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 Betreff des Beitrags: HWS Skoliose?
BeitragVerfasst: Fr, 18.08.2017 - 19:05 
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Hallo Zusammen,

bei mir (m/22j) wurde während einer Atlaskorrektur eine HWS Skoliose (nach vorne links) festgestellt, vermutlich durch zu viel Büroarbeit und jahrelange Fehlhaltung.

Die Ärztin hat sich leider kaum Zeit genommen und mich heimgeschickt mit dem Satz ("das lässt sich mit einer Atlaskorrektur leider nicht beheben, wir können es uns in 6-10 Wochen nochmal ansehen) daher stellt sich mir nun die Frage wie ich damit umgehen soll - lässt sich sowas durch Physiotherapie beheben oder muss man das sein ganzes Leben lang akzeptieren?

Ich habe nun mit Rücken und Schultertraining angefangen, habe aber Probleme damit wirklich ruhig zu bleiben und zu entspannen - meine Nacken sowie Kiefermuskeln sind mittlerweile extrem verspannt, die rechte Schulter steht viel zu hoch, habe links lauten Tinnitus und kaum noch Körpergefühl (inkl. Kraftverlust) und bin morgens nie wirklich ausgeruht. Hilft da neben Krafttraining evtl ein Muskelrelaxans, ein Korsett, eine Zahnschiene oder könnt ihr etwas anderes empfehlen? Ich kann mir gerade nichtmal vorstellen noch mehrere Jahre meiner Arbeit nachgehen zu können....

Bin daher für jede Hilfe sehr dankbar :)


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 Betreff des Beitrags: Re: HWS Skoliose?
BeitragVerfasst: Fr, 18.08.2017 - 23:40 
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Diagnose: Skoliose THL (alt: 3BHre) cervth. 52° / th. 82° / lb. 30 °
Therapie: Gipsschale
Stützkorsett (zeitw. Milwaukee)
1983 VDS nach Dr. Zielke Th6 - Th12
Einsatz von Barfußlaufschuhen
Reha BaSa 2013/2015/2017
Krankengymnastik nach Schroth
Hallo extraordinary,

ein Bogen im Bereich der HWS ist mit einiger Wahrscheinlichkeit nur der Ausgleichsbogen eines im Segment darunter (BWS/LWS) liegenden Bogens. Hier wäre sicher eine Untersuchung der gesamten Wirbelsäule durch einen entsprechend qualifizierten Orthopäden mit ggf. erforderlichem Röntgenbild als erster Schritt anzuraten. Erst danach ist eine Aussage zur weiteren Behandlung möglich. Was die 6 bis 10 Wochen Wartezeit in dem Zusammenhang für einen Nutzen haben sollen erschließt sich mir nicht. Hast Du Deine Ärztin danach gefragt, oder hat sie das irgenwie begründet?

Viele Grüße
Jens

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 Betreff des Beitrags: Re: HWS Skoliose?
BeitragVerfasst: Sa, 19.08.2017 - 14:29 
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Registriert: Fr, 18.08.2017 - 18:43
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Jens1969 hat geschrieben:
Hallo extraordinary,

ein Bogen im Bereich der HWS ist mit einiger Wahrscheinlichkeit nur der Ausgleichsbogen eines im Segment darunter (BWS/LWS) liegenden Bogens. Hier wäre sicher eine Untersuchung der gesamten Wirbelsäule durch einen entsprechend qualifizierten Orthopäden mit ggf. erforderlichem Röntgenbild als erster Schritt anzuraten. Erst danach ist eine Aussage zur weiteren Behandlung möglich. Was die 6 bis 10 Wochen Wartezeit in dem Zusammenhang für einen Nutzen haben sollen erschließt sich mir nicht. Hast Du Deine Ärztin danach gefragt, oder hat sie das irgenwie begründet?

Viele Grüße
Jens


Danke für die Antwort, ich denke die Ärztin hat erwartet dass durch die Atlaskorrektur eine Art muskuläre Kettenreaktion eintreten wird nur blieb die bisher leider aus.

Das mit dem Bogen weiter unten ist aber gut möglich, eine meiner Rippen ist ziemlich weit nach innen verdreht, jeder Versuch diesen mit Krafttraining wegzubekommen ist bisher aber leider gescheitert.
Suche mir nun mal einen neuen Orthopäden bei dem ich es mit einem Röntgenbild abklären kann, ist sowas aber überhaupt umkehrbar sodass die Halswirbelsäule wieder in eine normale Position gerät?


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 Betreff des Beitrags: Re: HWS Skoliose?
BeitragVerfasst: Sa, 19.08.2017 - 16:11 
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Hallo extraordinary,

ich empfehle Dir wie bereits geschrieben erst einmal eine ordentliche Diagnose stellen zu lassen. Einige Orthopäden werden hier auch im Forum genannt - einfach mal danach suchen. Eventuell ist ja einer in der Nähe Deines Wohnortes dabei. Parallel dazu kannst Du Dich ja schon einmal mit dem Thema Skoliose intensiver beschäftigen - hier im Forum lesen - oder hier z. B. hast Du auch eine recht gute Zusammenfassung: https://de.wikipedia.org/wiki/Skoliose

Viele Grüße
Jens

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 Betreff des Beitrags: Re: HWS Skoliose?
BeitragVerfasst: So, 20.08.2017 - 09:18 
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Hallo extraordinary,

ich habe Deinen Thread mal hierher verschoben, weil Du kein Gast bist.

Hat es einen Grund, warum Du in der Gästeecke die "Hyperkyphose und andere WS-Deformitäten" ausgewählt hast?
Eine HWS Skoliose gehört thematisch zur Skoliose.
Zitat:
....und jahrelange Fehlhaltung.

Geht es bei Dir möglicherweise auch um einen Rundrücken (Hyperkyphose) und ein Hohlkreuz (Hyperlordose)?

Gruß
Klaus


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 Betreff des Beitrags: Re: HWS Skoliose?
BeitragVerfasst: Mo, 21.08.2017 - 10:12 
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Flachrücken, weitg. fixiert
BS-Vorfälle HWS u. LWS
Osteochondrose
Retrolysthese
multiple Blockaden
Therapie: MT, KG, Osteo.
1.Korsett 5/12, Rahmouni
2.Kors. 8/13, Rahmouni
3.Kors. 12/14, mit Halsteil
4.Kors. 3/16, 2-Schaliges Rahmouni mit Halsteil
Hallo Extraordinary,

extraordinary hat geschrieben:
ich denke die Ärztin hat erwartet dass durch die Atlaskorrektur eine Art muskuläre Kettenreaktion eintreten wird nur blieb die bisher leider aus.

In der Manualtherapie geht man immer von einer Korrektur von unten nach oben aus.
Dort betrachtet man zuerst die Fußstellung, Knie, Hüfte und Becken und dann geht es die Wirbelsäule von unten nach oben entlang.
Nur wenn man weiß, dass unten alles gut steht, dann geht man das Problem von oben an. Alles Andere macht keinen Sinn.

Ich empfehle auch einen Wirbelsäulen Spezialisten, eine Wirbelsäulen-Ganzaufnahme im Stehen und eine anständige Diagnose mit Gradzahlen.
Und daraus folgt dann die Therapieempfehlung.

LG, Gaby


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 Betreff des Beitrags: Re: HWS Skoliose?
BeitragVerfasst: So, 27.08.2017 - 16:33 
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Hallo Zusammen,

vielen Dank für eure Antworten, ja eine Aufnahme der Wirbelsäule ist definitiv der nächste Schritt sobald mein Orthopäde aus dem Urlaub zurückkehrt. Momentan konzentriere ich mich auf Krafttraining, bekomme aber immer mehr das Gefühl dass mir eine Art Muskelrelaxans helfen würde wieder "auf null zu kommen" um so ein besseres Gefühl für Muskelverspannung/verkürzungen zu bekommen, was meint ihr dazu? Die Suchtgefahr ist mir natürlich bekannt, will es definitiv auch nicht langfristig einnehmen, kann mir aber vorstellen dass es kurzfristig therapieunterstützend wirken könnte allerdings bin ich mir fast sicher dass der Arzt das konsequent ablehnen wird.


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 Betreff des Beitrags: Re: HWS Skoliose?
BeitragVerfasst: Mo, 28.08.2017 - 14:04 
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Hallo extraordinary,

Zitat:
vielen Dank für eure Antworten, ja eine Aufnahme der Wirbelsäule ist definitiv der nächste Schritt sobald mein Orthopäde aus dem Urlaub zurückkehrt.

Du hast aber schon verstanden, dass das nicht unbedingt zum Ziel führen muss. Die Empfehlungen für einen tatsächlichen Spezialisten haben schon einen Grund!
Zitat:
Momentan konzentriere ich mich auf Krafttraining, bekomme aber immer mehr das Gefühl dass mir eine Art Muskelrelaxans helfen würde wieder "auf null zu kommen" um so ein besseres Gefühl für Muskelverspannung/verkürzungen zu bekommen, was meint ihr dazu?......kurzfristig therapieunterstützend wirken könnte

Das allgemeine Krafttraining ist keine Therapie bei Fehlstellungen der Wirbelsäule! Muskelverspannungen sind meistens das bekannte Symptom durch Überlastung von Strukturen, bei denen es entsprechende Muskelverkürzungen gibt. Diese Strukturen aus Muskeln, Bänder und Sehnen müssen gezielt aktiv gedehnt (korrigiert) werden, um dann einen Muskelaufbau in der korrigierten Struktur zu ermöglichen. Das ist eine sehr komplexe Sache, z.Bsp. spezielle Schroth KG.
So etwas kann man aber erst machen, wenn eine konkrete kompetente Diagnose/Einschätzung mit Behandlungsvorschlägen eines wirklich praxiserfahrenen Arztes vorliegt. Die meisten Orthopäden können das gar nicht leisten.

Gruß
Klaus


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 Betreff des Beitrags: Re: HWS Skoliose?
BeitragVerfasst: Mo, 28.08.2017 - 19:55 
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Registriert: Fr, 18.08.2017 - 18:43
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Klaus hat geschrieben:
Hallo extraordinary,

Du hast aber schon verstanden, dass das nicht unbedingt zum Ziel führen muss. Die Empfehlungen für einen tatsächlichen Spezialisten haben schon einen Grund!

Das allgemeine Krafttraining ist keine Therapie bei Fehlstellungen der Wirbelsäule! Muskelverspannungen sind meistens das bekannte Symptom durch Überlastung von Strukturen, bei denen es entsprechende Muskelverkürzungen gibt. Diese Strukturen aus Muskeln, Bänder und Sehnen müssen gezielt aktiv gedehnt (korrigiert) werden, um dann einen Muskelaufbau in der korrigierten Struktur zu ermöglichen. Das ist eine sehr komplexe Sache, z.Bsp. spezielle Schroth KG.
So etwas kann man aber erst machen, wenn eine konkrete kompetente Diagnose/Einschätzung mit Behandlungsvorschlägen eines wirklich praxiserfahrenen Arztes vorliegt. Die meisten Orthopäden können das gar nicht leisten.

Gruß
Klaus


Hallo Klaus,

sorry meinte gar nicht meinen bisherigen Orthopäden sondern einen anderen der sich scheinbar besser mit Skoliose auskennt und auch hier im Forum empfohlen wurde :)

Und auch kein klassisches Krafttraining (für das mir momentan die Kraft fehlen würde :D) sondern gezielt Rücken- und Schultertraining links da rechts schon immer die "stärkere" Seite war und ich den Rundrücken sowie die hochstehende rechte Schulter wegbekommen will. Merke bisher zumindest leichte Besserung, frage mich aber weiterhin ob ein Muskelrelaxans nicht andere Probleme (Tinnitus, Kiefergelenke, HWS-Muskel, Schlafstörungen, "Stress") lösen würde...

LG


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 Betreff des Beitrags: Re: HWS Skoliose?
BeitragVerfasst: Di, 29.08.2017 - 09:33 
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Hallo extraordinary,

Zitat:
sorry meinte gar nicht meinen bisherigen Orthopäden sondern einen anderen der sich scheinbar besser mit Skoliose auskennt und auch hier im Forum empfohlen wurde :)

Ok und bei wem hast Du konkret einen Termin gemacht? Es wird dann ja sicherlich einen Bericht von Dir geben. ;)
Zitat:
Und auch kein klassisches Krafttraining (für das mir momentan die Kraft fehlen würde :D) sondern gezielt Rücken- und Schultertraining links da rechts schon immer die "stärkere" Seite war und ich den Rundrücken sowie die hochstehende rechte Schulter wegbekommen will.

Noch einmal, Du hast noch keine vollständige Diagnose, insofern weißt Du auch gar nicht wie Du gezielt vorgehen solltest.
Jetzt endlich erwähnst Du den Rundrücken so nebenbei, es kann durchaus sein, dass Du auch ein Hohlkreuz hast. Und möglicherweise auch eine begleitende BWS Skoliose, die durchaus eine Rolle spielen kann.
Bislang ist mir in meinem Fitness Studio (speziell nach meiner REHA in 2005) nur einer begegnet, der sozusagen ein Naturtalent bezüglich erforderlicher Korrektur war, ohne z. Bsp. die komplexe Methode Schroth zu kennen.

Gruß
Klaus


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