst Du mit "kompensierender HWS Lordose"? Die HWS hat eine natürliche Lordose, wenn man von Kompensation spricht, müsste es in diesem Wort-Sinn eine HWS Hyperlordose sein.
Für den Fall, dass man im Lot steht, ist bei einer BWS Hyperkyphose aber eher mit einer steilgestellten HWS (abgeschwächte Lordose) zu rechnen.
In den Fotos würde ich bezüglich lockererer Haltung nicht vermuten, dass Du eine Hyperkyphose hast. In der aufgerichteten Haltung erst recht nicht, auch wenn hier die hochgezogenen Schultern eine eher unnatürliche Haltung darstellen. Man könnte auf die Idee kommen, dass ein "gerader" Rücken demonstriert werden soll, was der aber in dieser Ansicht nicht sein sollte. ;)
Zitat:
2. Der Orthopäde erwähnte damals nichts von einem Scheuermann. Seht ihr Zeichen von einem abgelaufenen Morbus Scheuermann auf dem Röntgenbild?

Also die mögliche Ursache spielt bei der Behandlung keine Rolle. Wenn Keilwirbel (durch welche Ursache auch immer) entstanden sein sollten, käme es auf die Ausprägung und Anzahl an, weil das eine Behandlung mehr oder weniger behindern kann.
Zitat:
4. Wäre ein Korsett angebracht oder wäre das übertrieben?

Ich denke, es sollte nach einiger Zeit Schroth Therapie überprüft werden, ob sich die Situation gebessert hat. Insbesondere weil Du kaum Beschwerden hast und ein Korsett deswegen auch nicht ausreichend akzeptiert wird.
Zitat:
Ich habe mir dann einen Physiotherapeuten gesucht und fand jemanden der ambulant nach Schroth behandelt. Die Physiotherapie bewirkte zwar keine Wunder, half aber trotzdem vor allem gegen die Verspannungen und ich lernte mich besser aufzurichten. Ich mache nun fast täglich meine Übungen zu Hause und bin fleissig am dehnen.

Online ist es natürlich schwierig nachzuvollziehen, ob die Kompetenz des Therapeuten gut ist. Wenn das Aufrichten allerdings zu dem Fotobild 1 führt, ist das sicherlich nicht so gut. Und beim Dehnen ist zu beachten, dass es nicht nur um den Rücken selbst geht, sondern um den gesamten Körper. Du kannst ja mal versuchen, die Übungen zu beschreiben, damit man mal einen Eindruck hat.

Gruß
Klaus


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BeitragVerfasst: Do, 10.05.2018 - 21:26 
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Hallo Klaus,

erstmal danke für deine ausführliche Antwort. Wenn ich dich richtig verstehe, siehst du das Ganze nicht so dramatisch. Möglicherweise reichen die Fotos auch nicht aus um die Situation richtig einzuschätzen. Trotzdem bin ich der Meinung, dass die Kyphose über dem Normalwert in meinem Alter liegt. Besonders wenn ich die Rücken von Gleichaltrigen anschaue, sehe ich da schon einen deutlichen Unterschied.

Zitat:
Was meinst Du mit "kompensierender HWS Lordose"? Die HWS hat eine natürliche Lordose, wenn man von Kompensation spricht, müsste es in diesem Wort-Sinn eine HWS Hyperlordose sein.

Ja, damit meinte ich eine HWS Hyperlordose.
Zitat:
Für den Fall, dass man im Lot steht, ist bei einer BWS Hyperkyphose aber eher mit einer steilgestellten HWS (abgeschwächte Lordose) zu rechnen.

Also ich kann mir das nur vorstellen, wenn man den Kopf nach vorne hängen lässt. Dann würde ja sowas wie ein "Geierhals" entstehen. Wenn man den Kopf hingegen gerade hält (als ob dieser nach oben gezogen würde), muss zwischen der nach vorn geneigten oberen BWS und der nun aufgerichteten HWS eine stärkere Lordose entstehen, um dies auszugleichen. Ich hoffe du verstehst jetzt was ich meine. ;) Vielleicht reden wir aneinander vorbei und das ist das Gleiche wie eine "steilgestellte HWS".
Zitat:
In der aufgerichteten Haltung erst recht nicht, auch wenn hier die hochgezogenen Schultern eine eher unnatürliche Haltung darstellen.

Die hochgezogenen Schultern sind in der Tat eine unnatürliche Haltung. Habe die Schultern wohl hochgezogen, damit der Rücken gut sichtbar bleibt.
Zitat:
Ich denke, es sollte nach einiger Zeit Schroth Therapie überprüft werden, ob sich die Situation gebessert hat.

Die KG mache ich nun bereits seit 6 Monaten. Wie bereits erwähnt habe ich dadurch weniger Verspannungen und kann mich besser aufrichten. An der Krümmung selbst hat sich meiner Ansicht nach nichts geändert.
Zitat:
Du kannst ja mal versuchen, die Übungen zu beschreiben, damit man mal einen Eindruck hat.

Ich beschreibe folgend mal einige Übungen. Wobei natürlich klar sein sollte, dass diese Beschreibung nicht reicht um diese dann auch korrekt auszuführen.

1. Ausgangsposition: Auf die Knie gehen, den Oberkörper nach vorne neigen (waagrechte Position) und mit den Ellbogen auf zwei Hockern/Stühlen abstützen. Die Hände vor der Stirn verschränken und so den Kopf stützen.
Ausführung: Nun die Brust zwischen den beiden Hockern nach unten drücken und die Ellbogen nach aussen drücken, dass der Kopf gestützt bleibt. Die BWS sollte so zwischen die Schulterblätter gedrückt werden. Die Bauchmuskeln leicht anspannen um ein Hohlkreuz zu verhindern. Beim Runterdrücken ausatmen.

2. Ausgangsposition: Auf den Rücken liegen, die Beine anwinkeln. Die Arme seitlich vom Körper positionieren, als ob man am Bankdrücken wäre. Die Hände/Unterarme sind senkrecht über den Ellbogen angewinkelt.
Ausführung: Die Ellbogen nun in den Boden reindrücken, sodass der Oberkörper leicht nach oben gedrückt wird. Die Bauchmuskeln anspannen, damit der Oberkörper flach auf dem Boden bleibt. Die HWS strecken.

3. Ausgangsposition: Stehend oder auf Sitzball sitzend, mit Händen auf Schulterhöhe an Sprossenwand (Türrahmen geht auch) halten.
Ausführung: Die Hände nun nach aussen und leicht nach unten drücken beim Ausatmen. Durch diese Bewegung sollte man spüren wie die BWS nach vorne gedrückt wird und so ein "Freiraum" zwischen den Schulterblättern entsteht. Die Bauchmuskeln leicht anspannen.

4. Ausgangsposition: Auf den Rücken liegen, die Hände auf die Brust legen, Beine angewinkelt in die Luft strecken, die Knie sollten einen rechten Winkel bilden und auf Höhe der Hüfte sein.
Ausführung: Die Beine nun immer weiter strecken (ohne dabei den Boden zu berühren). Bevor die Bauchmuskeln die Position nicht mehr halten können und ein Hohlkreuz entstehen würde, die Beine wieder anziehen.

5. Ausgangsposition: Auf den Bauch liegen, Arme in rechtem Winkel gerade von sich strecken. Die Beine sind ebenfalls gestreckt. Der Kopf sollte gerade gehalten werden (liegt also auf der Stirn auf).
Ausführung: Die Arme werden nun wiederholt in gestreckter Haltung angehoben. Die Daumen zeigen nach oben. Nach mehreren Wiederholungen spürt man die obere Rückenmuskulatur.

Gegen das Hohlkreuz dehne ich die Hüftbeuger und gegen die Hyperkyphose dehne ich die Brustmuskulatur.

Ich hoffe das war jetzt nicht zu technisch. :D Finde es aber noch ziemlich schwer diese Übungen einigermassen verständlich aufzuschreiben.

Gruss
Bobi


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BeitragVerfasst: Fr, 11.05.2018 - 19:46 
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Hallo Bobi,

Zitat:
Trotzdem bin ich der Meinung, dass die Kyphose über dem Normalwert in meinem Alter liegt

Deswegen hatte ich ja gesagt, dass die Röntgen-Aufnahme vom Orthopäden ausgemessen werden sollte. Alles andere ist Spekulation.
Zitat:
Vielleicht reden wir aneinander vorbei und das ist das Gleiche wie eine "steilgestellte HWS".

Gibt es denn keine Röntgenaufnahme der HWS?

Ich muss gestehen, dass ich bezügl. Übungen nach eigenen Übungen während meiner REHA in Bad Salzungen gesucht habe. Damit habe ich Schwierigkeiten. Vielleicht kann mal jemand anders diese Übungen kommentieren.

Gruß
Klaus


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BeitragVerfasst: Sa, 12.05.2018 - 21:08 
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Diagnose: Skoliose, 4BH li,
bei Gradzahlen große Messabweichungen,
ca. th. 28°, lu. 35°
LL (L4/L5)
Therapie: Korsett als Jugendliche, damals auch allg. KG; jetzt Schroth und Spiraldynamik;
Reha: Aug/Sep 2011 in Bad Sobernheim, Mai/Jun 2016 in Bad Salzungen
Korsett: 2011-2014 Sanomed
seit 2015 CCtec
Hallo Bobi,

ich habe zwar keine Hyperkyphose, kann aber zum Teil kann ich trotzdem was zu Deinen Übungen sagen:

Nr. 1 und Nr. 2 klingen vom Prinzip nach Schroth, ich kenne sie persönlich aber nicht (das muss nichts heißen, da ich ja selbst keine Hyperkyphose habe und die Übungen daher in den Rehas nur am Rand mitbekommen habe). Nr. 3 ist eine Schroth-Übung, die in Bad Salzungen gelehrt wird. Ich mache sie in etwas abgewandelter Form, da ich Skoliose und Flachrücken habe - so wie Du sie beschreibst machen sie die Leute mit Hyperkyphose, das klingt richtig. Bei Nr. 1-3 wäre wichtig, dass Du - wie Du es beschreibst - den Bauch anspannst, um nicht ins Hohlkreuz zu fallen bzw. wenn man ein Hohlkreuz hat, dagegen zu arbeiten.

Nr. 4 ist kein Schroth, sondern eine typische Übung für den unteren Bauch, wie sie in Rückenkursen/Fitnessstudios durchgeführt wird. Ist grundsätzlich nicht schlecht, auch den unteren Bauch zu trainieren, betrifft aber eher das (möglicherweise vorhandene) Hohlkreuz als die Hyperkyphose. Schaffst Du es, den unteren Rücken am Boden liegen zu lassen? Das wäre wichtig; wenn der Rücken sich anfängt zu lösen, soll man nicht mehr tiefer gehen. Ich persönlich finde die Übung sehr schwer, da ich ein stark gekipptes Becken habe und damit schnell im Hohlkreuz hänge; mir fällt es schwer, den unteren Rücken auf dem Boden zu lassen, besonders tief komme ich damit nicht.
Eine leichtere Variante ist es, die Beine aus der von dir beschriebenen Ausgangsposition abwechselnd (gebeugt, also mit 90°-Winkel im Knie) langsam zum Boden zu führen und wenn die Fußspitze den Boden berührt, dwieder in die Ausgangsposition und das andere Bein geht zum Boden. Finde ich auch im unteren Bauch anstrengend, aber die Gefahr, ins Hohlkreuz zu fallen, ist nicht so stark.

Nr. 5 kenne ich ebenfalls eher aus dem Fitnessstudio/aus Rückenkursen; Schroth im engeren Sinn ist das nicht. Stärkt den oberen Rücken und finde ich daher an sich auch nicht schlecht, aber ich glaube, da kann man leicht etwas falsch machen - spannst Du aktiv den Bauch an, um den unteren Rücken nicht zu sehr zu belasten? Ziehst Du die Schulterblätter nach unten und zusammen und lässt den Kopf gerade in Verlängerung der Wirbelsäule bzw. ziehst in die Streckung in Richtung des Scheitels?

Was ich persönlich immer hilfreich finde: Bitte jemanden (den Physiotherapeuten oder jemanden zuhause) von Dir Bilder oder Videos während der Übungen zu machen. Wenn man sich das selbst "von außen" anschaut, sieht man in der Regel sehr viel besser, wo man vielleicht etwas verbessern könnte, wo man nicht anspannt/"durchhängt" etc.

Viele Grüße,
mick


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BeitragVerfasst: So, 13.05.2018 - 21:35 
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Hallo Klaus,

Zitat:
Deswegen hatte ich ja gesagt, dass die Röntgen-Aufnahme vom Orthopäden ausgemessen werden sollte. Alles andere ist Spekulation.

Da hast du natürlich Recht.
Zitat:
Gibt es denn keine Röntgenaufnahme der HWS?

Leider nicht, habe lediglich vier Einzelaufnahmen, jeweils zwei von der BWS und zwei von der LWS, immer einmal von der Seite und von vorne.


Hallo mick,

Danke für deine Rückmeldung zu den Übungen!
Zitat:
Schaffst Du es, den unteren Rücken am Boden liegen zu lassen?

Ja, das klappt schon ganz gut. Habe dann aber Probleme die HWS gerade zu halten, wenn ich den unteren Rücken korrigiere. Liegt wohl daran, dass die Krümmung dann nach oben "ausweicht".
Zitat:
Stärkt den oberen Rücken und finde ich daher an sich auch nicht schlecht, aber ich glaube, da kann man leicht etwas falsch machen

Den Bauch spanne ich immer an so weit es geht, habe auch ein Spiegel daneben, kann mich daher korrigieren. Danke für den Tipp mit den Schulterblättern und der Kopf-Position, werde versuchen mehr darauf zu achten.
Werde euch auf dem Laufenden halten, sollte sich bei mir was ändern.

Gruss
Bobi


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BeitragVerfasst: Mo, 14.05.2018 - 14:03 
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Hallo Bobi,

Zitat:
Leider nicht, habe lediglich vier Einzelaufnahmen, jeweils zwei von der BWS und zwei von der LWS, immer einmal von der Seite und von vorne.

Du hast also nur den Eindruck, als ob Du eine HWS Hyperlordose hättest. Aus den Fotos geht das nicht hervor, beim Foto1 mit der unnatürlichen Haltung könnte man eher das Gegenteil vermuten.
Zitat:
Habe dann aber Probleme die HWS gerade zu halten, wenn ich den unteren Rücken korrigiere. Liegt wohl daran, dass die Krümmung dann nach oben "ausweicht".

Dankenswerterweise hat mick zu Deinen beschriebenen Übungen Stellung genommen.
Mit unterer Rücken ist offensichtlich die LWS gemeint. Wenn Du von Korrektur sprichst, ist davon auszugehen, dass es um die "klassische" gleichzeitige Korrektur von LWS Hyperlordose und BWS Hyperkyphose geht, wobei der Scheitel der Hyperkyphose offenbar höher liegt als "normal".
Scheinbar gibt es aber keinen Ausgleich zwischen LWS und BWS, sodass die HWS sozusagen "den Rest erledigen" muss, um die Haltung im Lot zu erreichen, was aber nicht immer gelingt. Eine Korrektur dieser Situation ist in der Regel immer mit der Korrektur von unten nach oben zu sehen, was ja Deiner Beschreibung entspricht.
Ich persönlich finde die Schroth Übungen in Rückenlage am besten geeignet, um das Gefühl der richtigen Korrektur zu bekommen. Ausserdem gibt es dabei die sogenannten Unterlagerungen mit Reis-Säckchen, die eine effektive Korrekur ermöglichen (in den ambulanten Praxen scheinbar selten). Insofern sollte in dieser Rückenlage auch die HWS allmählich in die richtige Lage kommen können, notfalls mit variablen Unterlagen für den Kopf.

Ein Klassiker ist die Übung "Hocker über dem Kopf", wo es spezifizierte Anweisungen für die unterschiedlichen Situationen gibt.
Die im Bild eingezeichneten Pfeile gelten als eine von vielen Anweisungen für mich mit Flachrücken!

Gruß
Klaus


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Dateikommentar: Es gibt diverse Anweisungen für unterschiedliche Situationen !!!
K800_Hocker über dem Kopf.JPG [56.54 KiB]
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BeitragVerfasst: Mo, 14.05.2018 - 21:56 
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Hallo Klaus,

Zitat:
Du hast also nur den Eindruck, als ob Du eine HWS Hyperlordose hättest. Aus den Fotos geht das nicht hervor, beim Foto1 mit der unnatürlichen Haltung könnte man eher das Gegenteil vermuten.

Ja, das ist einfach mein Eindruck. Da ich keine Röntgen-Aufnahmen der HWS habe, möchte ich hier jetzt auch nicht weiter spekulieren.
Zitat:
Wenn Du von Korrektur sprichst, ist davon auszugehen, dass es um die "klassische" gleichzeitige Korrektur von LWS Hyperlordose und BWS Hyperkyphose geht, wobei der Scheitel der Hyperkyphose offenbar höher liegt als "normal".
Scheinbar gibt es aber keinen Ausgleich zwischen LWS und BWS, sodass die HWS sozusagen "den Rest erledigen" muss, um die Haltung im Lot zu erreichen, was aber nicht immer gelingt. Eine Korrektur dieser Situation ist in der Regel immer mit der Korrektur von unten nach oben zu sehen, was ja Deiner Beschreibung entspricht.

Das hast du absolut richtig interpretiert und erscheint mir als einleuchtend. Könnte das nicht besser erklären. Dass ich mich in der LWS viel leichter korrigieren kann, muss wohl wie von dir erwähnt mit dem höher gelegenen Hyperkyphose Scheitel zusammenhängen.

Danke für den Hinweis zu den Schroth Übungen in Rückenlage. Werde das beim nächsten Termin in der KG mal ansprechen.

Gruss
Bobi


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BeitragVerfasst: Mo, 14.05.2018 - 22:29 
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Hallo Bobi,

Zitat:
Das hast du absolut richtig interpretiert und erscheint mir als einleuchtend.

Na ja, wenn es eine ausgemessene (Hyperkyphose und Hyperlordose) Röntgenaufnahme incl. HWS gäbe, wäre das alles etwas einfacher.
Zitat:
Dass ich mich in der LWS viel leichter korrigieren kann, muss wohl wie von dir erwähnt mit dem höher gelegenen Hyperkyphose Scheitel zusammenhängen.

Also das habe ich so ersteinmal nicht gesagt.
Einleuchtend wäre doch zunächst die vermutlich geringere Ausprägung der LWS Hyperlordose. Ob die größere Entfernung der beiden Scheitel eine Rolle spielen kann, kann ich nicht sagen.
Wenn der Scheitel der BWS Hyperkyphose nach oben "wandert" wird es mit den körpereigenen Korrektur Hebeln schwieriger, was natürlich auch bedeuten kann, dass die LWS Hyperlordose relativ dazu "leichter" zu korrigieren sein kann. Auch ein Korsett wird da schwieriger zu realisieren sein. Und die isolierte Behandlung der HWS sowieso, hier muss man sich wohl auf die Korrektur von unten nach oben verlassen.

Gruß
Klaus


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