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Ballonkyphoplastie ! Neue Behandlungsart?

Verfasst: Sa, 19.07.2008 - 04:26
von ZC
Guten Tag,

Ich hab etwas recharschiert ( wenn man es so nennen kann ), und stieß auf Ballonkyphoplastie den Grafiken zufolge scheint es eine sehr gute Behandlungsart zu sein um einen Rücken zu begradigen wenn ich richtig gelesen habe, ich selber habe eine Hyperkyphose 60-70° nun wollte ich einfach mal eure Fachmännische Meihnung mal dazu hören hier ist die Webseite mit nem kleinen Trailer :

http://www.veotv.de/ballonkyphoplastie/

Edit:

Ich lese grad das dies nur bei Knochenbrüchen eingesetzt wird, aber eine begradigung doch auch immer ein guter nebeneffekt der Behandlung ist, ich werde da mal anrufen :)

Verfasst: Sa, 19.07.2008 - 16:09
von gauklerdavid
Frage: Wie kriegt man den Ballonkateter in einen nicht gebrochene, stabilen Wirbelköper?

Verfasst: Sa, 19.07.2008 - 16:50
von Toni
Dazu kommt noch ein ganz anderes Problem:
Wie soll das denn aufrichten und eine Kyphose korrigieren?
Selbst wenn man den Wirbelkörper vorher aushöhlt und auseinandersägt.
Die klassische Haltung eines Kyphotikers besteht doch nicht nur aus 2 oder 3 Keilwirbeln.
Da sind in der gesamten Wirbelsäule und in ihrem begleitenden Muskel-, Sehen- Bindegewebe-Apperat überdehnte und verkürzte Strukturen, da sind jahrelang falsch angelebte Haltungs- und Bewegungsmuster, Da sind überspannter Nacken, Falsche Kopfhaltung, hängende und vorgeneigte Schutern, eine schlaffe Bauchdecke, der falsche Beckenkippwinkel und verkürzte Beinrückseiten. Meistens schlechte Fußgewölbe bis rauf zu Kiefer.Kinn und Zahnstellungsproblemen. Das hängt ALLES zusammen! jeder der auch nur einen leichte Ahnung von Osteopathie hat, weis das!
Was passiert denn "ganzheitlich" wenn nur in einzelnen Wirbelkörpern invasiv herum ballonkathederisiert wird?
Damit kommt es doch nicht zu einer Weitung der Wirbelkörperzwischenräume an den ventralen Wirbelkörperkanten. Diese ist aber wichtig um die Schmerzen zu nehmen!
Ichhalte daher gar nichts davon.
Bei meinem Schwiegervater wurde das damals gemacht und es hat ihm nach einem osteoporose-bedingten Wirbelkörpereinbruch sofort die fast unerträglichen Schmerzen genommen.
Aber als Anti-Kyphose-Therapie kann ich davon gar nichts halten.
Sonst wären ja Prof. Halm, Dr. Liljenqvist, Dr. Niemeyer und Kollegen alle blöd, wenn sie Keilwirbel-Osteotomien, Bandscheibenresektionen, Release-OP´s, Spongiosa-Plastiken aus Rippenstückchen und Beckenkämmen und das Ganze dann mit sehr aufwändigen Titanstangensystemen intern fixieren und verschrauben. Und blöd sind die Herren WS-Chirurgen wirklich nicht! (kannst mir glauben!).
Gruß Toni