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 Betreff des Beitrags: Korsett als Schmerztherapie?
BeitragVerfasst: Di, 13.09.2016 - 13:43 
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Diagnose: BWKs, Osteochondrose beo Residuen eine Morbus Scheuermann
Zustand nach Spondylodese 4/5/S1 mit Fixateur interne und intercorporalen Cages L4/5 und L5/S1
u.v.m.
Therapie: KEINE!
Bekam nach meiner OP im Jahr 2000 immer nur Spritzen und Tabletten.
Seit 2007 nicht mehr in Behandlung gewesen.
Hallo
Ich, 57 Jahre, habe seit ca 30 Jahren Probleme mit der Wirbelsäule. Bandscheibenvorfälle in allen möglichen Bereichen, Spinalkanalverengungen usw. Im Jahr 2000 wurde ich nach vielen konservatieven Therapien, Vereisung und Laser-OP im LWS-Bereich 4/5/S1 mit Fixateur interne und intercorporalen Cages L4/5 und L5/S1 versteift. Nach der OP weiterhin ... bis starke Schmerzen - im LWS-Bereich mit mal bis in den dicken Zeh, oft ins Becken strahlend oder in die Leiste. BWS oft wie ein enger Guertel. Nackenschmerzen mit Bewegungseinschränkung, Kopfschmerzen. Nachfolgend der letzte Arztbericht von 2007. Ich war danach nicht mehr in Behandlung, da ich nur Spritzen und Tabletten ohne weitere Untersuchungen bekam. Je mehr Bewegung, umso mehr Schmerzen. Sitzen auch Schmerzsteigernd. Nehme gegen Schmerzen Ibuprophen - bis zu 3000 am Tag, Wärme, Ruhe und auf Besserung warten. Wurde schon 1998 berentet.

Auszug aus letztem Arztbericht 2007:
HWS - leichte Rechtsneigung, Abflachung der Halslordose, ausgeprägte Osteochondrose mit erheblichen Bandscheibenverschälerung, und ventralen Spondylophyten,C6 / C7 Osteochondrose
BWS - S-förmige Skoliose, vermehrte Brustkyphose, Keilform des 7. BWKs, Osteochondrose beo Residuen eine Morbus Scheuermann
LWS - Rechtsneigung, Abflachung der Lendenlordose, fortgeschrittene Osteochondrose
L2/L3, ISG Athrose beidseitig

Meine Frage ist, ob mir ein Korsett als Schmerztherapie helfen könnte? Skoliose wurde vor 2007 in keinem Bericht erwähnt und nie irgendwas gegen getan. Ist das ueberhaupt eine Skoliose?

Ich freue mich ueber Erfahrungsaustausch und Tipps.


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 Betreff des Beitrags: Re: Korsett als Schmerztherapie?
BeitragVerfasst: Di, 13.09.2016 - 13:59 
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hallo...

"BWS oft wie ein enger Guertel"

wie macht sich das bemerkbar? wurde mal ein mrt mit kontrastmittel hws und bws durchgeführt? hast du andere gesundheitliche probleme oder sind sie auf den rücken beschränkt?


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 Betreff des Beitrags: Re: Korsett als Schmerztherapie?
BeitragVerfasst: Di, 13.09.2016 - 16:18 
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Ein Korsett wirkt sehr gut gegen muskulär bedingte Schmerzen. Mein Rahmouni-Korsett nimmt mir ca. 2/3 meiner Schmerzen. Durch den BSV kommt es auch zu Hartspann etc. der Muskelschmerzen auslösen kann. Kannst ja mal bei Rahmouni anrufen und Dich beraten lassen ob Dir ein Korsett helfen könnte. Noch was: 3000 mg Ibu ist viel zu viel. Damit machst Du Deine Nieren kaputt. Mach einen Termin bei nem Schmerztherapeuten und lass Dir Medikamente verschreiben, die für Dauereinnahme geeignet sind (z.B, Tilidin, Tramadol etc.). Eine Skoliose kann ich bei Dir nicht erkennen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Korsett als Schmerztherapie?
BeitragVerfasst: Di, 13.09.2016 - 16:39 
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Bekam nach meiner OP im Jahr 2000 immer nur Spritzen und Tabletten.
Seit 2007 nicht mehr in Behandlung gewesen.
Ende der 90ger wurde das letzten CT gemacht von der HWS. Aber nie mit KM. Es wurde eine Vorwölbung und wahrscheinlich auch die im Bericht von 2007 genannten Schäden beschrieben, aber keine Skoli. Ein Röntgenbild wurde 07 wahrscheinlich noch gemacht. Ich habe sonst keine weiteren gesundheitliche Probleme. Mit dem Ruecken fing in jungen Jahren an. Bin recht gross und schnell gewachsen. Man hatte mal vermutet, dass es dadurch käme.
Mir schlafen nachts oft der kleine und der Ringfinger ein. Beim drehen vom Kopf bin ich sehr eingegrenzt, der Nacken schmerzt und habe oft Kopfschmerzen. Wahrscheinlich durch verspannt, durch Schonhaltung. Brustwirbelsäule habe ich, eher seltener, Schmerzen beim Atmen, öfter aber Druck- und Engegefuehl.
Je länger ich sitze, schiesst mir ein Schmerz beim Aufstehen in die Taille, ähnlich wie Seitenstichen. Organisch ist alles ausgeschlossen. Im Auto bekomme ich nach ca 30 min. schneidende Schmerzen am Oberfuss. Ich muss anhalte und aussteigen. Danach alle 15/20 min.


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 Betreff des Beitrags: Re: Korsett als Schmerztherapie?
BeitragVerfasst: Di, 13.09.2016 - 21:06 
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mrt hws bws bei bedarf mit kontrastmittel wäre sicher ein diagnostischer schritt, bevor mit kanonen auf spatzen oder wattebällchen auf geier geschossen wird... eine eventuelle engstelle im spinalkanal o.ä. kann damit gesehen werden. es muß ein mrt sein, da mit dem ct keine intramedullären prozesse abgebildet werden können. kann natürlich evtl auch von einer nervenwurzel kommen...


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 Betreff des Beitrags: Re: Korsett als Schmerztherapie?
BeitragVerfasst: Mi, 14.09.2016 - 11:23 
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Hallo cafepad,

Zitat:
Meine Frage ist, ob mir ein Korsett als Schmerztherapie helfen könnte? Skoliose wurde vor 2007 in keinem Bericht erwähnt und nie irgendwas gegen getan. Ist das ueberhaupt eine Skoliose?

Ich würde Dir einen Spezialisten empfehlen,
viewtopic.php?f=25&t=6472
der einschätzen kann, ob und wie Dir ein Korsett gegen die Schmerzen helfen könnte bzw. ob damit nicht auch eine grundsätzliche Verbesserung Deiner Situation erreicht werden kann. Eine Versteifung im LWS Bereich bedeutet immer eine Mehrbelastung im BWS Bereich.
Zitat:
Abflachung der Halslordose.....BWS - S-förmige Skoliose, vermehrte Brustkyphose,....Abflachung der Lendenlordose

Das ist unabhängig von der vorangegangenen OP eine Fehlstellung, die immer konkret beim Spezialisten abgeklärt werden sollte!!
Ohne kompetente Diagnose keine Behandlung. Das gilt auch für Schmerzmittel.

Gruß
Klaus


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 Betreff des Beitrags: Re: Korsett als Schmerztherapie?
BeitragVerfasst: Do, 15.09.2016 - 09:32 
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Bekam nach meiner OP im Jahr 2000 immer nur Spritzen und Tabletten.
Seit 2007 nicht mehr in Behandlung gewesen.
Danke fuer Eure Antworten. Habe einiges in diesem Forum gelesen und habe mir eben einen Termin bei Dr. Steffan gemacht. Leider gibt es in meinem Umfeld, trotz Grossstadt keinen gescheiten Orthopäden. Aber ich hege jetzt Hoffnung auf November bei Dr. Steffan.


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 Betreff des Beitrags: Re: Korsett als Schmerztherapie?
BeitragVerfasst: Do, 15.09.2016 - 20:03 
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Ein Korsett ist immer ein Versuch. Mir hilft es sehr gut, wenn ich es anhabe aber sobald ich es ausziehe zieht sich die Muskulatur noch mehr zusammen als vorher (Abwärtsspirale). Bin mir also nicht mehr sicher, ob das Korsett mir "unterm Strich" was bringt. Fazit: versuch es damit aber achte genau darauf, ab es Dir mehr nutzt als schadet,


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 Betreff des Beitrags: Re: Korsett als Schmerztherapie?
BeitragVerfasst: Fr, 16.09.2016 - 11:10 
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Hallo Bernd,

Zitat:
Fazit: versuch es damit aber achte genau darauf, ab es Dir mehr nutzt als schadet,

Na ja, das ist natürlich davon abhängig, was Dr. Steffan grundsätzlich zu einem Korsett sagt und welche Art in Frage kommen könnte.
Ich sage das nur, weil insbesondere bei Newbies hier im Forum der Eindruck entstehen kann, dass man sich ein Korsett einfach so wünschen könnte.

Gruß
Klaus


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 Betreff des Beitrags: Re: Korsett als Schmerztherapie?
BeitragVerfasst: Mo, 03.10.2016 - 11:47 
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@Klaus: klar kann man sich ein Schmerzkorsett für Erwachsene wünschen. Hab ich 2013 getan als meine muskulären Beschwerden immer mehr wurden. Dr. Hofmann hat dem Wunsch entsprochen. Jetzt leistet das Teil mir sehr gute Dienste. Ohne Korsi könnte ich keine 5 Min am Stück sitzen, mit Korsi geht es sehr viel länger. Ein Dauerzustand ist das nicht da meine Beschwerden täglich mehr werden und ich ganz genau den Nerv spüre, der vermutlich wegen einer Osteochondrose "beleidigt" ist. Aber wie so oft, die Ärzte sagen immer nur "KG machen, nicht operieren". Ein Notfall bin ich erst, wenn ich Lähmungserscheinungen habe :-(. Noch ein paar Wochen und es ist soweit. Wenn ich nicht mehr ins Krankenhaus gehen kann rufe ich den Krankenwagen das die mich abholen :-(. In der Notfallambulanz war ich auch schon mal. Die haben mich mit einem Rezept für 800er Ibus weggeschickt. Super Gesundheitssystem, man wird erst richtig behandelt, wenn es "2 Sekunden vor 12" ist :-( Den ersten Termin zur Vorstellung in einer Krankenhaus-Wirbelsäulenambulanz habe ich am 11.10.16. Ich hoffe, die schicken mich nicht mit der Diagnose "Skoliose, machen sie KG" weg sondern überlegen, wie man mir minimalinvasiv helfen kann (z.B. mit einer PRT-Spritze oder einer minimalinvasiven OP). Auf Rente habe ich mit meinen 48 Jahren keine Lust aber vielleicht ist es in ein paar Monaten auch für mich soweit...


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 Betreff des Beitrags: Re: Korsett als Schmerztherapie?
BeitragVerfasst: Mo, 03.10.2016 - 15:48 
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Diagnose: Atypischer, thorakolumbaler Post-Scheuermann
Flachrücken, weitg. fixiert
BS-Vorfälle HWS u. LWS
Osteochondrose
Retrolysthese
multiple Blockaden
Therapie: MT, KG, Osteo.
1.Korsett 5/12, Rahmouni
2.Kors. 8/13, Rahmouni
3.Kors. 12/14, mit Halsteil
4.Kors. 3/16, 2-schaliges Rahmouni mit Halsteil
Hallo cafepad,


Bernd hat geschrieben:
Ein Korsett ist immer ein Versuch. Mir hilft es sehr gut, wenn ich es anhabe aber sobald ich es ausziehe zieht sich die Muskulatur noch mehr zusammen als vorher (Abwärtsspirale). Bin mir also nicht mehr sicher, ob das Korsett mir "unterm Strich" was bringt. Fazit: versuch es damit aber achte genau darauf, ab es Dir mehr nutzt als schadet,

Zu der Aussage von Bernd wollte ich noch etwas sagen:
Dieser Gedanke, dass man in eine unschöne Abhängigkeit vom Korsett geraten ist, der ist mir auch im 2. und 3. Korsettjahr gekommen.
Genau wie Bernd ging es mir im Korsett deutlich besser. Aber sobald ich es ausgezogen habe waren die Schmerzen wieder da. Gefühlt sogar manchmal schlimmer als vor dem Korsett.
Aber eines war mir dabei klar: In der Zeit vor dem Korsett wusste ich nicht wie es sich anfühlt keine Schmerzen zu haben. Meine Toleranzschwelle lag extrem hoch.
Nach 2-3 Jahren Korsett kannte ich das Gefühl schmerzfrei zu sein. Und dementsprechend habe ich die Schmerzen, die ich hatte wenn ich mein Korsett ausgezogen habe, stärker wahrgenommen. Aber unterm Strich wusste ich, dass meine Lebensqualität sich durch das Korsett und auch trotz des Korsetts verbessert hatte. Obwohl ich mich manchmal in einer Art "Teufelskreis" gefangen fühlte.

Zum Anderen kann sich die Sache mit der Schmerzfreiheit in den Zeiten ohne Korsett auch nach 4-5 Jahren noch deutlich verbessern. Ich bin das beste Beispiel dafür.
Man darf nicht vergessen, dass wir keine ganz jungen Hüpfer mehr sind.
Sowas braucht Zeit!
Und einen engagierten Korsettbauer.
Und einen Korsettträger der dran bleibt und mit dem OT ständig versucht das Korsett zu verbessern.

Also: Sollte man dir zum Korsett raten, oder es auch nur andenken, dann ist es einen Versuch wert. Aber nur, wenn du dahinter stehst. Denn ein Zuckerschlecken ist die erste Zeit nicht!

Soweit mein Tipp... ;D
Ich wünsche dir alles Gute,
Gaby


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 Betreff des Beitrags: Re: Korsett als Schmerztherapie?
BeitragVerfasst: Mo, 03.10.2016 - 18:19 
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@Lego66: danke für Deinen Beitrag, der mir Mut macht. Ohne Korsett bin ich inzwischen so zugekrampft, dass ich mich nur noch langsam vorwärts bewegen kann. Das macht mir Angst. Irgendwann bin ich bewegungsunfähig :-(. Aber das kann sich, wie Du schreibst, auch noch nach langer Zeit ändern. Soll ich wie von Dr, Hofmann verordnet nur Dehnen, Dehnen, Dehnen oder auch etwas Kräftigung dazunehmen ?


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 Betreff des Beitrags: Re: Korsett als Schmerztherapie?
BeitragVerfasst: Di, 04.10.2016 - 09:07 
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Hallo Bernd,

Zitat:
@Klaus: klar kann man sich ein Schmerzkorsett für Erwachsene wünschen.

Ich muss nochmal wiedersprechen. Bei Dir oder Gaby ist die konkrete individuelle Situation so, dass ein Korsett tatsächlich auch hilfreich ist.
Bei cafepad muss die Situation aber erst im November geklärt werden! Da geht es nicht einfach um wünschen, sondern sehr richtig um:
Gaby hat geschrieben:
Also: Sollte man dir zum Korsett raten, oder es auch nur andenken, dann ist es einen Versuch wert. Aber nur, wenn du dahinter stehst. Denn ein Zuckerschlecken ist die erste Zeit nicht!


Gruß
Klaus


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 Betreff des Beitrags: Re: Korsett als Schmerztherapie?
BeitragVerfasst: Di, 04.10.2016 - 09:27 
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@Klaus: klar muss man hinter der Therapie stehen und die Eingewöhnungsphase ist schwierig. "Wünschen" ist sicher das falsche Wort, als Therapiemöglcihkeit vorschlagen trifft es sicher besser.


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 Betreff des Beitrags: Re: Korsett als Schmerztherapie?
BeitragVerfasst: Mi, 05.10.2016 - 09:30 
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Hallo Bernd,

ich denke im persönlichen Gespräch wäre das einfacher zu klären. ;)
Zitat:
"Wünschen" ist sicher das falsche Wort, als Therapiemöglcihkeit vorschlagen trifft es sicher besser.

Es geht hier bei cafepad und grundsätzlich bei allen "Newbies" aber darum, dass der Arzt diese Therapiemöglichkeit aufgrund seiner Indikation vorschlagen sollte und nicht der ganz am Anfang seiner Therapie stehende Patient. Erst dann gilt auch:
Zitat:
klar muss man hinter der Therapie stehen und die Eingewöhnungsphase ist schwierig

obwohl z.Bsp. bei der Kubco Orthese durch die Extraktion ein Soforteffekt alles andere positiv überlagern kann.

Insbesondere bei Dr. Steffan ist das wichtig zu wissen. Bei Dr. Hoffmann z.Bsp. hat man den Eindruck, dass ein Korsett auf Wunsch oder Vorschlag des Patienten immer automatisch kommen würde. Obwohl zielgerichtete KG genauso schmerz-lindernd bzw. -befreiend sein könnte.

Wenn man als "Fortgeschrittener" im Laufe einer vorgeschlagenen korsettlosen Therapie erkennt, dass ein Korsett doch sinnvoll sein könnte, ist das eine andere Situation! Auch für einen Arzt, der sich dann auch einen Eindruck von dem überzeugten Patienten einer konsequenten Korsett-Therapie machen kann. Ich sage das, weil ich diese Sichtweise aus der Praxis mit vielen unterschiedlichen Patienten nach diversen Gesprächskreisen gut nachvollziehen kann.


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 Betreff des Beitrags: Re: Korsett als Schmerztherapie?
BeitragVerfasst: Mi, 05.10.2016 - 09:59 
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Geschlecht: männlich
Diagnose: Post-Scheuermann-Syndrome, Hyperkypose-/ Hyperlordose,
Cobb zahl noch unbekannt.
Therapie: Spiraldynamik, Faszienarbeit und KG an Geräten
Hallo,

was Klaus zum Thema Korsettversorgung schreibt, dem stimme ich voll und ganz zu.

Ich habe auch eher den Eindruck das man zu erst eher die Schmerzfreiheit in Form von Physio wie z.B. Schroth versucht zu erreichen und erst dann eine Korsetttherapie angeht, wenn alles andere scheitert.

Bei Dr. Hoffmann bekommt man da doch oft einen anderen Eindruck.

Grüße Phill


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 Betreff des Beitrags: Re: Korsett als Schmerztherapie?
BeitragVerfasst: Mi, 05.10.2016 - 14:07 
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Diagnose: Kyphose 65°, Neuroforamen-Stenose (Einengung der Nervenwurzeln) in der HWS.
Therapie: Rahmouni-Korsett seit Februar 2006, zeitweise mit Halsteil, Schroth-Reha Juni / Juli 2010
Also ich kann Klaus bezüglich der Vorgehensweise zur Korsettversorgung so nicht zustimmen.

Ich traue Dr. Hoffmann schon zu, dass er aufgrund seiner langjährigen Erfahrung erkennen kann, ob ein Korsett bei einem Patienten schmerzlindernd wirken könnte oder nicht. Und wenn man weiß, dass ein Korsett helfen kann und der Patient dies auch unterstützt sehe ich nicht ein, warum man den Patienten dann noch ein halbes Jahr Schmerzen aussetzten soll nur um zu sehen, ob KG nicht vielleicht auch schmerzlindernd wirkt (was bei Hyperkyphose und Skoliose in den meisten Fällen nur sehr begrenzt und meist nur für kurze Zeit der Fall ist).

Phill hat geschrieben:
Ich habe auch eher den Eindruck das man zu erst eher die Schmerzfreiheit in Form von Physio wie z.B. Schroth versucht zu erreichen und erst dann eine Korsetttherapie angeht, wenn alles andere scheitert.

Sehe ich nicht so. Operation sollte die letzte Option sei, die man nutzen sollte. Ein Korsett ist eine (sehr vielversprechende) Therapieart unter mehreren Möglichkeiten, die man hat.

Gruß Thomas

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aktueller Thread: Neuroforamenstenose und Korsett mit Halsteil


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 Betreff des Beitrags: Re: Korsett als Schmerztherapie?
BeitragVerfasst: Do, 06.10.2016 - 13:07 
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Hallo Thomas,

Zitat:
Also ich kann Klaus bezüglich der Vorgehensweise zur Korsettversorgung so nicht zustimmen.

Ich traue Dr. Hoffmann schon zu, dass er aufgrund seiner langjährigen Erfahrung erkennen kann, ob ein Korsett bei einem Patienten schmerzlindernd wirken könnte oder nicht.

Es geht mir hier um den Kommentar von Bernd zu einem Korsett-Wunsch/Vorschlag des Patienten.
Bernd hat geschrieben:
@Klaus: klar kann man sich ein Schmerzkorsett für Erwachsene wünschen. Hab ich 2013 getan als meine muskulären Beschwerden immer mehr wurden. Dr. Hofmann hat dem Wunsch entsprochen.

cafepad ist am Anfang einer Therapie (Bernd war schon weiter) und deshalb sollte sie das dem Arzt überlassen, ob ein Korsett jetzt in Frage kommen könnte. Insofern rede ich hier von der gleichen Vorgehensweise wie Du.

Hinzu kommt, dass es bei cafepad um einen Termin bei Dr. Steffan geht, der ja bekanntermaßen beim Erwachsenen-Korsett eine andere Sichtweise als Dr. Hoffmann hat. Da sollte cafepad ein Korsett wirklich nur als eine Möglichkeit sehen, die aufgrund ihrer ganz individuellen Indikation evtl. in Frage kommen könnte.

Gruß
Klaus


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 Betreff des Beitrags: Re: Korsett als Schmerztherapie?
BeitragVerfasst: Do, 06.10.2016 - 13:21 
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Diagnose: Kyphose 65°, Neuroforamen-Stenose (Einengung der Nervenwurzeln) in der HWS.
Therapie: Rahmouni-Korsett seit Februar 2006, zeitweise mit Halsteil, Schroth-Reha Juni / Juli 2010
Ich finde, die mögliche schmerzlindernde Wirkung von Korsetten sollte allgemein viel mehr bekanntgemacht werden, damit könnte vielen Schmerzpatienten echt geholfen werden!

Gruß Thomas

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aktueller Thread: Neuroforamenstenose und Korsett mit Halsteil


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 Betreff des Beitrags: Re: Korsett als Schmerztherapie?
BeitragVerfasst: Do, 06.10.2016 - 13:48 
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Therapie: Rahmouni Korsett seid dem 3.11.2016

Habe eine Kyhose und Skoliose Gruppe
Bei WhatsApp wer Lust hat schreibt mich an!!!
Da sagst du was. .........
Bin mal gespannt wieviel Grad Kyhose bei mir am 11.10. Festgestellt wird bei Dr.Hoffmann. ......


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