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Die Sache mit den Arbeitgeber und Kollegen

Verfasst: Di, 26.02.2013 - 10:09
von Cindyrella
Hallo ihr Lieben,

ich wollte mal Fragen wie ihr das mit euren Rückenproblemen/Schmerzen gegenüber euren Kollegen/Chef macht?

Ich habe die Diagnose Khyposkoliose und Morbus Scheuermann. Morgen habe ich einen Termin bei Dr. Hoffmann und ich hoffe, dass er eine Reha beantragt (davon sprach er bei dem letzten Termin).

Auf der Arbeit habe ich folgendes Problem:

Meine Schmerzen werden belächelt und wenn ich sage, dass ich schmerzbedingt keinen Karton mit Kopierpapier tragen kann, werde ich belächelt und die kollegen halten mich für faul.
Leider ist das Klima sehr angespannt und ich trau mich ehrlichgesagt gar nicht meinem Chef zu sagen, dass evtl. bald ein Reha Antrag läuft. Ich weiß auch nicht ob das klug wäre, daher die Frage: Wann sagt man seinem Arbeitgeber wegen der Reha bescheid? Erst dann wenn man selbst den Termin hat oder schon im Vorfeld?

Meine Kollegen Fragen mich auch ständig was denn genau mit meinem Rücken los ist, so schlimm könnte das ja nicht sein, jeder hätte mal Rückenschmerzen, in meinem Alter wäre das wohl halb so wild.

Als ich wegen einer Intercostalneuralgie vor Schmerzen weder ein noch aus wusste, wurde dies ebenfalls für übertrieben gehalten und belächelt.
Erschwerdend hinzu kommt, dass alle wissen, dass ich im Reitsport aktiv bin (ja, ich reite trotz Schmerzen) und da heißt es besonders von meinem Chef, dass ich meinen Rücken selbst kaputt gemacht habe und meine Probleme NUR vom Reiten kommen.

Langsam bin ich am verzweifeln

Re: Die Sache mit den Arbeitgeber und Kollegen

Verfasst: Di, 26.02.2013 - 11:32
von rejoy
Das mit dem Reiten ist ja wohl totaler blödsinn. Das würde ja bedeuten, dass jeder Reiter Rückenprobleme haben müsste. Und im Hinblick auf eine Kyphose finde ich persönlich sogar, dass Reiten einen positiven Effekt hat (wenn man es richtig macht und nicht übertreibt), denn die im Sattel aufgerichtete Haltung ist gar nicht mal so schlecht und Reite beansprucht die kleinen Rückenmuskeln, was ebenfalls gut ist.

Als ich noch regelmäßig geritten bin, (im Moment finanziell und körperlich nicht mehr möglich) ging es mir vom Rücken mehr deutlich besser. Es ist jetzt auch kein Allheilmittel aber das Argument deines Chefs ist ziemlich doof :D.

Ansonsten weiss ich auch nicht was da am besten ist. Ich würde die Sache mit der Reha aber denke ich erst ansprechen, wenn du die Genehmigung hast, denn angenommen es wird nicht genehmigt (was wir ja nicht hoffen wollen) und du musst Widerspruch einlegen, dann zieht sich das ganze ja hin, was deiner Glaubwürdigkeit vielleicht auch nicht unbedingt helfen würde (auf der Arbeit).

LG Rejoy

Re: Die Sache mit den Arbeitgeber und Kollegen

Verfasst: Di, 26.02.2013 - 14:05
von Kaffeetrinker
Moin,

das Problem im allgemeinen ist das halt jeder dent , der keine Probs hat denkt, gugg mal der da hat Rückenprobleme und reitet, der simuliert nur.
Ich gebe zu wenn ich meine Probleme nicht hätte würde ich wahrscheinlich auch so reagieren.

Aber ich hatte keine Probleme mit meinen Kollegen, ich habe im Metallbau gearbeitet, hatte meine eigene Abteilung mit Leichtmetallkonstruktionen, von daher ging das und wenn wirklich was schweres war, haben das die >Kollegen gemacht.
Ich hatte Verständnis vom Chef und Kollegen, aber ich kann mir deine Situation schon vorstellen dass sie bescheiden ist, aber ich kann auch die andere Seite verstehen, wenn da keinen Packen tragen kannst aber das reiten komischerweise geht, wie gesagt wenn ich ned besser wüsste würde ich auch (unbewußterweise) stänkern.......das wirst du jetzt auch nimmer ändern können.


Meinerseits arbeitete ja 15 Jahren mit den teilweise recht starken Schmerzen ab 9 Uhr morgens, abends war nur Couching angesagt weil nix mehr ging.

Ich muss sagen dass ich das bereue so jahrelang gemacht zu haben....
Deinem Chef würde ich es klippundklar sagen dass du in die Reha fährst, ich hatte solche Gedanken wie du , aber im Nachhinein muss man sich doch sagen, warum solche Gedanken um ANDERE machen wenns um MEINE Gesundheit geht, ich habe die Schmerzen und nicht die ANDEREN.
Also denke an DICH und wenn es bedeutet den Job aufgeben zu müssen, wenns sein muss.

Ich muss sagen ich hänge zwar meinen Job und Kollegen hinterher, aber mir gehts zur Zeit , wen auch ohne Behandlung, sehr viel besser und ich erfreue mich daran , auch wenn ich momentan keinen Job habe, gut wir haben privat ein paar Geschäfte geerbt die wieder eröffnet werden von daher mache ich mir keine Sorgen meine Frau ist vom Fach.



Also sgas deinem Chef was Sache ist, was er dann denkt kannst du eh nicht ändern, Hauptsache er weiss Bescheid, dann sollztest du dir Gedanken machen auch eventuell den Beruf oder zumindest die Stelle zu ändern, weil das wird sooo nicht besser und ich glaube nicht dass du glücklich damit bist und wirst wenn das so ewig weitergeht.

Re: Die Sache mit den Arbeitgeber und Kollegen

Verfasst: Di, 26.02.2013 - 14:36
von Cindyrella
Also ich bin mit meinem Beruf schon zufrieden und habe nicht vor so schnell zu gehen.

Was ich in meiner Freizeit mache (reiten), geht ja prinzipiell niemanden etwas an und ich habe mich noch niiiieee wegen einem Reitunfall krankgemeldet. Ich könnte ja verstehen wenn ich mich regelmäßig mit den Worten "Ich war am wochenende auf Turnier, jetzt hab ich Schmerzen" oder " ich bin zu viel geritten und kann vor Schmerzen nicht sitzen" krankmelden würde aber das war bisher nch nie der Fall und wird es auch nie sein.

Ich fühl mich mit meinem Rücken halt chronisch krank, dass können aber wahrschienlich wirklich nur diejenigen verstehen die selbt solche Schmerzen haben oder hatten.

Zu der Reha sag ich wohl erst was wenn sie genehmigt ist. Vorher machich damit ja nur alle verrückt und ich habe keine Lust, dass mein Chef sich die krankentage ausrechnet

Re: Die Sache mit den Arbeitgeber und Kollegen

Verfasst: Di, 26.02.2013 - 14:52
von Kaffeetrinker
Stimmt was du privat machst geht keinen was an. Nur sie wissens halt und darauf wird rumgeritten.Ein Mensch wo keine Schmerzen am Rücken hat versteht sowas nie, deswegen wirst du damit immer konfrontiert, und was dein Chef angeht, das kann die ehrlich gesagt hintenrum vorbeigehn, es geht um deine Gesundheit, er steckt ja ned in deinem Körper drin.
Chefs denken ja eher an das viele Geld was flöten geht :rolleyes:
Ich würds ihm auch nur sagen wenns genehmigt wird.

Und mal angenommen es wird nicht besser was machst du dann?Willst du das ewig so durchziehen?
Ich habs bereut......

Re: Die Sache mit den Arbeitgeber und Kollegen

Verfasst: Di, 26.02.2013 - 15:03
von Cindyrella
Naja, bevor ich arbeitslos zu Hause sitze.... Extreme Schmerzen habe ich auch nicht immer, hatte halt in den letzten 9 Wochen 2x mit einer Intercostalneuralgie zu kämpfen und das war echt heftig aber prinzipiell denke ich, dass mein Befund nichts ist womit ich nicht arbeiten gehn kann