BWS-Kyphose und leichte Skoliose - Schroth REHA möglich?

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ReadyToRumble
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BWS-Kyphose und leichte Skoliose - Schroth REHA möglich?

Beitrag von ReadyToRumble » Do, 07.02.2019 - 12:01

Hallo zusammen,

hab bereits seit Wochen/Monaten hier Beiträge zu meiner Wirbelsäulen Erkrankung gelesen und verfolgt.
Nun habe ich mal eine Frage zu meiner Situation.
Bin 33 Jahre alt, habe seit dem ich gewachsen bin mit 12/13 Jahren starke Rückenschmerzen und eine total schiefe haltung.
Seit 2006 regelmäßig in orthopädischer Behandlung, habe Krankengymnastik/Funktionstraining/Manuelle Therapie usw alles durch.
2013 dann durch falsches Training im Fitnessstudio LWS und 2014 HWS Blockade bekommen. Habe seit dem Tinnitus, Austrahlen in das rechte Beine und rechten Arm und Schwindel.
Die Orthopäden sagen immer nur, ich soll SPORT machen.
War jetzt im Januar 2019 zur normalen orthopädischen REHA. Dort wurde HWS und LWS bis ISG Syndrom festgestellt. Bin total verkürzt und soll weiter Sport machen. Der Physiotherapeut meinte: OH gott du hast ja eine totale Kyphose und musst unbedingt was dagegen machen in deinem Alter. Bekomme noch dazu an Fitnessgeräten der MTT (Medizinische TrainingsTherapie) immer Schwindel und Tinnitus wird stärker.

Habe hier ja gelesen, dass bei Kyphose und Skoliose Schroth Therapie am besten wäre. Wie gesagt habe eine BWS Kyphose und leichte Skoliose (Stand 2010 - Cobb Winkel 8° ) .

Würdet ihr mir als letzte Möglichkeit zur Verbesserung der Symthome eine Schroth REHA oder Schroth Krankengymnastik empfehlen?

Vielen Dank für eure Tipps im Voraus.

MfG aus der Region Hannover

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Klaus
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Re: BWS-Kyphose und leichte Skoliose - Schroth REHA möglich?

Beitrag von Klaus » Do, 07.02.2019 - 14:51

Hallo ReadyToRumble,
Seit 2006 regelmäßig in orthopädischer Behandlung, habe Krankengymnastik/Funktionstraining/Manuelle Therapie usw alles durch.....Die Orthopäden sagen immer nur, ich soll SPORT machen.
Wenn es Dich beruhigt, das ist hier im Forum leider immer wieder diesselbe Geschichte.
War jetzt im Januar 2019 zur normalen orthopädischen REHA. Dort wurde HWS und LWS bis ISG Syndrom festgestellt. Bin total verkürzt und soll weiter Sport machen.
Auch das ist frustierend, aber offenbar immer noch traurige Realität. Sofern Du jetzt nichts Relevantes in Deiner Schilderung vergessen hast.
Der Physiotherapeut meinte: OH gott du hast ja eine totale Kyphose und musst unbedingt was dagegen machen in deinem Alter.
Heißt das, dass bislang nicht wenigstens ein Therapeut darauf hingewiesen hat?
Wie gesagt habe eine BWS Kyphose und leichte Skoliose (Stand 2010 - Cobb Winkel 8° ) .
Das Entscheidende ist die konkrete Messung der BWS- Kyphose, der LWS-Lordose und eigentlich auch der HWS-Lordose. Es muss diagnostiziert werden, ob es sich um eine Hyperkyphose (Rundrücken) und typischerweise auch um eine Hyperlordose (Hohlkreuz) handelt. Dazu gibt es meistens eine relativ geringe begleitende Skoliose, wobei Deine 8 Grad per Definition keine Skoliose ist. Die fängt erst bei 10 Grad an.

Ferner sollte ein Spezialist durch manuelle Untersuchungen feststellen, mit welcher Methode (oder Kombinationen) welche Verbesserungen erreicht werden könnten. Das ist eine Einschätzung, die normale Orthopäden aufgrund fehlender praktischer Erfahrungen (insbesondere bei Erwachsenen) nicht geben können.
viewtopic.php?f=25&t=6472
Würdet ihr mir als letzte Möglichkeit zur Verbesserung der Symthome eine Schroth REHA oder Schroth Krankengymnastik empfehlen?
Also eine stationäre Schroth-REHA ist in der Regel bei entsprechender Diagnose (die gibt es bei Dir konkret noch nicht) die erste Möglichkeit der Therapie, um Schroth für das tägliche Üben zuhause tatsächlich zu erlernen bzw. zu erspüren. Wenn die typischen Verkürzungen in den Strukturen (Muskeln, Bänder und Sehnen) zu stark sein sollten, muss man möglicherweise erst an das gezielte Dehnen denken. Es geht da nicht nur um den Rücken selbst.
Leider hast Du gerade eine normale REHA hinter Dir, insofern musst Du wohl warten.

Gruß
Klaus

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Re: BWS-Kyphose und leichte Skoliose - Schroth REHA möglich?

Beitrag von ReadyToRumble » Do, 07.02.2019 - 20:23

Hi Klaus,

danke für deine schnelle Rückmeldung.

Ich erwarte den REHA-Abschlussbericht in den nächsten Tagen, sollte noch was wichtiges neues drin stehen, so werde ich es nachreichen.
In meinen Befunden aus den Jahren von 2006 bis heute steht auch was von Rundrücken und Hohlkreuz.

Leider haben zuvor die Orthopäden als auch die Physios nichts zur BWS-Kyphose gesagt, immer nur irgendwas von ich soll bei Übungen das Hohlkreuz vermeiden. Wären die Beschwerden mit Schwindel, HWS Bewegungseinschränkung, einschlafender Hand und Bein nicht sowie der Tinnitus nicht, so wäre ich wahrscheinlich nicht mehr zum Orthopäden gegangen, da man ja dort als noch relativ "junger Mensch" eh unerwünscht ist. - So kommt es mir manchmal vor.

Der Chefarzt der REHA hat ja was von Verkürzungen, Dehnung, Krankengymnastik, exessivem Sport usw. gesagt bzw. mich quasi dazu verdonnert. Mache derzeit Funktionstraining ein Jahr noch bis Januar 2020 und REHA-Nachsorge T-RENA für ein halbes Jahr, 2 mal die Woche Medizinische TrainingsTherapie im ambulanten REHA-Zentrum. Der Chefarzt meinte noch, gucken Sie erstmal wie es dann im Herbst aussieht und ob die Beschwerden dadurch dann besser geworden sind. Vielleicht sollte ich das jetzt mal abwarten.

Würde natürlich gern eine Schroth-REHA in Bad Salzungen mit machen. Ich denke ich sollte bis Januar 2020 warten bis die Verordnung von Krankengymnastik ausgelaufen ist. Wäre dann eine vorzeitige REHA die medizinisch begründet werden müsste. Weisst du, ob quasi jeder Arzt oder Orthopäde einen Schroth REHA-Antrag ausstellen kann oder ob das nur die von dir und in der Liste genannten Fachärzte nach einer möglichen Vermessung machen können?

VG

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Re: BWS-Kyphose und leichte Skoliose - Schroth REHA möglich?

Beitrag von Klaus » Fr, 08.02.2019 - 14:01

Hallo Klaus,
immer nur irgendwas von ich soll bei Übungen das Hohlkreuz vermeiden.........Der Chefarzt der REHA hat ja was von Verkürzungen, Dehnung, Krankengymnastik, exessivem Sport usw. gesagt bzw. mich quasi dazu verdonnert. Mache derzeit Funktionstraining ein Jahr noch bis Januar 2020 und REHA-Nachsorge T-RENA für ein halbes Jahr, 2 mal die Woche Medizinische TrainingsTherapie im ambulanten REHA-Zentrum
Bei den notwendigen Übungen geht es nicht nur um das Vermeiden eines Hohlkreuzes und Rundrückens, sondern um eine möglichst weitgehende Korrektur. Deshalb bietet Schroth KG da einige Tricks, um gleichzeitig Rundrücken und Hohlkreuz anzugehen. Nicht zu vergleichen mit normaler KG! Es ist häufig so, dass die versuchte Aufrichtung des Rundrückens automatisch mit einer Verstärkung des Hohlkreuzes verbunden ist, weil die verkürzten Strukturen nichts anderes zulassen. Man merkt das nicht unbedingt, weil man sich an diesen Zustand gewöhnt hat.

Es kann vorkommen, dass selbst Schroth erst einmal nicht weiterbringt und man mit intensiver Dehnung anfangen muss. Deswegen finde ich es schon fahrlässig, wenn hier von exessiven Sport gesprochen wird, bei man in der Regel anfangs nicht weiß, ob der sogar kontrapropduktiv sein kann.
Du brauchst das richtige Körpergefühl, was bei einem Funktionstraining und der Medizinischen Trainings Therapie sehr davon abhängig ist, wie kompetent der Therapeut tatsächlich ist und wie intensiv der sich mit Dir beschäftigen kann. Nach allen Erfahrungen, die ich seit ca. 2005 hier im Forum mit Erfahrungsberichten mache, gleicht das eher einem 6-er im Lotto. :) Meine eigenen Erfahrungen sind die gleichen und selbst bei Schroth Therapeuten in der Praxis "Podbi REHA" in Hannover habe ich damals gemerkt, dass die meisten Übungen im Vergleich zur folgenden Schroth REHA nicht effektiv waren.
Weisst du, ob quasi jeder Arzt oder Orthopäde einen Schroth REHA-Antrag ausstellen kann oder ob das nur die von dir und in der Liste genannten Fachärzte nach einer möglichen Vermessung machen können?
Theoretisch kann jeder Arzt einen Antrag stellen. Aber:
Es geht hier um eine spezielle REHA bei einem Erwachsenen. Der Orthopäde muss davon überzeugt sein, dass diese helfen wird und auch in der Lage sein, dies sehr gut zu begründen. Die Erfahrung hier im Forum sagt, dass man sich die lange Odyssee mit den Ärzten vor Ort in der Regel sparen kann und auch sollte. Dazu kommt, dass es in Hannover nur im Annastift die Möglichkeit mit den Wirbelsäulen-Ganz-Aufnahmen gibt. Man braucht die konkreten Winkel. Und ins Annastift kommt man nur über einen Orthopäden, der die Notwendigkeit dazu sieht und von einer REHA überzeugt ist. Wir drehen uns im Kreis.

In Hannover sehe ich das aktuell für Erwachsene nicht. In der [Sammlung] Hannover habe ich damals Dr. Mankow aufgeführt, kenne aber den aktuellen Stand nicht. Ich habe aber vor kurzem mit einer Ärztin (war die schnellste Möglichkeit) in der selben Praxis die Erfahrung gemacht, dass sie keine Überweisung ins Annastift zum Röntgen ausstellen wollte. Sie hat sich aber gnädigerweise bereit erklärt, ein Teilröntgenbild zu machen, um den für mich wichtigen aktuellen Kyphose-Winkel (>60 Grad) auszumessen. Es ging um die langfristige Versorgung. Mit der Bemerkung, so viel KG ist doch nicht notwendig.

Gruß
Klaus

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Re: BWS-Kyphose und leichte Skoliose - Schroth REHA möglich?

Beitrag von ReadyToRumble » Fr, 08.02.2019 - 18:13

Hi Klaus,

krankengymnastik und Medizinische Training Therapie ist natürlich Standard, aber es wurde mir jetzt von der Rentenversicherung als REHA-Nachsorge verordnet und wird alles bezahlt. Ich muss das jetzt erstmal das Jahr mitmachen. Hat ja vielleicht auch vorteile, dass ich mich so schon mal einigermaßen Dehnen kann. Bin nämlich total verkürzt :-(
Ist vielleicht eine gute Vorbereitung für Schroth, da dies sicherlich hart wird.
Mache mir also bis Januar 2020 keine großen Hoffnungen, nur ich kann jetzt direkt nach der REHA-Entlassung keine neue REHA beantragen.

Das große Ziel und mein Traum ist natürlich, eine Schroth REHA mitzumachen. Ich möchte diese im Januar 2020 vorzeitig beantragen und deshalb bereite ich mich schon mal bestens drauf vor, da dies sicherlich harte Arbeit wird einen Arzt oder Orthopäden davon zu überzeugen.

Im Annastift hatte ich damals auch schon angerufen, die haben auch gesagt, Überweisung vom ORTHOPÄDEN und nicht Hausarzt. Deshalb ist es bei mir gescheitert. Ich habe ein aktuelles Röntgenbild der ganzen Wirbelsäule von meinem Orthopäden (Stand 12/2017). Könnte man hier also den Kyphose-Winkel mit bestimmen? Oder braucht man für den Winkel und daraus resultierend die genaue Diagnose und schließlich den möglichen REHA-Antrag das Bild aus dem Annastift?

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Re: BWS-Kyphose und leichte Skoliose - Schroth REHA möglich?

Beitrag von Klaus » Sa, 09.02.2019 - 14:22

Hallo Klaus,
krankengymnastik und Medizinische Training Therapie ist natürlich Standard, aber es wurde mir jetzt von der Rentenversicherung als REHA-Nachsorge verordnet und wird alles bezahlt. Ich muss das jetzt erstmal das Jahr mitmachen. Hat ja vielleicht auch vorteile, dass ich mich so schon mal einigermaßen Dehnen kann. Bin nämlich total verkürzt :-(
Also "Standard" ist in der Regel keine gezielte Therapie bei Hyperkyphose/Hyperlordose. Deswegen würde ich Dir empfehlen, genau darauf zu achten, welche Übungen Du machst, wie sie wirken und ob sie bei Dir richtig wirken. Wie schon gesagt, gleichzeitige Korrektur von Rundrücken und Hohlkreuz. Und ganz wichtig, auch Dehnung im gesamten Körper, typisch z.Bsp. die verkürzte Oberschenkelmuskulatur. Da ist auch der Therapeut gefragt, den Du evtl. gezielt anstoßen solltest. ;) Es geht hier mittel- bis langfristig auch um Deine eigene Kompetenz, weil Du leider nicht davon ausgehen kannst, dass Therapeuten kompetent genug sind.

Schroth KG während der REHA wird immer mit freiem Oberkörper durchgeführt, damit man die Wirkung optisch gut kontrollieren kann. So etwas ist ambulant oft nur in Einzeltherapie möglich und damit sind Fehler bei der Therapie und z.Bsp. auch in Fitness-Studios vorprogrammiert.
Ich habe ein aktuelles Röntgenbild der ganzen Wirbelsäule von meinem Orthopäden (Stand 12/2017). Könnte man hier also den Kyphose-Winkel mit bestimmen?
Den Kyphosewinkel (und auch Lordose Winkel) muss man aus einer sagittalen (seitlichen) Röntgen-Aufnahme der Wirbelsäule bestimmen, am besten als Ganz-Aufnahme, was aufgrund der unterschiedlichen seitlichen Struktur in den einzelnen Abschnitten eine Herausforderung bezüglich Qualität sein kann. Der Orthopäde muss also zwei Ganz-Aufnahmen gemacht haben, was ja das Problem beim Röntgen ist. Frontale Aufnahmen liefert z. Bsp auch die Röntgenpraxis am Raschplatz, aus der kann man natürlich keinen Kyphose-/Lordose-Winkel bestimmen. Nur die Skoliose-Winkel.
Oder braucht man für den Winkel und daraus resultierend die genaue Diagnose und schließlich den möglichen REHA-Antrag das Bild aus dem Annastift?
Es geht immer um die konkrete Diagnose mit Angabe der Winkel. Das entsprechende Röntgenbild ist nur Grundlage dafür und muss nicht dem REHA Antrag beigelegt werden.
Wenn Du nicht den Weg über einen Spezialisten wählen möchtest, musst Du Dir über den REHA Antrag schon einige Gedanken machen. Dazu gibt es jede Menge verstreute Threads im Forum. Es geht da um Formulierungen bzw. Argumente, die Du einem "willigen Orthopäden" (ohne Arzt geht es nicht) liefern solltest, damit der Antrag auch genehmigt wird. Insbesondere, wenn es um eine vorzeitige REHA geht.
Einsprüche sind in der Regel erfolgreich, aber dazu sollte man einige Argument zum Nachliefern übrig sein. :)

Gruß
Klaus

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Re: BWS-Kyphose und leichte Skoliose - Schroth REHA möglich?

Beitrag von ReadyToRumble » So, 10.02.2019 - 11:34

HI Klaus,

danke nochmal für deine schnellen Antworten und Mühen.

Ok dann sollte ich vielleicht doch den Weg über den Spezialisten wählen. Das wird ja auch alles Zeit in Anspruch nehmen. Für den Notfall kann ich ja dann immer noch den Plan B (Schroth REHA über Orthopäden/Hausarzt) wählen, zu mal das ja wohl dann die schwierigere Variante zu sein scheint.

Vielleicht noch mal dein persönlicher Tipp, wir kommen ja quasi aus der Nachbarschaft. Bei welchem Spezialisten würdest du es zuerst versuchen?
Dr. Mankow bzw. Dr. Lübbers in Hannover um die Ecke oder dann schon irgendwie Hamburg wars glaube ich bzw. die besten Spezialisten in Berlin, Stuttgart, Bad Salzungen? Leitet dieser Spezialist dann die Rötngen-Ganzaufnahme in die Wege für den möglichen REHA-Antrag?

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Re: BWS-Kyphose und leichte Skoliose - Schroth REHA möglich?

Beitrag von Klaus » Mo, 11.02.2019 - 10:55

Hallo ReadyToRumble,
Vielleicht noch mal dein persönlicher Tipp, wir kommen ja quasi aus der Nachbarschaft. Bei welchem Spezialisten würdest du es zuerst versuchen?
Dr. Mankow bzw. Dr. Lübbers in Hannover um die Ecke oder dann schon irgendwie Hamburg wars glaube ich bzw. die besten Spezialisten in Berlin, Stuttgart, Bad Salzungen?
Dr. Mankow oder Dr. Lübbers kann man nicht zu den Spezialisten im Sinne einer kompetenten konservativen Versorgung von Erwachsenen zählen. Es gibt keine ausreichend eingestellten positiven Erfahrungsberichte, was Grundlage für eine Empfehlung ist.
Ich habe das in der [Sammlung] Hannover auch ganz deutlich zum Ausdruck gebracht. Insofern gilt die Liste der tatsächlichen Spezialisten.

Für Hannoveraner habe ich deshalb immer Berlin mit Dr. Wilke als nächstgelegene Möglichkeit genannt. Hier habe ich die Details (Telefonnummer, Sprechzeiten) herausgenommen, weil die nach einem Umzug der Praxis unklar waren. Anstatt die konkreten Daten zu übermitteln, gab es einen Einspruch zu den Diskussionen dazu. :(
Leitet dieser Spezialist dann die Rötngen-Ganzaufnahme in die Wege für den möglichen REHA-Antrag?
Der Spezialist benötigt diese Röntgenaufnahme für eine konkrete kompetente Diagnose, die dann auch für den evtl. REHA Antrag gebraucht wird. Insofern muss er dafür sorgen, das eine solche Aufnahme im Rahmen seiner Sprechstunde auch gemacht werden kann. Sei es in der Praxis selber oder in der Nähe am gleichen Tag.

Gruß
Klaus

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Re: BWS-Kyphose und leichte Skoliose - Schroth REHA möglich?

Beitrag von ReadyToRumble » Mo, 11.02.2019 - 21:27

Hi Klaus,

ich werde mir Dr. Wilke in Berlin mal vormerken. Auf der Homepage gibt es sogar die Info zum Thema REHA, dass die Praxis sowas unterstützt (bei medizinische Notwendigkeit) und auch das Antragsformular da hat. Es wird ggf. sogar später beim möglichen Widerspruch der Ablehnung unterstützt. Was ja bei mir mit der vorzeitigen REHA durchaus aktuell werden wird.
Vermutlich wird der erste Schritt jedoch noch Dr. Mankow bzw. Dr. Lübbers sein. Nach Berlin kann ich dann immer noch fahren.

Da bei mir aktuell ein Antrag auf EU-Rente läuft (wegen einer anderen Sache) muss ich mit einem möglichen Schroth REHA-Antrag noch warten, da es sonst Probleme mit dem zuständigen Kostenträger geben wird. Sobald die EU-Rente durch ist, habe ich Anspruch auf eine REHA durch die Krankenkasse.
Ich werde mich dann hier zu gegebener Zeit wieder melden und über meine weiteren Schritte und Erfahrungen von allem berichten.

Bis dann
Viele Grüße

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Re: BWS-Kyphose und leichte Skoliose - Schroth REHA möglich?

Beitrag von Klaus » Di, 12.02.2019 - 10:51

Hallo ReadyToRumble,
Vermutlich wird der erste Schritt jedoch noch Dr. Mankow bzw. Dr. Lübbers sein.
Also wenn schon, nur Dr. Mankow persönlich (wenn Du einen Termin bekommst). Berichte dann mal von ihm bzw. Dr. Lübbers, von dem es nur einen Bericht bezüglich 15-jähriger Tochter mit OP-Wunsch gibt! Das hat überhaupt nichts mit konservativer Therapie von Erwachsenen zu tun.

Gruß
Klaus

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Re: BWS-Kyphose und leichte Skoliose - Schroth REHA möglich?

Beitrag von ReadyToRumble » Di, 12.02.2019 - 12:48

HI Klaus,

ok ich werde es einfach mal bei Dr. Mankow direkt versuchen. Ich habe dort nichts zu verlieren.
Falls ich da nichts erreiche, wird mich der Weg gleich nach Berlin
zu Dr. Stefan Wilke führen. Möchte einfach keine Zeit verlieren und das Fahrtgeld wird es mir Wert sein, endlich was richtiges gegen
meine Kyphose zu tun.
Natürlich werde ich euch hier auf dem laufenden halten
Gruß

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Re: BWS-Kyphose und leichte Skoliose - Schroth REHA möglich?

Beitrag von ReadyToRumble » Di, 12.02.2019 - 13:23

kurze Zwischeninfo:

Dr. Mankow ist derzeit auf unbestimmt Zeit erkrankt. Die können nicht sagen wie lange. Man wollte mir alternativ einen Termin
bei Dr. Hauptmann geben. Hatte eine kleine Diskussion mit der Sprechstundenhilfe, sie wollte wissen, warum ich unbedingt nur zu Dr. Mankow möchte und meinte alle anderen Orthopäden wären genauso Kompetent im Berech der Wirbelsäule. Ich wollte hier nicht diskutieren, da dies eh zu nichts geführt hätte.

Und Dr. Lübbers in Hannover nimmt derzeit keine neuen Patienten mehr an. Hier würde es ebenfalls nur die Möglichkeit geben,
zu einem der anderen Ärzte aus der Gemeinschaftspraxis zu gehen.

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Re: BWS-Kyphose und leichte Skoliose - Schroth REHA möglich?

Beitrag von Klaus » Di, 12.02.2019 - 18:05

Hallo ReadyToRumble,
Falls ich da nichts erreiche, wird mich der Weg gleich nach Berlin
zu Dr. Stefan Wilke führen. Möchte einfach keine Zeit verlieren und das Fahrtgeld wird es mir Wert sein, endlich was richtiges gegen
meine Kyphose zu tun.
Dann ist das ja jetzt geklärt. :top:
Bin gespannt, wie aktuell die Terminvergabe für Erwachsene aussieht.

Gruß
Klaus

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Re: BWS-Kyphose und leichte Skoliose - Schroth REHA möglich?

Beitrag von ReadyToRumble » Di, 05.03.2019 - 21:39

Hi Klaus,

hier mal wieder aktuelle Informationen von mir:

War heute beim Termin ist der Praxis Dr. Mankow und Kollegen bei Dr. Haup*mann. Habe den Termin genommen um mir erstmal wieder einen Überblick verschaffen zu können und mich vorsichtig ranzutasten an die Thematik bzw. Behandlung, da ich ja frisch aus der normalen orthopädischen REHA komme.

Er war sehr verständnisvoll und hat mich nach der Schildung Hyperkyphose und Hyperlordose sofort untersucht. Ich hatte viel erzählt und wollte dann auch nicht gleich zu weit gehen wegen möglichem Röntgenbild im Anna-Stift usw. Desweiteren hatte er mich noch zu meiner leichten Skoliose befragt, ich sagte - Stand 2010 - wäre es ein Cobb. Winkel von 8 Grad. Da meinte er, das ist doch fast gar nichts. Ab dem Zeitpunkt wurde er dann schon ernster und ich fühlte mich doch gleich etwas abgewimmelt von ihm. Ich habe noch gefragt, ob er den Kyphosen-Winkel bestimmen kann. Sagt er ja wäre wohl möglihc, aber er sah da glaube ich keinen Handlungsbedarf. Er hat dann ein normales Röntgenbild gemacht und hat die sehr weit oben sitzend BWS-Kyphose festgestellt. Er sagte sei alles nicht so schlimm, gibt gute Chancen gegenzusteuern und es gut wegzubekommen. Ich müsste viel Übungen mit Ruderzug machen usw. Ich habe dann um Krankengymnastik nach Schroth gebeten und er war gnädig und hat mich ein Rezept (sogar mit zusatz "nach Schroth" ausgestellt.

Wie gesagt, es war einer der ersten Schritte so kurz nach meiner REHA um sich langsam ranzutasten an die vorzeitige Schroth-REHA. Wichtig hier, zweites Rezept Krankengymnastik so dass ich jetzt mit Schroth KG erstmal starten kann als Neuling. Kopiere mir natürlich alle Befunde und Rezepte als Nachweis für den REHA-Antrag später. Diesen plane ich dann Ende des Jahres über Dr. Wilke zu stellen, aber ich muss erst nochmal warten, deshalb war ich auch erst in Hannover. Dr. Mankow ist ja derzeit nicht verfügbar.

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Re: BWS-Kyphose und leichte Skoliose - Schroth REHA möglich?

Beitrag von Klaus » Mi, 06.03.2019 - 11:32

Hallo ReadyToRumble,

da Du mich direkt angesprochen hast:
was soll ich dazu sagen?

Auch ein Dr. Mankow, auf den Du Dich so eingeschossen hast, hat mich damals in 2004 nicht wirklich weitergebracht. Nach ein paar Monaten war ich dann zur damaligen ambulanten Sprechstunde in Bad Salzungen bei Dr Steffan. In 2005 folgte mit der Schroth REHA dann der Durchbruch und auch die Erkennntis, dass die bisherigen ambulanten Schroth Übungen bei Hyperkyphose/Hyperlordose nicht zielführend waren. Abgesehen davon, dass die versprochende dauerhafte Verordnung ausserhalb des Regelfalles dann plötzlich doch nicht mehr galt.

Aber ok, wenn Du aktuell einen anderen Weg gehen willst, bleibt nur folgendes zu kommentieren:
Stand 2010 - wäre es ein Cobb. Winkel von 8 Grad. Da meinte er, das ist doch fast gar nichts.
Das ist per Definition auch keine Skoliose.
ob er den Kyphosen-Winkel bestimmen kann. Sagt er ja wäre wohl möglihc, aber er sah da glaube ich keinen Handlungsbedarf.
Leider immer noch das Übliche.
Er hat dann ein normales Röntgenbild gemacht und hat die sehr weit oben sitzend BWS-Kyphose festgestellt. Er sagte sei alles nicht so schlimm,
Und wie groß ist der Winkel?
Eine hochsitzende BWS Hyperkyphose kann natürlich noch andere Auswirkungen haben, als es die Gradzahl vermuten lassen kann.
Wichtig hier, zweites Rezept Krankengymnastik so dass ich jetzt mit Schroth KG erstmal starten kann als Neuling.
Wichtig ist, Du brauchst sehr viele Verordnungen! Sonst macht das keinen Sinn. Wenn die Kyphose über 60 Grad haben sollte, gibt es die Möglichkeit mit der "Verordnung mit besonderem Verordnungsbedarf". Das geht nicht auf das Budget des Arztes.

Gruß
Klaus

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