mcfit hat geschrieben:Ich habe alles versucht, ich bekomme es einfach nicht schärfer hin, ich weiß wirklich nicht, woran es liegt.
Dass Du in der BWS eine Hyperkyphose hast, kann man zwar sehen, nicht aber, ob es Veränderungen an den Wirbelkörpern gibt, da die nur zu erahnen sind.
Di LWS ist hingegen halbwegs erkennbar und die Hyperordose scheint auf den ersten Blick nicht sonderlich ausgeprägt zu sein.
Die Wirbelkörper der LWS zeigen keine Veränderungen, die auf M. Scheuermann hinweisen, auch die Zwischenwirbelräume sind OK.
mcfit hat geschrieben:
Becken- und Schulterschiefstand wurden von Dr. Hoffmann selbst auch festgestellt. Dr. Hoffmann meinte,dass die Skoliose, die auf den Bildern zu sehen ist, 4° ist.
Die Schiefstände können aber nicht so riesig sein, dazu ist der Schlüsselbeinverlauf zu gerade. Im jetzt eingestellten a.-p.-Bild sieht man den Beckenschiefstand ein wenig, aber gravierend kann auch der Befund nicht sein.
Bei 4° spricht man noch nicht von Skoliose, das sollte Dr. Hoffmann eigentlich am besten wissen.
mcfit hat geschrieben:
Nach der Atlasbehandlung konnte ich meinen Kopf viel weiter drehen, was ich davor nicht konnte, da eben etwas blockierte, welches mir mein Internist! nach einem Kompletteinrenken mir auch sagte, irgendwas stimmt da nicht.
Es ist gut möglich, dass bei der Atlasbehandlung kleine Blockaden gelöst werden können, dadurch die Beweglichkeit besser wird und Schmerzen verringert werden.
Allein diese passive Therapie beseitigt aber die Ursachen nicht, die meist in unzureichender oder fehlverteilter Muskulatur liegen, hier muss aktiv, z.B. mit Schroth etwas getan werden.
mcfit hat geschrieben:
Ich habe Herzprobleme, Schilddrüsenprobleme, Schwindel, Benommenheit, Wahrnehmungsstörungen, chron. Müdigkeit, Allergien, Ekzeme, etc. ausgelöst oder verstärkt durch meine Wirbelsäule, das habe ich und mein Internist&Kardiologe endgültig festgestellt.
Also, jetzt aber mal ganz langsam... Für all diese Probleme die Wirbelsäule verantwortlich zu machen, halte ich für unprofessionell. Nur eine psychosomatische Erkrankung kann all diese Symptome haben, ansonsten fällt mir keine andere Erkrankung ein, die diesen Facettenreichtum besitzt und schon gar nicht eine WS-Erkrankung.
Die WS kann zwar mit Schwindel, im schlimmsten Fall auch Benommenheit in Verbindung gebracht werden, (Herzprobleme nur in Extremfällen und davon bist Du glücklicherweise weit entfernt).
Die WS für Schilddrüse, Allergieen, etc. verantwortlich zu machen gehört aber eher ins Reich der Mythen, wie hat der Internist das begründet (die Story würde mich jetzt echt interessieren)?
mcfit hat geschrieben:
Die Wirbelsäule ist sooo wichtig für alle Organe usw. Schiefstellungen können Nerven reizen oder irritieren oder die Funktion von Organen negativ beeinflussen, oder irgendwelche Gefäße einengen. Es ist wirklich sehr komplex. Ich bin so froh, endlich aktiv dafür etwas zu tun.
Dass Du aktiv etwas dafür tun wirst, ist eine prima Idee.
Wie meinst Du das, dass die WS für alle Organe so wichtig ist, bitte erläutere das näher. Das einzige, was mir dazu einfällt ist, dass die Wirbelsäule einen Teil des ZNS umgibt und wenn es da zu Schäden kommt, Auswirkungen auf die Organe möglich sind, aber dazu, dass leichte Fehlstellungen entsprechende Auswirkungen haben sollen, habe ich noch keine halbwegs plausible Erklärung gehört.
mcfit hat geschrieben:
Meien Probleme begannen mit meiner Depression, wodurch ich immer weiter versunken war mit meiner WS. Vor einigen Monaten sah meine WS definitiv viel viel schlimmer aus als auf den Bildern, ich konnte meinen Kopf garnicht aufrecht halten, und hatte einen riesigen aufgeblähten Bauch mit einem Entenpo, also starker Hohlkreuz. Das hat mir Dr. Hoffmann geglaubt, weil er es wirklich versteht, ich war wirklich erstaunt, wobei er das mit den Organen, Seele/Psyche und WS auf seiner Homepage auch selbst beschreibt.
Psychische Erkrankungen wirken sich manchmal auf Haltung und Organfunktion aus und auch einige Psychopharmaka können z.B. Verdauungsbeschwerden verursachen (was aber gegenüber z.B. einer Depression bei weitem das kleinere Übel ist).
Was den Rücken angeht, ist das als prognostisch eher gut zu werten, weil man bei einer Fehlhaltung bessere Chancen auf Besserung hat, als bei strukturellen Schäden.
mcfit hat geschrieben:
Vielleicht sollte ich mit meiner Krankenkasse auch über die propriozeptiven Einlagen sprechen, die einen auch aufrichten. Dr. Hoffmann meinte dazu, dass wir das eventuell auch mal besprechen können, aber eigentlich solle Schroth KG reichen. Jedoch ist dies eine sehr gute Ergänzung und Stütze , auch für psychisch niedergeschlagene Zeiten. Meine Kasse will aber nur 80€ von 250€ bezahlen..
Ich kann die Skepsis der KK gut verstehen. Wenn Du aber denkst, dass es Dir hilft, dann sollte es Dir doch die Kosten wert sein?
mcfit hat geschrieben:
Aber ich geb nicht auf, denn ich weiß,dass die Ärzte und Kassen heutzutage kaum die Ursachen von irgendwelchen Krankheiten suchen, und da die WS eine extrem große zentrale Rolle bei allem spielt, lohnt sich da jede Investition meiner Meinung nach.
Es gibt auch ziemlich gute Gründe, warum die Ärzte und Kassen z.B. die Leistungen der von Dir verlinkten Anbieter für problematisch halten.
Die dort genannten Zusammenhänge werden meiner persönlichen Meinung nach v.a. aus finanziellen Gründen hergestellt, sind wissenschaftlich nicht haltbar.
mcfit hat geschrieben:
Wegen Morbus Scheuermann: ich will es wissen, da ich glaube, wenn ich kein MS habe, dass ich meine Haltung viel leichter und effektiver positiv verändern kann, bis hin zur Normalität, obwohl ich ausgewachsen bin. Habe ich Recht ?
Ich denke auch nicht, dass Du M. Scheuermann hast, Dr. Hoffmann hätte das mit Sicherheit diagnostiziert und die RöBis (auch wenn die Qualität eine abschließende Beurteilung nicht zulässt) zeigen keine Anzeichen.
Du gehst Recht in der Annahme, dass eine Verbesserung Deiner Haltung ohne diese Grunderkrankung oder anderweitige strukturelle Schäden einfacher und effektiver möglich ist.