Scheuermann, S-förmige Skoliose, alte Diagnose, FRAGEN über.
Verfasst: Mo, 21.12.2015 - 01:59
Liebe Mitleidende,
Zunächst möchte ich kurz ein paar Eckdaten angeben: Ich bin männlich, 27 und „besitze“ einen abgelaufenen Morbus Scheuermann mit Skoliose (Kyphoskoliose). Vor gut 7 Jahren bekam ich eine Horrordiagnose, die mir bis heute immer wieder durch den Kopf geht.
http://www.skoliose-treff.de/viewtopic. ... w=previous
(der alte Thread, den ich als damals 19 jähriger hier verfasste unter dem damaligen Forennamen NYC)
Während der letzten 7 Jahre hatte ich regelmäßig (bis auf wenige Unterbrechungen von max. 6 Monaten) Fitnessstudios besucht und habe meine Rückenmuskeln trainiert (was ja nach MS auch so empfohlen wird). Somit blieben mir trotz eines „sitzintensiven“ Studiums bisher Rückenschmerzen erspart. Zumindest bin ich der Meinung (nicht sicher) durch regelmäßiges Ausführen des Rudergeräts, eines Latzuges, sowie auch Lauftraining meine doch „kranke Wirbelsäule“ zumindest nicht verschlechtert zu haben.
Soviel zur Vorgeschichte!
Als nächstes meine 7 Jahre alte Diagnose noch einmal reinkopiert:
---„Ausgeprägter teilfixierter Rundrücken, rechts seitiger Überhang um 1,5cm, bei deutlicher S-Förmiger Skoliose und Z.n.M. Scheuermann, FBA 10cm,Rot/Seitneigung frei.
Hohl Knick Spreizfüße bds. eingeschr. rechts Rot. HWS über 25° Sacrumtiefstand rechts 0,4cm.
DIAGNOSE: Rez. Dorsolumbalgien bei ausgeprägter fix. Rundrücken, s-förmiger Skoliose. Z.n. ausgepr. abgelaufenem M.Scheuermann, Beckenverwringung, Spina Bifida oculta SWK1.
Keilwirbel Th 7-9. Ausgeprägte Hohl-Knick Spreizfüße beidseitig.“---
Seit kurzem habe ich nun leichte aber beständige Rückenschmerzen in der Lendenwirbelsäule, sowie Muskelverspannungen im gesamten Rücken. Der Grund ist natürlich zunächst klar in meiner Wirbelsäulenerkrankung zu erkennen. Trotzdem bin ich mir über den Auslöser völlig bewusst: Über die letzten 2 Wochen habe ich fast täglich „hartes“ Rudertraining absolviert. Teilweise in 9 aufeinanderfolgenden Tagen….Ja das war ein riesen Fehler! Deshalb kämpfe ich nun (seit ca. 1 Woche) mit leichten Rückenschmerzen im Lendenbereich über den mittleren Rücken in Form von Verspannungen durch das einseitige Training. Ich vermute es könnten Verspannungen sein, denn nach heißem Duschen habe ich plötzlich keinerlei Schmerzen mehr- könnte es zunächst auch nur eine Verspannung sein?
Mit 27 ist mir nun deutlich klar (im Gegensatz zu dem alten Thread s.o.), dass die obige Diagnose leider keine rosige Zukunft voraussagt. Da ich nun zum ersten Mal deutliche Rückenbeschwerden verspüre, möchte ich nun eine neue Diagnose einholen und dazu (zum Vorgehen) einige Fragen loswerden:
- Welche guten Orthopäden gibt es in Hannover/Braunschweig und Umgebung, welche sich auf Wirbelsäule spezialisiert haben?
- Wahrscheinlich ist ein Wirbelsäulenspezialist schon ratsamer als ein „Wald- und Wiesenorthopäde“, oder?
- Den obligatorischen Gang um Hausarzt kann ich mir bei der obigen Diagnose (die ja nach wie vor logischerweise besteht) wohl sparen oder?
- Welche Vorgehensweise wird von Mitleidenden und Forenmoderatoren empfohlen und welche Eckdaten müssen diagnostiziert werden? In meinem alten Thread habe ich gelesen, dass genaue Winkelangaben wichtig seien? Die bekomme ich wohl nur von Spezialisten?
Weiterhin möchte ich noch etwas allgemeinere Fragen loswerden. Ich möchte mich im Voraus für etwaige „schwammig formulierte“ allgemeine Fragen entschuldigen.
Generell würde mich mal der momentane medizinische Stand bei der Behandlung von Scheuermann interessieren. Wie aus der obigen Diagnose unschwer zu erkennen ist, leide ich unter einer stark deformierten Wirbelsäule, sprich Kyphose, Skoliose und s.o. anderen „Horrordiagnosen“.
Dies geht jetzt stark in eine psychologische Richtung, aber:
- Ist es denn möglich mit „starkem“ (sorry wenn schwammig, aktuelle Diagnose mit COBB in Arbeit) Scheuermannbuckel und Skoliose, Beckenproblemen, Spina Bifida Oculta usw usw (mir tut das weh zu hören, was ich alles „habe“) ein einigermaßen schmerzbefreites Leben zu führen ohne viele Schmerztabletten zu schlucken?
(Ich weiß dies ist individuell verschieden, aber ich bin gerade so am Boden zerstört von meinen nervigen Rückenschmerzen).
- Ich habe „Scheuermann“ im Zusammenhang mit späteren Schmerzen bereits gut recherchiert und wenn ich richtig liege gibt es Fälle, die tatsächlich schmerzfrei verlaufen, oder wo die Schmerzen erst sehr spät eintreten? Weiterhin sagt eine Quelle, dass es keinen Zusammenhang zwischen der Schwere der Schmerzen und der Ausprägung der Kyphose gibt. Diese Aussage gibt mir schonmal Hoffnung, da laut meinem Befund meine Zukunft einer Qual gleichkommt……..Besonders frustrierend empfinde ich dies, da ich gerade kurz (1 Jahr) vor dem Abschluss meines Studius stehe und somit noch nicht einmal begonnen habe zu arbeiten und schon die rosige Aussicht habe ein Schmerzpatient zu werden und das ist ja nicht gerade karrierefördernd mit Schmerzen am Arbeitsplatz dahinzuvegetieren :- (
Was ist eure Meinung zu der ganzen Geschichte?
Bin ich nun wirklich vorverurteilt mit dieser Diagnose oder kann man die Krankheit heutzutage gut eindämmen?
Ganz liebe Grüße und frohe Weihnachten,
K.M.
Zunächst möchte ich kurz ein paar Eckdaten angeben: Ich bin männlich, 27 und „besitze“ einen abgelaufenen Morbus Scheuermann mit Skoliose (Kyphoskoliose). Vor gut 7 Jahren bekam ich eine Horrordiagnose, die mir bis heute immer wieder durch den Kopf geht.
http://www.skoliose-treff.de/viewtopic. ... w=previous
(der alte Thread, den ich als damals 19 jähriger hier verfasste unter dem damaligen Forennamen NYC)
Während der letzten 7 Jahre hatte ich regelmäßig (bis auf wenige Unterbrechungen von max. 6 Monaten) Fitnessstudios besucht und habe meine Rückenmuskeln trainiert (was ja nach MS auch so empfohlen wird). Somit blieben mir trotz eines „sitzintensiven“ Studiums bisher Rückenschmerzen erspart. Zumindest bin ich der Meinung (nicht sicher) durch regelmäßiges Ausführen des Rudergeräts, eines Latzuges, sowie auch Lauftraining meine doch „kranke Wirbelsäule“ zumindest nicht verschlechtert zu haben.
Soviel zur Vorgeschichte!
Als nächstes meine 7 Jahre alte Diagnose noch einmal reinkopiert:
---„Ausgeprägter teilfixierter Rundrücken, rechts seitiger Überhang um 1,5cm, bei deutlicher S-Förmiger Skoliose und Z.n.M. Scheuermann, FBA 10cm,Rot/Seitneigung frei.
Hohl Knick Spreizfüße bds. eingeschr. rechts Rot. HWS über 25° Sacrumtiefstand rechts 0,4cm.
DIAGNOSE: Rez. Dorsolumbalgien bei ausgeprägter fix. Rundrücken, s-förmiger Skoliose. Z.n. ausgepr. abgelaufenem M.Scheuermann, Beckenverwringung, Spina Bifida oculta SWK1.
Keilwirbel Th 7-9. Ausgeprägte Hohl-Knick Spreizfüße beidseitig.“---
Seit kurzem habe ich nun leichte aber beständige Rückenschmerzen in der Lendenwirbelsäule, sowie Muskelverspannungen im gesamten Rücken. Der Grund ist natürlich zunächst klar in meiner Wirbelsäulenerkrankung zu erkennen. Trotzdem bin ich mir über den Auslöser völlig bewusst: Über die letzten 2 Wochen habe ich fast täglich „hartes“ Rudertraining absolviert. Teilweise in 9 aufeinanderfolgenden Tagen….Ja das war ein riesen Fehler! Deshalb kämpfe ich nun (seit ca. 1 Woche) mit leichten Rückenschmerzen im Lendenbereich über den mittleren Rücken in Form von Verspannungen durch das einseitige Training. Ich vermute es könnten Verspannungen sein, denn nach heißem Duschen habe ich plötzlich keinerlei Schmerzen mehr- könnte es zunächst auch nur eine Verspannung sein?
Mit 27 ist mir nun deutlich klar (im Gegensatz zu dem alten Thread s.o.), dass die obige Diagnose leider keine rosige Zukunft voraussagt. Da ich nun zum ersten Mal deutliche Rückenbeschwerden verspüre, möchte ich nun eine neue Diagnose einholen und dazu (zum Vorgehen) einige Fragen loswerden:
- Welche guten Orthopäden gibt es in Hannover/Braunschweig und Umgebung, welche sich auf Wirbelsäule spezialisiert haben?
- Wahrscheinlich ist ein Wirbelsäulenspezialist schon ratsamer als ein „Wald- und Wiesenorthopäde“, oder?
- Den obligatorischen Gang um Hausarzt kann ich mir bei der obigen Diagnose (die ja nach wie vor logischerweise besteht) wohl sparen oder?
- Welche Vorgehensweise wird von Mitleidenden und Forenmoderatoren empfohlen und welche Eckdaten müssen diagnostiziert werden? In meinem alten Thread habe ich gelesen, dass genaue Winkelangaben wichtig seien? Die bekomme ich wohl nur von Spezialisten?
Weiterhin möchte ich noch etwas allgemeinere Fragen loswerden. Ich möchte mich im Voraus für etwaige „schwammig formulierte“ allgemeine Fragen entschuldigen.
Generell würde mich mal der momentane medizinische Stand bei der Behandlung von Scheuermann interessieren. Wie aus der obigen Diagnose unschwer zu erkennen ist, leide ich unter einer stark deformierten Wirbelsäule, sprich Kyphose, Skoliose und s.o. anderen „Horrordiagnosen“.
Dies geht jetzt stark in eine psychologische Richtung, aber:
- Ist es denn möglich mit „starkem“ (sorry wenn schwammig, aktuelle Diagnose mit COBB in Arbeit) Scheuermannbuckel und Skoliose, Beckenproblemen, Spina Bifida Oculta usw usw (mir tut das weh zu hören, was ich alles „habe“) ein einigermaßen schmerzbefreites Leben zu führen ohne viele Schmerztabletten zu schlucken?
(Ich weiß dies ist individuell verschieden, aber ich bin gerade so am Boden zerstört von meinen nervigen Rückenschmerzen).
- Ich habe „Scheuermann“ im Zusammenhang mit späteren Schmerzen bereits gut recherchiert und wenn ich richtig liege gibt es Fälle, die tatsächlich schmerzfrei verlaufen, oder wo die Schmerzen erst sehr spät eintreten? Weiterhin sagt eine Quelle, dass es keinen Zusammenhang zwischen der Schwere der Schmerzen und der Ausprägung der Kyphose gibt. Diese Aussage gibt mir schonmal Hoffnung, da laut meinem Befund meine Zukunft einer Qual gleichkommt……..Besonders frustrierend empfinde ich dies, da ich gerade kurz (1 Jahr) vor dem Abschluss meines Studius stehe und somit noch nicht einmal begonnen habe zu arbeiten und schon die rosige Aussicht habe ein Schmerzpatient zu werden und das ist ja nicht gerade karrierefördernd mit Schmerzen am Arbeitsplatz dahinzuvegetieren :- (
Was ist eure Meinung zu der ganzen Geschichte?
Bin ich nun wirklich vorverurteilt mit dieser Diagnose oder kann man die Krankheit heutzutage gut eindämmen?
Ganz liebe Grüße und frohe Weihnachten,
K.M.