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BeitragVerfasst: Mi, 24.05.2017 - 10:33 
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Hallo liebe Community,

im Folgenden habe ich den aktuellen Stand zusammengefasst, der sich seit meinem mehrere Jahre alten Thread ergeben hat.

Meine Anliegen: Ich bitte Euch um Tipps zur Begradigung meiner Hyperlordose im Halswirbelbereich.

Wie auf dem beigefügten Röntgenbild zu sehen, ist meine HWS recht lang und ab einer erkennbaren Stelle zu stark nach vorne gebogen. Dadurch ruht die Schwerkraft des Kopfes anscheinend auf diesem Bereich, was diverse Beschwerden nach sich zieht. Ich habe mehrere Ärzte besucht, von denen es manche als eher harmlos bezeichnet haben. Ich würde aber gerne schmerzfreier sein und wieder besser schlafen - und glaube, gerade endlich etwas weiter zu kommen.

Und zwar wurden mir Dehn- und Kräftigungsübungen empfohlen. Daher dehne ich ab und an meine Brustmuskeln (nach hinten und unten) und die Oberschenkel-Hinterseiten (wurde von Dr. Hoffmann aus Leonberg geraten). Im Fitnessstudio mache ich Butterfly-Reverse, Dips mit durchgestreckten Armen und Rudern am Bandzug von schräg oben - alles mit wenig Gewicht und Konzentration auf eine gute Ausführung. Ansonsten lasse ich das Krafttraining praktisch sein und lebe sehr gesund. Wenn ich mich aber zum arbeiten auf meinen (bereits angepassten) Stuhl setze, geht meine HWS über ein zwei Stunden sitzen wieder nach vorne und bleibt dann so. Das sehe ich auch deutlich vor dem Spiegel. Pausen und Lockerungen bringen nur bedingt etwas. Ich frage mich, wie ich genau sitzen soll und ob der Verlauf der Wirbelsäule im Körper verändert werden kann.

Könnt Ihr mir helfen? Und könnt Ihr netterweise Tipps geben, wodurch meine HWS weiter nach hinten gebracht werden könnte?

Vielen Dank!


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BeitragVerfasst: Do, 25.05.2017 - 17:45 
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1.Korsett 5/12, Rahmouni
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Hallo Staw,

ich bin hier im Forum sicher nicht diejenige, die das meiste Fachwissen auf dem Gebiet hat. Aber für mich sieht das so aus, als wäre das nicht nur ein isoliertes Problem der HWS. Du stehst nicht gut im Lot, wenn man die ganze WS betrachtet. Du kippst in der BWS nach vorne. Also muss man das Problem im Bezug auf die ganze WS angehen. Denn wie sollte deine HWS das ausgleichen können. Die macht in der aktuellen Stellung den notwendigen Ausgleichs-Schlenker für deine BWS.

Hast du einen Morb. Scheuermann? Gibt es Gradzahlen zu deiner BWS-Kyphose? Wie beweglich bist du? Da wäre viel zu klären...

Da Kann Klaus bestimmt mehr zu sagen...
Macht er bestimmt auch... ;)

LG, Gaby


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BeitragVerfasst: Fr, 26.05.2017 - 11:41 
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Hallo Gabi,

herzlichen Dank für die Antwort.

Dass die gesamte WS nicht im Lot steht, ist ein interessanter Tipp! Jetzt sehe ich es auch.
Wahrscheinlich hängt die Empfehlung von Dr. Hoffmann, die hintere Oberschenkelmuskulatur (Ischiokruralmuskulatur) zu dehnen, damit zusammen.

Von Morb. Scheuermann hat mir noch kein Arzt etwas gesagt. Gradzahlen müsste ich suchen, falls das viel bringt. Meine Beweglichkeit ist außer im HWS-Bereich und teilweise den Beinen relativ okay, soweit ich das abschätzen kann.

Wenn ich nun die BWS als Ausgleich nach hinten kippe, spannt sich mein Bauch etwas an. Sollte ich ihn dann speziell trainieren, oder wie kann ich Verspannungen im Bauch vorbeugen?

Und ja, eine zusätzliche Antwort von Klaus wäre auch super ;)

Ein schönes Wochenende!

Stefan


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BeitragVerfasst: Fr, 26.05.2017 - 13:29 
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Hallo Staw,

die Korrektur einer Fehlstellung im HWS Bereich ist grundsätzlich schon ziemlich schwierig. Dr. Hoffmann hat laut Deinem anderen Thread in 2012 eine Muskelverkürzung festgestellt, die durch EXTRA-Dehnung die gesamte WS offenbar so korrigieren soll, dass möglicherweise auch die HWS davon profitiert. Und es gab wohl noch weitere Tipps bezüglich Kiefermuskulatur.
Er hat Dir auch das Fitness Training "verboten", weil alle Muskel aufbauenden Aktivitäten in dieser Situation kontraproduktiv sind. Du machst trotzdem noch einige Übungen. Ganz abgesehen davon, online kann man überhaupt nicht beurteilen, welche Bereiche bei Dir gedehnt werden müssen und was Du tatsächlich wie konsequent machst. :)

Eigentlich ist doch Dr. Hoffmann Dein Ansprechpartner, wenn es um die notwendige Kontrolle seiner vorgeschlagenen Therapie geht, die man durchaus auch mal anpassen muss. Insofern sind genaue Gradzahlen erstmal zweitrangig, obwohl die bislang ziemlich irritierend waren. Das habe ich damals auch geschrieben, es kam leider keine Antwort. Auch ein möglicher Morbus Scheuermann als Auslöser ist nur nachrangig für die Behandlung.

Wenn du tatsächlich die vorgeschlagene Behandlung optimal und konsequent (tägliches gezieltes Dehnen) durchgeführt hast würde ich bei dieser sehr speziellen Situation schon weitere Spezialisten Meinungen einholen.
viewtopic.php?f=25&t=6472
Eigentlich wäre auch eine stationäre Schroth REHA anzuraten.

Gruß
Klaus


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BeitragVerfasst: Fr, 26.05.2017 - 16:16 
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Hi Klaus,

danke für die Antwort. Es kam tatsächlich schnell eine :)

Verstehe.
Es tut mir leid, wenn ich damals nicht oder nicht ausreichend geantwortet habe. Ich brauchte auch eine Pause von dem Thema.
Zur Kiefermuskulatur hatte Dr. Hoffmann mich zu seinem Zahnarzt-Partner Dr. Lang geschickt, welcher meinte, mein Kiefer reagiere nur.

Ich war vor ein paar Wochen wieder bei Dr. Hoffmann, was aber ein kurzer Besuch war. Soweit ich mich erinnere, fand er die Geräte-Übungen, die ich hier erklärt habe, in Ordnung.
Er hat vor allem gesagt, seiner Meinung nach würde die Dehnung der Ischiokruralmuskulatur helfen. Das hatte ich noch nicht über einen längeren Zeitraum täglich gemacht.

Wegen stationärer Schroth REHA habe ich mal in Bad Sobernheim angerufen. Es wurden 4 Wochen Aufenthalt geraten, die eine große Hürde zu entbehren wären.
Aber ich kann mir gemäß Deiner Empfehlung auf jeden Fall schon mal eine Zweitmeinung holen: Wohne jetzt in Berlin und werde entsprechend Dr. Wilke aus Deiner Liste um einen Termin bitten.

Und werde das Dehnen nun täglich machen und einen Steh-Arbeitsplatz planen.

Ein schönes Wochenende

Stefan


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BeitragVerfasst: Fr, 26.05.2017 - 21:47 
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1.Korsett 5/12, Rahmouni
2.Kors. 8/13, Rahmouni
3.Kors. 12/14, mit Halsteil
4.Kors. 3/16, 2-Schaliges Rahmouni mit Halsteil
Hallo Stefan,

die Verkürzung der ischiokruralen Muskulatur muss man ein Leben lang dehnen und bearbeiten, sagten mir Dr. Hoffmann und auch die Physios. Das ist kein Grund den Kopf hängen zu lassen, das geht vielen hier so.
Das Problem beseitigt man weder in einigen Monaten, noch in einigen Jahren. Da muss man dauerhaft dranbleiben. Zu den Eigenübungen ist regelmäßige Physio zu empfehlen.
Soweit die Theorie. Wie man das im deutschen Gesundheitssystem umsetzen kann, ist eine ganz andere Sache. Oder vielmehr ein zäher Kampf. :<
Da muss jeder irgendwie seinen Weg finden. Entweder mit Pausen zwischen den Verordnungen, oder über eine langfristige Genehmigung der KV für die Physio. Die ist aber nicht einfach zu bekommen. Dazu gibt es einige ausführliche Beiträge.

LG, Gaby


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BeitragVerfasst: Mo, 29.05.2017 - 15:22 
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Danke auch an Dich, Gaby, für diese Antwort.
Die Aussage, dass man eventuell sein Leben lang dehnen muss, hilft mir als realistische Erwägung bei der Akzeptanz und dadurch Entspannung. Natürlich werde ich aber ebenso mit Hoffnung und Glauben weitermachen :)

Viele Grüße


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