Zustand der Kyphose nach Reha - Probleme mit Schroth Übungen

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Coinmaster85
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Zustand der Kyphose nach Reha - Probleme mit Schroth Übungen

Beitrag von Coinmaster85 » Di, 20.02.2018 - 14:50

Hallo,

ich habe bis letzte Woche wegen meiner Hyperkyphose meine Reha in Bad Sobernheim absolviert.

Nun habe ich folgendes Problem / Fragen:

Während der Lernwoche war ich in meiner Anfängergruppe der einzige Kyphose Patient.
In dieser Zeit ist viel zu sehr auf die Skoliosen eingegangen worden. Die Übungsausführung bei der Kyphose ist immer nur so beiläufig behandelt worden, obwohl ich viele Fragen gestellt habe.

Aufgrund von Problemen mit der HWS (Habe seit der Reha zwei taube Finger)wurde dort mein Übungsprogramm herabgestuft. In jeder Funktionsübungszeit, wenn ich beim freien Training die Übungen durchgeführt habe, hat mich jeder Therapeut anders korrigiert. Nun weiß ich nach der Reha für mein „Hausaufgabenprogramm“ trotz gemachter Notizen und der gestellten Fragen nicht wirklich, wie ich mich bei der Ausatmung / Muskelanspannung korrigieren muss. Jeder hat irgendetwas anderes korrigiert. Vielleicht bin ich einfach nur zu blöd für Schroth-Gymnastik? Wegen der Übungsausführung nun total verunsichert.

Was soll man da nur tun?

Zudem hat sich in der Reha herausgestellt, dass sich meine Haltung im LWS Bereich ziemlich verschlechtert hat. Ich hänge jetzt noch zusätzlich trotz oder wegen Korsett in der LWS total durch. Als ob durch das Korsett meine ganze Muskulatur verloren gegangen ist. Kann wegen der BWS-Schmerzen kaum stehen.

In einigen Tagen bin ich zur Kontrolle bei Herrn Dr. Hoffmann und Herrn Rahmouni.
Nun bin ich mir unschlüssig, ob ich es mit einem neuen Korsett versuchen soll oder mal wegen einer OP nachfragen soll. Mein letzter Kyphosewert lag bei 64 Grad.

Vielen Dank für eure Hilfe.

Viele Grüße
Coinmaster85

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Lego66
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Re: Zustand der Kyphose nach Reha - Probleme mit Schroth Übu

Beitrag von Lego66 » Mi, 21.02.2018 - 14:51

Hallo,

also freiwillig auf eine OP ansprechen halte ich für falsch. :nein:

So eine Reha kann einen sehr verunsichern, in jeder Hinsicht, das kenne ich nur zu gut.
Mir ging es nach der Reha auch sehr schlecht und ich habe lange gebraucht, die entstandenen Probleme wieder loszuwerden. Die Schuldzuweisungen der dortigen Physios das Korsett betreffend habe ich jedoch von vornherein an mir abprallen lassen, da ich diesbezüglich gewarnt worden war.

Nimm deinen Termin bei Rahmouni ganz normal wahr, sprich alle Probleme an und schau, was er am Korsett verändern kann. Das ist sein täglicher Job, solche Probleme zu lösen.
Sprich auch bei Dr. Hoffmann die Probleme an, aber tu dir selbst den Gefallen und verwerf erstmal den Gedanken an eine OP. Geh lieber den Weg zuende, den du begonnen hast.

LG, Gaby

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Re: Zustand der Kyphose nach Reha - Probleme mit Schroth Übu

Beitrag von mick » Fr, 23.02.2018 - 18:54

Hallo coinmaster!

Ich finde auch, dass eine OP jetzt vorschnell wäre. Besprich die Probleme mit dem Korsett wirklich erst mal mit Arzt und Techniker. Vielleicht kann man das Korsett optimieren.

Bzgl. Schroth: es ist nicht ungewöhnlich, dass die Therapeuten unterschiedlich korrigieren. Häufig betrifft das aber eher Einzelheiten. Ich habe auch schon mehrfach dieselbe Frage gestellt und dann kriegt man unterschiedliche Antworten. Oder der eine Therapeut korrigiert genau das wieder zurück, was man auf die Anweisungeines anderen Therapeuten überhaupt erst gemacht hat.
Das hat etwas Gutes und etwas Schlechtes: Man kann sich ein umfassendes Meinungsbild verschaffen und manche Dinge erklären sich erst, wenn man viele puzzlesteine zusammen fügt. Man kann sich auch auf das konzentrieren, was einem besonders geholfen hat. Aber es kann natürlich auch verwirren, v.a. Wenn man noch keine Vorkenntnisse hat.
Wenn es dir möglich ist, such dir einen guten ambulanten Therapeuten. Das hat den Vorteil, dass man eine individuelle Einzelbetreuung hat. Stell dort deine Fragen, erzähl auch, wenn du unterschiedliche Dinge gehört hast. Und dann machst Du es erst einmal, wie er es bei dir für richtig hält. Mit der Zeit kriegst Du ein besseres Gefühl selbst dafür, wie dir die Übung gut tut, wie sie sich anfühlen soll, wie es aussehen soll (kontrollier dich immer im Spiegel). Schau dir an, was sich verbessert oder verschlechtert, wenn du dich in die eine oder andere Richtung bewegst. Frag auch den Therapeuten dazu, lass dir konkret an deinem Körper zeigen, wo du eine Korrektur gut hin bekommst und wo nicht.
Du bist sicher nicht "zu doof" - es dauert einfach eine gewisse Zeit, bis man das körpergefühl entwickelt. Gib nicht schon nach den paar Wochen auf ;)

Viele Grüße, mick

Sabona
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Re: Zustand der Kyphose nach Reha - Probleme mit Schroth Übu

Beitrag von Sabona » Sa, 24.02.2018 - 19:06

Hallo Coinmaster,

als ich vor ca. 15 Jahren meine erste Schrothreha in Bad Salzungen gemacht habe, erging es mir ähnlich wie dir. Und ich habe eine Skoliose. Nach 4 Wochen hatte ich schlimme Rippenblockaden und ich wußte einfach nicht mehr, ob Schroth was für mich ist. Gott sei Dank fand ich zuhause eine gute Schroththerapeutin die mir die Übungen wieder etwas anders zeigte. Aber es half. Erst nach meiner dritten Reha konnte ich mit Schroth selbständig etwas anfangen.
Glaub mir, es lohnt sich, nicht aufzugeben. Ich mache jetzt ca. 4-5 mal die Woche meine Übungen(ohne Therapeutin) und fahre ca. alle 2 Jahre zur Reha. Und es geht mir gut. Schmerzmittel brauche ich ganz selten. Und wenn, dann hilft mir ein Aspirin.
Alles Gute

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