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 Betreff des Beitrags: Bodybuilding nach OP möglich?
BeitragVerfasst: Mo, 19.06.2017 - 14:24 
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Hallo,

habe nun ein Termin bei Dr. Hoffman gemacht. Ich hätte allerdings noch ein paar Fragen dazu. Vor einem Jahr war ich schonmal bei einem Orthopäden wegen meinem Rücken der mir Rundrücken, Skoliose(Sieht mMn. nicht so aus und Hohlkreuz aufgeschrieben hat. Hab nun auch ein etwas vorstehenden Kopf bekommen. Gradzahlen weiß ich nicht, da nicht gemessen wurde. Werde es natürlich vorerst mit einem Korsett probieren da ich noch 17 bin und mein Restwachstum bei ca. 5-7cm liegt. Meine Frage ist es möglich in der Zeit Bodybuilding zu betreiben an Maschinen? Freie Übungen lass ich eher aus wegen meinem Rücken, da ich mich eher aufgrund meines Rückens unwohl fühle. Wie sieht es im schlimmsten Fall bei einer OP aus ist Bodybuilding nach einer OP Möglich 1-2 Jahre danach?


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 Betreff des Beitrags: Re: Bodybuilding nach OP möglich?
BeitragVerfasst: Do, 22.06.2017 - 20:25 
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Diagnose: Scheuermann, Kyphose 52, Skoliose LWS 40, BWS 32 Grad
Therapie: Seit 2012: Schroth KG
Hallo,

ich bin nicht operiert und kann daher aus eigener Erfahrung diesbzgl. nichts raten.

Ich habe jedoch lange Jahre Fitnesssport betrieben und bin nun wieder eingestiegen und merke, dass es mir gut tut. Insbesondere für die kyphotische Fehlhaltung. Ich lasse aber alle Übungen weg, die die Wirbelsäule belasten, wie z. B. Hantelkniebeugen, Kreuzheben und auch viele Kurzhantelübungen im Stehen. Für meinen Rücken wäre das tödlich. Auch bei den sonstigen Übungen halte ich mich mit Maximalgewicht zurück, sondern gehe lieber auf viele Wiederholungen. Hier spielt aber auch schon mein Alter (45) eine Rolle.

Bodybuilding bedeutet für mich Training mit hohen Gewichten, was ich als potentielles Risiko für einen operierten Rücken nicht eingehen würde.

Letzte Instanz bei dieser Frage ist natürlich dein behandelnder Orthopäde.


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 Betreff des Beitrags: Re: Bodybuilding nach OP möglich?
BeitragVerfasst: Do, 22.06.2017 - 22:38 
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Im Skoliose-OP-Forum hat sich vor einigen Jahren ein User aus Österreich vorgestellt, de sowohl vor als auch nach seiner OP ziemlich ambitioniert Bodybuilding betrieben hat. Hier der Link zu seinem Bereicht inklusive einigen Bildern: http://www.skoliose-op.info/galerie/orni.html


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 Betreff des Beitrags: Re: Bodybuilding nach OP möglich?
BeitragVerfasst: Fr, 23.06.2017 - 16:21 
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Beiträge: 323
Geschlecht: männlich
Diagnose: Post-Scheuermann-Syndrome, Hyperkypose-/ Hyperlordose,
Cobb zahl noch unbekannt.
Therapie: Spiraldynamik, Faszienarbeit und KG an Geräten
Hi,

mein persönlicher Rat ist, lass es und ich sprech da aus Erfahrung.

Früher war ich vom Kraftsport überzeugt, dachte ich bekomme damit meinen Rücken stabil und die Muskeln helfen genrell um die Probleme in den Griff zu bekommen.

Heutzutage würde ich jeden eher von Kraftsport abraten und das nicht mal nur Leuten mit WS Problemen und ich erklär dir auch wieseo.

Alle Übungen die man Kraftsport macht sind meist unnatürlich, also nicht so wie der Mensch konzipiert ist.

Die Natur hat uns so geformt das wir für vielseitige Bewegung jeglicher Art konzipiert sind und nicht für monotones einseitiges zb curlen mit Kurzhantel, Langhantelrudern oder Rudern allgemein etc.

Oft wird im Fittnessstudio mehr die Beugemuskulatur trainiert und weniger die sozusagen aufrichtetende Muskulatur. Was denkst du warum manche Bodybuilder so eine schlechte Haltung haben trotz ihrer Muskeln

Zu 80-90% wird nur die oberfläche traniert, sozusagen mehr die Optik trainert und vielleicht das Selbstbewusstsein gestärkt, aber wie man die Muskeln richtig ansteuert, wie man die Stüzmuskultatur erreicht, wie man flexibel und beweglich wird in den Bereichen wo man es benötigt, dass lernst du durch Krafttraining nicht. bzw Fitti.

Im gegenteil am Ende trainierst du falsch und verursacht muskuläre disbalancen, die bei WS Problem meist eh schon gegeben sind!

Einzigste Übung die ich also sinnvoll erachte ist Kreuzheben. Diese Übung ist aber so komplex und es gibt soviele dinge zu beachten, dass sie selbst ohne WS Fehlstellung sehr schwierig ist und mehr schaden als gutes verursachen kann.

Was solltest du tun?

Ich rate dir lerne Schrothen und versuche deine Verküzungen die haben wirst aufzulösen. Zb. massives Problem bei den meisten Menschen ist das der Hüftbeuger verkürzt ist. Stichwort zuviel sitzen etc.

Durch Schroth lernst du auch wie du deine Muskeln überhaupt einsetzen musst, sozusagen ein generelles Körergefühl, was durch die Zeit in der Fehlstellung/ - haltung oft genzlich verloren gegangen ist. Oftmals wird komplett die falsche Muskulatur benutzt um sich gerade hinzustellen, wodurch auch Verpannugen und Überlastungen entstehen.

Grüße Phill


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 Betreff des Beitrags: Re: Bodybuilding nach OP möglich?
BeitragVerfasst: Fr, 23.06.2017 - 17:33 
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Diagnose: Scheuermann, Kyphose 52, Skoliose LWS 40, BWS 32 Grad
Therapie: Seit 2012: Schroth KG
Was Phill geschrieben hat ist nur zu bestätigen. Dennoch meine ich, dass gerade Menschen wie wir mit zum Teil optisch deutlich nachteiliger Erscheinung auch etwas für Ihre Optik tun können, wenn Sie das möchten und es ihnen Selbstbewusstsein gibt. Und da ist Fitnessport, auch wenn er für Stützung und Stabilisierung an Schroth natürlich nicht heranreicht, geeignet.

Von Bodybuildung/Kraftsport würde ich als Rückenpatient, wie gesagt, auch abraten.


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 Betreff des Beitrags: Re: Bodybuilding nach OP möglich?
BeitragVerfasst: Fr, 23.06.2017 - 18:28 
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Zunächst mal sollte uns Passel sagen, was er denn unter "Bodybuilding" versteht.

Ich glaube die Definitionen "Bodybuilding", "Kraftsport" , "Maximalkraft" und generell "Fitness-Training" gehen hier nach meiner Ansicht schon ziemlich durcheinander.

Gruß
Klaus


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 Betreff des Beitrags: Re: Bodybuilding nach OP möglich?
BeitragVerfasst: Sa, 24.06.2017 - 11:48 
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Danke Phill für die ausführliche Antwort! Also ich rede nicht von Fit / Gesund halten, sondern eher in Richtung Fitnessmodel also eigentlich ausschließlich Training auf Ästhetik bzw. auch relativ hohe Gewichte bei eher niedrigeren Wiederholungen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Bodybuilding nach OP möglich?
BeitragVerfasst: Sa, 24.06.2017 - 20:21 
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Hallo Passel,

Zitat:
Also ich rede nicht von Fit / Gesund halten...

Ich denke bei den meisten geht es in den Fitness Studios um dringend erforderlichen normalen Muskelaufbau und später sicherlich auch darum, das langfristig aufrecht zu erhalten. Das ist grundsätzlich nur mit Kraft-Aufwand (Muskelarbeit) möglich. In meinem Studio macht man das mit Maximalgewichten und niedriger Wiederholungszahl. Wobei das Maximalgewicht ganz individuell ist und ein Satz mit 9 Wiederholungen sicherlich auch die dauerhafte Motivation fördert.
Insofern sind die Begriffe Kraftsport und Maximalkraft durchaus auch mit "Fit / Gesund halten" verbunden.
Zitat:
....sondern eher in Richtung Fitnessmodel also eigentlich ausschließlich Training auf Ästhetik

Wenn es um das wortwörtliche Bodybuilding geht, kann ich mir das bei Fehlstellungen der Wirbelsäule und insbesondere dann bei Operierten überhaupt nicht vorstellen. Hier sollte es in erster Linie darum gehen, entweder ganz gezielt Muskeln im Sinne einer Korrektur umzubauen oder eben Muskeln in den nicht versteiften Bereichen nach einer OP aufzubauen. Das ist ein ständiger Prozess, bei dem man nach meiner Ansicht gar nicht dazu kommen wird, die Muskeln auch noch besonders zu prägen.

Bei Rundrücken und Hohlkreuz gibt es aufgrund der verkürzten Strukturen oft den Automatismus, dass man bei der versuchten Korrektur des Rundrückens durch Streckung der BWS (Dehnung) gleichzeitig das Hohlkreuz verstärkt, ohne das bemerken zu müssen. Und solange man nicht z. Bsp. typische Verkürzungen in den Oberschenkeln angeht, wird man sowieso nicht weiterkommen.
Bodybuilding wäre da eine besondere Verfestigung der Fehlstellung mit schöner optischer Ausprägung des Rundrückens/Hohlkreuz. Wenn es nicht eher zu einer Verschlechterung führt.

Deshalb macht die Schroth Therapie zusammen mit dem Korsett schon großen Sinn, bevor man überhaupt an Muskeltraining (welcher Art auch immer) im Studio denkt. Es ist übrigens auch denkbar, dass Dir Dr. Hoffmann aktuell ein Muskeltraining "verbietet", weil zunächst nur gedehnt werden muss.

Wenn ich so darüber nachdenke, wäre ein Korsett mit Schroth KG und späteren Muskeltraining im Studio auch ein spezifisches Bodybuilding. ;)

Gruß
Klaus


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 Betreff des Beitrags: Re: Bodybuilding nach OP möglich?
BeitragVerfasst: Sa, 24.06.2017 - 23:24 
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Hallo Klaus, Hallo Passel,
Klaus hat geschrieben:
Wenn es um das wortwörtliche Bodybuilding geht, kann ich mir das bei Fehlstellungen der Wirbelsäule und insbesondere dann bei Operierten überhaupt nicht vorstellen. Hier sollte es in erster Linie darum gehen, entweder ganz gezielt Muskeln im Sinne einer Korrektur umzubauen oder eben Muskeln in den nicht versteiften Bereichen nach einer OP aufzubauen. Das ist ein ständiger Prozess, bei dem man nach meiner Ansicht gar nicht dazu kommen wird, die Muskeln auch noch besonders zu prägen.

dem kann ich als jemand der operiert wurde nur beipflichten. Ferner: Bestimmte Bewegungsabläufe im Rahmen eines Trainings so wie für eine gesunde, flexible Wirbelsäule durchzuführen, kann bei einer Fehlstellung schädlich (= fördert die Fehlstellung) sein - mit einer Versteifung, bei der viele Bewegungsabläufe stark erschwert oder gar nicht möglich sind, jedoch gar nicht mehr durchführen. (Ich erinnere mich da an Gespräche mit Leuten - nicht operiert, teils keine Wirbelsäulenfehlstellungen -, als ich meinte, ich kann etwas bestimmtes nicht. Sie meinten, ob ich es denn nicht mal ausnahmsweise jetzt machen könne, einmal könne doch nicht schaden und da gäbe es auch keinen Stress von einem Arzt denn "was er nicht weiß, macht ihn nicht heiß". Was diejenigen nicht verstanden: Es wäre rein mechanisch nicht gegangen, mich so zu bewegen :lach: )
Bei einer langstreckigen Versteifung sind z.B. Sit-Ups meist nicht mehr schaffbar - diese müssten dann mit gerade gehaltener, unbewegter Wirbelsäule durchgeführt werden, antestbar im Korsett -, bestimmte Sitzpositionen sind schwierig, Überkopfarbeiten (d.h. auch: Hanteln über Kopf) erschwert etc.
Man sehe sich dazu z.B. mal an, wie stark sich der Rücken bei einem (vermeintlichen) Training "nur der Arme" oder "nur der Schultern" mitbewegt, und wie gut (schlecht) die Übung noch durchzuführen ist, wenn sich aufgrund einer (langstreckigen, oder generell in diesem Bereich erfolgten) Versteifung dort nichts mehr bewegt.

Ferner: Auch ohne Bodybuilding muss man kein schwabbeliger Couchpotatoe werden ;) Auch mit Versteifung soll man sich bewegen, moderaten Sport treiben, fit bleiben, kein zu hohes Gewicht zulegen (immer schlecht bei orthopädischen Problemen) und kann dementsprechend einen fitten, "knackigen" Körper haben. Bloß Bodybuilding, wie auch Sportarten in denen Bewegungsabläufe und Körperhaltungen genau vorgegeben sind (etwa schon dadurch, dass man sich in so eine Maschine einspannt...) sind nicht empfehlenswert.

Viele Grüße
Raven

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 Betreff des Beitrags: Re: Bodybuilding nach OP möglich?
BeitragVerfasst: So, 25.06.2017 - 10:08 
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Hallo Raven,

Zitat:
....wie auch Sportarten in denen Bewegungsabläufe und Körperhaltungen genau vorgegeben sind (etwa schon dadurch, dass man sich in so eine Maschine einspannt...) sind nicht empfehlenswert.

Na ja, das Geräte-gesteuerte Training (nicht unbedingt eingespannt) bietet bei Fehlstellungen der Wirbelsäule schon mehr Sicherheit. Die Effektivität des freien Trainings ist unbestritten, birgt aber die große Gefahr, etwas falsch zu machen. Ich denke auch, dass die zu stabilisierenden Alltagsbewegungen bei Fehlstellungen nicht zu vergleichen sind mit einem normalen Rücken, wo ein Training viel leichter ist.

Gruß
Klaus


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 Betreff des Beitrags: Re: Bodybuilding nach OP möglich?
BeitragVerfasst: So, 25.06.2017 - 15:09 
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Hallo Klaus,
Klaus hat geschrieben:
Na ja, das Geräte-gesteuerte Training (nicht unbedingt eingespannt) bietet bei Fehlstellungen der Wirbelsäule schon mehr Sicherheit. Die Effektivität des freien Trainings ist unbestritten, birgt aber die große Gefahr, etwas falsch zu machen. Ich denke auch, dass die zu stabilisierenden Alltagsbewegungen bei Fehlstellungen nicht zu vergleichen sind mit einem normalen Rücken, wo ein Training viel leichter ist.

gerätegesteuertes, auf die Problematik der Wirbelsäule ausgerichtetes (!) Training - z.B. als Teil der MTT (Medizinische Trainings-Therapie) finde ich auch nicht verkehrt. Ich bezog mich auf Geräte-Übungen, die explizit nicht zum Zweck, bei einer Wirbelsäule mit Einschränkungen angewandt zu werden, gemacht wurden.

Viele Grüße
Raven

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 Betreff des Beitrags: Re: Bodybuilding nach OP möglich?
BeitragVerfasst: Mo, 26.06.2017 - 10:52 
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Hallo Raven,

also eigentlich orientieren sich doch die meisten Studios an der "Problematik des Rückens" und nutzen dazu Geräte, die die Fehlerquote beim Training reduzieren sollen. So auch in meinem Studio, wo die vorwiegenden Sitzpositionen auch dafür sorgen, dass man die richtige Haltung bei allen Übungen einnimmt. Dabei wird man durch Rücken- oder Bauchstütze in gewisser Weise eingespannt, was ich aber bei Fehlstellungen sehr hilfreich finde. Ohne diese Stütze wird es einfach zu anstrengend, auch wenn das im Endeffekt im Sinne des freien Trainings effektiver wäre. Ich trainiere ganz bewusst gegen meine Fehlstellungen, andere trainieren mit ihrem nicht fehlgestellten Rücken gegen muskuläre Alltagsprobleme, die sind eindeutig in der Mehrheit.

Insofern habe ich jetzt ein Verständnisproblem, was der Unterschied zwischen der MTT und dem "normalen" Training sein soll. Möglicherweise gibt es ungeeignete Geräte in bestimmten Studios.

Gruß
Klaus


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 Betreff des Beitrags: Re: Bodybuilding nach OP möglich?
BeitragVerfasst: Mo, 26.06.2017 - 11:09 
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Ich nehme nicht an, dass hier rückengerechtes Training an erster Stelle steht...:
Passel hat geschrieben:
Also ich rede nicht von Fit / Gesund halten, sondern eher in Richtung Fitnessmodel also eigentlich ausschließlich Training auf Ästhetik bzw. auch relativ hohe Gewichte bei eher niedrigeren Wiederholungen.

Über Ästhetik lässt sich an dieser Stelle ja trefflich streiten :tot:
Grüsse, Lady S


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 Betreff des Beitrags: Re: Bodybuilding nach OP möglich?
BeitragVerfasst: Mo, 26.06.2017 - 11:17 
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Zitat:
Ich nehme nicht an, dass hier rückengerechtes Training an erster Stelle steht...

Bei Passel aktuell nicht, aber ich wollte nur klarstellen, dass man in den Studios in Eigeninitiative schon viel machen kann. ;)

Gruß
Klaus


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 Betreff des Beitrags: Re: Bodybuilding nach OP möglich?
BeitragVerfasst: Mo, 26.06.2017 - 16:54 
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Hallo Klaus,

Klaus hat geschrieben:
Ich trainiere ganz bewusst gegen meine Fehlstellungen, andere trainieren mit ihrem nicht fehlgestellten Rücken gegen muskuläre Alltagsprobleme, die sind eindeutig in der Mehrheit.

das kenne ich von einigen aus dem Forum, und finde das völlig in Odnung!
Mein Partner nutzt auch Gerätetraining gegen die von dir genannten muskulären Alltagsprobleme ohne eine Fehlstellung zu haben. Aber: diese Leute trainieren alle für die Fitness und Gesundheit, nicht für eine auffällige Bodybuilder-Muskular, d.h.: problematische Übungen werden weggelassen, auch wenn sie evl. für eine muskulöse Optik sorgen würden.
Ferner haben diese Leute keine versteifte Wirbelsäule. Mit einer Versteifung fallen bestimmte Übungen schonmal "rein mechanisch" weg oder werden sehr unangenehm, zusätzlich zu solchen, die bzgl. Verletzungen und Verschleiß riskant sind.

Klaus hat geschrieben:
Insofern habe ich jetzt ein Verständnisproblem, was der Unterschied zwischen der MTT und dem "normalen" Training sein soll. Möglicherweise gibt es ungeeignete Geräte in bestimmten Studios.


Wer Schwierigkeiten mit Überkopfarbeiten hat, für den dürfte der Latzug wenig geeignet sein. Übungen, bei denen man den Oberkörper hochdrückt (Sit-ups, Crunches, egal ob mit oder ohne Gerät), sind mit langstreckiger Versteifung stark erschwert bis unmöglich. Geräte, die Körperteile automatisch mitbewegen, können unpassend sein - nun nicht unbedingt ein von Bodybuildern bevorzugtes Gerät, aber ich denke da exemplarisch an den so harmlos aussehenden Crosstrainer: dieses Gerät zwingt einem eine starke Armmitbewegung bei der Benutzung auf, und folglich eine Rotation, die ich so nicht durchführen kann - mit einem Laufband, oder einfach Gehen, habe ich keine Probleme, da mir hier keine Bewegung aufgezwungen wird.
Niedriges oder nach hinten gelehntes Sitzen auf manchen Geräten kann bei langsteckiger Versteifung auch schwierig sein (in eine Zwischenposition zwischen senkrechtem Sitzen und flachem Liegen zu gehen, ist für viele mit langstreckiger Versteifung sehr unangenehm und anstrengend); ich habe deshalb bei der Physio einige Übungen weggelassen.

Wenn man sich hierbei nach seinen körperlichen Bedürfnissen richtet, man im Fitnessstudio gut beraten wird und evl. sogar Ahnung von der Situation bei Versteifung gegeben ist, sind sicherlich einige Fitnessstudio-Übungen geeignet. Genauso ist auch allgemein noch einiges an Sport bei Versteifung geeignet.
Wenn sich jemand aber eine Bodybuilder-Figur antrainieren will, sehe ich da schwarz. Genauso wie beim Durchführen von Sportarten, bei denen es auf die exakte Durchführung von (für Menschen mit nicht fehlgestellter, flexibler Wirbelsäule konzipierter) Körperhaltungen und Bewegungen ankommt.

Viele Grüße
Raven

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