Einesw muss klar sein: Einem Tauchkurs zum Gerätetauchen
MUSS eine Sport- und Lungenfachärztliche Untersuchung vorausgehen!
Alles andere wäre GROB FAHRLÄSSIG!
Jemand der wege einer 80- 100° Skoliose nur noch 40% Lungenvolumen und ein eingeengtes Herz hat, wird den für das Gerätetauchen erforderlichen Schein gar nicht erst bekommen.
Das gleiche gilt für Atemschutzträger bei freiwilligen Feuerwehren. Heutztage ist bei Bränden "Schwerer Atemschutz" (mit 16-18 kg schweren 250 bar-Pressluftflaschen auf dem Rücken) ein unbedingtes MUSS. Die Rauchgase sind soooo giftig, daß Feuerwehreinsätze in brennenden Häusern ohne Pressluftatemgeräte gar nicht mehr möglich sind.
Ich bin bei meinen Feuerwehrschulungen immer wieder erstaunt, wieviele Damen da als aktive Feuwehrfrauen mitmachen. Klasse! Sogar eine (stellvertr.) Kommandantin und eine Löschgruppenführerin habe ich schon kennengelernt. Leider sind in vielen Dörfern tagsüber oft ganze Ortschaften "entmannt". Fast alle männlichen Mitglieder freiwilliger Feuerwehren sind irgendwo z.T. weit weg zur Arbeit. Die Feuerwehr-Versorgung im Notfall ist dann so lückenhaft, daß diese ehemaligen reinen Männervereine in denen bisher Frauen höchstens die Abzeichen auf Uniformen nähen durften, plötzlich Damen und Mädchen aktiv bewerben.
Frauen sind Katastrophen...! (= ...
.gewachsen!)
Frauen gehören an den Herd...! (=....an den
Brandherd!)
Aber mit Atemmaske, Helm und 20 kg Stahlflaschen auf dem Buckel in voller Montur im extremen Stress Schläuche rennend schleppen und ausrollen usw... ist dermaßen anstregend, daß ich das Skoliosen über 50 -60° die nicht gut trainiert sind keinesfalls zutrauen oder zumuten würde.
Andererseits gibt es bei der Feuerwehr auch genug Jobs, wo man nicht ständig in brennende Kinderzimmer einsteigen muss.
Aber auch in einigen Berufen wie z.B. Gärtner/Gärtnerin muss man Atemschutz-/gasmaskentauglich sein. Z.B. für die Ausbringung von Pflanzenschutzmittel. Gasmasken sind fast noch schlimmer als Pressluftatemgeräte, da man darin gegen einen Filterwiderstand atmen muss und das Atmen wesentlich anstrengender wird als mit Pressluft-Atemgerät.
Ich bin aber fest überzeugt, daß sich eine gut trainierte, Schroth-erfahrene Skoliose da wesentlich leichter tut als ein normal-gesunder Mensch, der noch nie eine so konzentrierte "Tief- und Ruhig-Atemtechnik" gelernt hat, wie die Schroth-Atmung z.B. ist.
Gute "Schrothianer" hecheln und hyperventilieren nicht gleich und fallen daher auch nicht so leicht in Atemnot-Panik.
Ich habe damals als ich Bad Salzungen war bei der Lungenvolumensmessung auf eigenen Wunsch 2 Messungen machen dürfen.
Ohne Korsett hatte ich 115 % Lungenvolumen für einen Mann meiner Größe und Gewicht. Dann habe ich mich so brutal eng in mein damaliges Rahmouni geschnallt und mich nochmals messen lassen: 95% Lungenvolumen war das Ergebnis. Das waren aber "gefühlte" 60% Atemnot!
In diesem Film geht es zwar nicht um orthopädische Korsetts, aber um durch klassische Schnürkorsetts verursachte angebliche Atemnot und die legende von der wegen Atemnot in Ohnmacht fallenden Korsett-Trägerin: Alles Quatsch:
Sauerstoffsättigung im Blut trotz eng geschnürzem Taillenkorsett: 100%
http://de.youtube.com/watch?v=AWSNski8RCU
Ich habe schon ein paarmal mit Feuerwehr-Atemschutzgeräten im Gasbereich gearbeitet. Die schweren Flaschen auf dem Rücken haben mir (meinem Scheuermann) überhaupt nicht geschadet. Wenn das Stahlflaschen-Rückentrage-Gestell richtig geschnallt ist, dann ersetzt sie fast das Reklinationskorsett und verhindert Rückenschmerzen.
Die selbe Erfahrung habe ich auch bei Bergwanderungen mit guten ergonomischen Rucksackkraxen gemacht, auch wenn diese mit schwerer Ausrüstung bis 18 kg bepackt waren
Gruß Toni.