Janluna hat geschrieben:Also verstehe ich das richtig, daß die Kur praktisch ein "muß" ist wegen intensiver Übungen, welche bei der normalen KG so nicht möglich sind?
Die Übungen bei Schroth KG sind zielgerichteter!
Es ist nicht nur ein "normaler" Muskelaufbau, sondern auch eine individuelle Muskelkorrektur, die mit besonderer Atemtechnik und "verblüffenden Tricks" arbeitet. Das erkennt man erst, wenn man das macht.
Bei Kyphose sind die entsprechenden Übungen nicht ganz so kompliziert, wie bei Skoliose. Trotzdem braucht man eine REHA, bei der im täglichen intensivem Austausch mit den Therapeuten auch das richtige Körpergefühl erlernt wird. So was geht nicht von heute auf morgen.
Du meinst, ich muß das Korsett mein Leben lang tragen? Hatte eigentlich im Höchstfalle mit 2 Jahren gerechnet.
Ich bin der Meinung, dass man im Falle des Falles zwar die Motivation erhöhen sollte, aber die Wahrheit sollte man nicht verschweigen.
Es wäre nach meiner Meinung unverantwortlich, die Aussage von Dr. Hoffmann gegenüber @cera einfach auf andere zu übertragen.
Und es hat bislang eigentlich noch keinen Erwachsenen hier im Forum gegeben, der das geschafft hat.
Ich sehe aber bestimmt 10 Jahre jünger aus und fühle mich auch so, meinst du, das relativiert das Ganze?
Das erhöht wahrscheinlich die Motivation und gibt den notwendigen Schwung

, aber entscheidend ist die Rückenstruktur, also die muskuläre und die Wirbelkörper-Situation.
Wenn man nach 2 Jahren einen Zustand erreicht haben sollte, der genügend muskulär stablisiert, eine weitgehende Beschwerdefreiheit bedeutet, dann ist das sicherlich ein guter Erfolg. Ob man dabei "gerade" ist, ist eine ganz andere Sache.
Seid ihr wirklich alle so diszipliniert, daß ihr täglich eure Übungen macht? Trotz einem langen Arbeitstag?
Das ist möglicherweise auch bei Dauerhaftigkeit einer Korsett Korrektur der Punkt!
Irgendwann lässt die Motivation nach und die aktive Muskelpflege wird vernachlässigt..
Viele Korsett Träger wundern sich dann, dass sie Probleme haben, wenn sie das Korsett mal für einige Zeit ablegen müssen.
Und erreichte Korrekturen werden nicht genügend stabilisiert, man kommt möglichweise wieder in den Ausgangszustand zurück.
Deswegen ist die Bekämpfung des Schmerzes und die Aufhaltung der Progression das Hauptmotiv für ein korrigierendes Erwachsenen-Korsett.
Man kann es nach Bedarf tragen, wird es aber nicht mehr los.
Das entspricht dann auch eher der Realität, die für sich genommen auch ein Erfolg ist.
Ich könnte mir gut vorstellen, dass das Korsett auch ein gutes Hilfsmittel für die Schroth REHA ist, weil es in die Haltung hineindrückt, die man mit Schroth möglicherweise allein zunächst nicht so gut erreichen kann.
Und dann kann es durchaus sein, das man allein mit Schroth einen weitgehend beschwerdefreien Zustand stabilisieren kann, ohne ein Korsett tragen zu müssen.
Habt ihr wirklich euer zuhause dementsprechend umgerüstet?
Ich habe das gemacht, weil so eine REHA einen ganz starken Motivationschub gibt! Man sollte das nicht unterschätzen, was so 3-4 Wochen mit "Leidensgenossen" ausmacht!
Und auch Du wirst das durchstehen und Dich prima fühlen!
Ich war da 60 und sehe auch viel jünger aus und fühle mich so.
Da ich vorher auch schon Fitness Training gemacht habe und nach der REHA daran einige Änderungen vornehmen musste, ist jetzt das Training 3x in der Woche mit Schroth Kenntnissen so wie das tägliche Zähneputzen geworden.
Das ist meine persönliche Motivation, so lange, bis es gar nicht mehr geht
Zwischendurch bei stärker werdenden Bechwerden gibt es dann spezielle Schroth Übungen.
Gruss
Klaus