70° Hyperkyphose durch Morbus Scheuermann

Infos zu weiteren WS-Deformitäten, die mit Skoliose zusammen oder alleine auftreten
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Hamdudelda
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70° Hyperkyphose durch Morbus Scheuermann

Beitrag von Hamdudelda »

Hallo liebe Forenmitglieder,

Ich bin 35 Jahre alt, wohne in der Nähe von Kiel und habe mir durch meinen Scheuermann in der Jungend eine stattliche 70° Hyperkyphose zugelegt. Richtig diagnostiziert wurde meine Kyphose erst bei der Musterung als ich 17 Jahre alt war. Meine Eltern haben schon vorher gemerkt, dass mit meinem Rücken etwas nicht in Ordnung ist und haben mich mit 15 Jahren auf Rat eines Arztes im Fitnesscenter angemeldet, sodass ich mir bis zum 17 Lebensjahr eine ordentliche Muskulatur angelegt habe und man von außen als Laie kaum etwas gesehen hat, außer beim Runterbücken, wo die BWS eigentlich in die volle Extension gehen sollte.
Mit 17 Jahren sah ich so aus:
Muskulatur 2007.jpg
Muskulatur 2007.jpg (42.26 KiB) 1279 mal betrachtet
Bis ich 24 Jahre alt war, hatte ich keine großen Beschwerden bis auf hin und wieder Verspannungen im unteren Rücken durch meine kompensatorischen Hyperlordose, aber das war für mich schon Normalität und nicht weiter schlimm.

Dann ging mein Studium los und durch die wenige Bewegung und das ständige Sitzen in Verbindung mit meiner Wirbelsäule kamen die Probleme. Ab dem Zeitpunkt bin ich von Orthopäde zu Orthopäde gelaufen (ca. 10 Verschiedene werden es gewesen sein).
Verschrieben wurde meistens Folgendes:
-manuelle Therapie
-Osteopathie
-Massagen
-Schmerzmittel wie Ibuprofen, Diclofenac und Tramadol
-Ortoton

Zudem habe ich versucht mich selbst zu informieren und Bücher gelesen wie "werde ein geschmeidiger Leopard", in dem es um Mobilisierung, Dehnung und Krafttraining geht. Mit 27 Jahren ,Ende 2017 wurde mein erstes Kind geboren und ich entschied mich zu einem Besuch in Neustadt bei Dr. Pecsi.
Dort wurde das erste Mal wirklich alles richtig Vermessen und es kam heraus, dass ich thorakale Hyperkyphose von 70° habe und einen kleinen Bandscheibenvorfall auf der Höhe Th4/5 ohne Rückenmarkkompression.
So sah meine Wirbelsäule Anfang 2018 aus:
70° Hyperkyphose 2018-min.jpg
70° Hyperkyphose 2018-min.jpg (13.28 KiB) 1279 mal betrachtet
2018 habe ich mich hier dann auch angemeldet, ein bisschen gestöbert und mir daraufhin eingeredet, dass es bei mir nicht so schlimm sein wird und leider an meinem bisherigen Konzept festgehalten, dass mir hin und wieder Phasen ermöglicht hat, in denen meine Verspannung nur geringfügig da waren.
2024 kamen neue Symptome dazu und ich entschied mich dazu ein neues MRT von der gesamten Wirbelsäule machen zu lassen.
Im Befund war von insgesamt 7 Bandscheibenvorfällen die Rede. Bei Interesse:
Befund2024BWS1.jpg
Befund2024BWS1.jpg (93.69 KiB) 1279 mal betrachtet
Befund2024HWS11.jpg
Befund2024HWS11.jpg (94.69 KiB) 1279 mal betrachtet
Befund2024HWS21.jpg
Befund2024HWS21.jpg (17.59 KiB) 1279 mal betrachtet
Folgende Symptome treten bei mir auf:
fast dauerhaft:
-Verspannung der Nackenmuskulatur linksseitig mit sich instabil anfühlender Schulter links
-Verspannung hinter dem Schulterblatt links
-Verspannung der Hüftbeugemuskulatur rechtsseitig
-das Gefühl nicht mehr richtig entspannen zu können
intermittierend:
-Fremdkörpergefühl im Ohr (HNO ohne Befund)
-Symptome einer Prostatitis, wie häufiger Harndrang, leichtes Brennen in der Dammgegend und Harnröhre(Urologe ohne Befund)
-vegetative Symptome, vor allem bei Verspannungen im Brustkorb wie Schweißausbrüche, innere Unruhe und Konzentrationsstörungen.
-Stechen in der Herzgegen bei Verspannungen in der BWS (bereits einmal den Krankenwagen gerufen, natürlich auch ohne Befund)

Mittlerweile habe ich einsehen müssen, dass sich wohl doch ein Experte das ganze nochmal ansehen sollte und ich mich wohl möglich Konzepten wie Schroth Therapie und Korsetttherapie öffnen muss. Ich habe jetzt im Dezember ein Termin bei Dr. Halm und eine Terminanfrage bei Frau von Richthofen am laufen. Für die Überweisung, die ich benötige habe ich mir einen Orthopäden in meiner Nähe gesucht, der Erfahrung mit Hyperkyphosen hat(Dr. Ketelsen in Dithmarschen)

Folgende Fragen ergeben sich bei mir:
-Hat jemand Erfahrung mit Dr. Halm? Hier im Forum habe ich entnommen, dass er mit Dr. von Richthofen im Austausch ist. Vielleicht kennt auch jemand Dr. Ketelsen in Dithmarschen und kann mir davon berichten.

- Gibt es hier Leute mit einer Hyperkyphose, die ähnliche Symptome haben? Es würde mich vor allem interessieren, ob es viele gibt, die auch diese vegetative Symptomatik haben und ob es vielleicht Hinweise auf einen Zusammenhang mit der Wirbelsäule gibt.

- Was macht ihr noch um eure Verspannungen zu lindern? Hilft euch progressive Muskelentspannung nach Jacobsen? gibt es hier Leute die SSRIs einnehme, wie z.B. Escitalopram und damit positive Effekte auf Verspannungen haben?

Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit :)
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Klaus
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Re: 70° Hyperkyphose durch Morbus Scheuermann

Beitrag von Klaus »

Hallo Hamdudelda,
und haben mich mit 15 Jahren auf Rat eines Arztes im Fitnesscenter angemeldet, sodass ich mir bis zum 17 Lebensjahr eine ordentliche Muskulatur angelegt habe
Leider die übliche Empfehlung bei Fehlstellungen der Wirbelsäule, "bauen Sie Muskeln auf und alles wird gut".
2018 habe ich mich hier dann auch angemeldet, ein bisschen gestöbert und mir daraufhin eingeredet, dass es bei mir nicht so schlimm sein wird und leider an meinem bisherigen Konzept festgehalten, dass mir hin und wieder Phasen ermöglicht hat, in denen meine Verspannung nur geringfügig da waren.
Ich bin mir sicher, dass ich auch damals immer wieder darauf hingewiesen habe, dass bei einer Hyperkyphose/Hyperlordose Beschwerden mit der Zeit plötzlich eintreten oder zunehmen können. Gerade beim Kraftsport bzw. Fitness Training wird falsches Rückentraining durch die Freisetzung von Endorphinen oft nicht erkannt. Ich spreche da aus eigener Erfahrung.
Mit falschem Training meine ich, dass in meist verkürzten Strukturen (Muskeln, Bänder und Sehnen) trainiert wird.
...und Bücher gelesen wie "werde ein geschmeidiger Leopard", in dem es um Mobilisierung, Dehnung und Krafttraining geht.
Wobei der Fokus auf Dehnung von Verkürzungen liegen sollte, die überall im Körper vorhanden sein können, nicht nur im Oberkörper, sondern z. Bsp. auch in der Oberschenkelmuskulatur. Und selbst eine falsche Beinstellung kann eine Rolle spielen. Es ist immer ganzheitlich zu sehen!
Was häufig vorkommt, beim Aufrichten des Rundrücken bemerkt man nicht, dass man dabei noch stärker ins Hohlkreuz geht.

Grundsätzlich geht es bei solchen Fehlstellungen darum, dass man einen Muskelaufbau in den gedehnten Strukturen macht, was eher ein Muskelumbau ist.
Schroth KG und evtl. Korsett-Therapie sind zielführende Therapien. Deine bisherigen Behandlungen sind es nicht.

Was Deine Symptome angeht, kann nur ärztlich eingeschätzt werden, ob und inwieweit es einen Zusammenhang mit Deiner ganz individuellen Situation gibt. Die kann man nicht einfach mit "BWS Syndrom" beschreiben, das ist inkompetent. Und zu der Diagnose Hyperkyphose 70° gehört eigentlich auch Hyperlordose XX°, um festzustellen, ob diese Hyperlordose eine ähnlichen Bogen hat, wie die Hyperkyphose.
Normalwerte
BWS Kyphose 25°-40°
LWS Lordose 35°-55°
Wenn nämlich eine Asymmetrie besteht, kann die Beschwerdeanfälligkeit höher sein.
Stechen in der Herzgegen bei Verspannungen in der BWS
Das hatte ich bei der Anfahrt zu meiner Schroth REHA in Bad Salzungen. Eine Therapeuten meinte später, ich weiß schon, drückte an einer bestimmten Stelle und weg war es. :)
Mittlerweile habe ich einsehen müssen, dass sich wohl doch ein Experte das ganze nochmal ansehen sollte und ich mich wohl möglich Konzepten wie Schroth Therapie und Korsetttherapie öffnen muss
Das ist sehr gut.
Ich habe jetzt im Dezember ein Termin bei Dr. Halm und eine Terminanfrage bei Frau von Richthofen am laufen. Für die Überweisung, die ich benötige habe ich mir einen Orthopäden in meiner Nähe gesucht, der Erfahrung mit Hyperkyphosen hat(Dr. Ketelsen in Dithmarschen)
Also Dr. Halm ist Chirurge, der ist für die konservative Behandlung nicht zuständig.
Deine Terminanfage bei Dr. von Richthofen wird erfolglos sein, denn sie schliesst ihre Praxis zum Jahresende und nimmt keine neuen Patienten mehr auf. Ob es einen Nachfolger gibt, ist nicht klar.
Es bleibt für Erwachsene nur noch das MVZ in Bad Sobernheim. s.a. hier:
viewtopic.php?f=25&t=6472

Was Dr. Ketelsen angeht, gibt es hier bislang keine eingestellten Erfahrungen. Die Homepage sagt nichts über Fehlstellungen der Wirbelsäule aus.

Gruß
Klaus
Hamdudelda
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Re: 70° Hyperkyphose durch Morbus Scheuermann

Beitrag von Hamdudelda »

Hallo Klaus,

erstmal vielen Dank für deine Antwort.
Also Dr. Halm ist Chirurge, der ist für die konservative Behandlung nicht zuständig.
Deine Terminanfage bei Dr. von Richthofen wird erfolglos sein, denn sie schliesst ihre Praxis zum Jahresende und nimmt keine neuen Patienten mehr auf. Ob es einen Nachfolger gibt, ist nicht klar.
Es bleibt für Erwachsene nur noch das MVZ in Bad Sobernheim. s.a. hier:
Das ist wirklich sehr schade, aber ich habe mir gleich einen Termin bei Dr. Odak gemacht, für Dr. Verres gibt es zur Zeit keine Termine online zu buchen für Neupatienten. Den Termin bei Dr. Halm werde ich trotzdem bestehen lassen in der Hoffnung, dass dort schon Röntgenaufnahmen mit sämtlichen Winkelbestimmungen gemacht werden. Denn wenn in Bad Sobernheim das Röntgengerät ausfallen sollte, bin ich dann 700km umsonst gefahren.

Was erwartet mich beim Arztbesuch in Bad Sobernheim? Kann ich damit rechnen, dass auch meine funktionellen Fehlstellungen, die sich eingeschlichen haben erkannt werden können und er mir Übungen mit an die Hand gibt, oder wird er in einem solchen Fall eher eine Schroth-Therapie empfehlen, in der dann alle funktionellen Fehlstellung erkannt und behandelt werden?
Ich werde Herrn Dr. Odak aufjedenfall ansprechen auf eine Reha nach Schroth und ob eine Korsetttherapie in Frage kommt. Wie ist es im Falle einer Reha, kann ich dort den Antrag gleich mitnehmen?
Was Dr. Ketelsen angeht, gibt es hier bislang keine eingestellten Erfahrungen. Die Homepage sagt nichts über Fehlstellungen der Wirbelsäule aus.


Ich habe Herrn Ketelsen über die Expertensuche vom Bundesverband Skoliose-Selbsthilfe e.V gefunden. Dort ist folgendes angegeben:

-Behandlung von Kindern/Jugendlichen mit Skoliose >= 20° Cobb und/oder Adoleszenzkyphosen (z.B. BWS-Kyphose >= 40°)
-Möglichkeit der Anfertigung von Wirbelsäulen-Ganzaufnahmen
-Mindestens eine Korsettversorgung bei Kindern/Jugendlichen mit Skoliose oder Kyphose pro Arbeitswoche
-Regelmäßige gemeinsame Überprüfung der Korsette mit Orthopädietechniker, der regelmäßig Skoliosekorsette fertigt (mindestens 4 pro Woche)
-Persönlicher Ansprechpartner vorhanden in operativem Zentrum, welches regelmäßig strukturelle Wirbelsäulenveränderungen behandelt

Ich dachte es ist gut jemanden in der Nähe zu haben, der mir zumindest Überweisungen ausstellen kann und ein bisschen Ahnung von Wirbelsäulenfehlstellungen hat.

Wie sieht es eigentlich aus mit dauerhafter Physiotherapie nach Schroth. Eigentlich sind Physiotherapietermine mit der gleichen Indikation zu Lasten der Krankenkasse nicht dauerhaft möglich. Gibt es eine Möglichkeit das zu umgehen, außer einen Grad der Behinderung feststellen zu lassen, der das ganze rechtfertigt?

Lieben Gruß
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Klaus
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Re: 70° Hyperkyphose durch Morbus Scheuermann

Beitrag von Klaus »

Hallo Hamdudelda,
aber ich habe mir gleich einen Termin bei Dr. Odak gemacht, für Dr. Verres gibt es zur Zeit keine Termine online zu buchen für Neupatienten.
Oh, meine nächste Empfehlung wäre Dr.Verres gewesen. Das hat wohl zu dem Engpass geführt. ;)
Den Termin bei Dr. Halm werde ich trotzdem bestehen lassen in der Hoffnung, dass dort schon Röntgenaufnahmen mit sämtlichen Winkelbestimmungen gemacht werden. Denn wenn in Bad Sobernheim das Röntgengerät ausfallen sollte, bin ich dann 700km umsonst gefahren.
Hattest Du im Forum gelesen, das im MVZ schon mal das EOS Röntgengerät ausgefallen ist? Es gibt dort ja nur dieses Gerät, was sehr gute Aufnahmen macht, aber eine Privatleistung ist. Deswegen macht es schon deswegen Sinn, aktuelle Aufnahmen (zahlt die Krankenkasse) bei Dr. Halm machen zu lassen. Ich habe eben noch mal recherchiert, Prof. Dr. Halm hat seit 2024 eine eigene Praxis in Hamburg, nachdem er vorher in der bekannten Schön OP Klinik Neustadt tätig war. Möglicherweise steht die OP jetzt nicht mehr so sehr im Vordergrund. Seine Homepage spricht ja von Abwägung konservativ und chirurgisch. Deine Erfahrung als Erwachsener wäre auch für das Forum bezüglich Versorgung Norddeutschland wichtig, denn mit konservativer Behandlung ist leider zu oft die Versorgung von Kindern und Jugendlichen gemeint.
Zumindest hast Du auch eine weitere Meinung.
Kann ich damit rechnen, dass auch meine funktionellen Fehlstellungen, die sich eingeschlichen haben erkannt werden können und er mir Übungen mit an die Hand gibt, oder wird er in einem solchen Fall eher eine Schroth-Therapie empfehlen, in der dann alle funktionellen Fehlstellung erkannt und behandelt werden?
Ich gehe mal davon aus, dass nicht nur über das Röntgenbild gesprochen wird, sondern eine körperliche Untersuchung stattfindet. Wenn eine Schroth Therapie in Frage kommen sollte, wird er diese direkt empfehlen. Diese Übungen kann man nicht einfach mit Instruktionen auf Papier mitgeben. Es sei denn, es handelt sich zunächst um die reine Dehnung, die erforderlich sein kann, um eine Schroth REHA optimal durchführen zu können. Da könnte auch ein entsprechendes Korsett in Frage kommen, was die stärkste Waffe beim Dehnen ist. Bei so einer Korrektur im Oberkörper ist aber die gesamte Situation (auch in den Beinen) zu berücksichtigen.
Wie ist es im Falle einer Reha, kann ich dort den Antrag gleich mitnehmen?
Da weiß ich nicht, aber geht sicherlich später auch per Post oder E-Mail.
Ich habe Herrn Ketelsen über die Expertensuche vom Bundesverband Skoliose-Selbsthilfe e.V gefunden. Dort ist folgendes angegeben:
Also meine Erfahrungen mit den vielen Adressen ist nicht so positiv. Das liegt auch daran, dass ich mich eher auf konkrete Erfahrungsberichte verlasse, bei denen man auch bezügl. Details nachfragen kann.
Komisch, dass man auf der Homepage diese wichtigen Details nicht findet. Klar ist aber, dass diese Angaben eindeutig nur für Kinder und Jugendliche gilt. Wie oben schon geschrieben, bei Erwachsenen kommt zu oft eine Schranke.
Aber warum hast Du eine Überweisung für Dr. Halm als niedergelassener Arzt bekommen?
Wird die benötigt oder stehen auf der Überweisung konkrete Angaben, was gemacht werden soll? Und wenn ja, was?
Davon abhängig ist ja, ob es evtl. um eine Kompetenz Weitergabe geht, weil Dr. Ketelsen wahrscheinlich die Erfahrung bei Erwachsenen fehlt. Das wäre sehr positiv.
Wie sieht es eigentlich aus mit dauerhafter Physiotherapie nach Schroth
Bei Erwachsenen mit einer Kyphose > 60°gibt es die Möglichkeit des "besonderen Verordnungsbedarfs". Ganz früher war das die "Praxisbesonderheit".
Dazu muss der sogenannte ICD-10 Code mit M40.0x bis M41.0x (je nach Situation im Detail) auf der Verordnung eingetragen werden.
In der Software des Arztes erscheint erst bei Eingabe des Winkelgrades diese Möglichkeit mit beliebig vielen Verordnungen.
Manche Ärzte scheinen das immer noch nicht zu kennen oder wollen es nicht, weil bei einer evtl. Prüfung der Wirtschaftlichkeit eine Begründung geschrieben werden muss.
Was Schroth KG angeht, ist immer eine stationäre REHA die bessere Lösung. Vor einer REHA ambulantes Schroth zum "Reinschnuppern" und nach der REHA bei Übungen zuhause ab und zur ambulanten Kontrolle. Aber möglicherweise auch zur ständigen Behandlung von Baustellen, die durch die REHA nicht abgedeckt werden konnten.

Gruß
Klaus
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