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BeitragVerfasst: So, 18.05.2014 - 11:27 
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Hallo Skoliotiker

Ende 2013 war ich für 4 Wochen in Bad Salzungen. Es war mein erster Kontakt mit Schroth. Jetzt, ein paar Monate später, stehe ich im Grunde genau so verwirrt da wie vorher. Aber alles der Reihe nach:

Salzungen

In Salzungen wurde die Diagnose bestätigt, dass ich einen Flachrücken und eine Skoliose (mit stärkster Biegung in der Brustwirbelsäule von ca. 19°) habe. Ich habe das Schrothen in Salzungen sehr ernst genommen, obgleich es mir unglaublich viel abverlangt hat. Dass meine Symptome sich in den 4 Wochen verschlimmert haben, war nicht nur für mich, sondern auch für die Ärzte und Therapeuten eigenartig. Zwar sagt man, dass die leichten Skoliosen oft verhältnismäßig stark zu spüren sind, jedoch trat durch das Schrothen auch 0% Besserung ein. Eher das Gegenteil:

1. Ich habe schon vor meinem Schrothaufenthalt auf diesem Forum über Hustenreiz und Übelkeit berichtet, die gefühlt von der Region HWS / BWS ausgehen. Während des Schrothens wurden diese "maximiert"! Mehr als ein paar Atemzüge hintereinander schaffe auch jetzt noch nicht in Abfolge - Übelkeit und Husten sind die Folge. Auch jetzt noch denke ich, es hängt mit dem Flachrücken zusammen. Die Verspannungen an dieser Stelle sind extrem. Im Geiste möchte ich mir am liebsten von innen die Wirbelsäule nach hinten/aussen drücken.

2. Während dem Salzungen-Aufenthalt wurde mir von Patienten geraten, meine Kieferstellung kontrollieren zu lassen, da sich durch das Schrothen ansteigende Kieferschmerzen bemerkbar machten. Tatsächlich ist das Ergebnis, dass ich nach vielen Monaten des "Meinungeinholens" erhalten habe, eine Kieferfehlstellung mit unterschiedlich langen Kiefern. Schmerzen und eine Vielzahl an Symptomen. Die Behandlung hat bereits begonnen. Diese Thema streife ich nur, da es wohl ein eigenes ist.

Meine Fragen:

Ich hab schon recherchiert, bin jedoch, wie so oft bei diesem Thema, verunsichert. Welche "normalen" Muskelaufbauübungen wurden denn hier im Forum schon gegen Flachrücken mit Erfolg eingesetzt? Ich schrecke immer vor den Mafia-Methoden der Fitnesscenter zurück. Therabandübungen?

Welche Schroth-Übungen wurden denn hier im Forum schon gegen Flachrücken mit Erfolg eingesetzt?


Ich danke euch schon jetzt für eure Tipps! :)

LG!

Mr. S


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BeitragVerfasst: Mo, 19.05.2014 - 11:16 
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Hallo Mr. Skolio,

Zitat:
Welche "normalen" Muskelaufbauübungen wurden denn hier im Forum schon gegen Flachrücken mit Erfolg eingesetzt? Ich schrecke immer vor den Mafia-Methoden der Fitnesscenter zurück. Therabandübungen?

Ich habe ja auch einen Flachrücken, aber im Zusammenhang mit einer tiefen Hyperkyphose. Deswegen achte ich auch auf entsprechende Erfahrungsberichte. Ich habe bislang noch keine registriert.
Es ist allerdings so, dass man im Fitnesscenter bei entsprechenden Schroth Kenntnissen schon einiges machen kann. Nur da drehen wir uns bei Deiner Situation im Kreis!

Zitat:
Welche Schroth-Übungen wurden denn hier im Forum schon gegen Flachrücken mit Erfolg eingesetzt?

Die Frage ist eher, welche konkreten Übungen denn bei der REHA gemacht wurden?
Gerade deshalb, weil das Deine Situation ja offenbar verschlechtert hat. Unter Übungen muss man wohl unterscheiden:
1. Übungen einzeln direkt gegen Flachrücken, kam bei meiner REHA kaum vor.
2. Übungen, bei denen durch konkrete Anweisung in den Übungsblättern auch auf den Flachrücken Einfluss genommen wird.
Dazu hatte ich gerade in Bauchlage etliche Abwandlungen.

Dann gibt es noch eine spezielle Übung, die Dr. Weiß (früher Bad Sobernheim) im Rahmen von "physio-logig exercise programm" eingestellt hatte.
s.a. hier:
viewtopic.php?f=9&t=5833
Diese Übung habe ich dann später auch mal einige Zeit gemacht. Ganz gut, aber die Motivation hat dann doch nachgelassen. :)

Im übrigen kann es durchaus sein, dass Schroth in Deiner Situation nichts bringt und Du evtl. andere Methoden in Erwägung ziehen solltest, wie evtl. Spiraldynamik oder Rolfing.

Gruß
Klaus


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BeitragVerfasst: Mo, 19.05.2014 - 12:47 
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Reha: Aug/Sep 2011 in Bad Sobernheim, Mai/Jun 2016 in Bad Salzungen
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Hallo beide!

Habe in Höhe der BWS auch einen Flachrücken.

Aus Schroth kenne ich als "eigene" Flachrückenübung nur folgende:
Man geht in den Vierfüßlerstand, unter der Brust einen (kleinen) Gymnastikball. Er sollte von der Größe her unter dich passen, so, als ob du ihn umarmst, der Scheitelpunkt des Balls unter deiner flachsten Stelle.
[Anmerkung: Einen Ball in der perfekten Größe hat meine Physio, ich zuhause mache das dann ohne Ball, das geht auch.]
Tief Einatmen, möglichst gegen den Flachrücken, also Richtung Decke. Beim Ausatmen drückt man mit den Händen in den Boden und versucht durch die Kraft, die BWS rund zu machen und Richtung Decke zu ziehen. Wenn man einen Ball hat, versucht man, sich von ihm wegzubewegen und kann zusätzlich Druck/Kraft aufbauen, indem man die Arme dagegen drückt (hoffe, das ist verständlich).
Aufpassen sollte man, dass man in der LWS die Lordose beibehält, nur die BWS wird rund.

Klaus hat geschrieben:
2. Übungen, bei denen durch konkrete Anweisung in den Übungsblättern auch auf den Flachrücken Einfluss genommen wird.
Dazu hatte ich gerade in Bauchlage etliche Abwandlungen.


So kenne ich das auch eher, dass die normalen Übungen abgewandelt werden. Bei vielen Übungen ziehe ich die Arme nicht auseinander, sondern drücke sie zusammen und versuche, so in der BWS runder zu werden.
Man kann z.B. Hocker über Kopf (kennst du die?) abwandeln, dass man die Hockerbeine zusammendrückt. In Bauchlage nehme ich bei der Schulterzug-Übung einen kleinen Ball unter die BWS, um da nicht zu sehr durchzuhängen.
Hast du so etwas auch gemacht? Oder wurde bei deiner Reha gar nicht darauf geachtet?

Als Nicht-Schroth-Übung hat mir meine Physio auch schon Unterarmstütz empfohlen - und dabei dann auch die BWS möglichst rund machen, zur Decke ziehen, indem die Arme in den Boden drücken.

Das sind so Sachen, die ich gegen Flachrücken mache. Aber so genau kennt hier ja keiner deine Situation und da es nicht um eine einzelne Übung geht, sondern um ein Grundproblem, klingt es bei dir eigentlich eher so, als solltest du das nicht auf eigene Faust probieren - hast du nicht einen guten Physiotherapeuten, den du fragen könntest?

Hinsichtlich Fitenessstudio: In Bad Salzungen ist doch auch dieser Fitnessraum - was hast du denn da für Übungen gegen Flachrücken gemacht?

Viele Grüße,
mick


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BeitragVerfasst: Di, 20.05.2014 - 14:53 
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2.Kors. 8/13, Rahmouni
3.Kors. 12/14, mit Halsteil
4.Kors. 3/16, 2-Schaliges Rahmouni mit Halsteil
Hallo!

Auch ich war in Salzungen, habe einen Flachrücken und eine sehr leichte Skoliose.
Bei mir jedoch war (zumindest mir selbst) von Anfang an klar, dass die Skoliose nicht das Problem ist sondern der Flachrücken. Dennoch lief der Flachrücken immer nur so am Rande mit, was die Übungen und auch die Einteilung in die Gruppen betraf. Und das ist wohl auch das Grundproblem. Darauf ist man in Salzungen schlicht nicht spezialisiert.

Auch ich bin nicht gerade topfit angereist. Hatte mal wieder heftige Blockaden mit Schmerzen in der oberen BWS und der HWS. Bei mir werden durch die Blockade im zweiten Brustwirbel sehr starke Herz-Rhythmusstörungen ausgelöst, wie ich inzwischen weiß. Und die Probleme haben sich in der Reha mit jedem Training verschlimmert. Sowohl die Schmerzen in der BWS als auch die augenscheinlich erstmal "andere Baustelle" mit den Rhythmus-Störungen. Und man war auch meinem Problem gegenüber in Salzungen mehr als hilflos. :rolleyes:

Was ich dir damit sagen will, ist dass es vielleicht sinnvoll wäre mit einem guten Therapeuten abzuklären, ob nicht eine Wirbelblockade verantwortlich sein könnte für deine Probleme mit dem Husten und der Übelkeit.
Du kannst auch einfach mal googeln (mögliche Auswirkung von Wirbelblockaden).

Bei mir war es sicher so, dass die nicht therapierte Blockade, in die ich da sehr engagiert reintrainiert habe, durch das Schrothen immer schlimmer wurde. Was für eine Skoliose gut ist, kann für einen Flachrücken mit akuten Blockaden echtes Gift sein! ...So zumindest meine Erfahrungen. Da nützt es auch nichts ein wenig Rücksicht auf den Flachrücken zu nehmen indem man die Übung entsprechend abgewandelt macht. Aber hinteher ist man immer schlauer... ;)

LG, Gaby


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BeitragVerfasst: Di, 20.05.2014 - 16:10 
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@ Lego66

Ausgesprochen interessant! Das klingt, als könntest du meine Situation verstehen. Blockeden habe ich genug! Ich weiß mir meistens nur zu helfen, indem ich zu einem Chiropraktiker gehe. Das hilft kurzfristig zu 50 %. Dann fängt alles wieder von Anfang an. Schrothen fühlt sich für mich in puncto Flachrücken nicht richtig an... da geb ich dir ganz Recht.

Wie stark ist deine Skoliose in der BWS?
Welche Art von Therapeut wäre deine Empfehlung?
Was hilft bei dir wirklich?

LG!

:tot:


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BeitragVerfasst: Di, 20.05.2014 - 16:25 
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@ Klaus

Hallo und danke für die interessanten Tipps!

Zitat:
Nur da drehen wir uns bei Deiner Situation im Kreis!

Du meinst wegen Punkt 1 & 2?

Spiraldynamik oder Rolfing, da werd ich mich gleich schlau machen!

Die Dr. Weiß-Übung ist mir etwas zu vage. Da hab ich Bedenken, etwas falsch zu machen. Verschlimmerungen wären mein Ende :)

LG!


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BeitragVerfasst: Di, 20.05.2014 - 16:38 
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@ mick

Die Ballübung haben wir nur ganz rudimentär gemacht. Deine Ausführungen klingen interessant. Das könnte ich mal ausprobieren.

Hocker über Kopf und viele andere Übungen wurden uns in den Variationen Rundrücken & Flachrücken gezeigt. Aber ganz ehrlich, ich habe nicht das Gefühl, dass das bei mir sehr hilft... eben eher im Gegenteil.

Unterarmstütz - aha. Musst du dabei auf etwas im speziellen achten um es nicht zu verschlimmern?

Ja, im "Kraftraum" hab ich gemacht: Pectoral Maschine, Pulldown, Kabelzug von oben, Legpress und eine Übung am Boden mit Beinen auf Ball und mit den Händen gegen die Knie gedrückt. Die Legpress-Maschine hab ich nach dem ersten Mal nicht mehr bedient, da ich krasse knieschmerzen bekam.

...

LG!

S


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BeitragVerfasst: Mi, 21.05.2014 - 00:47 
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@ Lego66

Dr. M. in Salzungen meinte, als ich sie damit konfrontierte, dass ich am Rücken einen Punkt habe, der auf Druck Übelkeit auslöst: "Ein medizinischer Zusammenhang ist nicht gegeben." Die Körperbewegung dazu war mehrmals ca. diese: :nixweiss: Der Gescihtsausdruck: :confused:

:top:


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BeitragVerfasst: Mi, 21.05.2014 - 08:39 
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Hallo Mr. Skolio,

in Bad Sobernheim gab es, als ich letztes Mal im Dezember dort war, eine eigene Flachrückengruppe. Ich selbst war zwar nicht dort (weil sich bei mir Ärzte, Therapeuten und Orthopädietechnicker streiten, ob das bei mir jetzt eher ein Flachrücken ist oder nicht), aber einige Mitpatienten waren dort. In Salzungen scheint es das nicht zu gehen, wie gesagt, in Sobi gibt es das inzwischen. Ansonsten kenne ich auch nur die von Mick beschriebene Übung.

Mir fällt nur selber auf, welche Übungen man besser vermeiden sollte: und das wären Schulterzug in Bauchlage (also die symmetrische Variante, weil man da beide Schulterblätter raffen muss, was den Flachrücken verstärkt) und sitzendes Fragezeichen.

Ansonsten gegen Verspannungen und Blockaden hilft auch mal Manuelle Therapie ganz gut (also nicht nur Massagen), um die blockierten Wirbel mal wieder zu lockern und die Verspannungen dazu gleich mit. Frag doch mal deinen Arzt danach, ob er dir sowas verordnen kann.

Ich wünsche dir alles Gute.

Grüßle,

Saphira

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Wer immer nur vom großen Glücke träumt, der findet nichts, weil er das kleine Glück versäumt.


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BeitragVerfasst: Mi, 21.05.2014 - 09:39 
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Hallo Mr. Skolio,

Zitat:
Klaus hat geschrieben:
Nur da drehen wir uns bei Deiner Situation im Kreis!

Du meinst wegen Punkt 1 & 2?

Na ja, wegen Deiner persönlich schlechten Erfahrung mit Schroth, die man natürlich nicht beim Fitness Training zielgerichtet umsetzen kann.

Zitat:
Spiraldynamik oder Rolfing, da werd ich mich gleich schlau machen!

Spiraldynamik wird wohl häufig von Dr. Wilke in Berlin favorisiert. Leider gibt es kaum konkrete Erfahrungsberichte dazu. Allerdings aktuell das Thema zur Abrechnung der Spiraldynamik.
Beim Rolfing gibt es kyphoboy, der sich damit ausgiebig beschäftigt hat und slowengel, der aktuell über seine Erfahrung berichtet. Abrechnungstechnisch ist das eine reine Privatleistung. Beide sind durch Schroth und Korsett "vortherapiert".

Gruß
Klaus


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BeitragVerfasst: Mi, 21.05.2014 - 15:40 
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Hallo Mr. Skolio!

Erst mal zu deiner Frage:

Mr. Skolio hat geschrieben:
Unterarmstütz - aha. Musst du dabei auf etwas im speziellen achten um es nicht zu verschlimmern?


Man sollte grundsätzlich bei dieser Übung darauf achten, dass in Ellbogen und Schulter ein rechter Winkel ist und somit die Schultern von der Position her über den Ellbogen sind (nicht weiter vor oder zurück). Der Körper bildet üblicherweise eine gerade Linie, dafür braucht man Körperspannung und Kraft; man muss darauf achten, dass das Becken/der Po nicht nach oben in Richtung Decken steht, sondern in der Körperlinie gehalten wird.
Ich mache es dann als Flachrückenvariante so, dass ich in Höhe der BWS eben versuche, nicht flach zu bleiben, sondern an der Stelle mich Richtung Decke zu drücken.
ABER: Diese Übung braucht Körperspannung und Kraft. Wenn dein Problem in Blockaden liegt (was ja offenbar möglich ist), dann ist das vielleicht nicht die richtige Übung für dich.

Ich habe auch hin und wieder Blockaden in der BWS, die sich allerdings eher in Rückenschmerzen äußern und darin, dass die Rippen teilweise auch blockieren und bei Bewegung (einschließlich Einatmen) schmerzen. Wenn ich sowas habe, mache ich gar keine Übungen, weil es dann schlimmer wird. Mir hilft da manuelle Therpaie, wie auch schon von Saphira vorgeschlagen. Wenn die Blockaden weniger schlimm sind, helfen mir teilweise auch ruhige Übungen und Bewegungen (d.h. Rückenübungen/Schroth, bei denen ich nicht 100% gebe, sondern mehr auf die Atmung achte; Dehnen; Yoga - ohne Vorerfahrung aber vielleicht nicht weiterzuempfehlen) und Wärme, um die umgebende Muskulatur zu entspannen/lockern.

Evtl. könnte auch Osteopathie etwas für dich sein. Da wird ganzheitlich gearbeitet, d.h. der Körper wird in seinen gesamten Zusammenhängen (Muskulatur, Organe, Atmung etc.) als Einheit gesehen und behandelt; auch werden mit sanften Techniken Blockaden gelöst. Osteopathie ist allerdings recht teuer. Manche Kassen übernehmen die Kosten teilweise (z.B. die TK, wenn man eine Verordnung vom Arzt hat), manche aber auch nicht, müsstest du dich mal erkundigen. Einen Versuch wäre es jedenfalls wert.

Blockaden lösen (mit welcher Technik auch immer) ist aber eher eine Behandlung für den akuten Fall; langfristig sollte man wohl versuchen, durch Übungen mehr Stabilität zu bekommen. Wenn die Situation aber bei dir so verfahren ist, solltest du dir da wirklich mit einem guten Physiotherapeuten ein Programm überlegen, das in deiner persönlichen Situation hilft und das du ohne Komplikationen ausführen kannst und bei dem er ggf. Übungen für dich speziell abwandelt und deine Fehler korrigiert.

Viele Grüße,
mick


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BeitragVerfasst: Do, 22.05.2014 - 11:45 
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@ Saphira

Danke dir! Heute hab ich ich mal im Spiegel betrachtet - der Flach rücken ist wirklich sehr deutlich zu sehen. Schade, dass das bei mir so lange unentdeckt geblieben ist. Jetzt bekomme ich die Rechnung präsentiert. Natürlich ärgert man sich über so manchen Arzt, der genau "wusste", dass dies ja zu vernachlässigen sei...

Danke für deine Hilfe!

LG!


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BeitragVerfasst: Do, 22.05.2014 - 11:53 
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@ Klaus

Ich danke dir! Dann werde ich da weiter nachforschen. :flehan:


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BeitragVerfasst: Do, 22.05.2014 - 12:08 
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@ mick

Dank! Die Stütz-Sache werde ich testen.

In Bezug auf die Blockaden ist es bei mir ähnlich. Schmerzen im Brustbeinbereich. Nach dem Schlafen knackt es im Brustbein bei Lockerungsübungen, als würde man frische Zweige durchbrechen :| Beim Flachrücken sind die verspannungen, nachdem ich sie löse, nach 2 Minuten wieder da. Usw. Gestern war ich die ärgsten Blockaden mal chiropraktisch lösen, heute werde ich es mit euren Tipps angehen.

Osteopathie kenne ich. Hat bei mir immer Wunder gegen akute Arten von Hexenschuss geholfen. Bei den hier beschriebenen Problemen nicht.

Genau um die langfristige Stabilität geht es mir, die du beschreibst. Die muss jetzt her.

Also: Danke euch allen für eure Hilfe!!!

LG

PS. Ich halte euch auf dem Laufenden :)


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BeitragVerfasst: Fr, 23.05.2014 - 11:29 
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Hallo,

leider hab ich auch beim Flachrücken (BWS) laut hier geschrien :(. Das böse Schmerzen daher kamen, bekam ich erst später mit. Blokaden, die sich durch Husten, Übelkeit, kalte dicke Finger bemerkbar machten oder stechende Schmerzen beim Schwimmen.
Der erste, der mich auf die damit verbundenen Probleme bei Übungen hinwies, war der "Jens" während während der Schroth-Einführungswoche und der damit für mich verbundenen Erkenntnis, was ich künftig meiden oder wo ich Acht geben muss . Danke Jens!
Fazit für mich: die ein oder andere Tätigkeit anders auszuführen als zuvor, speziell "Brust raus und Schultern zurück .." (ein verinnerlichter Spruch aus meiner Jugend-Skoli-Reha) abzuwandeln und Schwerpunkt auf Schrothübungen zu legen, die auch gegen FLR wirken. In Bauchlage unterpolstere ich immer im FL-Scheitelpunkt . Egal welche Übungen ich mache versuche ich ein Trainieren in den FLR oder einen Skoli-Bogen zu vermeiden.
Das Ergebnis nach 4 Jahren Schroth zusammengefasst: ich kann wieder schmerzfrei Brustschwimmen, die kalten dicken geschollenen Finger treten nur ganz sehr selten in abgeschwächter Form auf, Husten ist deutlich weniger, Übelkeit fast Null.
Das Knacken im BWS-Bereich ist mal mehr, mal weniger und da hab ich immer ein gutes Gefühl.
Wenn es mal arg blockiert, hilft mir manulle Therapie (Triggern) und ganz viel Wärme ( bin dadurch zum Wärmepflasterfan ;-) geworden).
Ist zwar immer nur kurzzeitig, doch OK. Muss halt noch mehr trainieren ;-)

Danke für die Übung mit dem "Wolm" ;-). Ich hab es mit meiner Therapeutin ausprobiert (Rolle aus Decken statt Wolm) - und bin begeistert. Ich werde sie in mein "Program" mit aufnehmen.
Reine FLR-Übungen kann ich mir nicht vorstellen, weil die Skoliose einfach als Ursache "da ist" .

Für die gemachten Übungen im Geräteraum in BaSa schließe ich mich den Ausführungen v. Mr. Skolio an.

@ Saphira: kannst Du vielleich noch ein wenig mehr zu der FLR-Gruppe in BaSo sagen (welche Übungen usw, worauf wurde SChwerpunkt gelegt, welche "Lieblingsübungen" ..)? Das wäre prima.

Schönes Wochenende!


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BeitragVerfasst: Fr, 23.05.2014 - 12:55 
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@ Calendula

Aha, sehr interessant! Was du beschreibst, ist genau, wie ich es empfinde! Du hast also auch ein Stechen und Absterbegefühl in den Händen? Alles sonst kling ganz nach meinem Empfinden.

Den Jens hatte ich auch dann nach der Gruppeneinteilung für 3 Wochen. Netter Kerl. Für mich sind die in Salzbungen eben zu wenig auf meinen Flachrücken eingegangen. Da ich neu war, wusste ich ja noch nicht so sehr, was wie woher kam. Ich hab ständig geklagt, dass ich Würge- und Hustenreiz beim Schrothen bekomme. Die waren aber recht ratlos.

Ok, wenn du mit der Wolm-Übung was anfangen kannst, werde ich die dann eventeull doch ausprobieren. Bis jetzt blicke ich noch nicht durch.

:wein: Schönes Wochenende!


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BeitragVerfasst: Fr, 23.05.2014 - 13:23 
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Hallo ihr beiden,

die Wolm-Übungen haben sie in Sobi inzwischen abgeschafft. Bei meiner ersten Reha gab's die noch im grünen Heftchen (aber als Übung gegen Hyperkyphose, wenn ich das richtig verstanden habe), bei meiner letzten gab's die nicht mehr und auch keine Wolms mehr in den Hallen zum freien Üben.

Was genau in der Flachrückengruppe gemacht wurde, kann ich leider nicht sagen, da ich nicht in der Flachrückengruppe war. Ich weiß nur, dass es eine solche gab und dass einige meiner Mitpatienten dort waren. Ich war es jedoch nicht, da sie meinen Rücken eher nicht als Flachrücken ansahen (wie gesagt, da streiten sie sich alle und ich nehme mir halt die goldene Mitte raus und sage mir, das ist normal, ich sollte nur aufpassen, dass es weder zu rund, noch zu flach wird).

Grüßle,

Saphira

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BeitragVerfasst: Fr, 23.05.2014 - 14:15 
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Schroth seit 2011
@ Saphira -Danke .

Vielleicht, nein - hoffentlich -, liest hier noch jemand aus der Flachrückengruppe Bad Sobernheim mit und kann uns ein paar Tipps geben.

Und weiß vielleicht irgendjemand, warum die Übung aus dem Programm genommen wurde?

@ Mr. Skolio:
wg der Hände: mein Hausarzt, mein Hautarzt .. ging von Durchblutungsproblemen / Kältellergie aus - und gab mir Tablette, Salbe, Durchblutungsfördernde Bäder .. schlimm war es, wenn die geschwollenen Partien aufplatzten.

Ich hab Arztmeinungen gehört, dass es von einer zu engen Stelle an der HWS kommt.
Meine Vermutung ist das Zusammenwirken von Skolio-Wirbeln, Rückenstrecker Paketseite , Schulterblatt, Paket und Haupt-Flachrückenstelle - weil dort einfach alles bei mir auf kleinstem Raum zusammen kommt. Auch hatte ich neulich den Effekt, dass nach einer Überlastung der Rückenstrecker Paketseite dort ganz stark puckerte - und mir Finger der Paketseitenhand einschliefen/ richtig taub waren. Irgendwo bei Recherche Spiraldynamik stieß ich dann auch drauf, dass diese Muskeln (Rücken/Arm/Finger) zusammenwirken und das erzeugen können. Ich bleib weiter dran.

Einführungswoche BaSa: ich denke, das Hauptaugenmerk liegt auf "sauber Schroth" und grad in der Einführungswoche wo alle Skoli-Typen zusammen sind, kann nur Grundwissen vermittelt werden. Die 2. Woche sind hauptsächlich neue Übungen - schön geballt. Auch denke ich - wenn man komplett neu mit solchen Übungen anfängt, man sich nicht auf alle Sachen gleichzeitig (inkl.Atmen) konzentrieren kann und dafür das Körpergefühl neu/anders erlernen/korregieren muss. Ich hab festgestellt, wenn ich auf die Therapeuten/innen mit meine Fragen zugegangen bin, hab ich sehr hilfreiche Antworten bekommen - Danke . Auch kommt es sicher drauf an, wo dein "FLR-Scheitelpunkt" liegt .. vielleicht bringt dich eine Auffrischungswoche in BaSa diesbezüglich weiter (auch wenn BaSa noch nicht so lange her ist..) Schrothes du noch regelmäßig? Wenn ich mal wieder solche Hustenattacken habe, mach ich meist die Türrahmenübung oder häng mich über dem Stuhl aus. Doch wie gesagt - es ist deutlich weniger als in meiner "Vor Schroth"-Zeit.
Was bist du für ein Skoli-Typ (spielt sicher auch eine Rolle).

Ach ja - das liebe Kreuz.

Schönes Wochenende


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BeitragVerfasst: Sa, 24.05.2014 - 09:19 
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Zitat:
Danke für die Übung mit dem "Wolm" ;-). Ich hab es mit meiner Therapeutin ausprobiert (Rolle aus Decken statt Wolm) - und bin begeistert. Ich werde sie in mein "Program" mit aufnehmen.

Ich habe auch keinen Wolm benutzt, sondern einen eingehängten (mit Metallwinkeln) normalen Holzhocker und Kissen zwischen Hocker und Rücken. Ich brauche da wegen meiner tiefen Hyperkyphose einen festen Abstand.

Zitat:
Und weiß vielleicht irgendjemand, warum die Übung aus dem Programm genommen wurde?

Vielleicht nach dem Weggang von Dr. Weiß. :)

@ Mr. Skolio
Zitat:
Ok, wenn du mit der Wolm-Übung was anfangen kannst, werde ich die dann eventeull doch ausprobieren. Bis jetzt blicke ich noch nicht durch.

Also ich habe diese Übung gemacht: (Theraband von oben nach unten ziehen)
viewtopic.php?p=52650#p52650
Ist ideal bei meiner speziellen Situation, wo der Holzhocker gleichzeitig meine tiefe Hyperkyphose korrigiert.
Ich denke, bei Skoliose muss man gucken, dass man dabei immer in der korrigierten Haltung bleibt.

Gruß
Klaus


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BeitragVerfasst: Mo, 26.05.2014 - 19:27 
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@ Klaus

Ok, danke!

Ich werd jetzt mal warten, was die Profis hier vor Ort sagen. Will da nicht falsch rumtrainieren. :juggle:
Spiraldynamik und Rolfing ist schon in Angriff genommen. Mal abwarten.


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