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Zu Dr. Hoffmann fahren oder nein???

Verfasst: So, 03.04.2011 - 22:10
von Pajero88
Hoffe mal das ich hier richtig bin.
Da ich ja noch nich genau weiß ob es meine Kyphose, Skoliose oder was weiß ich is, :confused: gehe ich erst mal hier hin, da ich denke das ich schon nen richtigen Buckel habe.

Hatte ja schon mal nen paar fragen gestellt. Jetzt nachdem ich eigentl das ganze We nur hier gelesen hab weiß ich langsam nicht mehr weiter. Wenn man hier so von schlechten Ärzten liest is es wie bei mir abgegangen und das macht mir angst :/ weil ich denk das man vlt eher was richtiges hätte machen können. Ich habe mitlerweile schon das Problem das ich mich übergeben muss von den Schmerztabletten (5x Ibu 600 am Tag) is ja auch nich wenig. Und das ich immer krümmer rumlaufe. Naja eigentl is das alles grad doof. Nun weiß ich das ich wenn ich zu Dr. Hoffmann fahre in guten Händen währ aber da kommt jetzt schon bammel auf. Weil dort bekomm ich dann ne richtige Diagnose die ich vlt garnicht hören will. Jetzt wird immer nur gesagt is nicht so schlimm. Machen sie sport und fressen sie die Tabletten und gehen sie mal zur manuellen therapie und gut. Nur da wird es ja nicht so sein. Ich versuche seit Jahren das mit dem Rücken hinzubekommen. Hab vor 4 Jahren mit dem reiten angefangen was sowas von toll is :) geh schwimmen und hab angenommen.
Ich bin grad wirklich am überlegen ob ich zu ihm fahre oder nicht. Hab solche angst vor der Diagnose und was auf mich zukommt.
Nur wenn ich es nicht mache könnte es auch der größte Fehler sein weil ich nicht denk das es hier so einen Arzt wie ihn nur ansatzweise gibt.
Ich musste das jetzt alles mal los werden. Kann sonst mit keinem über das Thema reden. Die verstehen mich alle nicht.

LG

Re: Zu Dr. Hoffmann fahren oder nein???

Verfasst: Mo, 04.04.2011 - 10:54
von Saphira
Hallo Pajero,

ich kann deine Sorgen gut verstehen. Einerseits möchte man endlich Klarheit haben und eine Möglichkeit zur Besserung erfahren und andererseits hat man Angst davor, dass es doch schlimmer ist als man denkt und möchte das dann am liebsten gar nicht wissen. Aber es ändert ja nichts an der eigntlichen Situation, vor allem, da du ja schon ziemlich starke Schmerzen zu haben scheinst. Ich weiß, es sagt sich so leicht, all seinen Mut zusammenzunehmen und zu einem Spezialisten zu gehen. Aber ich selbst empfinde Dr. Hoffmann als recht einfühlsam. Du kannst ihm ruhig sagen, dass du Angst davor hast, zu erfahren wie schlimm es wirklich ist. Er wird dich mit Sicherheit verstehen. Mir persönlich hat es in solchen Situationen oft geholfen, mit dem schlimmsten zu rechnen. So wäre es für mich nicht so schlimm bzw. überraschend, wenn es tatsächlich schlimm ist und andererseits wäre ich positiv überrascht, bzw. erleichtert, wenn es dann doch nicht so schlimm ist. Psychologen würden das zwar als keine gute Taktik werten, aber für mich war es bisher immer am besten so.

Also ich würde dir auf jeden Fall raten, zu einem Spezialisten zu gehen. Vor allem vor dem Hintergrund deiner massiven Beschwerden. Aber du musst es ja nicht überstürzen. Wenn du noch ein paar Tage Bedenkzeit brauchst, dann lass dir diese paar Tage ruhig noch Zeit. Es sollten halt nur nicht Monate sein.

Ich wünsche dir alles Gute, dass du den für dich richtigen Weg findest :daumendrueck: .

Grüßle,

Saphira

Re: Zu Dr. Hoffmann fahren oder nein???

Verfasst: Mo, 04.04.2011 - 11:55
von Klaus
Pajero88 hat geschrieben:Ich habe mitlerweile schon das Problem das ich mich übergeben muss von den Schmerztabletten (5x Ibu 600 am Tag) is ja auch nich wenig. Und das ich immer krümmer rumlaufe. Naja eigentl is das alles grad doof. Nun weiß ich das ich wenn ich zu Dr. Hoffmann fahre in guten Händen währ aber da kommt jetzt schon bammel auf. Weil dort bekomm ich dann ne richtige Diagnose die ich vlt garnicht hören will.
Abgesehen davon, dass Du bei Iboprufen in der Überdosierung bist und Du Dich bereits mit der "Normaldosis" (3x 600) bei längerer Einnahme in beträchtliche Gefahr begibst, solltest Du mal ganz nüchtern darüber nachdenken, was Dich vorwärts bringen würde.
Es ist ja nun wirklich nicht so, dass man hier die Fehlstellungen der Wirbelsäule mit einer Krebskrankheit vergleichen könnte, bei der man es lieber nicht wissen will und so positiv wie möglich weiterlebt, in der Hoffnung, das ein Wunder passiert.
Du kennst die Ursache und weißt, dass es Dir damit nicht gut geht und Du solltest bei intensivem Lesen hier im Forum auch wissen, dass man jede Menge dagegen tun kann. Dazu gehört nun mal die Diagnose, ohne die läuft nichts.

Es klingt sicherlich provokativ (soll es eigentlich auch sein :) ), aber offensichtlich reicht Dein persönlicher Leidensdruck noch nicht aus.

Gruss
Klaus

Re: Zu Dr. Hoffmann fahren oder nein???

Verfasst: Mo, 04.04.2011 - 18:56
von minimine
Hallo Pajero,

ich kann dich gut verstehen. Ich habe momentan auch eine Phase, in der ich am liebsten gar nicht wüsste, dass ich Skoliose habe. Leider ist das aber unmöglich. :/
Du du ja aber schon weißt, dass da eben irgendwas ist, entweder Skoliose oder Kyphose oder sogar beides, bist du ja auch schon über den Punkt hinaus, dass du es einfach vergessen kannst. Somit bliebe dir zur Auswahl mit der Unwissenheit zu leben und weiterhin Schmerzmittel zu schlucken, ohne zu wissen, weshalb du diese schluckst. Oder den genauen Grund feststellen und vielleicht sogar was ändern können.
Du kannst dir ja selbst am Besten die Frage beantworten, wie DU am Besten klarkommst.

Bezüglich Dr. Hoffmann kann ich mich Saphira nur anschließen. Er ist wirklich sehr einfühlsam. Du wirst dort wirklich in den besten Händen sein. Auch wenn es eine Fahrt durch halb Deutschland für dich bedeutet, ich glaube nicht, dass du es bereuen würdest. Klar gibt es immer mal wieder jemanden, der dennoch nicht zufrieden dort war, aber das gibts wohl überall und die überwiegende Mehrzahl der Berichte hier im Forum sind positiv.
Ich musste das jetzt alles mal los werden. Kann sonst mit keinem über das Thema reden. Die verstehen mich alle nicht.
Auch das kann ich sehr gut verstehen. Aber: Hier werden Sie geholfen. :D

LG
Minimine

Re: Zu Dr. Hoffmann fahren oder nein???

Verfasst: Mo, 04.04.2011 - 20:38
von Bobo
Hallo Pajero,

ich kann Deine Angst gut verstehen, allerdings würde auch ich Dir unbedingt empfeheln zu Dr. Hoffmann zu fahren um eine genaue Diagnose stellen zu lassen. Er ist ein wirklich einfühlsamer Arzt mit viel Verständnis. Was Du anschließend damit anfängst, kannst Du selber entscheiden. Bei Deiner hohen Anzahl an tgl. eingenommenen Schmerzmitteln kann es Dir nämlich in einigen Jahren evt. passieren, dass Du erst mal keinen Orthopäden sondern erst mal einen Chirurgen benötigst, der Dir dann Deinen kranken Magen entfernen muß.

Viele Grüße sendet Dir
Bobo.

Re: Zu Dr. Hoffmann fahren oder nein???

Verfasst: Mo, 04.04.2011 - 23:24
von Pajero88
Danke für eure lieben antworten :D
ich hab mir heut darüber viele gedanken gemacht und eure lieben Antworten haben zu meiner Entscheidung beigetragen.
Es hat wirklich keinen Sinn dem Problem aus dem Weg zu gehen, früher oder später wird es mich eh einholen. Und da kann es ja dann nur schlimmer sein. Und ich will irgendwann mal wieder reiten. War jetzt schon 3 Wochen nicht ;(
werd am Mittwoch mal nen Fax schicken. Und bis zum Termin muss ich mal ne Bank überfallen damit ich mein keines Spritfressendes Auto bis nach Stuttgart bekomme :)

Lg Markus

Re: Zu Dr. Hoffmann fahren oder nein???

Verfasst: Di, 05.04.2011 - 09:10
von Klaus
Bobo hat geschrieben:Bei Deiner hohen Anzahl an tgl. eingenommenen Schmerzmitteln kann es Dir nämlich in einigen Jahren evt. passieren, dass Du erst mal keinen Orthopäden sondern erst mal einen Chirurgen benötigst, der Dir dann Deinen kranken Magen entfernen muß.
Da kann noch was ganz anderes pasieren, nämlich Herz und Kreislauferkrankungen. Neueste Forschungen haben für Ibuprofen erhebliche Nebenwirkungen ergeben!
Pajero88 hat geschrieben:Und bis zum Termin muss ich mal ne Bank überfallen damit ich mein keines Spritfressendes Auto bis nach Stuttgart bekomme :)
Vielleicht eher mit der Bahn zum Sparpreis?

Gruss
Klaus

Re: Zu Dr. Hoffmann fahren oder nein???

Verfasst: Di, 05.04.2011 - 09:22
von mamaratlos
:hallo: Huhu Bobo


Schau mal hier http://hukd.mydealz.de/deals/bild-freun ... tigt/18719 Vieleicht wäre das was ;D ;)
Oder wie Klaus schon schrieb eine 25 Bahnkarte ergattern.Habe ich selbst auch da ich wegen meinen Kid´s ja öfter unterwegs bin zur Untersuchungen ;)


Viele liebe grüße aus den Ruhrpott


Mamaratlos

Re: Zu Dr. Hoffmann fahren oder nein???

Verfasst: Di, 05.04.2011 - 13:15
von Pajero88
@ Klaus: Soll Ibu wirklich so schlimm sein? Mir wurde gesagt das es nen Relativ sanftes Schmerzmittel sei (das meinte mein Arzt). Nehm das Zeug jetzt schon ne paar Jahre.
Das einzige was jetzt seit ner Weile is das ich mich danach übergeben muss (aber nicht immer).
Mit Zug habe ich auch schon überlegt. Nur das Problem is das es blöde Zeiten sind.
Und mit dem Flugzeug gehen die Preise aber man hat nur 5 Std in Stuttgart und das wird nicht reichen.

Mal sehn wann ich nen Termin habe. Dann kann ich ja noch schauen.

Lg

Re: Zu Dr. Hoffmann fahren oder nein???

Verfasst: Di, 05.04.2011 - 17:37
von Saphira
Hallo Pajero,

ja, Ibu ist auf Dauer nicht so gut für deinen Körper. Das kann bei längerer, hochdosierter Einnahme zu massiven Leber- und Nierenschäden führen und greift auch ziemlich den Magen an. Die Folgen scheinst du wohl schon zu spüren, indem du dich bereits davon übergeben musst. Ohne Magenschutz (Pantozol o.ä.) sollte man die Ibus schon gar nicht über einen längeren Zeitraum einnehmen (also nicht länger als nur 1-3 Tage und nicht so hochdosiert). Im Vergleich zu z.B. Diclofenac sind die Ibuprofen natürlich um einiges magenschonender. Aber bei längerfristiger, hochdosierter Einnahme ist kein Schmerzmittel wirklich gut für die restlichen Organe und es kann zu schwersten Organschädigungen mit z.B. Nierenversagen etc. kommen. Und dieses Risiko wäre es mir nicht wert. Da würde ich lieber eine vernünftige Diagnose haben wollen und eine andere Möglichkeit der Linderung finden.

Ein weiteres Problem bei den meisten Schmerzmitteln ist ein gewisser Gewöhnungseffekt, d.h. man braucht immer mehr und immer höhere Dosierungen, damit überhaupt noch eine Wirkung erreicht wird.

Ich will dir damit keine Angst machen, aber Schmerzmittel sind bei längerdauernder Anwendung eben nicht so ganz ohne :/ .

Grüßle,

Saphira

Re: Zu Dr. Hoffmann fahren oder nein???

Verfasst: Di, 05.04.2011 - 20:05
von fischotter
Hallo,


das mit "gewöhnung" nur Bestätigen. Es gilt aber nicht nur bei Schmerzmittel sondern alle Tabletten die irgendwie mit einem Eingriff in den Körper. Ich kenne das von Tabletten, die ich für meinen M.S. bekommen habe und auch jetzt mit meinem Fentanyl-Pflaster.

Ciao

Peter

Re: Zu Dr. Hoffmann fahren oder nein???

Verfasst: Mi, 06.04.2011 - 09:40
von Klaus
Pajero88 hat geschrieben:@ Klaus: Soll Ibu wirklich so schlimm sein? Mir wurde gesagt das es nen Relativ sanftes Schmerzmittel sei (das meinte mein Arzt). Nehm das Zeug jetzt schon ne paar Jahre.
Ich meine nicht die üblichen bekannten Nebenwirkungen von Iboprofen, sondern die kürzlich bekannt gewordenen Wirkungen bezüglich Herzinfarkt- und Schlaganfall-Risiko.

siehe z. Bsp. hier

http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhal ... de67a.html

Gruss
Klaus

Re: Zu Dr. Hoffmann fahren oder nein???

Verfasst: Mi, 06.04.2011 - 13:12
von Pajero88
Ich sollt wohl wirklich aufhören damit. Weil ich mir langsam auch sage das irgendwie es garni mehr besser wird wenn ich sie nehme.

Hab heut nen Paar mal versucht dort jemand zu erreichen, aber da ging keiner ran. Hab jetzt nen Fax geschickt. Mal sehn wann sich jemand meldet :D

Lg Markus

Re: Zu Dr. Hoffmann fahren oder nein???

Verfasst: Do, 07.04.2011 - 09:22
von fischotter
Hallo,

das mit den Unverträglichkeiten mit Medikamenten kann man nicht auf alle festlegen. Es gab mal Viox als schmerzmittel. Dies wurde vom Markt genommen aus diversen Gründen. Ich hab das Zeuge gerne und viel genommen. Ich hatte keine Probleme und war ziemlich Sauer, dass es sie nicht mehr gab. Das Gleiche wird von Ibuprofen behauptet, dass es einige Schädigt und das wird auf alle, die es nehmen, festgelegt. Es heisst doch in dem waschzettel "So und soviel Prozent können...." Ich lass mich nicht von solchen Sachen Bange machen.

Ciao

Peter