orthopädische/ergonomischer Bürostuhl

Infos zu weiteren WS-Deformitäten, die mit Skoliose zusammen oder alleine auftreten
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emjay28
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orthopädische/ergonomischer Bürostuhl

Beitrag von emjay28 »

Hallo,

ich war vor einiger Zeit hier im Forum aktiv. Mittlerweile habe ich eine Kur in Bad Sobernheim hinter mir und mache die Schroth-Gymnastik ca. 3-4x die Woche. Zudem werde ich versuchen zur Auffrischung einmal im Quartal zu einer ambulanten Schroth-Therapeutin zu gehen (1x war ich schon dort). Hierdurch bin ich weitgehendst beschwerdefrei.

Nun habe ich nach langer Arbeitslosigkeit wieder Aussicht auf einen Arbeitsplatz. In Kombination mit einer Maßnahme wurde nun in einem Unternehmen zunächst ein vierwöchiges Praktikum ausgemacht.

Wenn ich mir recht erinnere, wurde mir in Bad Sobernheim gesagt, dass man als Arbeitnehmer das Recht auf einen ergonomischen/orthopädischen Bürostuhl hat und diese beantragen könnte.

Kann man mit der Diagnose Morbus Scheuermann einen solchen Stuhl beantragen? Wenn ja, wo? Zur Zeit liegt bei mir wegen einer anderen Erkrankung ein Grad der Behinderung von 50 vor.

Vielen Dank für eure Hilfe.
Lady S
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Re: orthopädische/ergonomischer Bürostuhl

Beitrag von Lady S »

Meines Wissens bezahlt / bezuschusst die Rentenversicherung den orthopädischen Bürostuhl.
Er geht dann in Dein Eigentum über und Du kannst ihn bei einem Wechsel des Arbeitgebers mitnehmen.
(Manche Arbeitgeber sind davon übrigens nicht so begeistert - falsche Farbe, falsches Design ... :juggle: und stellen Dir deshalb selbst einen zur Verfügung).

Leider finde ich auf die Schnelle auf den Webseiten der Rentenversicherung die allgemeine Info dazu nicht (nur die Anträge), aber beim googeln mit Rentenversicherung Bürostuhl bekommst Du jede Menge Hinweise.
Grüsse, Lady S
emjay28
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Re: orthopädische/ergonomischer Bürostuhl

Beitrag von emjay28 »

Wegen meines Morbus Scheuermann habe ich kein GdB von 50, sondern wegen einer anderen Erkrankung. Ist das bei der Beantragung egal oder muss der GdB auf Grund des Rückens festgelegt sein?
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Jens1969
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Re: orthopädische/ergonomischer Bürostuhl

Beitrag von Jens1969 »

Hallo emjay28,

ich gehe davon aus, dass der GdB hier nicht den Ausschlag für die Entscheidung über die Genehmigung / nicht Genehmigung des Bürostuhles geben wird. Es sei denn, deine andere Erkrankung steht auch in irgend einem Zusammenhang mit deinen Beschwerden beim Sitzen auf Arbeit. Ob ein ergonomischer oder sogar ein orthopädischer Bürostuhl von der DRV genehmigt wird, hängt nach meinem Kenntnisstand im wesentlichen davon ab, wie groß deine Gradzahl ist, ob eine Begleitskoliose besteht und wie stark deine Schmerzsituation ausgeprägt ist. Hier brauchst du auf jeden Fall ein gutes ärztliches Attest. Bei der DRV musst du einen Antrag zur Teilhabe am Arbeitsleben stellen. Auszufüllen ist hierfür das Formular G100 und G130.

Wenn du einen orthopädischen Bürostuhl brauchst, kannst du dich im Vorfeld schon mal mit Hrn. Joachim Stolz von der Fa. ERGOplus in Aschaffenburg in Verbindung setzen. Dort wird dir auch gleich mit den notwendigen Anträgen incl. einer Checkliste für der Ablauf bei der Beantragung weitergeholfen.

Viele Grüße und viel Erfolg
Jens
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Klaus
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Re: orthopädische/ergonomischer Bürostuhl

Beitrag von Klaus »

emjay28 hat geschrieben:Kann man mit der Diagnose Morbus Scheuermann einen solchen Stuhl beantragen?
Die Frage ist eher, welchen Sinn macht ein solcher Stuhl bei Hyperkyphose / Hyperlordose !

Gruß
Klaus
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Re: orthopädische/ergonomischer Bürostuhl

Beitrag von Kaffeetrinker »

Nun auch bei Hyperkhose spielen die Stühle ne Rolle.............

Ich habe für meinen Stuhl zuhause ca 3 Stunden probegesessen in verschiedene Stühle, die Leute habn vielleicht blöd geschaut......
Am Schluss wurd es ein 200 Euromodell, schön gepolstert, in dem ich ein paar Stunden annähernd schmerzfrei sitzen kann.
Bei den meisten Stühlen fing das nach 15minuten schon an derbe zu schmerzen, brauche da nen Stuhl zum reinlungern....
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Klaus
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Re: orthopädische/ergonomischer Bürostuhl

Beitrag von Klaus »

Kaffeetrinker hat geschrieben:Am Schluss wurd es ein 200 Euromodell, schön gepolstert, in dem ich ein paar Stunden annähernd schmerzfrei sitzen kann.
Das ist sicherlich nicht das MFS System der Fa. Ergo-Plus, was dann auch bezuschusst werden kann.
Bei meiner tiefen Hyperkyphose, was absolut ein Sonderfall ist, muss ich dafür sorgen, dass ich nicht nach vorn aus der Sitzfläche geschoben werde. Deswegen habe ich ein hohes Sitzkissen mit eingearbeiteter Vertiefung, in die die nach aussen gewölbte Wirbelsäule einsinken kann. Das habe ich mal zufällig bei Tschibo für ca. 15 € erworben :) .
So denke ich, dass man bei symmetrischen Fehlstellungen wie "normalen" Rundrücken einfacher zurecht kommen kann, als bei asymmetrischen.

Gruß
Klaus
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Re: orthopädische/ergonomischer Bürostuhl

Beitrag von Kaffeetrinker »

Neee ist ein stinknormaler aus dem Möbelgeschäft :D
Für was anderes hatte ich eh kein Geld zu der Zeit.Beim nächsten Stuhl achte ich mal drauf bzw teste ich mal diese Luxusteile :D
emjay28
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Re: orthopädische/ergonomischer Bürostuhl

Beitrag von emjay28 »

Ich bin momentan etwas im Stress, daher die verspätete Antwort. Momentan habe ich erst zwei Tage Praktikum hinter mir, aber schon (wieder) massive Beschwerden. Das hängt sicherlich auch damit zusammen, dass ich langes Sitzen einfach nicht mehr gewöhnt bin, da ich lange Zeit arbeitslos war.

Wo kann ich mich genau informieren ob mir ein solcher Stuhl zusteht, was sollte/muss in einem ärztlichen Attest stehen?
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