(Zustand nach) Morbus Scheuermann? (langer Text)
Verfasst: Do, 30.08.2012 - 22:56
Hallo zusammen,
ich hätte mal einige Fragen zu diversen Befunden (MRT, Liquor,...).
Ich leide seit ca. 12 Jahren und ständigen bzw. dauerhaften Rückenschmerzen (hauptsächlich LWS), mit teilweise absoluter Bewegungseinschränkung (Blockaden?).
Mittlerweile habe ich mich an die Schmerzen "gewöhnt", mir fällt nur noch auf, ob sie einigermaßen erträglich sind, oder eben nicht. Wenn´s sehr schlimm ist, nehme ich Medikamente mit Wirkstoffen wie Ibuprofen, Flupirtin (Kathadolon S Long), Diclofenac . Ich hatte zeitweise auch Tilidin, aber ich habe bisher leider NIE wirklich deutliche Besserung verspürt, allenfalls minimale Linderung.
Seit Jahren laufe ich von Arzt zu Arzt... meist wurden Blockaden, Lumbalgien usw. "diagnostiziert" und wirklich wurde ich lange nicht durchgecheckt, eher immer nur Symptom-behandelt (was nicht mal erfolgreich war).
Vor kurzem hat mich mein "neuer" Hausarzt zum MRT LWS überwiesen, nachdem auch seine Neuraltherapie und die Physio keinen Erfolg mit sich brachte.
Ich habe den Befund bekommen (für den Rheumatologen) und konnte noch nicht wieder mit meinem Hausarzt sprechen, da dieser Sommerurlaub hat.
Ich habe die Befunde dem Rheumatologen gegeben, aber er meinte daß außer ein paar Abnutzungserscheinungen, nichts relevantes wäre.
Ich habe allerdings auch mal nach ein paar Begriffen gegoogelt und bin somit auf M. Scheuermann (Schmorlsche Knötchen/ Impressionen) gestoßen und meine Frage ist nun:
Könnte es sich in meinem Fall um den Zustand nach Scheuermann handeln?
Mir ist sehr wohl bewußt, daß hier keine Diagnosen erfolgen können, aber vllt. kann mir ja jemand mitteilen, ob es in diese Richtung gehen könnte? Vllt. kann mir auch jemand sagen, ob irgendwas aus dem Befund für die schrecklichen Schmerzen verantwortlich ist und wie ich vllt. selber dagegen vorgehen kann? Ich könnte manchmal wirklich verzweifeln
...
MRT der LWS:
Streckstellung der LWS.
Flache Schmorl´sche Impressionen an der unteren Deckplatte von L4 und an der oberen Deckplatte von L5. Kein path. Knochenmarksignal.
Höhenverminderung und Signalalteration der präsacralen Bandscheibe.
Geringe Signalalteration der Bandscheibe L4/L5.
Einriss im Anulus Fibrosus in Höhe L4/L5 bei konzentrischer Diskusprotrusion, linksdorsolateral betont.
In Höhe L5/S1 rechts mediolaterale Diskusprotrusion bei ebenfalls erkennbarem Riss im Anulus Fibrosus.
Nur geringe Einengung des Spinalkanals von lateral bei Hypertrophie der Ligamenta Flava.
Zudem habe ich seit Jahren immer wieder auftretende Missempfindungen (phasenweise, schubweise).
Es wurde mal eine Liquor-Untersuchung + AEP gemacht, weil Verdacht auf Multiple Sklerose bestand (damals gab noch weitere Begleiterscheinungen zu den Missempfindungen). MS und Borreliose wurden nach der Liquor-Untersuchung ausgeschlossen, dennoch gab es -für mich- einen fragwürdigen, ungeklärten Befund. Könnte dieser vllt. auch auf Wirbelsäulenerkrankungen/-entzündungen hinweisen? Der Rheumataloge ist diesbezüglich nicht weiter drauf eingegangen.
1. AEP:
Plumpe Potentialdarstellung und beidseitig multilokuläre Latzens- und Interpeaklatenzverzögerungen.
Somit Hinweis auf multilokuläres demyelisinierendes Schädigungsmuster.
2. Lumbaler Liquor:
3/3 Leukozyten/ mm³
288 mg/l Gesamteiweiß
isolierte IgM-Synthese mit REIBER-Bereich IV
REIBER-Bereich I für IgA und IgG
Keine Schrankenfunkt.-störg.
-> Die Bedeutung der nachweisbaren intrathekaler IgM- Synthese ohne Schrankenfunktionsstörung bleibt ungeklärt, sowie der auffällige AEP-Befund.
(steht so auf dem Brief).
Der Rheumatologe hat zudem Röntgenbilder von der LWS gemacht (noch nicht mit mir ausgewertet) und Blut genommen. Ich musste ein paar Bewegungen machen und er meinte, es deutet nix auf rheumat. Erkrankungen. Die Bewegungen waren stichartig auch im LWS-Bereich, aber er meinte die Gelenke wären "frei" und schließt Rheuma aus.
So langsam weiß ich echt nicht mehr weiter
... ich könnte teilweise IRRE werden!
Am schlimmsten ist es für mich, wenn ich mich wirklich fast nicht mehr bewegen kann und mich dementsprechend auch nicht 100% um mein Kind kümmern kann (Kleinkind).
Könnt ihr mir was zu den Befunden sagen?
Habt ihr diesbezüglich einen guten Rat/ Tip (Facharzt/ irgendwas was helfen könnte) für mich???
Was könnte ich tun?
Ich würde mich sehr über Antworten, Ratschläge und Tips freuen.
In diesem Sinne... gute Nacht!
Viele Grüße
ich hätte mal einige Fragen zu diversen Befunden (MRT, Liquor,...).
Ich leide seit ca. 12 Jahren und ständigen bzw. dauerhaften Rückenschmerzen (hauptsächlich LWS), mit teilweise absoluter Bewegungseinschränkung (Blockaden?).
Mittlerweile habe ich mich an die Schmerzen "gewöhnt", mir fällt nur noch auf, ob sie einigermaßen erträglich sind, oder eben nicht. Wenn´s sehr schlimm ist, nehme ich Medikamente mit Wirkstoffen wie Ibuprofen, Flupirtin (Kathadolon S Long), Diclofenac . Ich hatte zeitweise auch Tilidin, aber ich habe bisher leider NIE wirklich deutliche Besserung verspürt, allenfalls minimale Linderung.
Seit Jahren laufe ich von Arzt zu Arzt... meist wurden Blockaden, Lumbalgien usw. "diagnostiziert" und wirklich wurde ich lange nicht durchgecheckt, eher immer nur Symptom-behandelt (was nicht mal erfolgreich war).
Vor kurzem hat mich mein "neuer" Hausarzt zum MRT LWS überwiesen, nachdem auch seine Neuraltherapie und die Physio keinen Erfolg mit sich brachte.
Ich habe den Befund bekommen (für den Rheumatologen) und konnte noch nicht wieder mit meinem Hausarzt sprechen, da dieser Sommerurlaub hat.
Ich habe die Befunde dem Rheumatologen gegeben, aber er meinte daß außer ein paar Abnutzungserscheinungen, nichts relevantes wäre.
Ich habe allerdings auch mal nach ein paar Begriffen gegoogelt und bin somit auf M. Scheuermann (Schmorlsche Knötchen/ Impressionen) gestoßen und meine Frage ist nun:
Könnte es sich in meinem Fall um den Zustand nach Scheuermann handeln?
Mir ist sehr wohl bewußt, daß hier keine Diagnosen erfolgen können, aber vllt. kann mir ja jemand mitteilen, ob es in diese Richtung gehen könnte? Vllt. kann mir auch jemand sagen, ob irgendwas aus dem Befund für die schrecklichen Schmerzen verantwortlich ist und wie ich vllt. selber dagegen vorgehen kann? Ich könnte manchmal wirklich verzweifeln
MRT der LWS:
Streckstellung der LWS.
Flache Schmorl´sche Impressionen an der unteren Deckplatte von L4 und an der oberen Deckplatte von L5. Kein path. Knochenmarksignal.
Höhenverminderung und Signalalteration der präsacralen Bandscheibe.
Geringe Signalalteration der Bandscheibe L4/L5.
Einriss im Anulus Fibrosus in Höhe L4/L5 bei konzentrischer Diskusprotrusion, linksdorsolateral betont.
In Höhe L5/S1 rechts mediolaterale Diskusprotrusion bei ebenfalls erkennbarem Riss im Anulus Fibrosus.
Nur geringe Einengung des Spinalkanals von lateral bei Hypertrophie der Ligamenta Flava.
Zudem habe ich seit Jahren immer wieder auftretende Missempfindungen (phasenweise, schubweise).
Es wurde mal eine Liquor-Untersuchung + AEP gemacht, weil Verdacht auf Multiple Sklerose bestand (damals gab noch weitere Begleiterscheinungen zu den Missempfindungen). MS und Borreliose wurden nach der Liquor-Untersuchung ausgeschlossen, dennoch gab es -für mich- einen fragwürdigen, ungeklärten Befund. Könnte dieser vllt. auch auf Wirbelsäulenerkrankungen/-entzündungen hinweisen? Der Rheumataloge ist diesbezüglich nicht weiter drauf eingegangen.
1. AEP:
Plumpe Potentialdarstellung und beidseitig multilokuläre Latzens- und Interpeaklatenzverzögerungen.
Somit Hinweis auf multilokuläres demyelisinierendes Schädigungsmuster.
2. Lumbaler Liquor:
3/3 Leukozyten/ mm³
288 mg/l Gesamteiweiß
isolierte IgM-Synthese mit REIBER-Bereich IV
REIBER-Bereich I für IgA und IgG
Keine Schrankenfunkt.-störg.
-> Die Bedeutung der nachweisbaren intrathekaler IgM- Synthese ohne Schrankenfunktionsstörung bleibt ungeklärt, sowie der auffällige AEP-Befund.
(steht so auf dem Brief).
Der Rheumatologe hat zudem Röntgenbilder von der LWS gemacht (noch nicht mit mir ausgewertet) und Blut genommen. Ich musste ein paar Bewegungen machen und er meinte, es deutet nix auf rheumat. Erkrankungen. Die Bewegungen waren stichartig auch im LWS-Bereich, aber er meinte die Gelenke wären "frei" und schließt Rheuma aus.
So langsam weiß ich echt nicht mehr weiter
Am schlimmsten ist es für mich, wenn ich mich wirklich fast nicht mehr bewegen kann und mich dementsprechend auch nicht 100% um mein Kind kümmern kann (Kleinkind).
Könnt ihr mir was zu den Befunden sagen?
Habt ihr diesbezüglich einen guten Rat/ Tip (Facharzt/ irgendwas was helfen könnte) für mich???
Was könnte ich tun?
Ich würde mich sehr über Antworten, Ratschläge und Tips freuen.
In diesem Sinne... gute Nacht!
Viele Grüße