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BeitragVerfasst: Do, 03.05.2018 - 17:21 
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Hallo,

seit einigen Wochen habe ich extreme Probleme bei der Haltung, was mir auch schon erhebliche Rückenschmerzen einbrachte.

Situation ist folgende:

Vor etwa 6-10 Monaten hatte ich nur sehr geringe Probleme mit meinem Rücken. Ich hatte zwar eine nicht wirklich gerade Haltung, allerdings war sie immer noch akzeptabel und war wohl weitestgehend nur so schlecht, weil ich zu faul gewesen bin gerade zu stehen und allgemein Bewegungsmangel. Zu Beginn des letzten Winters habe ich festgestellt, dass sich meine Haltung doch schon ziemlich ins negative gedreht hat und ich mich anstrengen musste, um in eine halbwegs aufgerichtete Position zu gelangen (aber es war noch möglich, wenn auch nicht ganz perfekt). Vor etwa 5 Wochen dann der Blick in den Spiegel und vor Schreck erstmal fast erstarrt: Meine Haltung ist komplett den Bach runter gegangen und ich konnte meine BWS auch mit größter Mühe nicht mehr aufrichten. Ergebnis also ein ausgeprägter Rundrücken und Hohlkreuz. Dazu natürlich die obligatorischen Schmerzen die sich nach kurzer Zeit bemerkbar machen.
Der Orthopäde vor Ort hat ein Röntgenbild der LWS und BWS (keine Ganzkörperaufnahme) angefertigt und gesagt, dass ich eine milde Ausprägung eines Scheuermanns habe (inkl. obligatorischer Keilwirbel). Wenn ich mich allerdings hier im Forum umsehe, kommt es mir alles andere als "milde" Form vor. Außer einer Verordnung für 6x normale KG und dem Rat sich viel zu bewegen, habe ich von ihm nichts weiter bekommen.

Ehrlicherweise muss ich auch sagen, dass ich während der letzten Monate im Fitnessstudio Brust aber keinen Rücken trainiert habe und aufgrund meines Studiums sehr häufig vor dem PC (in sehr unergonomischer Position) gewesen bin.

Liegt es also eher an muskulärer Dysbalance, einer Verschlimmerung des Scheuermanns oder vielleicht einem noch unbekannten Grund, dass meine Körperhaltung sich innerhalb von weniger als 12 Monaten derart rapide verschlechtert hat?

Ein Bild von der Seite habe ich hinzugefügt.

EDIT: Ich bin 23 Jahre alt.


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BeitragVerfasst: Do, 03.05.2018 - 19:43 
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Hallo Sero777,

wenn der Orthopäde eine Röntgenaufnahme der LWS und BWS gemacht hat, sollte er die auch ausmessen. Aber einfach nur "milde Form" zu sagen und 6x KG zu verordnen ist leider immer noch der traurige Alltag mit inkompetenten Orthopäden.
Du suchst ja auch schon an anderer Stelle des Forums nach Spezialisten und speziell nach Alternativen zu Dr. Wilke in Norddeutschland, der nach Deiner Aussage bis Oktober keine Erwachsenen annimmt. Das wundert mich schon, weil er erst vor kurzem in eine andere Praxis gezogen ist und erweiterte Sprechstunden anbietet. Aber ok, ich habe Dir die Möglichkeit mit Bad Schwartau genannt, ansonsten sind leider sehr weite Wege durchaus üblich.
Ich sage das deshalb, weil Deine Frage:
Zitat:
Liegt es also eher an muskulärer Dysbalance, einer Verschlimmerung des Scheuermanns oder vielleicht einem noch unbekannten Grund, dass meine Körperhaltung sich innerhalb von weniger als 12 Monaten derart rapide verschlechtert hat?

nur ein Spezialist beantworten kann.

Was das Foto betrifft, sehe ich optisch einen nicht so starken Rundrücken, aber ein erhebliches Hohlkreuz. Stehst Du immer so oder hast Du versucht Dich in der BWS zu strecken (?), was oft aufgrund von Verkürzungen dann zu einer weiteren Verstärkung des Hohlkreuzes führen kann.
Auf jeden Fall kann die Optik sehr täuschen und ein Röntgenbild der gesamten Wirbelsäule ist immer die Grundlage einer kompetenten Diagnostik. Bei der wird übrigens auch immer die Beweglichkeit bzw. der Grad der Fehlhaltung ermittelt. Daraus ergeben sich dann die Behandlungsoptionen. Selbst wenn das eine reine Fehlhaltung wäre, muss indivduell ganz gezielt vorgegangen werden. Das ist keine harmlose Sache, so wie das für mich ein bischen im Thread Titel anklingt.
Zitat:
Ehrlicherweise muss ich auch sagen, dass ich während der letzten Monate im Fitnessstudio Brust aber keinen Rücken trainiert habe und aufgrund meines Studiums sehr häufig vor dem PC (in sehr unergonomischer Position) gewesen bin.

Selbst wenn Du Brust und Rücken trainiert hättest, kannst Du sehr viel falsch machen, weil Du in Deinen verkürzten Strukturen (Muskeln, Bänder und Sehnen) trainierst, übrigens ohne das kurz- bis mittelfristig bemerken zu müssen. Fitness Studios sind in erster Linie für die Probleme des normalen Rückens gedacht. Erst wenn man wirklich weiß und auch richtig fühlt, was man wie korrigieren muss, macht das insbesondere bei symmetrischen Fehlstellungen/Fehlhaltungen Sinn.

Gruß
Klaus


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BeitragVerfasst: Sa, 05.05.2018 - 09:03 
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Hallo Klaus,

vielen Dank erstmal für die ausführliche Antwort. Ich stehe in den vergangenen Wochen immer so (mal weniger stark, mal aber auch stärker im Hohlkreuz). Das mit dem Hohlkreuz war wie erwähnt vor einigen Monaten noch bei weitem nicht so ausgeprägt. Hab dann als ich das zum ersten Mal so gesehen habe natürlich versucht dem entgegenzuwirken mit Dehnen des Hüftbeugers, Stärkung der Bein- und Gesäßmuskulatur, was das Problem aber allenfalls nur sehr kurzzeitig gebessert bzw. sogar verschlechtert hat.

Was den Rundrücken betrifft: Auf den Röntgenaufnahmen sind Keilwirbel zu sehen und auch dass die Bereiche zwischen den einzelnen Wirbeln sehr klein geworden sind. Denke mal hier wird nicht allzu viel zu machen sein bis auf den (richtigen) Aufbau von Muskeln.

Was das Krafttraining angeht: Sollte ich damit aufhören bis ich eine kompetente Diagnose eines Spezialisten erhalten habe? Falls ja, kann man trotzdem anderen Sportarten wie Schwimmen oder Laufen nachgehen, damit durch den Bewegungsmangel nicht noch mehr Schäden auftreten bzw. sich die ganze Situation noch weiter verschlimmert?

Und zu guter Letzt: Ich habe Anfang Mai einen Termin bei Dr. Hoffmann vereinbart, der laut der Empfangsdame noch bis etwa Mitte Juni in der Praxis tätig sein wird. Ist auch ehrlich gesagt der einzige Lichtblick den ich zurzeit habe. Ist echt nicht so einfach in so einem Alter schon erhebliche, vor allem optisch abweichende Haltungsprobleme oder gar -schäden aufzuweisen.

Gruß,
Sero


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BeitragVerfasst: Sa, 05.05.2018 - 10:20 
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Hallo Sero,

Zitat:
Was das Krafttraining angeht: Sollte ich damit aufhören bis ich eine kompetente Diagnose eines Spezialisten erhalten habe? Falls ja, kann man trotzdem anderen Sportarten wie Schwimmen oder Laufen nachgehen, damit durch den Bewegungsmangel nicht noch mehr Schäden auftreten bzw. sich die ganze Situation noch weiter verschlimmert?

Hast Du den Termin jetzt gemacht oder hast den tatsächlich schon Anfang Mai, also in Kürze?
Ich würde auf jeden Fall das Kraftraining pausieren. Von Dr. Hoffmann ist bislang öfter mal zu hören gewesen, dass er bei starken Verkürzungen zu recht ein solches Training "regelrecht verbietet". ;) Schwimmen oder Laufen ist in der Regel nicht problematisch.
Zitat:
Ist echt nicht so einfach in so einem Alter schon erhebliche, vor allem optisch abweichende Haltungsprobleme oder gar -schäden aufzuweisen.

Gerade in einem solchen Alter von 23 kann man noch sehr viel machen. Ein Haltungsproblem aufgrund von Verkürzungen (übrigens gesamtheitlich zu sehen) im Sinne einer Fehlhaltung ist dabei relativ gut zu beeinflussen. Ein Haltungsschaden, der im Laufe der Zeit zu einer Fehlstellung (Hyperkyphose/Hyperlordose/Skoliose) führen kann, ist schon komplexer in der Behandlung. Meistens ist es so, dass es sich um eine Kombination handelt, bei der ganz individuell unterschiedliche Anteile von Fehlhaltung und Fehlstellung vorhanden sein können.

Gruß
Klaus


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BeitragVerfasst: So, 06.05.2018 - 06:57 
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Hallo Klaus,

hab ich wirklich etwas schlecht formuliert. Hab den Termin jetzt vor Kurzem für Anfang Juni gemacht :D .

Das würde heißen einen Monat gar kein Krafttraining. Kann/Sollte man sich während der Zeit aber dehnen oder ist das ähnlich wie mit dem Krafttraining, dass es tendenziell sogar schädlich ist?

EDIT: Wie läuft das eigentlich mit dem Termin bei Dr. Hoffmann ab? Muss man schon bei Terminvereinbarung sagen, dass man Probleme mit Hyperkyphose/-lordose hat und man bekommt entsprechend mehr Beratungszeit zugeteilt oder erzählt man das dann erst während des Termins? Und dasselbe für Ganzkörper-Röntgenbilder: Muss man vorher anrufen und sagen, dass man welche braucht oder reicht das wenn man erst vor Ort darauf zu sprechen kommt?

Gruß,
Sero


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BeitragVerfasst: Mo, 07.05.2018 - 14:14 
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Hallo Sero,

Zitat:
Das würde heißen einen Monat gar kein Krafttraining. Kann/Sollte man sich während der Zeit aber dehnen oder ist das ähnlich wie mit dem Krafttraining, dass es tendenziell sogar schädlich ist?

Wenn Du richtig dehnst, ist das kein Problem. Und je nach Dauer des bisherigen Krafttrainings sollte 1 Monat Pause auch kein Problem sein, insbesondere wenn sich herausstellen würde, dass Du Deinem Körper 1 Monat weniger geschadet hast. :)
Zitat:
EDIT: Wie läuft das eigentlich mit dem Termin bei Dr. Hoffmann ab? Muss man schon bei Terminvereinbarung sagen, dass man Probleme mit Hyperkyphose/-lordose hat und man bekommt entsprechend mehr Beratungszeit zugeteilt oder erzählt man das dann erst während des Termins?

Ich war davon ausgegangen, dass beim Termin auch das Anliegen genannt werden muss. Immerhin muss man 65 € privaten Anteil für die erweiterte Beratungszeit bezahlen.
s.a.
viewtopic.php?f=25&t=6472
Zitat:
Und dasselbe für Ganzkörper-Röntgenbilder:

Das gehört zur Behandlung von Fehlstellungen der Wirbelsäule dazu, sonst kann keine vernünftige Diagnose gestellt werden.

Gruß
Klaus


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BeitragVerfasst: Mo, 14.05.2018 - 20:50 
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Also ich habe schon gesagt dass ich Probleme mit einer Hyperkyphose/-lordose und begleitender Skoliose habe. Allerdings wurde mir zunächst nichts von 65€ Zuzahlung gesagt. Ich lass mich einfach überraschen ob ich die Zuzahlung letztlich leisten muss oder nicht. :D

Hab allerdings noch drei weitere Fragen:

1) Was hat es zu bedeuten wenn man nach dem Liegen aufsteht und die BWS sich für einige Sekunden/z.T. auch Minuten einigermaßen (nicht vollständig) aufrichtet? Ist das bei jedem so oder zunächst erst ein positives Zeichen dass die BWS noch einigermaßen beweglich ist und durch verkürzte Strukturen zurück in die schlechte Haltung gezogen wird?

2) Dass Keilwirbel sich in meinem Alter nicht mehr aufrichten/regenerieren lassen hab ich beim Stöbern durchs Forum schon (leider) erfahren. Aber wie sieht es mit den zusammengeschrumpften Räumen zwischen den Wirbeln aus? Werden diese durch eine mögliche Aufrichtung mithilfe eines Korsetts wieder größer oder ist auch das eher Wunschdenken?

3) Auch ohne Training musste ich in den letzten Tagen feststellen, dass meine Haltung leider noch etwas schlechter geworden ist. Was kann denn hierfür der Grund sein? Ist schon ein ziemlich schlechtes Gefühl wenn man auf sein Termin wartet und es Tag für Tag schlechter wird. :/

Grüße
Sero


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BeitragVerfasst: Mo, 14.05.2018 - 22:02 
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Sero777 hat geschrieben:
1) Was hat es zu bedeuten wenn man nach dem Liegen aufsteht und die BWS sich für einige Sekunden/z.T. auch Minuten einigermaßen (nicht vollständig) aufrichtet? Ist das bei jedem so oder zunächst erst ein positives Zeichen dass die BWS noch einigermaßen beweglich ist und durch verkürzte Strukturen zurück in die schlechte Haltung gezogen wird?

Kann ich Dir nicht verbindlich beantworten.
Ich kenne etwas ähnliches bei meiner speziellen Situation von der Schroth REHA bei Übungen in Rückenlage. Die Rückenstruktur hatte sich möglicherweise durch die Korrektur temporär so verspannt, dass das Aufstehen kurzfristig ein Problem darstellte.
Wie groß die Beweglichkeit ist, wird manuell bei der Untersuchung getestet.
Zitat:
2) Dass Keilwirbel sich in meinem Alter nicht mehr aufrichten/regenerieren lassen hab ich beim Stöbern durchs Forum schon (leider) erfahren. Aber wie sieht es mit den zusammengeschrumpften Räumen zwischen den Wirbeln aus? Werden diese durch eine mögliche Aufrichtung mithilfe eines Korsetts wieder größer oder ist auch das eher Wunschdenken?

Ob Keilwirbel ein Problem bei der Korrektur sein können, hängt von der Anzahl und Lage ab.
Inwieweit zu enge Zwischenräume ein Problem sein können, hängt natürlich auch von dadurch ausgelösten Beschwerden ab. Dann würde man evtl. an ein Korsett mit Extensionswirkung denken (z. Bsp. Kubco Orthese). Also sozusagen das Auseinanderziehen der Wirbel bis zur Schmerz-Reduzierung oder sogar Schmerz-Freiheit, was nicht unbedingt gleichbedeutend mit normalen Abstand sein muss.
Zitat:
3) Auch ohne Training musste ich in den letzten Tagen feststellen, dass meine Haltung leider noch etwas schlechter geworden ist. Was kann denn hierfür der Grund sein? Ist schon ein ziemlich schlechtes Gefühl wenn man auf sein Termin wartet und es Tag für Tag schlechter wird. :/

Jetzt wird es sehr spekulativ.
Es ist zwar verständlich, dass man sich jetzt vor dem Termin plötzlich viele Gedanken macht und "die Flöhe husten hört" :) (das geht anderen Newbies teilweise auch so), aber das bringt wirklich nicht weiter. Mach Dir lieber Notizen über Fragen, die Du Dr. Hoffmann stellen möchtest. Und klär ab, ob Du wirklich einen Termin mit erweiterter Beratungszeit gemacht hast.

Gruß
Klaus


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