Bin neu hier (kyphose 65°)

Infos zu weiteren WS-Deformitäten, die mit Skoliose zusammen oder alleine auftreten
Janluna63

Bin neu hier (kyphose 65°)

Beitrag von Janluna63 »

Hallo zusammen,

ich bin 45 J. alt und war am 22.02. zum erstenmal bei Dr. Hoffmann. Er hat festgestellt, daß ich eine Kyphose von 65° habe und hat mir nun die drei "K"s empfohlen, die ihr ja bestimmt alle zur genüge kennt. Krankengymnastik nach Schroth, Bad Salzungen Schroth-Klinik und ein Korsett. Auf meine Frage hin, was denn am erfolgversprechendsten wäre, meinte er, alles zusammen. Spontan habe ich mich dann erstmal für das Korsett enschieden. Da ich von weiter herkomme, hat Dr. H. mich sofort zu Rhamouni geschickt, damit er mich schon eingipsen kann, was dieser aber dann nicht wollte, da das Korsett erst genehmigt werden müsse. Trotzdem war der Weg zu Rahmouni nicht ganz umsonst, denn man hat ja doch ein paar Fragen. Schließlich muß man den "Schock" erstmal verdauen, denn mit einem Korsett hätte ich nicht gerechnet.

Meine Frage an euch ist jetzt, ob eine Kur in Bad Salzungen wirklich was bringt. Wird dort in Gruppen gearbeitet oder wird auch individuell auf die einzelne Person eingegangen? Ich habe schon etwas im Forum gelesen, die Kur hört sich sehr anstrengend an :eek: Ich bin sehr unsportlich und weiß nicht, ob ich das Training von 8.00 - 16.00 Uhr durchstehen würde, wenn ich mich dafür entscheide.

Danke im voraus für eure Antworten

:)
Lady S
Profi
Profi
Beiträge: 1587
Registriert: Mo, 10.06.2002 - 00:00
Geschlecht: weiblich
Diagnose: idiopathische Adoleszenzskoliose
2013: lumbal 64°, thorakal 56°, inzwischen vermutlich deutlich mehr.
Therapie: Seit 2003 Schroth-KG, 3 Rehas in Bad Salzungen.
Wohnort: Nähe Stuttgart

Beitrag von Lady S »

Hallo Janluna,
Schroth-Gymnastik wird vorwiegend in der Gruppe gemacht (ich meine, es waren so 8-10 Teilnehmer, kann mich aber nicht genau erinnern), dabei wird aber auf den Einzelnen eingegangen.
Vor allem werden die Gruppen so zusammengestellt, dass gleiche "Probleme" in der gleichen Gruppe sind. Da es sich (ausser bei ein paar "Verirrten", die vom Kostenträger eher aus Versehen hierher geschickt wurden) ausschliesslich um Skoliosen und Kyphosen handelt, ist das Programm von vornherein schon sehr spezifisch.
Einzeltermine gibt's auch (Atemmassage, Hydrojet, Fango,...), das Ausdauer- und Kraftprogramm wird speziell für Dich zugeschnitten.
Keine Angst! Da waren Leute von 8 bis 70 und in unterschiedlichstem Fitnesszustand! Ich kann Dir die Reha in Salzungen nur empfehlen.
Grüsse, Lady S
Benutzeravatar
nadine22
aktives Mitglied
aktives Mitglied
Beiträge: 188
Registriert: Sa, 17.11.2007 - 21:58

Beitrag von nadine22 »

ch bin 45 J. alt und war am 22.02. zum erstenmal bei Dr. Hoffmann. Er hat festgestellt, daß ich eine Kyphose von 65° habe und hat mir nun die drei "K"s empfohlen, die ihr ja bestimmt alle zur genüge kennt.

ein liebes hallöchen von meiner seite :halloatall:
ja die drei ks sind mir bekannt.(habe übrigens auch eine kyphose von 70°,willkommen im club der kyphosianer ;) )

Spontan habe ich mich dann erstmal für das Korsett enschieden. Da ich von weiter herkomme, hat Dr. H. mich sofort zu Rhamouni geschickt, damit er mich schon eingipsen kann, was dieser aber dann nicht wollte, da das Korsett erst genehmigt werden müsse.

richtige entscheidung...
also auf die genehmigung wirst du wohl erstmal eine gewisse zeit warten müßen.
bei uns war das ähnlich wie bei dir. wir sind auch am gleichen tag zu rahmouni gefahren zum eingipsen, haben allerdings die kostenübernahmeerklärung unterschrieben und deswegen ging es gleich los.die krankenkasse (aok)hat dies übrigens genehmigt also war es kein fehler diese erklärung unterschrieben zu haben ;D


also wünsch ich dir alles gute und stöber ruhig mal im forum.hier findest du garantiert viele nette leute ;D
mit dem schmerz hab ich das gelernt,was ich ohne den schmerz nie hätte lernen können....
Benutzeravatar
Klaus
Moderator/in
Moderator/in
Beiträge: 15226
Registriert: Mi, 23.06.2004 - 18:36
Geschlecht: männlich
Wohnort: Hannover

Beitrag von Klaus »

Janluna63 hat geschrieben:Auf meine Frage hin, was denn am erfolgversprechendsten wäre, meinte er, alles zusammen. Spontan habe ich mich dann erstmal für das Korsett enschieden.
Diese Entscheidung ist zunächst mal richtig, wenn Du das dann auch wirklich durchziehst und Du Dir darüber im Klaren bist, dass in Deinem Alter das Korsett Dein ständiger Begleiter sein wird.

Und ganz, ganz wichtig ist die Tatsache, dass Du aktive Muskelpflege betreiben musst, damit Du das Korsett auch ohne Probleme einige Zeit ablegen kannst, aus welchem Grund auch immer.
Muskeln (Bänder und Sehnen), die durch die Korrektur des Korsetts nicht gleichzeitig durch Schroth stabilisiert werden, können Dir in einer Situation ohne Korsett erhebliche Probleme bereiten.

Die Empfehlung von Dr. Hoffmann ist völlig richtig und wenn Du Dich schon für das Korsett entschieden hast, dann hast schon mal eine gute Grundlage für die folgende Schroth REHA.

Gruss
Klaus
Janluna
aktives Mitglied
aktives Mitglied
Beiträge: 143
Registriert: Di, 26.02.2008 - 10:43
Wohnort: Dortmund

Beitrag von Janluna »

Vielen Dank für den netten Empfang :)

Also verstehe ich das richtig, daß die Kur praktisch ein "muß" ist wegen intensiver Übungen, welche bei der normalen KG so nicht möglich sind?

Mir war das bei Rhamounie zu gefährlich mit den Kosten. Er meinte, nur das eingipsen beliefe sich schon mind. auf 300 Euro.

Klaus, ob ich das mit dem Korsett durchziehen kann, wird sich zeigen. Angst habe ich schon ein wenig vor dem Panzer. Außerdem habe ich hier gelesen, daß viele damit stark abnehmen. Ich bin aber ziemlich schlank und könnte nichts weniger gebrauchen, als noch zusätzlich abzunehmen :nein:

Du meinst, ich muß das Korsett mein Leben lang tragen? Hatte eigentlich im Höchstfalle mit 2 Jahren gerechnet. Ich sehe aber bestimmt 10 Jahre jünger aus und fühle mich auch so, meinst du, das relativiert das Ganze? ;D

Eine Frage hätte ich noch. Wie sieht es mit der Schroth KG im täglichen Leben zuhause aus? Seid ihr wirklich alle so diszipliniert, daß ihr täglich eure Übungen macht? Trotz einem langen Arbeitstag? Außerdem hat doch nicht jeder Platz für einen großen Spiegel und eine Sprossenwand o. ä. Habt ihr wirklich euer zuhause dementsprechend umgerüstet?

Über eure Antworten bedanke ich mich schon jetzt.
Viele Grüße
Janluna
Benutzeravatar
Klaus
Moderator/in
Moderator/in
Beiträge: 15226
Registriert: Mi, 23.06.2004 - 18:36
Geschlecht: männlich
Wohnort: Hannover

Beitrag von Klaus »

Janluna hat geschrieben:Also verstehe ich das richtig, daß die Kur praktisch ein "muß" ist wegen intensiver Übungen, welche bei der normalen KG so nicht möglich sind?
Die Übungen bei Schroth KG sind zielgerichteter!
Es ist nicht nur ein "normaler" Muskelaufbau, sondern auch eine individuelle Muskelkorrektur, die mit besonderer Atemtechnik und "verblüffenden Tricks" arbeitet. Das erkennt man erst, wenn man das macht.
Bei Kyphose sind die entsprechenden Übungen nicht ganz so kompliziert, wie bei Skoliose. Trotzdem braucht man eine REHA, bei der im täglichen intensivem Austausch mit den Therapeuten auch das richtige Körpergefühl erlernt wird. So was geht nicht von heute auf morgen.
Du meinst, ich muß das Korsett mein Leben lang tragen? Hatte eigentlich im Höchstfalle mit 2 Jahren gerechnet.
Ich bin der Meinung, dass man im Falle des Falles zwar die Motivation erhöhen sollte, aber die Wahrheit sollte man nicht verschweigen.
Es wäre nach meiner Meinung unverantwortlich, die Aussage von Dr. Hoffmann gegenüber @cera einfach auf andere zu übertragen.
Und es hat bislang eigentlich noch keinen Erwachsenen hier im Forum gegeben, der das geschafft hat.
Ich sehe aber bestimmt 10 Jahre jünger aus und fühle mich auch so, meinst du, das relativiert das Ganze?
Das erhöht wahrscheinlich die Motivation und gibt den notwendigen Schwung :D , aber entscheidend ist die Rückenstruktur, also die muskuläre und die Wirbelkörper-Situation.

Wenn man nach 2 Jahren einen Zustand erreicht haben sollte, der genügend muskulär stablisiert, eine weitgehende Beschwerdefreiheit bedeutet, dann ist das sicherlich ein guter Erfolg. Ob man dabei "gerade" ist, ist eine ganz andere Sache.
Seid ihr wirklich alle so diszipliniert, daß ihr täglich eure Übungen macht? Trotz einem langen Arbeitstag?
Das ist möglicherweise auch bei Dauerhaftigkeit einer Korsett Korrektur der Punkt!
Irgendwann lässt die Motivation nach und die aktive Muskelpflege wird vernachlässigt..
Viele Korsett Träger wundern sich dann, dass sie Probleme haben, wenn sie das Korsett mal für einige Zeit ablegen müssen.
Und erreichte Korrekturen werden nicht genügend stabilisiert, man kommt möglichweise wieder in den Ausgangszustand zurück.

Deswegen ist die Bekämpfung des Schmerzes und die Aufhaltung der Progression das Hauptmotiv für ein korrigierendes Erwachsenen-Korsett.
Man kann es nach Bedarf tragen, wird es aber nicht mehr los.
Das entspricht dann auch eher der Realität, die für sich genommen auch ein Erfolg ist.

Ich könnte mir gut vorstellen, dass das Korsett auch ein gutes Hilfsmittel für die Schroth REHA ist, weil es in die Haltung hineindrückt, die man mit Schroth möglicherweise allein zunächst nicht so gut erreichen kann.
Und dann kann es durchaus sein, das man allein mit Schroth einen weitgehend beschwerdefreien Zustand stabilisieren kann, ohne ein Korsett tragen zu müssen.
Habt ihr wirklich euer zuhause dementsprechend umgerüstet?

Ich habe das gemacht, weil so eine REHA einen ganz starken Motivationschub gibt! Man sollte das nicht unterschätzen, was so 3-4 Wochen mit "Leidensgenossen" ausmacht!
Und auch Du wirst das durchstehen und Dich prima fühlen!
Ich war da 60 und sehe auch viel jünger aus und fühle mich so. :D

Da ich vorher auch schon Fitness Training gemacht habe und nach der REHA daran einige Änderungen vornehmen musste, ist jetzt das Training 3x in der Woche mit Schroth Kenntnissen so wie das tägliche Zähneputzen geworden. :)
Das ist meine persönliche Motivation, so lange, bis es gar nicht mehr geht :)
Zwischendurch bei stärker werdenden Bechwerden gibt es dann spezielle Schroth Übungen.

Gruss
Klaus
Janluna
aktives Mitglied
aktives Mitglied
Beiträge: 143
Registriert: Di, 26.02.2008 - 10:43
Wohnort: Dortmund

Beitrag von Janluna »

Klaus, danke für deine umfangreiche Antwort.

Respekt für dein Durchhaltevermögen :ja:

Normalerweise bin ich auch ein disziplinierter Mensch, aber ich habe schon mal ein Jahr jeden zweiten Tag Übungen durchgezogen und es hat nichts gebracht. Da ist die Motivation irgendwann echt im Keller. Erschwerend kommt hinzu, daß ich mehrere Baustellen habe, u.a. eine neurolog. Bewegungsstörung, die mir eine gerade Haltung nochmal zusätzlich erschwert.

Andererseits habe ich durch den Rundrücken keine wirklichen Schmerzen. Na ja, ich werde erstmal sehen, wie ich das Korsett ertrage. Wenn ich dadurch mehr Schmerzen habe, als ohne, ist das auch keine wirkliche Motivation. Da lockt dann nur noch der Wunsch nach einem Leben ohne Buckel ;)
Viele Grüße
Janluna
Benutzeravatar
Klaus
Moderator/in
Moderator/in
Beiträge: 15226
Registriert: Mi, 23.06.2004 - 18:36
Geschlecht: männlich
Wohnort: Hannover

Beitrag von Klaus »

Janluna hat geschrieben:Wenn ich dadurch mehr Schmerzen habe, als ohne, ist das auch keine wirkliche Motivation.
Das ist eben die persönliche Einschätzung der Lebensqualität!

Du wirst sicherlich die typischen Angfangsschmerzen durch ein Korsett haben und es stellt sich die Frage, ob Du nicht allein mit Schroth die Progredienz aufhalten kannst, die 65 Grad Kyphose schon haben kann. Insbesondere durch falsche Haltung und Bewegungen verstärkend in die Kyphose hinein.
Ich denke mal, wenn die 65 Grad keine Beschwerden auslösen, dann kannst Du durch aktive Muskelpflege diesen Zustand sicherlich noch lange Zeit erhalten.

Was die Optik betrifft, so kann auch Schroth in gewissen Grenzen verbessern. Das hängt auch davon ab, ob die optische Struktur winkelmässig noch schlechter ist, als die gemessene Wirbelkörper Fehlstellung von 65 Grad.
Bei einer Schroth REHA wird man das am Anfang per routinemässiger 3D Messung feststellen können.

Grundsätzlich sollte man immer daran denken, dass eine begonnende Korrektur immer einen mehr oder weniger starken starken Eingriff in die Struktur bedeutet, der unbedingt stabilisiert werden muss.

Ich würde Dir wirklich dringend zu einer Schroth REHA raten, damit machst Du nichts falsch.

Gruss
Klaus
Benutzeravatar
benipat
treues Mitglied
treues Mitglied
Beiträge: 312
Registriert: So, 17.02.2008 - 15:13
Wohnort: Ba-Wü

Beitrag von benipat »

Hallole,

habe die Antworten hier sehr aufmerksam durchgelesen und konnte schon viel für mich ableiten. Ich war heute auch bei Dr. Hoffmann und ganz überrascht bei der Diagnose. Mir wurde eigentlich immer gesagt, dass ich eine Skoliose habe und die Schmerzen daher kommen und ich mich damit abfinden muss. Deshalb mein Gang zu Dr. Hoffmann und da kam heraus, dass ich überhaupt keine Skoliose habe sondern eine Kyphose 63 ° und er sich nicht wundert, wo meine Schmerzen her kommen.

Ich habe jetzt 6 x KG nach Schroth verordnet bekommen und auch das Korsett angedacht ( er möchte das mit mir nach den 6 x KG besprechen), von der REHA hat er bei mir aber nichts gesagt. Wobei mir das wahrscheinlich gar nicht unrecht wäre, weil ich im Alltag berufstätig mit 2 Kindern kaum die Zeit freischaufeln kann um überhaupt die KG Termine wahr nehmen zu können.

Muss ich das selber beim nächsten Termin ansprechen ?

Grüßle

Benipat
Janluna
aktives Mitglied
aktives Mitglied
Beiträge: 143
Registriert: Di, 26.02.2008 - 10:43
Wohnort: Dortmund

Beitrag von Janluna »

Hallo Benipat,

war bei mir ähnlich. Mir haben auch immer alle gesagt, daß ich eine Skoliose habe und raus kam die Kyphose.

Ja, ja, wer kann die Ärzte schon verstehen? Mal so, mal so :D
Man müßte auch mal die richtige Reihenfolge erfahren. Sollte man erst mit dem Korsett anfangen, dann die KG und dann die Reha (Klaus hatte es schon angesprochen, erst Korsett und dann Reha ist wohl besser)? Vielleicht bekommen wir ja noch ein paar Antworten bezüglich der Reihenfolge. Ich würde an deiner Stelle einfach das nächstemal bei Dr. H. nachfragen bezüglich der Kur. Ist ja kein Verbrechen :P

Wie läuft das überhaupt mit der KG? Ich bekomme nämlich schon neurologische außerhalb der Regelverordnung. Fängt man mit der othopädischen wieder neu an? Muß ich dann mit der neurologischen aufhören, obwohl ich die auch benötige?

Mal sehen, was sich hier noch so tut ;)
Viele Grüße
Janluna
Benutzeravatar
benipat
treues Mitglied
treues Mitglied
Beiträge: 312
Registriert: So, 17.02.2008 - 15:13
Wohnort: Ba-Wü

Beitrag von benipat »

Damit kenne ich mich nicht so aus, aber ich weiß von meinen letzten Behandlungen, wenn eine andere Diagnose drauf steht ist das ja Neuverordnung und müsste somit ganz normal gehen. Ob du mit dem anderen aufhören musst - musst du vielleicht doch noch mal bei Dr. H nachfragen. Zu mir hat er beispielsweise gesagt, ich soll 6 Wochen gar keinen Sport machen, was mir, ehrlich gesagt, sehr schwer fällt. Es ist für mich der Ausgleich zu meinem Alltag und ich mache ja keinen Leistungssport. Aber er meint, dass sei heutzutage alles viel zu modern und belastend. Nun ja, jetzt warte ich mal die KG nach Schroth ab, gibt dann vielleicht auch neue Impulse.

Grüßle

Benipat
Benutzeravatar
Klaus
Moderator/in
Moderator/in
Beiträge: 15226
Registriert: Mi, 23.06.2004 - 18:36
Geschlecht: männlich
Wohnort: Hannover

Beitrag von Klaus »

benipat hat geschrieben:Muss ich das selber beim nächsten Termin ansprechen ?
Mich wundert es schon, dass er bei 63 Grad Kyphose nicht selbst eine REHA vorgeschlagen hat.
6x KG nach Schroth ist erst mal überhaupt nichts, aber es kann möglichweise Aufschluss über Veränderungsmöglichkeiten geben.
Dazu kommt, dass eine REHA meist nur nach entsprechender erfolgloser Ausschöpfung von anderen Maßnahmen genehmigt wird.
Es ist also zu klären, was alles schon vorher gelaufen ist.
benipat hat geschrieben:weil ich im Alltag berufstätig mit 2 Kindern kaum die Zeit freischaufeln kann um überhaupt die KG Termine wahr nehmen zu können.
Die Zeit für das tägliche Schroth zuhause nach der REHA solltest Du schon einplanen können.
jaluna hat geschrieben:Hallo Benipat,

war bei mir ähnlich. Mir haben auch immer alle gesagt, daß ich eine Skoliose habe und raus kam die Kyphose.
Das ist leider sehr oft so, wobei oft nur eine relativ geringe Skoliose (als Begleitung der Kyphose) in der Diagnose vorkommt und diese dann als nicht behandlungsbedürftig eingestuft wird.

Viele sind erst durch das Forum auf diese Situation aufmerksam geworden. Selbst in diesem Forum hat diese Rubrik erst im letzten Jahr deutlich an Umfang zugenommen.
Wer kommt schon auf die Idee, dass in einem Skoliose Forum auch von Kyphose die Rede ist. :)
Jaluna hat geschrieben:Man müßte auch mal die richtige Reihenfolge erfahren.
Wenn man das Korsett für sich selbst akzeptiert hat, dann natürlich:
erst Korsett und dann REHA, weil das Korsett zumindest ein gutes Hilfsmittel für die REHA ist, es wird aber ohne Korsett geschrothet!

Wenn man unsicher ist:
erst REHA und dann entscheiden, ob ein Korsett weiterbringt
jaluna hat geschrieben:Wie läuft das überhaupt mit der KG? Ich bekomme nämlich schon neurologische außerhalb der Regelverordnung. Fängt man mit der othopädischen wieder neu an? Muß ich dann mit der neurologischen aufhören, obwohl ich die auch benötige?
Wenn die Diagnosen unterschiedlich sind, dann läuft beides unabhängig voneinander.
Was steht denn in der neurologischen Verordnung?
benipat hat geschrieben:Zu mir hat er beispielsweise gesagt, ich soll 6 Wochen gar keinen Sport machen, was mir, ehrlich gesagt, sehr schwer fällt.
Ich könnte mir vorstellen, dass alle Parameter, die sich negativ auf die Kyphose auswirken können, erst mal ausgeschlossen werden sollen.
Man kann ja wirklich mit Sport viel dazu beitragen, die Kyphose zu verstärken!
benipat hat geschrieben:Aber er meint, dass sei heutzutage alles viel zu modern und belastend.
Das finde ich allerdings etwas seltsam. :)

Gruss
Klaus
Benutzeravatar
benipat
treues Mitglied
treues Mitglied
Beiträge: 312
Registriert: So, 17.02.2008 - 15:13
Wohnort: Ba-Wü

Beitrag von benipat »

Hallo Klaus,

finde deine Antworten immer sehr aufschlussreich - vielen Dank !

Ich bin mir wegen des Korsetts unsicher, weil ich befürchte Probleme mit meiner Haut zu bekommen ( habe ich in einem anderen Thread schon beschrieben). Vom Schmerzpegel her wäre ich mit allem einverstanden, was mir langfristig hilft, da ich ja nun schon seit 1 1/2 Jahren Schmerzen habe und das den Alltag doch sehr belastet.

Habe am Montag nun meinen ersten Schroth - KG - Termin. Bin mal gespannt, weil ich noch so überhaupt keine Idee habe, wie ich dort was erreichen kann. Schroth im Alltag einbauen - da muss ich echt mal schauen. Bin halt berufstätig und habe 2 Kids und somit einen ohnehin schon sehr vollen Terminplan. Vielleicht kann ich das aber mit meiner normalen Sporttätigkeit kombinieren.

Dr. Hoffmann findet halt, dass die Kurse, die in Pilates usw angeboten werden, nicht fachgerecht durchgeführt werden und somit eher schaden würden als nützen. Ich mache normalerweise 2 - 3 x /Woche etwa 2 Stunden Sport. Meistens eine Kombination aus Fitness ( Jazztanz oder Laufband/Crosser) und eine Stunde Wirbelsäulengymnastik oder Bodybalance ( Less Mills Programm: Mischung aus TaiChi/Joga/Pilates) oder rein Pilates. Und das meint er kann nicht gut sein.
Ich trainiere in einem zertifizierten Studio mit entsprechenden Qualitätsanforderungen
( u.a. TÜV geprüft).

Was für Sportarten sollte man denn überhaupt tunlichst unterlassen bei Kyphose oder was wäre gut ? Nur ein bisschen Schulter rollen u.ä. ist mir auch zu wenig. Ein bisschen Kondition möchte ich schon machen, weil ich sonst figurtechnisch echt aus dem Ruder laufe.....

Habe auch ganz lange Nordic Walking gemacht - geht so was ?

Vielen Dank noch mal !

Grüßle

benipat
gauklerdavid
Vielschreiber
Vielschreiber
Beiträge: 513
Registriert: Di, 18.02.2003 - 09:40

Beitrag von gauklerdavid »

Hallo,

Ich würde aus meiner Erfahrung heraus ERST eine Kur durchführen und dann den Effekt von einem halben bis Jahr Trainig abwarten. Bei unerträglichen Schmerzen (zumindest im LWS Bereich) könnte man es auch mit einer Kubin Orthese versuchen.

Ein stark korrigierendes Rahmoni Korsett würde ich zuersteinmal entschieden ablehnen, egal was Dr Hoffmann sagt. (Ausnahme eventuell eine massive Progredienz wie bei Silas)

Einfach aus dem Grund heraus, dass ein stark korrigierendes KOrsett gesundheitsschädliche Nebenwirkungen haben KANN, die man erst dann bemerkt wenn man sie schon hat und auf deren Entwicklung und Verlauf man unter umständen wenig Einfluss hat, sowie man die Tragezeit nicht immer unter KOntrolle haben kann. Konkret meine ich mit Nebenwirkungen eine verminderte (passive) Stabilität der Wirbelsäule (die in mehr oder weniger starkem Mase zwangsläufig eintreten wird) und welche , gerade wenn man das Korsett unregelmösig trägt oder weg läst, starke Schmerzen erzeugen und eventuell zu Progression und anderen Effekten führen kann.
Dauerschroth kann so zu einem Zwang werden und eventuell wird man vom Korsett abhägig. Ob ein weniger korrigerendes Korsett diese Nebenwirkungen nicht hat währe zu untersuchen.

VOrbilder von Schwierigkeiten die mit Rahmouni Korsetten auftreten KÖNNEN:

Nadine22: Schmerzen und massive Gewichtsabnahme im Korsett. Kyphose verschlechtert?

Phil: Erst deutliche Verbesserung (Krümmung und Schmerzen) im Korsett, nun aber starke Schmerzen ohne und Schmerzen mit

Bluecat: Zweites Korsett nicht tragbar, schmerzen und anhaltende Taubheitsgefühle, Wirbelsäule fühlt sich labiler an, relativ langer Regenerationsprozess

Gauklerdavid: Erst glücklich mit KOrsett. Aber Korsetttherapie recht frühzeitig unterbrochen da Korsett nicht mehr tragbar. Seit dem zwar aufrechter aber Schmerzsituation sehr instabil, teils stärker als zuvor, trotz viel Schroth und Sport. INstabilitätsgefühle. Neues KOrsett verursacht Schmerzen und ist daher nicht wirklich tragbar.

Elbac: Lange Zeit relativ zufrieden mit Korsett(?), immoment aber Knie/Hüftprobleme. Undeutlich wie das einzuschätzen ist und ob vom Korsett

Danpowder: Gelenkknacken in fast allen Gelenken, noch nicht klar wie das einzuschäzten ist

Jens Olaf: Korsett nicht tragbar

Goldfisch im Skoliose OP Forum: Hat den Eindruck das Korsett die Wirbelsäule durcheinander gebracht hat und hat mehr Schmerzen

Bericht Dr. Stefan: deutliche verschlechterung der Skoliose nach Absetzen des Korsettes wegen Krankheit, nach 2(!) Jahren zuvor die Krümmung gehalten zu haben

Bomenante: Bekam BWS und Rippenkorretur ins KOrsett obwohl die Wirbelsäule schon sehr steif war. Starke Schmezen und "spitze Rippen" im Korsett, aber nach absetzen Schmerzen wohl stark Rückläufig

Galadriel: KOrsett hilft erst gegen Schmerzen, zwischendurch aber Massiver "Hexenschuss" in der HWS, was ihr vorher nie passiert ist.Aktuelle Situation unbekannt

Anne (nicht schwarze Schnecke): Knieprobleme und eventuell Schultergelenksinstabilitäten im Korsett entwickelt sowie Knacken in den meisten Gelenken

Lurchi: Kyphose trotz Korsett progredient, eventuell stärker Progredient als ohne Korsett

Mohnblume: Zweites KOrsett wegen Schmerzen anscheinend nicht tragbar, erwägt OP

Das sind einseitig dargestellt die Negativen Dinge. Die aber so passiert sind und passieren können und auf die ich deswegen aufmerksam machen möchte.
Alle hatten ein Rahmouni KOrsett und haben , nehme ich an, sich soweit es ihnen Möglich war an Rahmounis und Dr Hoffmanns Anweisung gehalten.


Gruss
David
Zuletzt geändert von gauklerdavid am Mi, 05.03.2008 - 00:22, insgesamt 4-mal geändert.
Benutzeravatar
Kypho60
treues Mitglied
treues Mitglied
Beiträge: 313
Registriert: Sa, 19.10.2002 - 00:00
Wohnort: NRW

Beitrag von Kypho60 »

das war ja eine wirklich EINSEITIGE Darstellung von Negativ-Einschätzungen.
Gibt es sowas auch als positiv-Liste ?

Ich find es sehr gut, das du das mal hier gepostet hast.
Sicher haben Rahmouni-Korsetts schon vielen geholfen- einigen aber anscheinend (langfristig betrachtet) auch nicht.

Ich habe jetzt nicht so'n guten Überblick, aber wieviele von den Leuten mit negativ-Erfahrung posten hier noch regelmäßig?
Nur von wenigen weiß ich, dass sie hier bewust nicht mehr schreiben.
Ist ja auch manchmel recht schwer, gegen Stereotypen anzukämpfen.

Ich find's gut, dass du hier mal auch von negativen Erfahrungen berichtest - die können sicher auch gut zur Meinungsbildung beitragen.

#########

Und dann noch 'ne Frage

[equote="am ende des Beitrages von gauklerdavid steht"]Berichte von Dr Steffan[/equote]
Was ist damit gemeint ?

Grüße
Kypho 60
gauklerdavid
Vielschreiber
Vielschreiber
Beiträge: 513
Registriert: Di, 18.02.2003 - 09:40

Beitrag von gauklerdavid »

meintest du das:
DrSteffan hat geschrieben:Genau diese Erkenntnisse habe ich und verordne deshalb erwachsenen Skoliose- und Hyperkyphosepatienten kein Korsett zur Krümmungskorrektur sondern zur Schmerztherapie. Diese Korsett aber nur zum Stabilisieren und nicht zum Korrigieren. Ich habe feststellen müssen, dass bei Erwachsenen mit Korrekturkorsetten fast immer nachhaltige Schmerzen entstehen und die Skoliose/Kyphose letztlich deutlich schlechter wird wenn das Korsett weggelassen wird. Die ursprünglichen, im Rö-Bi. zu sehenden Verbesserungen konnten nur in sehr wenigen Fällen gehalten werden. Häufig kam es zu erheblichen Verschlechterungen des Ausgangswinkels bei kompletter Abschulung. Grund ist meiner Auffassung nach die, durch ständiges aufbiegen, verursachte Lockerung der Bandstrukturen der Wirbelsäule. Ausnahmen sind nur extreme Schrothianer. Die halten durch exzessives Training die Muskulatur so gut in Schuss, dass die lockeren Bänder nichts machen.
Für alle anderen sehe ich erhebliche gesundheitliche Nachteile.

Die Tragedauer lag bei über 3-4 Stunden am Stück und Schroth etwa 2-3 mal in der Woche. Bei 5-6 mal Schroth pro Woche konnte die Korrektur gehalten werden. Eine Patientin hielt das Ergebnis 2 Jahre lang wurde dann krank und konnte etwa ein halbes Jahr nicht mehr schrothen und kein Korsett mehr tragen-----"Erfolg": von einem ursprünglichen Ausgangswinkel von 42° hat sie jetzt 56°.
Aus: viewtopic.php?t=4870&postdays=0&postorder=asc&start=0
Hervorhebung von mir

Oh jetz verstehe ich. Was da noch am Ende vom Beitrag steht meintest du , das ist ein irrtum.Habs jetzt gelöscht

David
Benutzeravatar
Klaus
Moderator/in
Moderator/in
Beiträge: 15226
Registriert: Mi, 23.06.2004 - 18:36
Geschlecht: männlich
Wohnort: Hannover

Beitrag von Klaus »

Hallo gauklerdavid,

ich finde es großartig, dass Du dir die Mühe gemacht hast, eine Zusammenstellung zu machen, die im Gegensatz zu der, nach meiner Meinung zu leichtfertigen, Aussage von Dr. Hoffmann steht.

Die Motivation, ein Korsett zu tragen ist nun mal eine ganz persönliche Entscheidung, die sehr viel mit Lebensqualität zu tun hat.
Eine von kypho 60 angedeutete Positivliste wäre also immer unter dem Aspekt zu sehen, ob hier Schmerzen oder eine hohe Progredienz eine grosse Rolle spielen.
Wer wie jaluna ohne große Beschwerden ist, sollte sich anhand der Negativliste schon überlegen, ob die evtl. Verbesserung der Optik ein Korsett rechtfertigt und inwieweit das Durchziehen der aktiven Muskelpflege nicht einfacher ist, als das mögliche Ertragen der negativen Folgen.

Gruss
Klaus
Benutzeravatar
Klaus
Moderator/in
Moderator/in
Beiträge: 15226
Registriert: Mi, 23.06.2004 - 18:36
Geschlecht: männlich
Wohnort: Hannover

Beitrag von Klaus »

benipat hat geschrieben:Habe am Montag nun meinen ersten Schroth - KG - Termin. Bin mal gespannt, weil ich noch so überhaupt keine Idee habe, wie ich dort was erreichen kann.
Also bei Kyphose muss man damit rechnen, dass der Therapeut nicht so kompetent ist, wie bei Skoliose.
Das liegt darn, dass bislang die Kyphose Patienten in der Minderheit sind.
Das widerum ist auch eine Folge der mangelnden Erkennung durch die Orthopäden.
Vielleicht kann ich das aber mit meiner normalen Sporttätigkeit kombinieren
Nach einer REHA wirst Du auch beurteilen können, welche Sportarten und welche Bewegungen gut, bzw. zu vermeiden sind.
Dr. Hoffmann findet halt, dass die Kurse, die in Pilates usw angeboten werden, nicht fachgerecht durchgeführt werden und somit eher schaden würden als nützen. Ich mache normalerweise 2 - 3 x /Woche etwa 2 Stunden Sport. Meistens eine Kombination aus Fitness ( Jazztanz oder Laufband/Crosser) und eine Stunde Wirbelsäulengymnastik oder Bodybalance ( Less Mills Programm: Mischung aus TaiChi/Joga/Pilates) oder rein Pilates. Und das meint er kann nicht gut sein.
Ich trainiere in einem zertifizierten Studio mit entsprechenden Qualitätsanforderungen
( u.a. TÜV geprüft).
Also wenn Du schon soviel Sport machst, ist es doch ein Leichtes, Dich Kyphose gerecht umzustellen. Gerade im Fitness Studion gibt es viele Möglichkeiten an Geräten, wenn man auch weiß, welche Geräte besser nicht genutzt und vor allen dingen, welche Bewegungsabläufe eingehalten werden sollten.
In Bad Salzungen gibt es ein Gerätetraining, bei dem Du genau das lernst!

Vergiß diese Qualitätssiegel bei Skoliose/Kyphose!
Und auch evtl. Spezialprogramme bei Skoliose/Kyphose!

TaiChi/Joga/Pilates sind sicherlich als Begleitprogramm ganz gut, aber Dr. Hoffmann hat schon in der Hinsicht Recht, dass Du Prioritäten setzen solltest. Und das sind nun mal Bewegungen, die Dich aktiv korrigieren und stabilisieren. Damit hast Du genug zu tun. :)
Habe auch ganz lange Nordic Walking gemacht - geht so was ?
Wird auch in Bad Salzungen als Begleitprogramm gemacht, ein paar mal um den See herum. :)
Was für Sportarten sollte man denn überhaupt tunlichst unterlassen bei Kyphose oder was wäre gut ?
Grundsätzlich ist alles gut, was Dich nach oben streckt.
Alles vermeiden, was in die Kyphose hineingeht:

Man braucht dazu das richtige individuelle Körpergefühl und das lernt man nur in einer REHA.

Gruss
Klaus
youngmiss20010
Newbie
Newbie
Beiträge: 3
Registriert: Do, 10.01.2008 - 11:17
Wohnort: Oberösterreich

Beitrag von youngmiss20010 »

Sorry, dass ich mich da einfach so frech in eine bestehende Diskussion einmische, aber ich habe soeben den eingefügten Beitrag von GauklerDavid bzgl. Dr. Steffans Aussage über eine Verschlecherung der Ausgangslage aufgrund der lockeren Bänder gelesen.

Ich studieren jetzt Jus und nicht Medizin, aber ich kann mich zurückerinnern, dass sich ausgeleierte Bänder mittels Sklerosieren (Jodinjektion in die Bänder) zusammenziehen. Dies macht man beispielsweise, wenn sich jemand immer wieder die Schulter ausrenkt, da die Bänder zu lang sind.

Hat davon schon jemand gehört?
Ist möglicherweise absolutes Laiengequatsche (bitte entschuldigt das in diesem Fall) und bei den Bandstrukturen der Wirbelsäule unter Umständen auch gar nicht möglich, aber vielleicht kann jemand von Euch was dazu sagen...?!
gauklerdavid
Vielschreiber
Vielschreiber
Beiträge: 513
Registriert: Di, 18.02.2003 - 09:40

Beitrag von gauklerdavid »

Ich habe davon gehört und mich informiert. Es gibt da für mich viele Fragezeichen und ich denke eher nicht, dass mit dieser Methode eine hypermobile Wirbelsäule stabilisert werden kann. Ich schreibe da demnächst mal mehr drüber. Man nimmt in Deutschland wohl hautsächlich eine Glucoselösung und kein Jod. Die veröffentlicheten Daten zum Wirkprinzip und der Erfolgsrate sind, glaube ich, eher mager und nicht eindeutig.
Ich kann mir grundsätzlich vorsetellen dass bei sehr hohem differntialdiagnostischem Wissen, einer günstigen indikation und einem Fähigen behandler damit in speziellen Fällen etwas erreicht werden kann.
Aber wenn es um eine allgemein Hypermobile Witbelsäule geht scheint mir das sehr sehr sehr fraglich.

David
Antworten