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 Betreff des Beitrags: Kyphose 88 Grad - und nun?
BeitragVerfasst: So, 04.02.2018 - 17:45 
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Hi Leute,

ich bin 43 Jahre alt und hatte letzte Woche meinen ersten Termin bei Dr. Hoffmann. Diagnose ist eine Kyphose von 88 Grad mit Keilwirbeln. Die Wirbel T5 bis T9 sind so verkeilt, dass eine Aufrichtung nicht mehr möglich ist. Herr Hoffmann sagt, dass mit Schroth und Korsett max. 60 Grad drin wären.

Herr Hoffmann hat mir im Gespräch doch recht deutlich eine OP nahegelegt. Das wäre heute reine Routine und nach einem halben Jahr wäre ich wieder voll belastbar. Die Aufrichtung wäre bei etwa 40 Grad. Die Korsetttherapie würde mind. 2 Jahre dauern mit ungewissem Ausgang. Er hat mir dann schließlich alle Optionen offen gelassen und mir Rezepte für Krankengymnastik, Schroth-Reha in Bad Sobernheim und ein Rahmouni-Korsett gegeben. Dazu einen spontanen Termin bei Hr. Rahmouni am selben Tag organisiert und im April einen Termin zum Kombigespräch mit Dr. Halm.

Also bin ich zu Dr. Rahmouni in die Praxis gefahren. Zusammen mit ihm und Hr. Harzer die Röntgenbilder angeschaut. Beide meinten ich solle es mal versuchen mit einem Korsett, aber sie haben schon ein wenig mit dem Kopf geschüttelt beim Betrachten der Bilder. ;) Immerhin ist eine OP keine Kleinigkeit und läuft ja auch nicht weg. Ich habe dann das Korsett-Rezept direkt dort gelassen, sie haben es eingereicht und es wurde glatt zwei Tage später von der KK genehmigt.

Dann ging's wieder nach Hause mit einem Haufen Gedanken im Kopf. Was tun? Schmerzen hab ich so gut wie keine, im Verdrängen der Optik bin ich inzwischen Meister. Aber der Gedanke ist reizvoll, es durch eine OP einfach beseitigen zu lassen.

Jetzt ist demnächst erstmal Gipsen und Anprobe fällig, dann das Gespräch mit Dr. Halm. Genug Zeit mir den Kopf zu zerbrechen.

Danke für's Lesen. Würd mich über Meinungen und Input freuen. :)


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 Betreff des Beitrags: Re: Kyphose 88 Grad - und nun?
BeitragVerfasst: So, 04.02.2018 - 22:23 
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1.Korsett 5/12, Rahmouni
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3.Kors. 12/14, mit Halsteil
4.Kors. 3/16, 2-Schaliges Rahmouni mit Halsteil
Hallo,

erstmal herzlich Willkommen im Forum!

Der Name passt echt gut zum Röntgenbild... :lach:
Mußte echt schmunzeln, als ich das gelesen habe.

El Gato hat geschrieben:
Immerhin ist eine OP keine Kleinigkeit und läuft ja auch nicht weg.

Das wäre aus meiner Sicht schon der springende Punkt!
Denn Routine ist so eine OP allenfalls für den der operiert, aber nie für den, der auf dem Tisch liegt.
Ich finde es gut, dass Dr. Hoffmann dir einfach alle Türen gleichzeitig aufgestoßen hat. So hast du die freie Wahl, so wie es sein sollte.

Wenn Rahmouni (jaaa, ohne Dr., denn er ist Orthopädie-Techniker, Meister seines Fachs, und kein Arzt! ;) ) sagt, dass man es mit einem Korsett probieren kann, dann hast du eine gute Chance. Selbst wenn "nur" 60° zu schaffen wären, wäre das doch eine enorme Verbesserung. Allerdings halte ich die zwei Jahre für ziemlich knapp bemessen. Und es sollte dir klar sein, dass das kein Spaziergang wird.
Aber das wäre eine OP ja nun erst recht nicht.

Was soll man dazu noch sagen...? Du hast ja schon alles richtig gemacht und bist an genau der richtigen Adresse. Jetzt solltest du dir nur vielleicht vor dem Gipsen darüber klar werden, ob du es mit einem Korsett ernsthaft probieren willst, und damit meine ich im Zweifel auch länger als zwei Jahre. Denn wenn du es nicht wirklich versuchen willst, und insgeheim immer zu der "Ruckzuck-Methode" /"reine Routine" schielst, könntest du recht schnell ein leichtes Motivationsproblem bekommen.

LG, Gaby


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 Betreff des Beitrags: Re: Kyphose 88 Grad - und nun?
BeitragVerfasst: Mo, 05.02.2018 - 06:12 
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Danke für dein Antwort. :)

Lego66 hat geschrieben:
Ich finde es gut, dass Dr. Hoffmann dir einfach alle Türen gleichzeitig aufgestoßen hat. So hast du die freie Wahl, so wie es sein sollte.

Und wer die Wahl hat, hat die Qual. ;) Seine Meinung dazu war aber schon recht eindeutig. Ich bin da aber unsicher. Wenn man sich Bilder im Netz von Post-OP Patienten ansieht, sehen die schon ziemlich mitgenommen aus.

Lego66 hat geschrieben:
Selbst wenn "nur" 60° zu schaffen wären, wäre das doch eine enorme Verbesserung.

Mal angenommen es werden 60 Grad. Ich könnte mich dann ja immer noch für eine OP entscheiden. Eine Korrektur von 6o auf 40 sollte ja auch einfacher sein als von knapp 90 auf 40.

Lego66 hat geschrieben:
Denn wenn du es nicht wirklich versuchen willst, und insgeheim immer zu der "Ruckzuck-Methode" /"reine Routine" schielst, könntest du recht schnell ein leichtes Motivationsproblem bekommen.

Das kann ich erst wirklich beurteilen, wenn ich das erste Mal ein Korsett trage. Ich muss erst wissen wie es sich anfühlt, vorher weiß ich nicht ob ich es dauerhaft durchhalte. Deswegen werde ich es auf jeden Fall anfertigen lassen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Kyphose 88 Grad - und nun?
BeitragVerfasst: Mo, 05.02.2018 - 11:21 
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Hallo El Gato,

Zitat:
Schmerzen hab ich so gut wie keine, im Verdrängen der Optik bin ich inzwischen Meister. Aber der Gedanke ist reizvoll, es durch eine OP einfach beseitigen zu lassen.

Was hat Dich denn bewogen, Dr. Hoffmann aufzusuchen?
War es die Optik, die Dich offensichtlich jetzt nach langer Zeit doch gestört hat?

Eine konservative Behandlung ist immer mit der Frage nach der Lebensqualität verbunden. Und tatsächlich wirst Du erst mit dem Tragen des Korsetts feststellen können, ob die damit verbundene Verbesserung der Optik mehr wiegt, als die Nebenwirkungen eines Korsetts. Ein korrigierendes Korsett kann allerdings auch einer Verschlechterung entgegenwirken, also einer weiteren Erhöhung der Gradzahl mit dem Alter und möglicher einsetzender deutlicher Beschwerden.

An der Stelle (bei so hohen Gradzahlen ohne Schmerzen) erwähne ich immer gern einen Patienten bei meiner Schroth REHA in 2005, der mit 90 Grad Hyperkyphose noch nicht mal etwas von einem Korsett wissen wollte. Er hat von 10 Grad Verbesserung innerhalb von 4 Wochen profitiert. Wie es ihm heute geht, kann ich aber leider nicht sagen.

Gruß
Klaus


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 Betreff des Beitrags: Re: Kyphose 88 Grad - und nun?
BeitragVerfasst: Mo, 05.02.2018 - 17:12 
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Hallo Klaus,

in erster Linie möchte ich für die Zukunft vorbeugen. Nur weil ich jetzt keine Beschwerden habe, muss das ja nicht in alle Ewigkeit so bleiben. Eine gute Optik wäre sicher die Sahne auf dem Kuchen. Ich sollte auf jeden Fall endlich was tun.

Klaus hat geschrieben:
Und tatsächlich wirst Du erst mit dem Tragen des Korsetts feststellen können, ob die damit verbundene Verbesserung der Optik mehr wiegt, als die Nebenwirkungen eines Korsetts.

Aus diesem Grund werde ich jetzt auch ein Korsett anfertigen lassen. Mal schauen wie es wird das zu tragen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Kyphose 88 Grad - und nun?
BeitragVerfasst: Mo, 05.02.2018 - 18:54 
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Hallo El Gato,

Zitat:
in erster Linie möchte ich für die Zukunft vorbeugen.

Dazu gehört auch die Erkenntnis, dass ein gut gepflegtes Muskelkorsett die beste Vorbeugung ist. Bei 88 Grad sicherlich sehr anspruchsvoll.

Gruß
Klaus


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 Betreff des Beitrags: Re: Kyphose 88 Grad - und nun?
BeitragVerfasst: Di, 06.02.2018 - 16:17 
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Hallo El Gato,

El Gato hat geschrieben:
Seine Meinung dazu war aber schon recht eindeutig. Ich bin da aber unsicher. Wenn man sich Bilder im Netz von Post-OP Patienten ansieht, sehen die schon ziemlich mitgenommen aus.

Die zum Thema Routine... ;)
Dr. Hoffmann ist leider in letzter Zeit recht schnell mit OP-Empfehlungen. Dabei liegt das nicht an mangelnden Erfolgen mit der konservativen Therapie, sprich Korsett. Es muss irgendeinen anderen Grund haben. :nixweiss:
Eine OP ist immer riskant und das Ergebnis irreversibel. Ein Korsett kannst du nach Belieben an und ausziehen. Hast du erstmal Metall im Rücken, wirst du nie mehr ohne sein! Auch wenn die Optik wahrscheinlich hinterher besser ist, du bist und bleibst im Bereich der Versteifung unbeweglich.

Für den Korsett-Versuch solltest du dir die nötige Zeit nehmen, egal ob dich irgendwer zwischenzeitlich zu einer OP drängt. Denn zaubern, so von heute auf morgen, kann ein Korsett nicht, schon garnicht im Erwachsenenalter. Du musst damit rechnen, dass dein Körper einige Monate braucht, um sich an ein Korsett zu gewöhnen und dass du auch dran bleiben musst mit den regelmäßigen Korsett-Kontrollen zur Anpassung des Korsetts an die Veränderungen des Körpers. Dann hast du eine gute Chance.

LG, Gaby


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 Betreff des Beitrags: Re: Kyphose 88 Grad - und nun?
BeitragVerfasst: Do, 08.02.2018 - 14:33 
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Das mit dem schnell zur OP raten kann ich gerade so bestätigen

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 Betreff des Beitrags: Re: Kyphose 88 Grad - und nun?
BeitragVerfasst: Do, 08.02.2018 - 18:18 
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Ich werde es auch erstmal mit einem Korsett versuchen. Im März fahre ich zum Gipsen zu Rahmouni und im April kann ich das fertige Korsett abholen.

In der Zwischenzeit hat mir Bad Sobernheim eine Liste mit Schroth Therapeuten aus meiner Gegend geschickt. Man, die sind ja alle ganz schön ausgebucht. Bei einer hatte ich dann Glück und konnte spontan zum Gespräch vorbeischauen. Sie hat von einer OP abgeraten, hat aber seltsamerweise in 20 Berufsjahren noch nichts von Korsettherapie bei Erwachsenen gehört.

Da ich ja eine Langzeitverordnung verschrieben bekommen habe, werde ich es ambulant mit Schroth versuchen und hoffen dass die Reha auch bald genehmigt ist.

Mal schauen was draus wird. Drückt mir die Daumen. ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: Kyphose 88 Grad - und nun?
BeitragVerfasst: Do, 08.02.2018 - 22:43 
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4.Kors. 3/16, 2-Schaliges Rahmouni mit Halsteil
Da musst du dir nichts bei denken, dass viele noch nichts von einem korrigierenden Korsett für Erwachsene gehört haben.
Erstmal schauen alle ziemlich irritiert, aber nach kurzer Zeit verstehen sie die Wirkungsweise immer mehr und sehen den Erfolg.

Inzwischen sind meine drei Physios (die für KG, die Manualtherapeutin und sogar die Osteopatin!) total überzeugt davon, dass die Korsetttherapie für mich der einzige sinnvolle Weg ist.

Bin schon gespannt, was du weiter berichtest. :top:

LG, Gaby


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 Betreff des Beitrags: Re: Kyphose 88 Grad - und nun?
BeitragVerfasst: Fr, 09.02.2018 - 11:17 
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Hallo El Gato,

Zitat:
In der Zwischenzeit hat mir Bad Sobernheim eine Liste mit Schroth Therapeuten aus meiner Gegend geschickt. Man, die sind ja alle ganz schön ausgebucht. Bei einer hatte ich dann Glück und konnte spontan zum Gespräch vorbeischauen.

Schön, das Du auch die gezielte aktive Muskelpflege angehen willst.
Ganz wichtig ist, dass Du symmetrische Schroth Übungen ausführen musst. Oft ist es so, dass die Therapeuten mehr mit Skoliose Patienten beschäftigt sind und die Erfahrungen mit Hyperkyphose fehlen können.
Du hast auch ein Hohlkreuz (Hyperlordose). Dieses muss ebenfalls und vor allen dingen gleichzeitig angegangen werden. Also in einer Übung Korrektur des Rundrückens und des Hohlkreuzes.
Zitat:
Da ich ja eine Langzeitverordnung verschrieben bekommen habe, werde ich es ambulant mit Schroth versuchen und hoffen dass die Reha auch bald genehmigt ist.

Du meinst sicherlich eine Verordnung mit besonderen Verordnungsbedarf aufgrund Deiner Kyphose > 60 Grad oder?

Gruß
Klaus


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 Betreff des Beitrags: Re: Kyphose 88 Grad - und nun?
BeitragVerfasst: Fr, 09.02.2018 - 18:32 
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Klaus hat geschrieben:
Du meinst sicherlich eine Verordnung mit besonderen Verordnungsbedarf aufgrund Deiner Kyphose > 60 Grad oder?

Ich habe das Rezept schon abgegeben und kann es nicht genau sagen. Auf jeden Fall wurden 24 Einheiten verschrieben und Kyphose > 60 Grad stand auch drin, meine ich.


Ich habe heute Antwort der KK bzgl. des Rehaantrages erhalten. Zuständig für die Genehmigung sei die RV, den Antrag G0100 haben sie beigefügt. Ich muss mir das in Ruhe anschauen, es sind ziemlich viele Angaben zu machen und es wird vorsorglich darauf hingewiesen, dass nur vollständige Anträge bearbeitet werden (ist ja auch logisch irgendwie). Muss ich was bestimmtes beachten?


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 Betreff des Beitrags: Re: Kyphose 88 Grad - und nun?
BeitragVerfasst: Fr, 09.02.2018 - 20:12 
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El Gato hat geschrieben:
Muss ich was bestimmtes beachten?

Wunschklinik mit angeben (obwohl dafür kein Feld vorgesehen ist ;) )
Ansonsten sind da , soweit ich mich erinnere, ein paar Anlagen dabei, in denen man Beschwerden, Einschätzungen zur künftigen Arbeitsfähigkeit usw. eintragen soll.
Der Sachbearbeiter entscheidet nach Aktenlage; also nicht irgendwelche anderen Beschwerden (Allergien, Bluthochdruck oder was auch immer) in den Vordergrund stellen. Es muss klar werden, dass Du die Reha brauchst und zwar wegen der Kyphose.
Grüsse, Lady S


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 Betreff des Beitrags: Re: Kyphose 88 Grad - und nun?
BeitragVerfasst: Sa, 10.02.2018 - 12:56 
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Hallo El Gato,

Zitat:
Auf jeden Fall wurden 24 Einheiten verschrieben

Wahrscheinlich 2x pro Woche, dann kannst Du nach 12 Wochen (neue Vorstellung beim Arzt) eine neue Verordnung bekommen. Ich gehe mal davon aus, dass die Verordnung von Dr. Hoffmann kam (?) und Du dann vor Ort einen entsprechenden Orthopäden brauchst. Nach allen aktuellen Erfahrungen haben viele Ärzte ein Problem mit dieser neuen Verordnungsmöglichkeit.
Ich schreibe das, weil ambulante Schroth KG eine eher langfristige Angelegenheit ist und es auch auf den Beginn einer stationären REHA ankommt.
Lady S hat geschrieben:
Es muss klar werden, dass Du die Reha brauchst und zwar wegen der Kyphose.

"Aufgrund einer massiven Hyper-Kyphose von 88 Grad und der auch im Erwachsenalter bestehenden Progredienz ist eine stationäre Wirbelsäulenintensivrehabilitation nach Katharina Schroth dringend anzuraten, um eine durchaus mögliche Invalidisierung (und drohende Operation) abzuwenden". ;)
Ansonsten hast Du bislang noch nicht gesagt, ob Dr. Hoffmann Dir die REHA empfohlen hat. Dann zählt natürlich auch seine Begründung. Und Du hast auch noch nicht über die bisherigen Maßnahmen gesprochen, weil eine REHA in der Regel "erst nach Ausschöpfung aller ambulanten Maßnahmen" genehmigt wird.

Gruß
Klaus


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 Betreff des Beitrags: Re: Kyphose 88 Grad - und nun?
BeitragVerfasst: Sa, 10.02.2018 - 21:10 
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Hallo El Gato,

gut das du Deine Kyphose mit Reha, KG und Korsett angehen möchtest.

El Gato hat geschrieben:
Das kann ich erst wirklich beurteilen, wenn ich das erste Mal ein Korsett trage. Ich muss erst wissen wie es sich anfühlt, vorher weiß ich nicht ob ich es dauerhaft durchhalte. Deswegen werde ich es auf jeden Fall anfertigen lassen.


Bei Rahmouni bist du auf jeden Fall in besten Händen. Gerade der Anfang ist mitunter extrem hart (ich weiß wovon ich rede ;) ).

Dr. Hoffmann hatte mir damals die gleichen sachen angeboten wie dir, Er meinte damals aber auch gleich das man natürlich ersteinmal ein Korsett probieren könne und falls das nicht hilft könne man sich immernoch Gedanken um eine OP machen.
Ich war vor meinem Besuch bei Ihm schon sehr viel hier im Forum unterwegs und mir war damals schon klar das die "Ruckzuck" Variante ehr nichts für mich ist....das wollte ich auf jeden fall vermeiden. Daher stand die Entscheidung für das Korsett schon.
Ich hatte damals auch meine Zweifel... da man ja sehr wenig von der Konservativen Therapie bei erwachsenen hört, meine Physiotherapeutin hatte davon auch noch nichts gehört war aber auch überzeugt als sie es das erste mal zu Gesicht bekam. und wozu die Indikation bei 97° steht brauch ich ja nicht zu erwähnen. Da kommt man zusammen mit dem Kopfkino schon oft zu der Frage ob es das Richtige ist was man tut.
Heute weiß ich das es auf jeden fall die richtige Entscheidung war es mit dem Korsett zu Probieren.
Hinterher weiß man immer mehr. :ja:

Grüße: Chris


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 Betreff des Beitrags: Re: Kyphose 88 Grad - und nun?
BeitragVerfasst: So, 11.02.2018 - 09:17 
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Hi Chris,

auch für mich ist eine OP erstmal keine Option. Wir haben ja recht ähnliche Voraussetzungen. Da hab ich doch direkt ein paar Fragen. ;)

Seit wann trägst du denn ein Korsett und welche Aufrichtung konntest du erreichen? Hast du eine Schroth Reha gemacht?

Vielleicht hast du es ja schon im Forum irgendwo geschrieben, aber ich bin grad zu faul zum suchen. :D Fälle wie deiner sind sehr interessant, da bekomme ich schonmal eine Vorstellung davon worauf ich mich einlasse.


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 Betreff des Beitrags: Re: Kyphose 88 Grad - und nun?
BeitragVerfasst: So, 11.02.2018 - 15:40 
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Hallo El Gato,

ich war bei mehreren Orthopäden hier in der Region, habe jedoch nie eine gescheite Untersuchung bekommen.
Im Sommer 2015 war ich in Leonberg und im Anschluss direkt bei Rahmouni ;) seid Sep. 2015 trage ich nun mein Korsett.
Ohne Korsett hatte ich wie schon geschrieben eine Kyphose von 97°. das es so extrem ist hättte ich nicht gedacht jedoch wurde es von den Orthopäden hier vor ort nie wirklich weiter Untersucht.
das Kontrollröntgen im Nov. 2015 hat ergeben das das Korsett von meiner Kyphose noch 51° Über lässt. seidher war die Motivation dann ungebrochen als man weiß auf schwarz hatte wie gut das Korsett korriegert.
im Herbst 2016 wurde ich nach einer Woche Korsettfrei ohne Korsett geröngt und es waren 62° Ohne Korsett.
Da ich ebenfalls Keilwirbel habe bin ich mit dem ergebnis sehr zufrieden.
Die Schmerzen die ich ohne Korsett hatte sind deutlich besser geworden.
Ich habe zusätzlich zum Korsett KG nach Schroth gemacht, Pilates und jede menge die Verkürzungen aufgedehnt.
Eine Reha schiebe ich noch vor mir her

Grüße: Chris


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 Betreff des Beitrags: Re: Kyphose 88 Grad - und nun?
BeitragVerfasst: So, 11.02.2018 - 17:19 
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chris92 hat geschrieben:
Ohne Korsett hatte ich wie schon geschrieben eine Kyphose von 97°. im Herbst 2016 wurde ich nach einer Woche Korsettfrei ohne Korsett geröngt und es waren 62° Ohne Korsett.


Wow Hammer. Das ist ja schon ein Unterschied wie Tag und Nacht. Ich hab ja auch die Keilwirbel und T5 bis T9 sind angeblich so versteift, dass da nichts mehr zu machen. Dr. Hoffmann meint das max. 60 Grad möglich sind.

Danke für deinen Bericht. Das motiviert echt total. Magst du vielleicht die Röntgenbilder von 97 und 62 Grad mal posten?


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 Betreff des Beitrags: Re: Kyphose 88 Grad - und nun?
BeitragVerfasst: Mo, 30.04.2018 - 17:17 
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So liebe Leute, es gibt Neuigkeiten.

Seit letztem Donnerstag hab ich nun mein neues Korsett im schicken Carbon-Style. Was soll ich sagen, das Ding haut auf jeden Fall rein. :cool:

Dem ganzen Rahmouni-Team gebührt auf jeden Fall ein Riesenkompliment. Von der Anprobe bis zur Abholung später lief alles reibungslos, alle haben sich Zeit für mich genommen und meine Fragen beantwortet. Das Passgefühl ist sehr gut, die Pelotte drückt durchaus spürbar, ist aber auch nicht übertrieben schmerzhaft. Unangenehm finde ich nur den unteren Korsettrand, der beim Sitzen oder hinhocken doch ziemlich im Oberschenkel zwickt. Am ersten Tag kam ich dann auf 7 Stunden, am zweiten Tag auf 10 Stunden und am dritten Tag auf 12 Stunden Tragezeit. Heute musste ich das erste Mal wieder arbeiten, daher wird es deutlich weniger. Ich bin aber für den Anfang sehr zufrieden.

In der Zwischenzeit wurde auch meine Reha genehmigt, ab dem 22.8. bin ich für 3-4 Wochen in Bad Salzungen. :ja: Gibt es hier eine Übersicht wer wann da ist? Wäre toll ein paar Leute aus dem Forum zu treffen.

Ab jetzt heißt es Geduld haben und den Panzer möglichst viel tragen. Ich bin voll gespannt, was am Ende dabei rauskommt. Stay tuned. :P


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