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 Betreff des Beitrags: Scheuermann Kyphose
BeitragVerfasst: Fr, 11.11.2016 - 20:19 
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Hallo Leidensgenossen.

Ich muss hier bei euch mal um Rat bitten. Ich habe seit dem Jugendalter an bereits einen Rundrücken. Mehrere, leider wohl absolut unfähige, Orthopäden haben wohl nicht erkannt, was bei mir im Argen lag/liegt. Ich bekam die Standard KG verschrieben und gut war es. Nun die Zeit des Wachstums ist mit meinen 33 Jahren lange abgelaufen.
Ich habe bis heute eigentlich keine größeren Probleme mit Schmerzen, denke kaum mehr als andere Menschen mit "gesundem" Rücken. (Gott sei Dank). Für mich ist es zugegebener Maßen vor allem ein psychologisches Problem.

Nun habe ich mich in den letzten Wochen/Monaten über mein Leiden informiert und mir vor gut 2 Monaten einen Termin bei Dr. Hoffmann gemacht. Gestern war es dann so weit.
Um es kurz zu machen. Er sagt ich habe Scheuermann Kyphose. (Keilwirbel) Was für mich jedoch der Hammer war, es sind laut seiner Aussage über 80° :/

Er hat mir jetzt im Prinzip das volle Programm verschrieben. KG Schroth, Antrag Reha und ein Rezept für ein Korsett.

Mein Problem an der Sache ist jetzt leider, das er mir jedoch, und das doch recht dominant, nahegelegt hat über eine Operation nachzudenken. Die Risiken bei einer reinen Kyphose OP seien heute verschwindend gering. Ich kann das jedoch nicht glauben. Immerhin wird man dabei an einem riesen Stück der WS operiert.
Laut seiner Aussage sieht er vielleicht eine mögliche Verbesserung mit Korsett Therapie auf 60°. Aber da kann er halt auch nichts versprechen. Bei manchen funktioniert es und bei anderen eben nicht. Mit Operation würde ein erheblich besseres Ergebnis entstehen.

Nun weiß ich nicht was ich machen soll. Ich habe (noch) keine Probleme. Aber er sagt, je älter man wird, desto schlimmer wird es werden, wenn man nichts macht. Ich bin absolut ratlos. Ich habe beim besten willen keine Lust den Rest meines Lebens mit einem Korsett zu verbringen, in der Hoffnung, das ich mich noch irgendwie annähernd begradigen kann. Aber erst recht habe ich keine Lust mir prophylaktisch die WS versteifen zu lassen mit dem eventuellen Risiko, dass ich den Rest meines Lebens darunter leiden werde. (Wie gesagt, ich glaube nicht so recht, dass diese OP so harmlos ist und auf Querschnittslähmung kann ich verzichten) Man ließt ja leider im Internet genügend Horror Storys. Wobei unter 1000 betroffenen die 2 die Probleme haben halt am lautesten schreien.

Leider findet man auch nicht so viel über Kyphose Behandlungen mit Korsett. Viele von euch tragen schon Jahrelang ein Korsett. Das lässt mich leider vermuten, dass ein ordentliches Ergebnis im Erwachsenen Alter wohl nicht mehr zu halten ist?!
Ich hoffe ihr könnt mir mit Rat zur Seite stehen und mir helfen eine Entscheidung zu fällen.

Im Anhang findet ihr noch mein Bild von gestern.


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 Betreff des Beitrags: Re: Scheuermann Kyphose
BeitragVerfasst: Fr, 11.11.2016 - 22:12 
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Hallo,

ich bin echt erstaunt, denn wenn ich mir dein Röntgenbild anschaue kann ich kaum glauben das dies mehr als 80 Cobb sind, aber wenn Herr Hoffmann das so sagt ist es wohl so..

Ich persönlich und das ist mein rat an dich würde dir erst einmal eine Korsetttherapie empfehlen. Eine Op rennt nicht weg und vielleicht kannst du durch das Korsett mehr erreichen als du glaubst.

Wenn alle stränge reisen kannst du dich immer noch operieren lassen. Gib nicht so schnell auf, versuch es zumindest erst einmal auf einem konservativen Weg, so lang du keine unendlichen Schmerzen hast
solltest du die Zeit investieren.

Grüße Phill


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 Betreff des Beitrags: Re: Scheuermann Kyphose
BeitragVerfasst: Sa, 12.11.2016 - 22:24 
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Diagnose: Kyphose 68 Grad und im Korsett 41 Grad
Therapie: Rahmouni Korsett seid dem 3.11.2016

Habe eine Kyhose und Skoliose Gruppe
Bei WhatsApp wer Lust hat schreibt mich an!!!
Hallo
Ich würde dir auch immer Raten es erst mit dem Korsett zu probieren ich bin zwar noch Neuling ich habe 68Grad und trage es auch erst seid 1,5 Wochen aber OP kann man immer noch machen .........Kämpfe dich lieber durch mit dem Korsett ........ :top:


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 Betreff des Beitrags: Re: Scheuermann Kyphose
BeitragVerfasst: So, 13.11.2016 - 08:28 
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Phill hat geschrieben:
Hallo,

ich bin echt erstaunt, denn wenn ich mir dein Röntgenbild anschaue kann ich kaum glauben das dies mehr als 80 Cobb sind, aber wenn Herr Hoffmann das so sagt ist es wohl so..
l



Ganz ehrlich, ich kann das auch nicht so recht glauben. Ich gehe auf jeden Fall auch sehr stark ins Holkreuz finde ich. Wenn ich mein Becken gerade Stelle sieht es nicht mal mehr ansatzweise so schlimm aus in meinen Augen.
Die Frage ist halt... Wie gut sind die Chancen, wenn sich ein Körper an die Anpassung während des Korsett tragens einstellt, dieses auch dauerhaft aufrecht zu erhalten, wenn man irgendwann kein Korsett mehr nutzt.

Meine Lust mich so einer Operation zu unterziehen ist jedenfalls nicht sonderlich hoch, obwohl der Gedanke endlich einen geraden Rücken zu haben so ziemlich die Erfüllung des größten Traumes in meinem Leben wär...


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 Betreff des Beitrags: Re: Scheuermann Kyphose
BeitragVerfasst: So, 13.11.2016 - 11:57 
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Hallo sko,

Zitat:
Ich habe bis heute eigentlich keine größeren Probleme mit Schmerzen, denke kaum mehr als andere Menschen mit "gesundem" Rücken. (Gott sei Dank). Für mich ist es zugegebener Maßen vor allem ein psychologisches Problem.

Also wenn dieses Problem zu diesem wird:
Zitat:
Aber erst recht habe ich keine Lust mir prophylaktisch die WS versteifen zu lassen mit dem eventuellen Risiko, dass ich den Rest meines Lebens darunter leiden werde

solltest Du jetzt wirklich nicht an eine OP denken!
Angesichts der Tatsache, dass Du kaum Beschwerden hast, ist es doch eine logische Überlegung, zumindest den jetzigen Zustand auch im Alter aufrecht zu erhalten. Dazu bietet das konservative "volle Programm" folgendes:
1. korrigierendes Korsett ist die stärkste Waffe
2. Schroth KG (mit Schroth REHA als Anfang) ist in der unbedingt notwendigen (!) Kombination mit dem Korsett für die Stabilisierung der Korrektur zuständig.
Zitat:
Leider findet man auch nicht so viel über Kyphose Behandlungen mit Korsett. Viele von euch tragen schon Jahrelang ein Korsett. Das lässt mich leider vermuten, dass ein ordentliches Ergebnis im Erwachsenen Alter wohl nicht mehr zu halten ist?!

Bei Erwachsenen geht es in erster Linie um Schmerzbekämpfung, was auch bedeutet, dass eine entsprechende Korrektur erfolgen muss. Das ist dann ganz individuell ein "ordentliches Ergebnis" bzw. ein ganz persönliches Ziel, was auch mit einer optischen Verbesserung verbunden sein kann. Das Problem ist, dass die aktive gezielte Muskelpflege mit z. Bsp. Schroth die Situation nicht so stabilisieren kann, dass in jedem Fall ein Korsett später überflüssig wird. Es geht hier um das Tragen bei persönlichem Bedarf und insgesamt um die Lebensqualität, die man nur selbst beurteilen kann.
Dazu gibt es hier schon eine Menge an Erfahrungen!

Konkret zu Deiner Situation:
Zitat:
Ich gehe auf jeden Fall auch sehr stark ins Holkreuz finde ich.

Wenn ich mir Dein Röntgenbild ansehe, habe ich den Eindruck, dass Hohlkreuz und Rundrücken einen gleichstarken Bogen haben.
Nach einer Studie von Dr. Trobisch (Forumsmitglied) ist einem solchen Fall die Beschwerdeanfälligkeit am geringsten. Relativ unabhängig von der Höhe der Gradzahlen. Das deckt sich ja mit Deinen Angaben. Wenn man diese Symmetrie erhalten kann, ist demnach viel gewonnen.
Zitat:
Wenn ich mein Becken gerade Stelle sieht es nicht mal mehr ansatzweise so schlimm aus in meinen Augen.

Hier ist offensichtlich ein hoher Anteil an Fehlhaltung vorhanden. Also die Haltung, aus der man aus eigener Kraft herauskommen, aber nicht dauerhaft halten kann. Da das häufig durch verkürzte Strukturen hervorgerufen wird, kann durch entsprechende Dehnung viel erreicht werden. Das Korsett dehnt am stärksten und z. Bsp. Schroth KG stabilisiert diesen Zustand am besten.
Wenn Dr. Hoffmann von möglichen 60 Grad ausgeht (nur 20 Grad über "normal"), hat er vermutlich in der Untersuchung diese Korrekturmöglichkeit bzw. Flexibilität getestet und abgeschätzt oder? Abschätzen kann auch bedeuten, dass es noch mehr an Korrektur werden können. Die konservative Therapie ist immer ein Versuch, der auch sehr von der persönlichen langfristigen Motivation abhängig ist.
Zitat:
Meine Lust mich so einer Operation zu unterziehen ist jedenfalls nicht sonderlich hoch, obwohl der Gedanke endlich einen geraden Rücken zu haben so ziemlich die Erfüllung des größten Traumes in meinem Leben wär...

Auch wenn Dir diese Entscheidung niemand abnehmen kann, mit 33 Jahren hast Du schon so lange abgewartet, dass jetzt doch ersteinmal ein konservativer Versuch gestartet werden sollte.

Gruß
Klaus


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 Betreff des Beitrags: Re: Scheuermann Kyphose
BeitragVerfasst: So, 13.11.2016 - 13:03 
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Danke für deine ausführliche Antwort.
Wie stehen denn die Chancen auf eine dauerhaft aufrecht erhaltende Korrektur, wenn man zu einem Korsett und Schroth Übungen zusätzlich seine Muskeln im Fitnessstudio kräftigt. Hierbei wäre natürlich darauf zu achten nicht die Muskeln vorrangig zu bearbeiten, welche den Körper eher nach vorn bzw das Becken nach hinten ziehen.
Wie handhabt ihr das, macht ihr zusätzlich noch anderen Sport oder beschränkt ihr euch auf Schroth.


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 Betreff des Beitrags: Re: Scheuermann Kyphose
BeitragVerfasst: So, 13.11.2016 - 17:29 
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Hallo,

zum Thema stabilisationder Korrektur, dass ist so ein Thema für sich über das ich mir auch viele gedanken mache. Nach nun 1/1/2 Jahren extensives Dehnen und Schrothen etc merke ich doch jeden Tag das ich zwar viel besser im Lot stehe, mitlerweile auch die richtigen Muskeln anspanne, dies aber bei Tätigkeiten wie sitzen nicht zu halten ist und auf dauer und eher wieder zu Überlastubgsschmerzen führen.

Als ertes behebt man meines erachtens immer die Fehlhaltung die oft auch ein Grund für so hohe Cobb zahlen ist. Es gilt halt die Verkürzungen im gesamten Körper aufzulösen, dass wirst du mit einer Op nicht erreichen.

Ich denke mitlerweile das ein Korsett defintiv helfen kann, auch strukturen zu verkürzen die wichtig zum erhalt der Korrektur sind.

Ob du diese Korrektur halten kannst wird dir keiner sagen können, dass hängt auch von der Anzahl der Keilwirbel, deiner eigeninitiative zum Schrothen bzw Muskelpflege ab.

Für die meisten spielt in erster Linie Schmerzfreiheit eine große Rolle und ich denke wenn man diese erreicht ist die Motivation auch groß das Korsett in seinen Alltag zu integrieren, gerade wenn es von Schmerzen befreit.

Manche nutzen das Korsett nur Stundenweise, manche permanent und manche konnten auch abschulen und das ist wohl das was Herr Hoffmann sagte. Bei manchen hilft es,bei anderen nicht.

Aber Op sollte wohl die letzte Wahl sein, gerade weil du nicht einschätzenden kannst inwieweit dir das Korsett hilft.

Ist als sehr individuell, da jede Krümmung anders ist, man kann hohe Werte haben trotzdem keine bzw kaum Schmerzen, man kann geringe Zahlen haben und erhebliche Schmerzen.

Grüße Phill


Zuletzt geändert von Phill am So, 13.11.2016 - 19:17, insgesamt 3-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Scheuermann Kyphose
BeitragVerfasst: So, 13.11.2016 - 18:48 
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Danke auch dir für deine Worte.
Ich denke ich werde der Sache eine Chance geben und mich richtig rein hängen. Vorallem was die Übungen an geht. Allein bei der Sache, dass mein Becken im Stand so nach hinten kippt, merke ich, dass es definitiv an zu schwachen Bauchmuskeln liegt und der Hüftbeuger(?!) Muskel der ja mit dem Becken verbunden ist und bewirkt, das bei ausgestreckten beinen das Becken nach hinten knickt.
Ich schätze, dass ist alles Bestandteil von Schroth Übungen.

Ich werde mich die Tage dann wohl mal mit Rahmouni in Verbindung setzen und den Reha Antrag zur Kasse schicken. Ich hoffe die stellen sich bei allem nicht Quer. Falls doch, denke ich wird mir Dr. Hoffmann sicherlich helfen um das durch zu bekommen. Meine Motivation ist definitiv da, vor allem nachdem ich mich hier ein bisschen durchgelesen habe und die vielen positiven Bilder von einigen gesehen habe.
Ganz so Aussichtslos kann es ja nicht sein. Immerhin kann ich, wenn ich mich auf den Rücken lege eigentlich meinen ganzen Rücken auf den Boden drücken. Vorallem wenn ich die Beine anwinkel. (Becken wird durch die ausgestreckten Beine nicht nach hinten gezogen)

Danke fürs Mut zusprechen!!!


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 Betreff des Beitrags: Re: Scheuermann Kyphose
BeitragVerfasst: Mo, 14.11.2016 - 12:02 
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Hallo sko,

Zitat:
Wie stehen denn die Chancen auf eine dauerhaft aufrecht erhaltende Korrektur, wenn man zu einem Korsett und Schroth Übungen zusätzlich seine Muskeln im Fitnessstudio kräftigt.

Phil hat ja schon einiges dazu gesagt.
Die "dauerhaft aufrecht erhaltende Korrektur" ist eine ganz indivduelle Sache. Sie ist nicht zu verwechseln mit der kompletten Korrektur, die natürlich auch vorkommen kann. kyphoboy hat das nach Korsett und Schroth zusätzlich mit Rolfing nach eigenen Angaben erreicht, mit dem Fazit, dass die ursprüngliche Diagnose mit Hyperkyphose/Hyperlordose wohl nicht zutreffend war. So etwas kann man aber nicht vorhersehen und gehört zu den besonderen Einzelfällen.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie wichtig die aktive Muskelpflege ist und insbesondere, wie man die dauerhafte Motivation dazu findet. Deshalb mache ich angepasstes Fitness Training seit meiner REHA in 2005. Davor seit 1983 in wichtigen Bereichen falsches Training, ohne es zu bemerken! Für dieses gezielte Training braucht man Schroth Erfahrungen aus der REHA und auch Fantasie bei der Umsetzung. Vorher sollte man das nicht anfangen!
Wenn man Spass daran hat, ist es nach meiner Ansicht die beste Motivation, zumal auch die "normale" Muskelpflege eine lebenslange notwendige Sache sein sollte. Dazu kommt, dass das symmetrische Gerätetraining sehr hilfreich bei symmetrischer Fehlstellung/-Haltung ist.
Zitat:
Immerhin kann ich, wenn ich mich auf den Rücken lege eigentlich meinen ganzen Rücken auf den Boden drücken. Vorallem wenn ich die Beine anwinkel.

Tatsächlich, BWS und LWS? Hat Dr. Hoffmann Deine Flexibilität getestet?

Gruß
Klaus


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 Betreff des Beitrags: Re: Scheuermann Kyphose
BeitragVerfasst: Mo, 14.11.2016 - 16:09 
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Klaus hat geschrieben:
Tatsächlich, BWS und LWS? Hat Dr. Hoffmann Deine Flexibilität getestet?



Ja schon! Seit ich regelmäßig über einer Blackroll "abhänge" geht das tatsächlich wieder einigermaßen. Bekomme allenfalls den Anfang meiner Finger drunter geschoben. Sobald ich aber versuche meinen Kopf gerade auf den Boden zu legen (Was natürlich nicht geht da ich ja durch die Kyphose auch meine HWS deutlich nach vorn geneigt ist) kommt die LWS wieder etwas hoch. Aber Anfangs konnte ich dann locker meinen ganzen Arm drunter schieben.

Er hat ein paar Tests gemacht. Auf Liege liegend ausgestreckte Beine nach oben zur Kontrolle ob ich verkürzte Rückenmuskeln habe?! Beinlänge, Beindrehung. Nach vorne beugen und Schultern zurück sowie seitlich im Stand hin und her.
Genau weiß ich es auch nicht mehr. War doch etwas erschlagen irgendwann als er mit der Möglichkeit einer OP anfing.

Allgemein kann man halt sagen das er mit der Prognose bezüglich konservativer Behandlung sehr zurückhaltend war. Was ja auch verständlich ist.


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 Betreff des Beitrags: Re: Scheuermann Kyphose
BeitragVerfasst: Mo, 14.11.2016 - 16:28 
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Hi,

also Prognosen sind eh immer so eine Sache für sich, ich denk hierbei geht man immer vom idealfsll aus, dieser wird aber von vielen Faktoren beeinflusst.

Wie lang trägst du dein Korsett und kommst du damit klar und wie Klaus schon sagte, Muskelpflege ist das a und o.

Ich denke hier stellt sich auch die Schwierigkeit dar, am Anfang ist die Motivation zum zB. Schrothen sehr groß, mit der Zeit nimmt das aber ab, ich muss sagen mir wer Kraftsport bzw Training an Geräten mit Schroth auch lieber, mir wurde aber dies nie gezeigt, also lass ich die Finger davon, man muss sagen das ich aus dem Bereich Gerätetraining und Kraftsport komme, da kann man viel versauen, dass merkte ich genau an dem Zeitpunkt an dem ich intensiv Schroth in den Alltag einbaute und da ist meine Ausführung bestimmt nicht 100% perfekt trotzdem hilft es, denn es setzt da an wo es soll, dort wo die Kraft hin muss und nicht irgendwo.

Übungen wie Hocker über den Kopf sind in echt wichtig um so eine Kyphose zu knacken.

Bei dir wird am Anfang gerade das Dehnen wichtig sein, du musst erst einmal raus aus der Fehlstatik. Aktuell wirst du viel mehr Kraft benötigen um dein Becken aufzurichten etc.

Da spielen die Zugkräfte wie komplette Körperrückseite, aber auch defintiv die Hüftbeuger eine große Rolle. Die sind heut zu tage bei 80% der Menschen steif des todes. Warum...ganz einfach sitzen hier, sitzen da, komplette Katastrophe.

Was man dir raten kann, Schroth lernen, ich hab das am anfang auch zu wenig in den Mittelpunkt gestellt und viel allgemein gemacht, muss auch sagen das ich mit die meisten Erfolg durch Schroth erreicht habe, in Kombination mit Dehnen und Faszienarbeit...leider werden die Faszien bei Schroth außer acht gelassen, die spielen aber eine wichtige Rollen...es gibt auch noch ergänzend Sachen die helfen wie Spiraldynamik, dass muss man aber testen ob das was für einen ist.


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 Betreff des Beitrags: Re: Scheuermann Kyphose
BeitragVerfasst: Mo, 14.11.2016 - 18:04 
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Danke für eure Kommentare. :top:
Habe vorhin bei Rahmouni angerufen und denen jetzt mein Rezept geschickt. Die werden dann nen Kostenvoranschlag anhand meiner Röntgenbilder machen damit die Barmer es ablehnen kann! :lach: :tot:
Morgen bzw die Tage werde ich in Bad Sobernheim anrufen und mir ne Liste qualifizierter Schroth Therapeuten in meiner Gegend durchgeben lassen.
Und schauen wo ich mit dem Rehaantrag hin muss.

Es ist so zum kotzen und demotivierend, wenn man weiß, das wir womöglich alle diese Sch... nicht hätten, wenn die ganzen Orthopäden nicht alle total inkompetent wären. Scheuermann hin oder her, aber gegen den Keilwirbelwachstum hätte ein Korsett im Wachstumsalter sicher geholfen. Nun kann man nur noch hoffen, dass der Rest der Tragenden Strukturen genug nachgibt um die Keilwirbel auszugleichen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Scheuermann Kyphose
BeitragVerfasst: Mo, 14.11.2016 - 19:03 
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Hi,

mit der Aussage das ein Korsett im Jugenalter hätte etwas verhindern können, naja da bin ich mitlerweile auch geteilter Meinung.

So wie ich mitbekommen habe hat sich die Korsetttechnik in den letzten Jahren gut entwickelt. Wenn man im Jugendalter an einen schlechten Korsettbauer gerät kann das auch nach hinten los gehen.

Wo ich dir rechten geben muss ist das im Jugendalter zumindest die Chance einer Rückbildung der Keilwirbel besteht, dass man das hineinsinken in die Fehlstatik und die dadurch weiterhin hohe Belastung der Wirbelkörper hätte aufhalten können.

Aber hätte hätte Fahrradkette, man muss versuchen sich jetzt so gut es geht zu helfen und da geht wohl nichts über Physio und einem guten Korsett.


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 Betreff des Beitrags: Re: Scheuermann Kyphose
BeitragVerfasst: Mo, 14.11.2016 - 19:08 
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Das stimmt wohl auch. In 20 Jahren wird so einiges passiert sein!


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 Betreff des Beitrags: Re: Scheuermann Kyphose
BeitragVerfasst: Mo, 14.11.2016 - 20:19 
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 Betreff des Beitrags: Re: Scheuermann Kyphose
BeitragVerfasst: Di, 15.11.2016 - 11:53 
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Hallo sko,

Zitat:
Bekomme allenfalls den Anfang meiner Finger drunter geschoben.

Erstaunlich, denn z.Bsp. die von Phil erwähnte "Hocker über dem Kopf" Schroth-Übung arbeitet ja mit Hilfe von Unterlagerungen so, dass genau so ein Zustand durch eine Korrektur-Bewegung erreicht wird. Nimm das mal bitte als besondere Motivation, auch wenn Dr. Hoffmanns Fazit etwas anders aussieht
Zitat:
Morgen bzw die Tage werde ich in Bad Sobernheim anrufen und mir ne Liste qualifizierter Schroth Therapeuten in meiner Gegend durchgeben lassen.

Dazu ist zu sagen:
1. die Liste ist leider nicht unbedingt aktuell
2. Erwachsene werden häufig nicht so oft behandelt, es kann Erfahrung fehlen
3. bei Erwachsenen mit Hyperkyphose/Hyperlordose kann die Erfahrung noch geringer sein. Es ist schon berichtet worden, dass Schroth Therapeuten keine Notwendigkeit gesehen haben, "weil man das nur bei Skoliose macht".

Wenn es eine Auswahl geben sollte, unbedingt vorher konkret danach fragen!! Auch wenn Dein Korsett erst einmal die Hauptarbeit machen soll.

Gruß
Klaus


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