Nach Jahren der Abstinenz

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Steilkurve
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- 2005 Hyperkyphose BWS 79 Grad / LWS 52 Grad
- 2015 Hyperkyphose BWS 90 Grad / LWS 55 Grad
- 2019 Hyperkyphose BWS 92 Grad / LWS 55 Grad
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- 2005 erste Korsettversorgung durch die Fa. Rahmouni
- 2015 nach einigen Jahren "des Nichtstuns" erneute Korsettversorgung durch die Fa. Regnier
- 2019/2020 erneute Korsettversorgung durch die Fa. Rahmouni
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Nach Jahren der Abstinenz

Beitrag von Steilkurve » So, 26.01.2020 - 18:58

Nach beinahe 15 Jahren des dankbaren, "passiven Mitlesens" in diesem wunderbaren Forum möchte ich mich Euch nun gerne nachfolgend vorstellen:

Das mit meiner Wirbelsäule "etwas nicht stimmt" konnte mir bereits schon im Kindesalter von 8 Jahren durch einen Orthopäden aufgezeigt werden. Leider wurden die damaligen Messergebnisse der angefertigten Röntgenaufnahmen nicht aufbewart aber es war bei mir wohl ganz klar der Anfang einer typischen, kyphotischen Wirbelsäulenverformung erkennbar. Die seinerzeit verordnete Behandlung mittels der klassischen Krankengymnastik zweimal in der Woche und die nicht erbrachten heimischen Übungen meinerseits führten, wie nicht anders zu erwarten, zu keinem nennenswerten Erfolg. Mir wurde als Kind zwar immer mit einem Geradehalter oder sogar einem Korsett gedroht, umgesetzt wurde dieses jedoch nie. Anmerken möchte ich hierbei, dass der mich seinerzeit behandelnde Orthopäde mir drohend ein Korsettmodell aus Metall- und Lederelementen zeigte, um mich abzuschrecken und zur Umsetzung einer aktiven Teilnahme an den krankengymnastischen Übungen zu bewegen.

Vor allem in der Pubertät störte mich mein optisches Erscheinungsbild sehr und ich war es leid, ständig auf meinen deutlich sichtbaren "Buckel" angesprochen zu werden. Und so machte ich mich im Alter von ca. 16 Jahren aus eigenem Antrieb auf den Weg von einem zum anderen Orthopäden in meiner näheren Umgebung, um nach einer Behandlungsmöglichkeit zu suchen. Doch außer Kopfschütteln und der üblichen Verordnung einer Krankengymnastik kam ich hierbei leider nicht weiter. Meine Frage nach der Behandlung mittels einer Orthese stieß auf Ablehnung und taube Ohren seitens der Ärzte mit der einstimmigen Aussage, daß ich für eine solche Methode bereits schon zu alt wäre und ein Korsett daher bei mir nichts mehr bringen würde. Einzig und alleine eine Operation könnte meine Situation (wahrscheinlich) verbessern. Ich hatte meinen Mut, meine Energie und meinen Willen also offensichtlich umsonst investiert. In der damaligen Zeit eröffnete jedoch eine sogenannte "Rückenschule" in unserem Nachbarort, bei der ich mich vorstellte. Aber auch hier schüttelten sämtliche Physiotherapeuten mit dem Kopf und wußten nicht so richtig, wie Sie mich behandeln sollten. Die Aussage: "Eine solch ausgeprägte Kyphose haben wir noch nie gesehen, ausser in irgendwelchen Fachbüchern" brachte mich definitiv nicht weiter und so blieb es bei den üblichen, klassischen 0815 Übungen.

Schule, Ausbildung und das frühe Berufsleben ließen mir keine Zeit zum "grübeln und überlegen" was mein krummes Kreuz angeht. Hinzu kam, um sich ein Taschengeld für Mofa/Moped/Auto hinzuzuverdienen, die harte Arbeit in einem Getränkehandel. Dennoch ging ich regelmäßig ins Fitness-Studio und die mich zeitweise plagenden Rückenschmerzen wurden von mir so gut es ging unterdrückt und ignoriert.
Dennoch war es mir stets bewußt und völlig klar, daß es mir mit zunehmenden Alter nicht besser gehen würde. Als Ende der 90er Jahre dann der erste "richtige" Computer in meinen Haushalt einzog, fand ich durch das Internet zu zahlreichen interessanten Beiträgen sowie Erfahrungsberichten gleichgesinnter und Leidensgenoss(en)/innen. Und so kam ich dann auch, ich glaube im Jahre 2004, auf dieses Internetforum. Leider erinnere ich mich nicht mehr an meinen damaligen Benutzernamen aber ich hatte durch meine rege Teilnahme am Forum den Kontakt zu einigen Usern, welche teilweise noch heute hier aktiv sind :top: Ein ganz liebes "hallo" an Toni, Dalia usw. :)
Endlich war ich mit meinen Gedanken, Sorgen und Fragen nicht mehr allein auf weiter Flur unterwegs! Und somit fand ich dann auch zu Herrn Dr. Hoffmann und der Firma Rahmouni nach Leonberg bzw. Stuttgart. Vollkommen unproblematisch und unkompliziert kam ich ENDLICH weiter! Die, in meinem krummen Leben erstmalig verordnete, von der Krankenkasse problemlos genehmigte und umgesetzte Korsettversorgung konnte Anfang 2005 beginnen. Die anfänglichen und üblichen Startschwierigkeiten mit dem neuen Wegbegleiter waren relativ bald überwunden und ich schaffte es in kurzer Zeit zu einer recht annehmbaren, täglichen Tragedauer.
Euphorisch und auch mit ein wenig Stolz fuhr ich dann einige Wochen später nach Stuttgart zur ersten Röntgenkontrolle. Das von mir über die eigentlichen, auf den Klett-Verschlussbändern angezeichneten Filzstiftstriche angezogene Korsett und die Aussage meinerseits Herrn Rahmouni gegenüber, ich würde so gut wie keinerlei Pelottendruck verspüren führte zu einer solch, sicherlich gut gemeinten, brachialen Aufpelotierung, dass mir sprichwörtlich "die Luft wegblieb" :eek: Ich kämpfte hart mit mir selber, fuhr in diesem zugeschnürten Zustand noch eigenhändig mit dem PKW zur Röntgenkontrolle zu Herrn Dr. Hoffmann nach Leonberg um mir, nach den erfolgten Aufnahmen den "Schraubstock" vom Leib zu reißen und erst einmal tief Luft zu holen.

Von diesem Zeitpunkt an (er)trug ich das Korsett nur noch äußerst selten, weil es für mich schlicht und ergreifend nicht auszuhalten und zu ertragen war. Hinzu kam noch meine berufliche Veränderung mit dem Einstieg in die Selbstständigkeit und dem daraus resultierenden Aufbau meines heutigen Unternehmens.
Der damalige, schlagartige und abrupte Abbruch war ein riesengroßer Fehler - ja, vielleicht sogar einer der größten Fehler meines Lebens!
Hätte, hätte... Das Ergebnis meiner damaligen "Röntgenkontrolle im Korsett" kannte ich tatsächlich bis vor einigen Wochen nicht und ich war geschockt, traurig und gleichzeitig auf mich selber furchtbar wütend als mir Herr Harzer die entsprechenden Messbilder/Messdaten zukommen ließ, welche die Firma Rahmouni glücklicherweise noch im Archiv aufbewart hatte: 79 Grad BWS Krümmung ohne Korsett - UND 53 GRAD BWS IM KORSETT!

Doch hierzu an späterer Stelle noch einige ergänzende und erklärende Worte - zunächst einmal alles der Reihe nach ;D

In den darauf folgenden Jahren schlug ich mich mit mal starken, mal weniger starken Rückschmerzen durch`s Leben ohne gross etwas dagegen zu unternehmen. Eines Tages wurde ich auf einer meiner beruflichen Autofahrten durch unsere Region auf ein Unternehmen aufmerksam, welches sich auf die Korsettbehandlung von Skoliosen und Kyphosen spezialisiert hat. Wie ich herausfinden konnte hat die Firma Ihren Hauptsitz in Frankreich und seit einigen Jahren auch eine Aussenstelle in unserer schönen Ortenau. Von nun an kreisten meine Gedanken und so fasste ich den Beschluss, mich auf eine weitere Korsettversorgung einzulassen um meinem körperlichen Leiden und den zunehmenden Schmerzen Einhalt zu gebieten.
Gesagt - getan! Allerdings kostete dieses Vorhaben einiges an Überzeugungskraft und Argumentationen, um dann letztendlich die Korsettverordnung von einem der ortsansässigen Orthopäden zu erhalten. Und so konnte es im Sommer 2015 mit einer weiteren Rumpforthese weitergehen. Dieses Mal jedoch mit der ganz klaren Zielsetzung des Orthopädiemechanikermeisters in Richtung einer Schmerzreduzierung und nicht auf den Versuch einer Aufrichtung und Begradigung der mittlerweilen gemessenen 90 Grad Hyperkyphose da auch hier die klassische Meinung der Schulmedizien vorherrschte - Kyphose komplett fixiert, keine Chance auf Aufrichtung, Jojo-Effekt usw. Nach einer ersten Probeorthese folgte dann einige Wochen später das entgültige Korsett, dieses Mal in einer "kurzen Version" ohne Reklinationsbügel und einer, im Vergleich zum ersten Rahmouni Korsett, nur sehr schwach ausgeprägten Tailierung und Bauchpresse. Alles in allem eine "Weichspülvariante". Aber wie bereits geschrieben, es ging dem mich behandelnden Orthopädiemechaniker primär um die Schmerzreduzierung und so wurde bei dieser Versorgung auch eine Pelotte im Bereich des Steißbeines eingearbeitet, um dieses zu entlasten und den Spinalkanal nicht abzudrücken.
Ich hielt mich an die gutgemeinte Vorgabe das Korsett nur dann anzuziehen, wenn ich körperlich schwer zu arbeiten hätte oder ich längere Strecken per Fuss zu bewältigen hätte, zum Beispiel auf Messebesuchen usw. Mit Erfolg - die Schmerzen, vor allem im Bereich der Lendenwirbelsäule, blieben aus!
Die deutlich festzustellende Bewegungsfreiheit während der Tragezeit standen in keinerlei Vergleich zu der starren und bewegungseinschränkenden Erstversorgung aus Stuttgart. Auch auf längeren Laufstrecken, z.B. bei einer Wanderung, bekam ich problemlos Luft und das auch bei sommerlichen Temperaturen :)

Und so vergingen die nachfolgenden Jahre in denen das (Stütz)Korsett von Zeit zu Zeit und je nach Bedarf mit seinem Vorgabeziel erfolgreich zum Einsatz kam. Eine mögliche Röntgenkontrolle wurde gänzlich nicht angesprochen da sich ja an den Werten, gemäß der vorherrschenden Meinung aller beteiligten Behandler seinerzeit, sowieso nichts ändern würde. Und doch spukte es mir ständig im Kopf herum ob nicht vielleicht doch noch "was rauszuholen" wäre, vor allem als ich bemerkte immer mehr zusammenzusacken und auch das Luft holen im Sitzen mir zunehmend schwerer viel. Beim Essen mußte ich mich bewußt aufrichten um nicht mit Magenschmerzen und Reflux frühzeitig aufhören zu müssen und auch sonst litt mein allgemeines Wohlbefinden zunehmend.
Also ging meine Recherche erneut los und ich suchte das Internet rauf und runter nach einem, für mich geeigneten Behandlungskonzept ab. Einige Telefongespräche, Emails und Internetseiten weiter kam ich im Herbst letzten Jahres zu dem Entschluss - es wird wieder ein Korsett von der Firma Rahmouni sein! Und somit nahm ich Kontakt mit Herrn Harzer auf und sprach mit Ihm über mein Problem und meinen aktuellen Gesundheitszustand. Herr Harzer schlug mir einen Termin im Rahmen seiner gemeinsamen Sprechstunde mit Frau Dr. Esther von Richthofen vor, welchen ich auch sehr dankbar Ende November 2019 wahrnahm. Die Fachärztin stellte eine fixierte Kyphose fest und die angefertigten Röntgenbilder belegten einen aktuellen Kyphosewinkel von 91,75 Grad der BWS. Allerdings war Sie beeindruckt von meiner allgemeinen Flexibilität als Sie dachte, ich würde beim "mich nach vorne bücken" mogeln ;) Kein nennenswerter Unterschied also zu den Messungen aus 2015, puh. Allerdings viel mir sofort der deutlich engere Radius des Scheitelpunktes auf und die darauß resulierenden, zahlreichen Keilwirbel und gequetschte Bandscheiben ließen mich erschrecken - hätte, hätte...
Frau Dr. von Richthofen legte mir eine Operation nahe und erklärte den Ablauf eines solchen Eingriffes. Ohne das ich gross mit Worten ausholen mußte merkte Sie allerdings sehr schnell meine überzeugte Ablehnung einer solchen OP und wir einigten uns mit einem freundlichen Augenzwinkern darauf, als das es jedem selber überlassen bleiben sollte, was er unter dem Begriff "Lebensqualität" versteht. Meine Schmerzen sind (noch) in einem erträglichen Rahmen und zudem wäre ein wohl insgesamt einjähriger Ausfall meiner Führungsperson als selbstständiger Unternehmer undenkbar! Meine gänzliche Ablehnung einer OP beruht auch maßgeblich auf den Erfahrungsberichten und Schilderungen, welche hier in diesem Forum in zahlreichen Postings und Beiträgen von den Betroffenen absolut nachvollziehbar zu verfolgen und zu lesen sind :rolleyes:
Mittlerweile kam Herr Harzer mit dazu und Frau Dr. von Richthofen meinte, eine Behandlung mittels Korsett würde die Lebensqualität zwar deutlich einschränken aber Sie würde einer solchen, auch aufgrund meiner festgestellten Flexibilität, zustimmen. Völlig unbeabsichtigt rutschte mir ein leises "Dankeschön" mitten in Ihrem Gespräch mit Herrn Harzer heraus und wir mußten alle kurz herzhaft lachen nach dem Motto - Ziel des Patienten erreicht :lach: Alles in Allem muß ich wirklich sagen das es ein zwar kurzes aber äußerst angenehmes Gespräch in Leonberg war und die verordneten Vitamin D Tabletten nehme ich regelmäßig ein ;)

Nachdem ich die anfänglichen Unstimmigkeiten und offenen Fragen mit meiner Krankenkasse und mit Herrn Harzers dankender Hilfe (er)klären konnte, wurde ich Mitte Dezember zur Fa. Rahmouni zum Gipstermin einbestellt. Mit einem etwas mulmigen Gefühl trat ich die Fahrt nach Stuttgart an aber zu meiner grossen Erleichterung durfte ich feststellen und erleben, dass sich im Hause Rahmouni nicht viel verändert hatte und ich mich auf Anhieb wieder sehr wohl fühlte. Im Gipsraum wartend ging die Türe auf und zu meiner grossen Freude trat der Altmeister Amor Rahmouni persönlich und grinsend herein um mich, gemeinsam mit Herrn Harzer, einzugipsen. Er fragte mich nach dem "wieso, weshalb und warum" und wir hatten allesamt sehr viel zu lachen und zu plaudern. Das Team hörte sich meine Anliegen, Fragen und Wünsche zu der neuen Korsettversorgung an und Herr Rahmouni versprach mir, auch an seinem Werk eine "Bürzelpelotte" mit einzuarbeiten um den Spinalkanal zu entlasten. Dieses sei bei Ihren heutigen Versorgungen zwar nicht (nicht mehr) vorgesehen aber auch er habe vor sehr vielen Jahren seine Korsetts mit diesem "Extra" ausgestattet. Und nachdem mein erstes Korsett von mir in blau gewählt wurde, kam dieses Mal das Carbondesign zum Zuge. Insgesamt erinnere ich mich nicht daran, vor 15 Jahren eine solch vielfälltige Musterauswahl präsentiert bekommen zu haben :cool:

Am 07.01.2020 war dann also endlich der grosse Tag der Anprobe und Abholung gekommen. Das Korsett passte gleich von Anfang an recht gut und der Vormittagstermin zur Anpassung des Rohlings war nach einer halben Stunde erledigt. Am späten Nachmittag konnte ich das fertige Korsett zum ersten Mal anprobieren und Herr Rahmouni war mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Eine kleine Nachbesserung im Bereich der Auflagefläche des linken Beckenkammes führte der Altmeister noch durch und dann ging es zurück auf den 100 km langen Nachhauseweg. Glücklicherweise übernahm meine Frau das Steuer und ich konnte auf dem Beifahrersitz das erste Feeling der neuen Orthese erleben. Man oh man - meine Rückenmuskulatur flehte nach kurzer Zeit um Gnade und ich versuchte vergeblich eine, für mich passende Sitzposition zu finden. Ich erinnerte mich sofort an mein erstes Rahmounikorsett aus 2005 zurück - also Zähne zusammenbeißen und durch :/

Nun sind knappe drei Wochen mit dem neuen Wegbegleiter vergangen und ich muß (darf) ganz deutlich den Unterschied zwischen einer Rahmouniversorgung aus 2005 und 2020 feststellen - ein Quantensprung! Meine anfänglichen Bedenken hinsichtlich der Beweglichkeit/Freigängigkeit meiner Arme trafen noch nicht einmal ansatzweise zu. In der ersten Versorgung war es mir z.B. nahezu unmöglich die Computertastatur zu bedienen ohne das meine Arme nach kurzer Zeit blau anliefen. Auch die Beckenfassung, bzw. der Beckenkorb, scheint für mein Empfinden um einiges präziser ausgearbeitet zu sein und auch die Pelotte an der BWS verteilt durch eine mittige, konkave Ausarbeitung den Druck gleichmäßiger und ist somit erträglicher. Dieses sind aber nur einige Details welche dazu führten, daß ich mit dem Korsett mittlerweile eine tägliche Tragezeit von 22- und 23 Stunden relativ problemlos erreiche! Allerdings wirft mich aktuell eine ziemlich hässliche Druckstelle zurück aber mit Hilfe einiger sehr effektiven Salben und Cremes bin ich auf einem guten Weg der Abheilung. Kleinere Wehwehchen an der Orthese werden mich in der kommenden Woche nach Stuttgart fahren lassen um geändert sowie abgestellt zu werden.

Summa Summarum geht es mir momentan gut und ich bereue es nicht den Weg zurück nach Leonberg und Stuttgart gegangen zu sein - schließlich wird man(n) ja aus der Erfahrung klug ;)
In den letzten 15 Jahren meiner Behandlung mittels guten und weniger guten Rumpforthesen muß ich für mich persönlich feststellen, dass es nicht jedem Orthopäden sowie Orthopädiemechaniker liegt eine Wirbelsäulendeformation effektiv, erfolgreich und wirksam im Erwachsenenalter zu behandeln. Der Unterschied und die damit verbundene Herangehensweise zwischen einem heranwachsenden- und einem erwachsenen Patienten ist so gut wie nicht zu vergleichen und somit für viele Fachleute ganz offensichtlich ein komplettes Neuland, wie ich aus eigener Erfahrung behaupten kann. Aber ganz egal für welchen Behandlungsweg man sich entscheidet - der Erfolg liegt letztendlich einzig und alleine an einem selbst! Der von mir vor einigen Wochen eingeschlagende Weg ist ganz sicher kein Zuckerschlecken aber dieses war mir von vornherein völlig klar und ich habe es mir ganz fest vorgenommen es dieses Mal rigoros durchzuziehen, gerade und eben weil ich schon jetzt nach etwa drei Wochen eine deutliche Verbesserung meiner Ausgangssituation feststellen darf. Ebenso fasse ich endlich eine Reha ins Auge, um auch durch eine effektive Physiotherapie meinen allgemeinen Zustand zu verbessern.

Und da sind wir wieder beim "hätte, hätte...". Leider kann auch ich die Zeit nicht zurück drehen aber ich hätte damals ganz klar Herrn Rahmouni kontaktieren sollen um das Korsett nachzuarbeiten und dadurch für mich erträglicher machen zu lassen... Ich wäre gespannt gewesen wie weit ich bis heute gekommen wäre :rolleyes:

Ich freue mich Euch von Zeit zu Zeit aus meinen gesammelten Erfahrungen und Erlebnissen berichten zu dürfen und stehe bis zum nächsten Posting sehr gerne für eventuelle Fragen, Kommentare und Anregungen zur Verfügung,

Grüsse vom Fuße des Schwarzwaldes, Euer Mark
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Re: Nach Jahren der Abstinenz

Beitrag von Klaus » So, 26.01.2020 - 20:14

Hallo Mark,

vielen Dank für Deinen ausführlichen beeindruckenden Bericht unter "Mitglieder stellen sich vor".
Ich freue mich Euch von Zeit zu Zeit aus meinen gesammelten Erfahrungen und Erlebnissen berichten zu dürfen und stehe bis zum nächsten Posting sehr gerne für eventuelle Fragen, Kommentare und Anregungen zur Verfügung,
Das Problem ist, dass hier in dieser Vorstellungs-Rubrik gilt:
NUR VORSTELLUNG- KEINE FRAGEN!
weil die einzelnen Themen schon gezielt diskutiert werden sollten.

Deshalb habe ich Deinen Beitrag in diese Rubrik "Hohlkreuz/Hyperlordose, Rundrücken/Hyperkyphose, Morbus Scheuermann..." verschoben.

Gruß
Klaus

Steilkurve
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Re: Nach Jahren der Abstinenz

Beitrag von Steilkurve » Mo, 27.01.2020 - 12:58

Hallo Klaus,

Du hast natürlich vollkommen Recht mit Deinem Einwand, hier geht es um die Vorstellung und nicht um eine externe Diskussionsrunde ;) Ich vergaß den Zusatz: "Fragen, Kommentare und Anregungen bitte per PN" um ggf. daraufhin einen neuen Forumsbeitrag in der entsprechenden Rubrik aufzumachen.

Gruss Mark
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Re: Nach Jahren der Abstinenz

Beitrag von Rose59 » Mi, 29.01.2020 - 06:10

Hallo Mark,

meine grauen Zellen erinnern sich leider auch nicht mehr an Deinen damaligen Anmeldenamen, aber Dein Vorname sagt mir noch was 🙂.
Wir waren zur gleichen Zeit aktiv (Lurchi).
Ich freue mich immer, wenn die alten Mitglieder noch mal von sich berichten und habe mich schon oft gefragt, wie es den vielen Aktiven von damals in all den Jahren ergangen ist.

Dir wünsche ich ganz viel Kraft für den Korsett - Neuanfang und viel Erfolg in der Bekämpfung Deiner Schmerzen.

Herzliche Grüsse
Petra

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Re: Nach Jahren der Abstinenz

Beitrag von Steilkurve » Mi, 29.01.2020 - 08:32

Hallo und einen guten Morgen Petra!

"Lurchi" - na klar erinnere ich mich noch daran und auch an Dein damaliges, sehr passendes Profilbild :) Lange ist´s her, ich hoffe es geht Dir gut!?
Vielen Dank für Deine guten Wünsche mit der damit verbundenen und von mir gesteckten Zielsetzung.

Ich würde mich sehr freuen von Zeit zu Zeit auch etwas von DIr zu lesen,
bis dahin, liebe Grüsse,

Mark
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Re: Nach Jahren der Abstinenz

Beitrag von Steilkurve » Fr, 31.01.2020 - 10:55

Liebe Petra, liebe "Alt Forum User",

mir ist doch tatsächlich mein alter Benutzername von vor 15 Jahren eingefallen und als ich "MB74" in der Suchfunktion eingab, mußte ich über meine damals geschriebene Beiträge doch so manches Mal schmunzeln :) Gestern war ich insgesamt zwei Mal in Stuttgart bei der Fa. Rahmouni (da die erforderlichen Arbeiten mit fast 4 Stunden doch etwas umfangreicher waren) und das Team hat wieder einmal zu meiner vollsten Zufriedenheit alle von mir angesprochenen Änderungspunkte sowie Wünsche umgesetzt :top:

Nach nunmehr vier Wochen mit dem neuen Wegbegleiter sind alle Beteiligten und vor allem ich mit dem bisherigen Verlauf äußerst zufrieden und ich gehe nun mit grosser Motivation in die nächste Runde im Kampf gegen die Gradzahlen und Co. Anfang März habe ich meinen ersten Röntgen-Kontrolltermin und ich bin schon sehr gespannt, was die Messungen ergeben werden. Vor allem da ich schon bereits jetzt eine deutliche Aufrichtung verspüre, auch während meiner ein- bis zweistündigen, täglichen Korsettpause! Ansonsten bin ich auf dem Level von 22- bis 23 Stunden pro Tag angekommen :D

Ich wünsche Euch allen ein schönes und entspanntes Wochenende,

LG Mark
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Re: Nach Jahren der Abstinenz

Beitrag von Steilkurve » Mo, 16.03.2020 - 15:25

Hallo Ihr Lieben,

nachdem ich am 10.03.2020 meinen ersten Kontrolltermin in Stuttgart/Leonberg hatte möchte ich Euch gerne aus meinen Erlebnissen und Erfahrungen der vergangenen Wochen berichten. Am 07.01.2020 bekam ich mein Rahmouni Korsett und konnte recht schnell eine tägliche Tragezeit von 22- bis 23 Stunden erreichen. Ganz klar war dieses nicht ganz einfach, kostete zeitweise richtig Überwindung und auch Zähne zusammenbeißen aber das war mir ja von vornherein klar auf was ich da einlasse :D

Es gab Phasen in denen ich mir das Korsett am liebsten vom Leib gerissen hätte, vor allem nachdem ich am Hauptdruckpunkt offene Stellen bekam und meine Haut dabei war sich buchstäblich aufzulösen. Hinzu kamen noch einige eitrige Pickel, welche allem Anschein nach dem ungewohnten Druck zu verdanken waren. Zahlreiche Salben (hauptsächlich mit einem Zink- und Lebertrananteil) sowie die zusätzliche Verwendung von PC30 und PC30V in Verbindung mit einem grossdimensionierten Wundpflaster brachten hier eine relativ schnelle Besserung wobei ich hinzufügen muß, dass ich zum Glück eine generell sehr schnelle Wundheilung habe :)

In der dritten Woche der Eingewöhnungsphase mußte ich zwangsläufig einen kleinen, außerplanmäßigen Zwischentermin bei der Fa. Rahmouni einlegen, um einige Details ändern- und anpassen zu lassen. Und wie von dem hervorragenden Team Rahmouni nicht anders zu erwarten war, konnten alle Punkte zu meiner absoluten Zufriedenheit abgearbeitet werden um in die nächste Runde im Kampf gegen die Hyperkyphose zu gehen.
Generell gesehen kann ich nach nun beinahe drei Monaten mit meinem neuen Wegbegleiter behaupten, dass zwischen einem Rahmounikorsett aus dem Jahre 2005 und der heutigen Variante Welten liegen! Ich hätte es mir damals wirklich nicht vorstellen können ein solch hocheffizientes Korsett beinahe rund um die Uhr tragen bzw. ertragen zu können. Im Vergleich zu dem früheren Modell kann ich so viele Unterschiede, Details und Verbesserungen finden welche ganz offensichtlich aus der jahrelangen Erfahrung des "Stuttgarter Traditionsunternehmens" resultieren :top: Und Tatsache ist es auch, wie bereits in meinem Anfangsbericht geschrieben, dass aus meiner eigenen Erfahrung die konservative Behandlung der Skoliose bzw. der Kyphose mittels einer Orthese im Erwachsenenalter nicht jedem Orthopädiemechaniker liegt. Hier bedarf es einer, in vielerlei Punkten, doch etwas anderen Heran- und Vorgehensweise!

Und so kommt es, dass selbst längere Autofahrten (mit teilweise knapp 1000km am Stück) kein wirkliches Problem für mich darstellen und ich mir auch im beruflichen Alltag beinahe alles zutraue und "durchziehe". Für den nahenden Sommer habe ich mir bereits schon allerlei Gedanken gemacht um die Sache (hoffentlich) angenehmer und erträglicher zu gestalten - hierzu später und an gegebener Stelle gerne mehr ;)

Doch nun zum grossen Moment der ersten "Röntgenkontrolle im Korsett" am vergangenen Dienstag. In der Hoffnung, von den anfänglich festgestellten 92 Grad Kyphosewinkel auf eine 80+? zu kommen, fuhr ich in Begleitung meiner lieben Frau morgens nach Stuttgart. Herr Harzer legte an der Druckpelotte noch 1cm drauf und anschließend ging es dann mit dem Shuttletaxi nach Leonberg zu Fr. Dr. Richthofen. Hier wurde ich recht bald zur Röntgenaufnahme aufgerufen und nach einer anschließenden Wartezeit von ca. einer Stunde ging es dann weiter zur Besprechung mit der Frau Doktor. Nun ja, was soll ich sagen - auf dem Messprotokoll standen sage und schreibe 66 Grad :) Mit dem, von Frau Dr. Richthofen persönlich mir verliehenen Titel des "Star der Praxis 2020" atmete ich tief durch und freute mich wie Bolle! Meine Anfrage nach einer Reha in Bad Salzungen stimmte Sie sofort zu und nun werde ich zusehen, über die diesjährige Weihnachts- / Neujahrszeit endlich auch diesen Punkt auf meiner ganz persönlichen "To-Do Liste" in Angriff zu nehmen, um irgendwann einmal vielleicht und hoffentlich auf eine haltbare sowie akzeptable Gradzahl meiner Krümmung zu gelangen. Auch denke ich, dass ich mich in den kommenden Wochen wieder bei der Fa. Rahmouni melden werde um an der Hauptpelotte noch etwas nachzulegen bevor mich dann in ca. 3 Monaten der nächste, reguläre Kontrolltermin nach Stuttgart fahren lässt :cool:

Alles in allem kann ich Euch sagen, dass es mir seit Anfang diesen Jahres allgemein deutlich besser geht und meine Lebensqualität einen signifikanten Aufschwung erleben dufte. Die Schmerzen, welche mich seit vielen Jahren quälten, sind so gut wie weggeblasen und mein gesamtes Körpergefühl ist auf einem Level angekommen, auf dem ich weitermachen- und aufbauen möchte! Meine Konsequenz und mein Ehrgeiz wurden nicht zuletzt auch durch das gute Ergebnis der ersten Kontrollmessung gestärkt und belohnt :)

Ich hoffe ich konnte Euch einen kleinen Einblick in meine aktuellen Erfahrungen und Erlebnisse vermitteln,
für jegliche Rückfragen stehe ich Euch selbstverständlich sehr gerne zur Verfügung, auf bald,

Euer Mark
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Re: Nach Jahren der Abstinenz

Beitrag von general-rammstein » Mo, 16.03.2020 - 19:31

Ich muss zugeben, dass ich nachdem ich sah wie lange deine Geschichte wird nach der Überschrift aufgehört habe weiter zu lesen.

Steilkurve
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Re: Nach Jahren der Abstinenz

Beitrag von Steilkurve » Di, 17.03.2020 - 11:52

Sollte ich Dich mit meinem Beitrag gelangweilt oder gar überfordert haben so tut mir dieses wirklich sehr leid "Herr General Rammstein"...
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Re: Nach Jahren der Abstinenz

Beitrag von Rose59 » Di, 17.03.2020 - 16:11

Das hört sich sehr positiv an, ich wünsche Dir ein gutes Durchhaltevermögen :) :top:

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Re: Nach Jahren der Abstinenz

Beitrag von Steilkurve » Di, 17.03.2020 - 19:15

Vielen Dank liebe Petra :)
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Klaus
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Re: Nach Jahren der Abstinenz

Beitrag von Klaus » Mi, 18.03.2020 - 10:25

Hallo Mark,

die Überschrift lässt tatsächlich nicht vermuten, dass es hier um eine sehr ausführliche Beschreibung einer reinen Korsett-Therapie (bei einem Korsettbauer) geht. Normalerweise gibt es eher immer wieder mal Updates, die man leichter verfolgen kann.
Wenn dann endlich auch mal von gezieltem Muskelauf- bzw. -umbau durch Schroth die Rede ist, wird es zumindest für mich interessanter.
Die Fachärztin stellte eine fixierte Kyphose fest......Allerdings war Sie beeindruckt von meiner allgemeinen Flexibilität als Sie dachte...
Das erinnert mich sehr an den User "kyphoboy", dem von Dr. Hoffmann eine Hyperkyphose mit 83 Grad diagnostiziert wurde. Mit Korsett, dann zusätzlich Schroth und schliesslich Rolfing hatte er nach seinen Angaben dauerhaft 34 Grad erreicht. So etwas ist hier im Forum bislang zwar ein Sonderfall, der aber auch zeigt, dass man immer ganzheitlich denken muss. Wenn Ende November Dr. von Richthofen und Dir das Wissen um die damals erreichte Korrektur im Korsett bekannt gewesen wäre, hätte es sicherlich sofort die Empfehlung zu einer Schroth REHA gegeben.
Es ist ja so, dass neben dem Korsett auch das "reine" Schroth nicht unbedingt ganzheitlich wirkt. Bei meiner REHA gab es zusätzliche (Dehn)Übungen, die z. Bsp. auch die richtige Beinstellung betraf. Aber aus Zeitgründen nur sehr kurz und offenbar nach den Berichten nicht immer.
Hast Du denn schon mal an die Dehnung der Oberschenkelmuskulatur gedacht, die typischerweise verkürzt sein kann?

Gruß
Klaus

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