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 Betreff des Beitrags: Viele offene Fragen
BeitragVerfasst: So, 20.11.2016 - 14:58 
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Registriert: So, 20.11.2016 - 14:26
Beiträge: 2
Alter: 42
Geschlecht: männlich
Diagnose: 63 Grad Hyperkyphose
Liebe Forengemeinde
Ich bin seit einem Jahr stiller Mitleser, und habe einiges gelernt, Danke dafür.
Dennoch sind bei mir viele Fragen offen.

Kurz zu mir: Komme aus Pforzheim

Wegen ab und an einschießender Brustschmerzen begab ich mich zu x Ärzten, am Ende dank dem Forum hier zu Herrn Hoffmann
Diagnose; Hyperkyphose 63 Grad, Hyperlordose, ansonsten alles andere gesund
Schmerzen: oft so schlimm, dass man sich am liebsten einen Strick nehmen will, dann wieder komplett weg

Bisherige Therapien: Viel Physio, auch bei 3 Schroth Therapeuten.
Alle hier angesprochenen Schrothübungen waren nicht Bestandteil der Übungen

Empfohlen wurde: Drehdehnlagen (Seitenlage, Beine 90 Grad, Oberkörper auf die andere Seite drehen bis Schulter am Boden)
Kniebeugen: Mit Gewichtsstange
Ansonsten Dehnübungen jedwelcher Couleur, aber nichts spezielles mit Reissäckchen o.ä.
Das machte ich ein Jahr, Ergebnis: Alles schlechter als zuvor
Also ich wieder zu Dr Hoffmann, der mir dann OP oder REHA empfahl (Korsett ist nicht meins, habe ich getestet)

Nun zu den Fragen, die sich ergeben haben:

Dr Hoffmans Aussagen waren "schwammig"
Er empfahl eine OP, sprach von ganz klar eindeutig positven Ergebnissen betreffend der Rücken/Brustschmerzen, aber
einiges konnte er nicht zuordnen:
-Drücke ich die Schultern kräftig nach unten, ist das den Quer über den Rücken und in den Schultern ziemlich schmerzhaft, wird aber nach 10 mal deutlich weniger
-Bauchvorderseite ist bei mir zunehmend verspannter, gefolgt von Magenproblemen, da sieht er auch wenig/kein Zusammenhang mit der Kyphose
-Übelkeit konnte er auch nicht zuordnen
-ISG bzw die Gegend ist ähnlich verspannt, sieht er auch keinen zwingenden Zusammenhang
-Druckempfindlicheit, vor allem der Beinmuskulatur, ist für Ihn nicht erklärbar, obwohl diese eigentlich immer da ist

So oder so werde ich zuerst eine Reha versuchen, und auch da stellt sich die Frage nach BaSo oder BaSa.
Da ich privat versichert bin kann ich es mir rausuchen wohin ich gehen will, habe auch einiges gelesen und bin unschlüssig

Mit ein Grund ist die oft im Forum zu lesende Meinung, dass man erst "ausreichend dehnfähig" zu so einer Reha gehen soll.
Nun frage ich mich: Was ist "ausreichend" dehnfähig
Frage ich meine Physiotherapeuten, dann bekomme ich 27 Antworten, bis hin zu: Alles Schaarletanerie

Zudem frage ich mich, wie ich 6x90 Minuten Physio bewerkstelligen soll, ich bin zwar sportlich, aber kein Leistungssortler
Ebenso überlege ich mir, ob ich nicht so etwas wie einen "Schnuppertag" in BaSo oder BaSa machen soll

Ich hoffe es kommt nicht zu unfreundlich rüber, aber ich wollte nicht ausschweifen

Merci:-)

Michael


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 Betreff des Beitrags: Re: Viele offene Fragen
BeitragVerfasst: So, 20.11.2016 - 15:31 
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Geschlecht: männlich
Diagnose: Post-Scheuermann-Syndrome, Hyperkypose-/ Hyperlordose,
Cobb zahl noch unbekannt.
Therapie: Spiraldynamik, Faszienarbeit und KG an Geräten
Hi,

wenn ich deinen Bericht so lese stellen sich mir ein paar Fragen.

Als aller erstes warum machst du Kniebeugen. Gerade Hyperkyphose und Hyperlordose Patienten haben verkürzte Beinrückseiten sowie auch stark verkürzte Oberschenkelnforderseite bzw Hüftbeuger. Diese durch Kniebeugen zu stärken ist ziemlich kontraproduktiv. Ich frag mich auch wie du bei Hyperkyphose da eine gute Haltung einnehmen kannst und was diese Übungen bezwecken soll?

Meine zweite Frage, sind die von dir aufgesuchten Schroththerapeuten auch ausgebildetet in zb BaSo ?
Übungen wie Hocker über den Kopf sind grundlegend wichtig um eine Kyphose zu knacken.

Du solltest defakto wirklich erst einmal Schroth lernen und Übungen machen die dir helfen, dass lernst du wohl im eine Reha am besten.

Korsett hast du probiert und es hilft dir nicht? oder du willst es nicht trage?

Grüße Phill


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 Betreff des Beitrags: Re: Viele offene Fragen
BeitragVerfasst: So, 20.11.2016 - 15:40 
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Registriert: So, 20.11.2016 - 14:26
Beiträge: 2
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Geschlecht: männlich
Diagnose: 63 Grad Hyperkyphose
Phill hat geschrieben:
Hi,

wenn ich deinen Bericht so lese stellen sich mir ein paar Fragen.

Als aller erstes warum machst du Kniebeugen. Gerade Hyperkyphose und Hyperlordose Patienten haben verkürzte Beinrückseiten sowie auch stark verkürzte Oberschenkelnforderseite bzw Hüftbeuger. Diese durch Kniebeugen zu stärken ist ziemlich kontraproduktiv. Ich frag mich auch wie du bei Hyperkyphose da eine gute Haltung einnehmen kannst und was diese Übungen bezwecken soll?

Meine zweite Frage, sind die von dir aufgesuchten Schroththerapeuten auch ausgebildetet in zb BaSo ?
Übungungen wie Hocker über den Kopf sind grundlegend wichtig um eine Kyphose zu knacken.

Du solltest defakto wirklich erst einmal Schroth lernen und Übungen machen die dir helfen, dass lernst du wohl im eine Reha am besten.

Korsett hast du probiert und es hilft dir nicht? oder du willst es nicht trage?

Grüße Phill


Danke für das Feedback :-)

Mir wurde gesagt, dass Kniebeugen super wären, um gerade die Beinmuskulatur in Kette zu dehnen.
Und ja, die Therapeuten stammten aus der Liste BaSo, und Hocker überm Kopf habe ich nur hier im Forum kennengelernt
Die vordere Oberschekelmuskulatur ist nebenbei mittlerweile ausreichend dehnfähig, die Rückseitige hingegen unglaublich kurz, da dürfte ich nur auf etwa 60 Grad kommen

Zum Korsett: Da bekomme ich Platzangst und fühle mich eingesperrt.

Ach, mein Hausarzt will, dass ich einmal Lyrica probiere, aber noch scheue ich mich vor dem Zeugs, was meint Ihr?

Grüße


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 Betreff des Beitrags: Re: Viele offene Fragen
BeitragVerfasst: So, 20.11.2016 - 15:53 
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Hi,

also ich weis nicht wer dir das erzählt hat das du durch Kniebeugen eine optimale Dehnung erreichst...find ich sehr interessant.

Problem beim Kniebeugen mit Stange und oder auch ohne Gewicht.

a) Belastung auf die WS von oben.
b) Ich kann mir wie gesagt schwer vorstellen das deine WS dabei eine gute Form hat
c) Sind das Übungen zum Aufbau der Muskulatur.

Es gibt Übungen zur Beinrückseitendehnung nach Schroth die wären für dich wohl da besser geeignet.

Generell Dehnen ist nicht gerade unwichtig, gerade wenn du wie schon sagtest verspannen auch auf der forderseite hast. Die Frage ist halt wo durch diese entstehen und ob das wiklich unbedingt mit der Kyphose zutun hat.

Ok wenn du mit dem Korsett nicht klar kommst dann ist das leider so, ist ja auch eher ein Versuch.


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 Betreff des Beitrags: Re: Viele offene Fragen
BeitragVerfasst: Mo, 21.11.2016 - 15:39 
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Hallo Michael,

wenn Dir Dr. Hoffmann eine REHA empfiehlt, bist Du mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auch entsprechend "dehnfähig", was wohl heißen soll, dass verkürzte Strukturen einer optimalen Schroth REHA nicht entgegen stehen. Immerhin lese ich hier hauptsächlich von Dr. Hoffmann, dass er vor so einer REHA häufig eine EXTRA Dehnung empfiehlt.
Die Übungen, die Du aktuell machst, kann ich nicht nachvollziehen. Ich finde das ein bischen problematisch, zumal Du das wohl als Privatpatient gleich 90 Minuten im Stück praktizierst.
Zitat:
Ebenso überlege ich mir, ob ich nicht so etwas wie einen "Schnuppertag" in BaSo oder BaSa machen soll

In BaSa gibt es so etwas, um grundlegendes kennenzulernen. Die eigentliche REHA ist dann über die entsprechende Krankenkasse abzuklären, weil Privatpatienten da gegenüber gesetzlich Versicherten schlechter dastehen können.
Ich kann Dir nur aus eigener Erfahrung sagen, dass die ambulanten Übungen bei einem SchrothTherapeuten vor Ort ganz anders waren, als dann die effizienten Übungen bei der REHA.

Gruß
Klaus


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