Leben mit Morbus Scheuermann
-
Florian1029
- Newbie

- Beiträge: 10
- Registriert: Do, 12.04.2012 - 00:14
- Geschlecht: männlich
- Diagnose: Morbus Scheuermann
Leben mit Morbus Scheuermann
Hallo liebe Damen und Herren,
ich bin 21 Jahre alt und habe einen "Scheuermann".
Mit 15 und 16 habe ich ein Korsett getragen,
nun lebe ich seit langem ohne.
Schmerzen habe ich nur in der BWS an den Keilwirbeln.
Mit ca. 19 Jahren habe ich angefangen mein Leben spezielle
meinem Rückenproblem anzupassen.
Ich habe einen BMI von 19 und trainiere speziell Bauch und Rücken,
dadurch bin ich meistens beschwerdefrei.
Jetzt meine Frage:
Haltet ihr es für richtig sein Leben (Ernährung u. Sport),
von Morbus Scheuermann bestimmen zu lassen?
ich bin 21 Jahre alt und habe einen "Scheuermann".
Mit 15 und 16 habe ich ein Korsett getragen,
nun lebe ich seit langem ohne.
Schmerzen habe ich nur in der BWS an den Keilwirbeln.
Mit ca. 19 Jahren habe ich angefangen mein Leben spezielle
meinem Rückenproblem anzupassen.
Ich habe einen BMI von 19 und trainiere speziell Bauch und Rücken,
dadurch bin ich meistens beschwerdefrei.
Jetzt meine Frage:
Haltet ihr es für richtig sein Leben (Ernährung u. Sport),
von Morbus Scheuermann bestimmen zu lassen?
- Klaus
- Moderator/in

- Beiträge: 15237
- Registriert: Mi, 23.06.2004 - 18:36
- Geschlecht: männlich
- Wohnort: Hannover
Re: Leben mit Morbus Scheuermann
Hallo Florian,
Es kommt also in erster Linie darauf an, was er an Fehlstellungen der Wirbelsäule hinterlassen hat!
Oft ist es eine Kombination aus Rundrücken (Hyperkyphose), Hohlkreuz (Hyperlordose) und einer begleitenden relativ geringen Skoliose.
Deine Frage müsste eigentlich heißen, wie Du mit diesen Fehlstellungen umgehen solltest. Dazu muss man erst mal das Ausmaß kennen und das geht nur über die konkrete kompetente Diagnostik anhand einer Röntgen-Ganz-Aufnahme der Wirbelsäule von vorn und von der Seite. Das bekommt man schon mal nicht überall!
Wenn das gelaufen ist, muss man sich Gedanken machen, ob und wie man das angehen kann. Im Gegensatz zur leider geläufigen Meinung vieler Orthopäden lässt sich auch als Erwachsener noch eine Menge machen. Das fällt dann aber in das Ressort von Spezialisten, die auch bei der Diagnostik das Mittel der Wahl sind. Die vielen Erfahrungsberichte mit inkompetenten Orthopäden vor Ort oder sogar in der grösseren Region zeigen das leider immer wieder.
Ich weiß nicht, ob das Fitness Training an Geräten ist oder "private Übungen". Auf jeden Fall ist ein solches Training bei Fehlstellungen mit Risiken verbunden. Risiken, die durchaus erst viel später mit wirklichen Beschwerden verbunden sein können. Und noch schlimmer, solche Beschwerden können sich so langfristig entwickeln, dass man das erst mal nicht merkt. Wohlgemerkt, man merkt nicht, wie sich ein Rundrücken/Hohlkreuz weiter verschlimmert!
Ich weiß, wovon ich spreche. Die Endorphine beim Muskeltraining können über vieles hinwegtäuschen.
Insofern wirst Du Dein Leben von den Fehlstellungen insoweit bestimmen lassen, dass Du eine Menge tun kannst, diese nicht noch weiter zu verschlimmern. Aber gerade mit 21 lässt sich der augenblickliche Status mehr oder weniger je nach Rückensituation noch verbessern.
Gruss
Klaus
Mit 21 ist ein Morbus Scheuermann längst abgelaufen.Jetzt meine Frage:
Haltet ihr es für richtig sein Leben (Ernährung u. Sport),
von Morbus Scheuermann bestimmen zu lassen?
Es kommt also in erster Linie darauf an, was er an Fehlstellungen der Wirbelsäule hinterlassen hat!
Oft ist es eine Kombination aus Rundrücken (Hyperkyphose), Hohlkreuz (Hyperlordose) und einer begleitenden relativ geringen Skoliose.
Deine Frage müsste eigentlich heißen, wie Du mit diesen Fehlstellungen umgehen solltest. Dazu muss man erst mal das Ausmaß kennen und das geht nur über die konkrete kompetente Diagnostik anhand einer Röntgen-Ganz-Aufnahme der Wirbelsäule von vorn und von der Seite. Das bekommt man schon mal nicht überall!
Wenn das gelaufen ist, muss man sich Gedanken machen, ob und wie man das angehen kann. Im Gegensatz zur leider geläufigen Meinung vieler Orthopäden lässt sich auch als Erwachsener noch eine Menge machen. Das fällt dann aber in das Ressort von Spezialisten, die auch bei der Diagnostik das Mittel der Wahl sind. Die vielen Erfahrungsberichte mit inkompetenten Orthopäden vor Ort oder sogar in der grösseren Region zeigen das leider immer wieder.
Du schreibst aber von "Schmerzen an den Keilwirbeln".Ich habe einen BMI von 19 und trainiere speziell Bauch und Rücken,
dadurch bin ich meistens beschwerdefrei.
Ich weiß nicht, ob das Fitness Training an Geräten ist oder "private Übungen". Auf jeden Fall ist ein solches Training bei Fehlstellungen mit Risiken verbunden. Risiken, die durchaus erst viel später mit wirklichen Beschwerden verbunden sein können. Und noch schlimmer, solche Beschwerden können sich so langfristig entwickeln, dass man das erst mal nicht merkt. Wohlgemerkt, man merkt nicht, wie sich ein Rundrücken/Hohlkreuz weiter verschlimmert!
Ich weiß, wovon ich spreche. Die Endorphine beim Muskeltraining können über vieles hinwegtäuschen.
Insofern wirst Du Dein Leben von den Fehlstellungen insoweit bestimmen lassen, dass Du eine Menge tun kannst, diese nicht noch weiter zu verschlimmern. Aber gerade mit 21 lässt sich der augenblickliche Status mehr oder weniger je nach Rückensituation noch verbessern.
Gruss
Klaus
-
Florian1029
- Newbie

- Beiträge: 10
- Registriert: Do, 12.04.2012 - 00:14
- Geschlecht: männlich
- Diagnose: Morbus Scheuermann
Re: Leben mit Morbus Scheuermann
Hallo Klaus,
Erst einmal vielen Dank für deine Antwort.
Du hast Recht, ich muss mich dringend in ärztliche Behandlung begeben,
um den Scheuermann nicht weiter zu verschlimmern.
Ein Wirbelsäulenspezialist kann mein spezifisches Rückenproblem analysieren und behandeln.
Ich weiß aber genau was ich brauche um schmerzfrei zu sein.
Dies erfordert jedoch sehr viel Disziplin, denn ich vertraue nur auf mein Muskelkorsett.
Mich würden die Krankheitsgeschichten/Erfahrungen anderer "Scheuermänner" interessieren,
die ihr Leben nach der Krankheit richten mussten.
Erst einmal vielen Dank für deine Antwort.
Du hast Recht, ich muss mich dringend in ärztliche Behandlung begeben,
um den Scheuermann nicht weiter zu verschlimmern.
Ein Wirbelsäulenspezialist kann mein spezifisches Rückenproblem analysieren und behandeln.
Ich weiß aber genau was ich brauche um schmerzfrei zu sein.
Dies erfordert jedoch sehr viel Disziplin, denn ich vertraue nur auf mein Muskelkorsett.
Mich würden die Krankheitsgeschichten/Erfahrungen anderer "Scheuermänner" interessieren,
die ihr Leben nach der Krankheit richten mussten.
- Klaus
- Moderator/in

- Beiträge: 15237
- Registriert: Mi, 23.06.2004 - 18:36
- Geschlecht: männlich
- Wohnort: Hannover
Re: Leben mit Morbus Scheuermann
Ich muss das wohl noch ein wenig anders erklären.Florian1029 hat geschrieben:Ich weiß aber genau was ich brauche um schmerzfrei zu sein.
Dies erfordert jedoch sehr viel Disziplin, denn ich vertraue nur auf mein Muskelkorsett.
Bei Hyperkyphose/Hyperlordose trainiert man seine Muskeln in der Regel in dieser Fehlstellung!
Das heißt bestenfalls, dass man diese Situation fixiert. Wenn diese Situation wirklich schmerzfrei ist, könnte man das als optimal bezeichnen, wenn sich daran in Zukunft nichts verändert.
D.h. das Muskeltraining bleibt gleich intensiv bis an Dein Lebensende und die Fehlstellung verändert sich nicht, auch nicht um 1 Grad.
Das halte ich für nicht praktikabel, auch deshalb nicht, weil Du im Augenblick auch gar nicht weißt, in welcher konkreten Situation Du steckst und Du offensichtlich auch nicht 100% schmerzfrei bist.
Ich denke, alle "Scheuermänner" bzw. Männer mit Rundrücken und Hohlkreuz (die müssen nicht unbedingt Morbus Scheuermann gehabt haben!) werden sich dauernd um individuelle gezielte aktive Muskelpflege kümmern müssen. Auch wenn keine Beschwerden da sind, würde ich ab ca. 50 Grad Hyperkyphose immer vorbeugend richtig handeln wollen. Und ein natürliches Muskelkorsett sollte bei Hyperkyphose/Hyperlordose nicht nur einfach Muskelaufbau, sondern auch gleichzeitig Korrektur von fehlerhaften Strukturen sein. Verkürzte Bereiche müssen gezielt gedehnt werden. Man glaubt gar nicht, welche Bereiche des gesamten Körpers dabei zusammenhängen. Im Augenblick mache ich die Erfahrung, dass eine Übung für die Dehnung der Oberschenkelaussenseite auch gezielt den langen Rückenstrecker beeinflusst. Bislang ging ich davon aus, dass es in erster Linie die Oberschenkelinnenseite ist, die ganz typisch bei Rundrücken verkürzt ist.
Ich habe übrigens erst nach meiner Schroth REHA in 2005 das richtige Fitness Training gemacht, was ich vorher über 20 Jahre im Rückenbereich falsch angegangen bin und meine Situation ganz allmählich verschlechtert hat, trotz Muskelaufbau.
Was hier auch in vielen Erfahrungsberichten zum Ausdruck gekommen ist, die Korrektur des Rundrückens durch Streckung nach oben wird oft automatisch mit einer Verstärkung des Hohkreuzes durchgeführt. So etwas kann man nur durch die sogenannte korrigierte Haltung in den Griff bekommen.
Gruss
Klaus
-
Florian1029
- Newbie

- Beiträge: 10
- Registriert: Do, 12.04.2012 - 00:14
- Geschlecht: männlich
- Diagnose: Morbus Scheuermann
Re: Leben mit Morbus Scheuermann
Hallo Klaus,
vielen Dank für deine Antwort, du machst einen sehr kompetenten Eindruck und es freut mich dich als Ansprechpartner zu haben.
Ich muss dir gestehen, dass ich noch ca. 5 Jahre einen körperbelastenden Beruf ausüben werden. Die Risiken sind mir bewusst. Danach werde ich mich auf jeden Fall in ärztliche Behandlung begeben (Ganzwirbelsäulenanalyse, Reha, KG, Korsett..). Ich war bis vor ca. einem Jahr komplett schmerzfrei, hatte jedoch auch fleißig meine Übungen gemacht. Dann habe ich mit dem Rauchen aufgehört und mein Essplan war nicht mehr durchsetzbar. Zusätzlich konnte ich mit aufgeblähtem Bauch kein Training ausführen, Rückenschmerzen haben sich entwickelt.
Seit ca. 3 Monaten läuft bei mir wieder alles nach Plan und mir gehts Tag für Tag besser!
Das interessante an meinen Rückenschmerzen sind die Keilwirbel im BWS-Bereich, denn nur da habe ich Schmerzen. Der Schmerz entsteht eigentlich nur wenn ich mich hinsetze und mit z.B. Stuhl an die Keilwirbel stoße. Aufgrund meiner davor stark ausgeprägten Rückenmuskulatur, konnte ich beim sitzen einen super geraden Rücken machen und meinen Brustkorb nach vorne drücken.
Ich habe nämlich eine sehr ausgeprägte Kielbrust, die durch schwache Rückenmuskulatur in den Körper hineinfällt und meine Keilwirbel aus der BWS drückt, Buckelbildung. Ich brauch also eine Rückenmuskulatur, die meinen Körper in einer permanenten geraden Linie halten kann, damit meine Kielbrust raus "kuckt" und meine Rückenmuskulatur den Stuhl berühren kann.
Das Training für mich ist das Schwimmen, da ich früher ca. 6 Jahre Leistungsschwimmer war habe ich auch Erfahrung mit den Voraussetzungen für das gesunde Schwimmen, denn das wichtigste beim Schwimmen ist die Wasserlage.
Deswegen trainiere ich vor allem den Bauch gegen ein Hohlkreuz. Zusätzlich muss ich die Schultern und den Rücken trainieren, um eine gute Wasserlage zu gewährleisten. Dieses Trockentraining mache ich auf einer Isomatte ohne Gewichte, die Übungen habe ich von meiner ehemaligen Physiotherapeutin.
Das Haupttraining findet jedoch im Wasser statt, ich trainiere nur meine Kondition und mache dabei keine Sprints. Das Training besteht aus Kraul, Rücken, Kraulbeine und Wasserballkraul. Wobei Wasserballkraul das für mich effektivste Training auf diesem Planeten ist!
Hier ist ein Video:
http://www.youtube.com/watch?v=BslFVd9qDhY
Es ist ein extrem anstrengender Schwimmstil (ausführbar erst nach guter Aufwärmung), man braucht ein extrem gutes Muskelkorsett um keinen Schaden dabei zu verursachen, da man eine extreme Hyperlordose verursacht. Durch extreme Bauchmuskeln kämpft man gegen das Hohlkreuz. Meine Kielbrust wird nach vorne gedrückt und meine BWS richtet sich auf, die Halswirbelsäule bleibt in einer angenehmen Position (kein "Kopfgewackel"). Meine komplette Rumpf/Rückenmuskulatur muss arbeiten und ich fühle mich "aufgerichtet".
Parallel zum Training versuche ich jeden wichtigen Muskel im Körper zu dehnen.
Ich habe jetzt sehr viel über mich erzählt und hoffe keinen gelangweilt zu haben, bitte schreibt mir eure ersten Eindrücke, bzw Meinungen über mein Training oder eure Trainingspläne!
MfG
Flo
vielen Dank für deine Antwort, du machst einen sehr kompetenten Eindruck und es freut mich dich als Ansprechpartner zu haben.
Ich muss dir gestehen, dass ich noch ca. 5 Jahre einen körperbelastenden Beruf ausüben werden. Die Risiken sind mir bewusst. Danach werde ich mich auf jeden Fall in ärztliche Behandlung begeben (Ganzwirbelsäulenanalyse, Reha, KG, Korsett..). Ich war bis vor ca. einem Jahr komplett schmerzfrei, hatte jedoch auch fleißig meine Übungen gemacht. Dann habe ich mit dem Rauchen aufgehört und mein Essplan war nicht mehr durchsetzbar. Zusätzlich konnte ich mit aufgeblähtem Bauch kein Training ausführen, Rückenschmerzen haben sich entwickelt.
Seit ca. 3 Monaten läuft bei mir wieder alles nach Plan und mir gehts Tag für Tag besser!
Das interessante an meinen Rückenschmerzen sind die Keilwirbel im BWS-Bereich, denn nur da habe ich Schmerzen. Der Schmerz entsteht eigentlich nur wenn ich mich hinsetze und mit z.B. Stuhl an die Keilwirbel stoße. Aufgrund meiner davor stark ausgeprägten Rückenmuskulatur, konnte ich beim sitzen einen super geraden Rücken machen und meinen Brustkorb nach vorne drücken.
Ich habe nämlich eine sehr ausgeprägte Kielbrust, die durch schwache Rückenmuskulatur in den Körper hineinfällt und meine Keilwirbel aus der BWS drückt, Buckelbildung. Ich brauch also eine Rückenmuskulatur, die meinen Körper in einer permanenten geraden Linie halten kann, damit meine Kielbrust raus "kuckt" und meine Rückenmuskulatur den Stuhl berühren kann.
Das Training für mich ist das Schwimmen, da ich früher ca. 6 Jahre Leistungsschwimmer war habe ich auch Erfahrung mit den Voraussetzungen für das gesunde Schwimmen, denn das wichtigste beim Schwimmen ist die Wasserlage.
Deswegen trainiere ich vor allem den Bauch gegen ein Hohlkreuz. Zusätzlich muss ich die Schultern und den Rücken trainieren, um eine gute Wasserlage zu gewährleisten. Dieses Trockentraining mache ich auf einer Isomatte ohne Gewichte, die Übungen habe ich von meiner ehemaligen Physiotherapeutin.
Das Haupttraining findet jedoch im Wasser statt, ich trainiere nur meine Kondition und mache dabei keine Sprints. Das Training besteht aus Kraul, Rücken, Kraulbeine und Wasserballkraul. Wobei Wasserballkraul das für mich effektivste Training auf diesem Planeten ist!
Hier ist ein Video:
http://www.youtube.com/watch?v=BslFVd9qDhY
Es ist ein extrem anstrengender Schwimmstil (ausführbar erst nach guter Aufwärmung), man braucht ein extrem gutes Muskelkorsett um keinen Schaden dabei zu verursachen, da man eine extreme Hyperlordose verursacht. Durch extreme Bauchmuskeln kämpft man gegen das Hohlkreuz. Meine Kielbrust wird nach vorne gedrückt und meine BWS richtet sich auf, die Halswirbelsäule bleibt in einer angenehmen Position (kein "Kopfgewackel"). Meine komplette Rumpf/Rückenmuskulatur muss arbeiten und ich fühle mich "aufgerichtet".
Parallel zum Training versuche ich jeden wichtigen Muskel im Körper zu dehnen.
Ich habe jetzt sehr viel über mich erzählt und hoffe keinen gelangweilt zu haben, bitte schreibt mir eure ersten Eindrücke, bzw Meinungen über mein Training oder eure Trainingspläne!
MfG
Flo
- Klaus
- Moderator/in

- Beiträge: 15237
- Registriert: Mi, 23.06.2004 - 18:36
- Geschlecht: männlich
- Wohnort: Hannover
Re: Leben mit Morbus Scheuermann
Ich weiß nicht, in welcher Form es das Forum in 5 Jahren geben wird und wie dann weitergeholfen werden kann.Florian hat geschrieben:Ich muss dir gestehen, dass ich noch ca. 5 Jahre einen körperbelastenden Beruf ausüben werden. Die Risiken sind mir bewusst. Danach werde ich mich auf jeden Fall in ärztliche Behandlung begeben (Ganzwirbelsäulenanalyse, Reha, KG, Korsett..).
Aber ganz im Ernst, Du willst noch 5 Jahre mit der Abklärung Deiner Situation warten ??
Du hast offensichtlich Angst davor, Deinen Beruf nach einer entsprechenden Diagnose nicht mehr ausüben zu können bzw. zu dürfen ?? Oder wie muss ich das jetzt verstehen ??
Es ist ungewöhnlich, dass man mit Extremsport gleichzeitig zielgerichtet die Fehlstellungen angeht, mal abgesehen davon, dass es nicht darum gehen kann, einen Schaden abzuwenden, sondern den Schaden zu minimieren !Es ist ein extrem anstrengender Schwimmstil (ausführbar erst nach guter Aufwärmung), man braucht ein extrem gutes Muskelkorsett um keinen Schaden dabei zu verursachen, da man eine extreme Hyperlordose verursacht.
Das Problem ist, das man online überhaupt nichts beurteilen kann, weil es immer eine ganz individuelle Sache ist, die man direkt beobachten muss. Und selbst da muss man eine gute Diagnostik als Grundlage haben!
Die KG nach Katharina Schroth, die bei Fehlstellungen optimal ist, lernt man auch nur während einer stationären REHA über den ständigen Kontakt mit einem erfahrenen Therapeuten. Natürlich gibt es auch Ausnahmen, die das richtige individuelle Körpergefühl kennen, um richtigen Muskelaufbau zu betreiben. In meinem Fitness Studio gab es jemanden, der "angewandte Schroth Technik" durchführte, ohne zu wissen, dass es das Prinzip Schroth ist.
Du wirst hier nicht viele Leute mit Trainingsplänen finden, aber aus dem oben gesagten sollte klar sein, dass es immer eine ganz individuelle auf die jeweilige Rückensituation ausgerichtete Situation ist, die nicht ohne weiteres auf andere übertragbar ist!Ich habe jetzt sehr viel über mich erzählt und hoffe keinen gelangweilt zu haben, bitte schreibt mir eure ersten Eindrücke, bzw Meinungen über mein Training oder eure Trainingspläne!
Abgesehen davon, das man online sowieso nicht beurteilen kann, ob es wirklich richtig ist, was die Leute da als positiv für sich beschreiben. Ich war, wie schon gesagt, 20 Jahre lang der Meinung, richtiges Fitness Training zu machen. Und so kann es mit jedem anderen Sport auch passieren.
Die Hyperkyphose/Hyperlordose hat nach meiner Ansicht den "Vorteil", dass man mit symmetrischen Training auch gleichzeitig die erforderliche Korrektur nach dem Schroth Prinzip durchführen kann. Diese muss man aber erst einmal richtig lernen.
Bei Skoliose ist das in der Praxis durch erforderliches asymmetrisches Bewegungs-Training in korrigierter Haltung fast unmöglich. Da greift dann nur die isometrische gezielte Schroth KG.
Gruss
Klaus
- second
- aktives Mitglied

- Beiträge: 66
- Registriert: So, 20.11.2011 - 13:46
- Geschlecht: weiblich
- Diagnose: Pottsche Kyphose aufgrund einer Wirbelsäulentuberkulose
Paraplegie / Querschnittslähmung - Therapie: Operationen 91, 92, 93 und 97 Spondylodese dorsal von TH8 bis L4 und ventral von TH 10 bis L2
jetzt Physiotherapie
Re: Leben mit Morbus Scheuermann
Hallo,
Schwimmen ist gut und hilft ein gutes Körpergefühl zu bekommen und Schmerzen zu lindern.
Das habe ich 1987 bei massiven Rückenbeschwerden nach Ausbildungsbeginn in meinem Bürojob auch erlebt.
Kurzfristig kann man da wohl nicht viel falsch machen.
Bei mir war eine Wirbelsäulentuberkulose die Ursache und die bekommt man mit Schwimmen nicht weg. Klar!
Die Ursachen deiner Beschwerden kennen weder du noch ich, deshalb ist jetzt eine genaue Diagnose sinnvoll!
Ich würde mal behaupten, dass du jetzt mal einen Termin bei einem kompetenten Arzt machen solltest. Mit der Diagnose können dann die richtigen Schritte eingeleitet werden ...
... damit du auch in 5 Jahren noch erfolgreich berufstätig sein kannst!
Gruß
Second
Schwimmen ist gut und hilft ein gutes Körpergefühl zu bekommen und Schmerzen zu lindern.
Das habe ich 1987 bei massiven Rückenbeschwerden nach Ausbildungsbeginn in meinem Bürojob auch erlebt.
Kurzfristig kann man da wohl nicht viel falsch machen.
Bei mir war eine Wirbelsäulentuberkulose die Ursache und die bekommt man mit Schwimmen nicht weg. Klar!
Die Ursachen deiner Beschwerden kennen weder du noch ich, deshalb ist jetzt eine genaue Diagnose sinnvoll!
Ich würde mal behaupten, dass du jetzt mal einen Termin bei einem kompetenten Arzt machen solltest. Mit der Diagnose können dann die richtigen Schritte eingeleitet werden ...
... damit du auch in 5 Jahren noch erfolgreich berufstätig sein kannst!
Gruß
Second
-
baumpflanzer
- Newbie

- Beiträge: 20
- Registriert: Do, 13.05.2010 - 11:17
- Geschlecht: männlich
- Diagnose: Scheuermann
32° Kyphose
11° Skoliose - Wohnort: Hamburg
Re: Leben mit Morbus Scheuermann
Das lässt sich aber auch missverständlich interpretieren, nämlich so dass es per se nicht möglich sei durch Muskeltraining eine Verbesserung der Gradzahl zu erreichen.Klaus hat geschrieben:Ich muss das wohl noch ein wenig anders erklären.Florian1029 hat geschrieben:Ich weiß aber genau was ich brauche um schmerzfrei zu sein.
Dies erfordert jedoch sehr viel Disziplin, denn ich vertraue nur auf mein Muskelkorsett.
Bei Hyperkyphose/Hyperlordose trainiert man seine Muskeln in der Regel in dieser Fehlstellung!
Das heißt bestenfalls, dass man diese Situation fixiert. Wenn diese Situation wirklich schmerzfrei ist, könnte man das als optimal bezeichnen, wenn sich daran in Zukunft nichts verändert.
D.h. das Muskeltraining bleibt gleich intensiv bis an Dein Lebensende und die Fehlstellung verändert sich nicht, auch nicht um 1 Grad.
- Klaus
- Moderator/in

- Beiträge: 15237
- Registriert: Mi, 23.06.2004 - 18:36
- Geschlecht: männlich
- Wohnort: Hannover
Re: Leben mit Morbus Scheuermann
Der Ausgangspunkt für meine Aussage war das "normale" Muskeltraining ohne Schroth Kenntnisse bzw. ohne richtiges Körpergefühl.Baumpflanzer hat geschrieben:Das lässt sich aber auch missverständlich interpretieren, nämlich so dass es per se nicht möglich sei durch Muskeltraining eine Verbesserung der Gradzahl zu erreichen.
Das bedeutet bei Fehlstellungen ein Risiko, die Situation weiter zu verschlimmern bzw. bestenfalls diese Fehlstellung so zu halten, wie sie aktuell ist.
Das habe ich ganz am Anfang geschrieben. Die Diskussion geht bislang aber eher um einen Extremsport und die Risiken, die man online schlecht einschätzen kann. Eine Diagnose gibt es nicht, auch keine grobe Angabe über die Situation, nur eine weitgehende Beschwerdefreiheit. Insofern waren die Korrekturmöglichkeiten nicht im Focus.Klaus hat geschrieben:Insofern wirst Du Dein Leben von den Fehlstellungen insoweit bestimmen lassen, dass Du eine Menge tun kannst, diese nicht noch weiter zu verschlimmern. Aber gerade mit 21 lässt sich der augenblickliche Status mehr oder weniger je nach Rückensituation noch verbessern.
Aber selbstverständlich gibt es die, nicht zuletzt durch aktive Muskelpflege auch ausserhalb von "reinem" Schroth:
GrussKlaus hat geschrieben:Die Hyperkyphose/Hyperlordose hat nach meiner Ansicht den "Vorteil", dass man mit symmetrischen Training auch gleichzeitig die erforderliche Korrektur nach dem Schroth Prinzip durchführen kann. Diese muss man aber erst einmal richtig lernen.
Klaus
-
Florian1029
- Newbie

- Beiträge: 10
- Registriert: Do, 12.04.2012 - 00:14
- Geschlecht: männlich
- Diagnose: Morbus Scheuermann
Re: Leben mit Morbus Scheuermann
Hallo Leute,
Vielen Dank für eure weiteren Beiträge!
Also meine Diagnose habe ich mit 15 vom Orthopäde erhalten, Morbus Scheuermann.
Erst bekam ich ein halbes Jahr KG, dann wurde mir parallel zur KG ein Korsett verschrieben. Dieses habe ich volle 2 Jahre getragen, dann waren meine Wachstumsfugen geschlossen. Seit diesem Zeitpunkt war ich nicht mehr beim Orthopäden, habe aber auch erst seit ca. einem einem halben Jahr Rückenbeschwerden. 2017 werde ich dort auf jeden Fall wieder in Behandlung gehen!
Ich weiß, dass ich kein Arzt bin, bei meinem Training achte ich jedoch sehr genau darauf, meinen Körper nicht weiter zu schädigen! Ihr müsst wissen, dass ich über zwei Jahre Physiotherapie gemacht habe und dort viel Erfahrungen sammeln durfte.
Die größte Herausforderung bei einer Kyphose liegt darin, in Alltagssituationen nicht in die "Buckelstellung" zu fallen. Es gibt verschiedene Korsetts und Versteifungs-Ops, welche einem die Arbeit abnehmen können.
Mit meinem Training und meiner Ernährung schaffe ich es die Buckelstellung in fast jeder Situation zu vermeiden, natürlich wird das Training mit 70 Jahren nicht mehr so einfach durchführbar sein. Aber so lange ich fit bin werde ich mit meinem Körper gegen die Fehlhaltung ankämpfen. Mein Training verschlechtert meine Kyphose nicht, es hilft mir sie zu korrigieren!
Ich bin der Meinung, dass die Kombination zwischen Schwimmtraining, Stabilisationsübungen und Dehnübungen das beste Training bei Wirbelsäulenerkrankungen darstellt!
Ich führe wirklich keinen Extremsport aus, ich wollte lediglich andere warnen/abschrecken untrainiert die Übung auszuführen, das ist alles. Jeder mit meiner Erkrankung kann nach körperlicher Vorbereitung diese Übung einmal ausprobieren, denn durch ein Muskelkorsett wird die Wirbelsäule besser geschützt.
Bitte korrigiert mich sofort wenn ihr nicht meiner Meinung seit, ich bin offen für Kritik und sehr diskussionsfreudig!
MfG
Flo
Vielen Dank für eure weiteren Beiträge!
Also meine Diagnose habe ich mit 15 vom Orthopäde erhalten, Morbus Scheuermann.
Erst bekam ich ein halbes Jahr KG, dann wurde mir parallel zur KG ein Korsett verschrieben. Dieses habe ich volle 2 Jahre getragen, dann waren meine Wachstumsfugen geschlossen. Seit diesem Zeitpunkt war ich nicht mehr beim Orthopäden, habe aber auch erst seit ca. einem einem halben Jahr Rückenbeschwerden. 2017 werde ich dort auf jeden Fall wieder in Behandlung gehen!
Ich weiß, dass ich kein Arzt bin, bei meinem Training achte ich jedoch sehr genau darauf, meinen Körper nicht weiter zu schädigen! Ihr müsst wissen, dass ich über zwei Jahre Physiotherapie gemacht habe und dort viel Erfahrungen sammeln durfte.
Die größte Herausforderung bei einer Kyphose liegt darin, in Alltagssituationen nicht in die "Buckelstellung" zu fallen. Es gibt verschiedene Korsetts und Versteifungs-Ops, welche einem die Arbeit abnehmen können.
Mit meinem Training und meiner Ernährung schaffe ich es die Buckelstellung in fast jeder Situation zu vermeiden, natürlich wird das Training mit 70 Jahren nicht mehr so einfach durchführbar sein. Aber so lange ich fit bin werde ich mit meinem Körper gegen die Fehlhaltung ankämpfen. Mein Training verschlechtert meine Kyphose nicht, es hilft mir sie zu korrigieren!
Ich bin der Meinung, dass die Kombination zwischen Schwimmtraining, Stabilisationsübungen und Dehnübungen das beste Training bei Wirbelsäulenerkrankungen darstellt!
Ich führe wirklich keinen Extremsport aus, ich wollte lediglich andere warnen/abschrecken untrainiert die Übung auszuführen, das ist alles. Jeder mit meiner Erkrankung kann nach körperlicher Vorbereitung diese Übung einmal ausprobieren, denn durch ein Muskelkorsett wird die Wirbelsäule besser geschützt.
Bitte korrigiert mich sofort wenn ihr nicht meiner Meinung seit, ich bin offen für Kritik und sehr diskussionsfreudig!
MfG
Flo
- second
- aktives Mitglied

- Beiträge: 66
- Registriert: So, 20.11.2011 - 13:46
- Geschlecht: weiblich
- Diagnose: Pottsche Kyphose aufgrund einer Wirbelsäulentuberkulose
Paraplegie / Querschnittslähmung - Therapie: Operationen 91, 92, 93 und 97 Spondylodese dorsal von TH8 bis L4 und ventral von TH 10 bis L2
jetzt Physiotherapie
Re: Leben mit Morbus Scheuermann
Hallo Florian,
also die Diagnose "Scheuermann" und "Kyphose" hatte ich mit 20 Jahren auch bekommen. Mit 23 lautete die "neue" Diagnose dann aber trotzdem Wirbelsäulentuberkulose (wobei ich vollkommen ahnlungslos bin, ob es mit 20 nicht eigentlich auch schon eine Wirbelsäulentuberkulose war). Eine Diagnose ist immer eine Momentaufnahme!
Da kann sich auch mal was dran ändern!
Na ja, ich will jetzt nicht den Teufel an die Wand malen. Eine Wirbelsäulentuberkulose wirst du wahrscheinlich nicht haben. Aber du solltest den aktuellen Status einfach mal abklären lassen. Deine Werte könnten sich verschlechtert haben und dann könnten neue Therapieansätze sinnvoll sein. Ich glaube dir gern, dass du Ahnung von dem hast, was du tust. Trotzdem würde ich das alles nicht auf die leichte Schulter nehmen.
Gruß
Second
also die Diagnose "Scheuermann" und "Kyphose" hatte ich mit 20 Jahren auch bekommen. Mit 23 lautete die "neue" Diagnose dann aber trotzdem Wirbelsäulentuberkulose (wobei ich vollkommen ahnlungslos bin, ob es mit 20 nicht eigentlich auch schon eine Wirbelsäulentuberkulose war). Eine Diagnose ist immer eine Momentaufnahme!
Da kann sich auch mal was dran ändern!
Na ja, ich will jetzt nicht den Teufel an die Wand malen. Eine Wirbelsäulentuberkulose wirst du wahrscheinlich nicht haben. Aber du solltest den aktuellen Status einfach mal abklären lassen. Deine Werte könnten sich verschlechtert haben und dann könnten neue Therapieansätze sinnvoll sein. Ich glaube dir gern, dass du Ahnung von dem hast, was du tust. Trotzdem würde ich das alles nicht auf die leichte Schulter nehmen.
Gruß
Second
-
Alves
- aktives Mitglied

- Beiträge: 96
- Registriert: Di, 05.01.2010 - 15:29
- Geschlecht: männlich
- Diagnose: - Hyperkyphose 56° (2011)
- 64° (2013)
M.Scheuermann,M40.09G Haltungsschwäche,BWS Syndrom
- 75° (2014) - Therapie: Korsett Therapie abgebrochen
Re: Leben mit Morbus Scheuermann
Hallo Florian,
Ich habe deine Beiträge gelesen und wollte dich mal fragen wie du trainierst was für Übungen du machst, da ich auch unbedingt Krafttraining ausüben möchte. Hilft es gegen deine Schmerzen und gegen die Haltung? Kannst du den ganzen Tag über aus, eine gerade Haltung übernehmen, ohne dabei zu verkrampfen ? Ich schaffe das nicht,irgendwann nach einer stunde schmerzt meine Wirbelsäule sehr stark. Ich weiß auch leider nicht,ob ich das mit dem Korsett durchziehen kann. Ich möchte unbedingt mit Krafttraining anfangen. Es heißt immer, man kann dadurch die Wirbelsäule weiter verschlechtern was auch ja stimmt, aber durch nichts machen wird die Krümmung ja auch immer schlimmer. Ich habe auch ein hervorstehenden Brustkorb. Weißt du wie man den beseitigen kann? Bist du mit deinem optischen Bild zufrieden? Könnte ich, nach deiner Meinung sofort mit Krafttraining anfangen ohne Schroth Kenntnisse ?
Gruß Alves
Ich habe deine Beiträge gelesen und wollte dich mal fragen wie du trainierst was für Übungen du machst, da ich auch unbedingt Krafttraining ausüben möchte. Hilft es gegen deine Schmerzen und gegen die Haltung? Kannst du den ganzen Tag über aus, eine gerade Haltung übernehmen, ohne dabei zu verkrampfen ? Ich schaffe das nicht,irgendwann nach einer stunde schmerzt meine Wirbelsäule sehr stark. Ich weiß auch leider nicht,ob ich das mit dem Korsett durchziehen kann. Ich möchte unbedingt mit Krafttraining anfangen. Es heißt immer, man kann dadurch die Wirbelsäule weiter verschlechtern was auch ja stimmt, aber durch nichts machen wird die Krümmung ja auch immer schlimmer. Ich habe auch ein hervorstehenden Brustkorb. Weißt du wie man den beseitigen kann? Bist du mit deinem optischen Bild zufrieden? Könnte ich, nach deiner Meinung sofort mit Krafttraining anfangen ohne Schroth Kenntnisse ?
Gruß Alves
Alle Hindernisse und Schwierigkeiten sind Stufen,auf denen wir in die Höhe steigen...
- second
- aktives Mitglied

- Beiträge: 66
- Registriert: So, 20.11.2011 - 13:46
- Geschlecht: weiblich
- Diagnose: Pottsche Kyphose aufgrund einer Wirbelsäulentuberkulose
Paraplegie / Querschnittslähmung - Therapie: Operationen 91, 92, 93 und 97 Spondylodese dorsal von TH8 bis L4 und ventral von TH 10 bis L2
jetzt Physiotherapie
Re: Leben mit Morbus Scheuermann
Hallo Florian,
na, deinen Trainingsplan finde ich natürlich trotzdem total interessant. Wahrscheinlich bin ich etwas "neidisch", weil das mit dem Schwimmtraining bei mir nicht mehr so gut möglich bin. Aber vor allen Dingen machen ich mir halt etwas Sorgen, ob du deine Kyphose-Werte kontrollieren läßt und ob dein Training wirklich keinen zusätzlichen Schaden verursacht.
Fühlst du dich denn so ganz wohl oder bist du selber unsicher?
Gruß
Second
na, deinen Trainingsplan finde ich natürlich trotzdem total interessant. Wahrscheinlich bin ich etwas "neidisch", weil das mit dem Schwimmtraining bei mir nicht mehr so gut möglich bin. Aber vor allen Dingen machen ich mir halt etwas Sorgen, ob du deine Kyphose-Werte kontrollieren läßt und ob dein Training wirklich keinen zusätzlichen Schaden verursacht.
Fühlst du dich denn so ganz wohl oder bist du selber unsicher?
Gruß
Second
- Klaus
- Moderator/in

- Beiträge: 15237
- Registriert: Mi, 23.06.2004 - 18:36
- Geschlecht: männlich
- Wohnort: Hannover
Re: Leben mit Morbus Scheuermann
So dann mal los:Florian hat geschrieben:Bitte korrigiert mich sofort wenn ihr nicht meiner Meinung seit, ich bin offen für Kritik und sehr diskussionsfreudig!
Das ist keine konkrete Diagnose, mit der man weiterkommt !Also meine Diagnose habe ich mit 15 vom Orthopäde erhalten, Morbus Scheuermann.
Was war denn konkret das Ergebnis ??Erst bekam ich ein halbes Jahr KG, dann wurde mir parallel zur KG ein Korsett verschrieben. Dieses habe ich volle 2 Jahre getragen, dann waren meine Wachstumsfugen geschlossen.
Das ist völlig unverständlich, weil Du wie schon gesagt, keine konkrete Diagnose hast !2017 werde ich dort auf jeden Fall wieder in Behandlung gehen!
Dazu muss man aber die konkrete Situation kennen !Ich bin der Meinung, dass die Kombination zwischen Schwimmtraining, Stabilisationsübungen und Dehnübungen das beste Training bei Wirbelsäulenerkrankungen darstellt!
13.4.:Ich führe wirklich keinen Extremsport aus
Na ja, ist wohl nur eine Definitionsfrage, was Extremsport in der jeweiligen persönlichen Situation ist.Es ist ein extrem anstrengender Schwimmstil (ausführbar erst nach guter Aufwärmung), man braucht ein extrem gutes Muskelkorsett um keinen Schaden dabei zu verursachen, da man eine extreme Hyperlordose verursacht. Durch extreme Bauchmuskeln kämpft man gegen das Hohlkreuz. Meine Kielbrust wird nach vorne gedrückt und meine BWS richtet sich auf, die Halswirbelsäule bleibt in einer angenehmen Position (kein "Kopfgewackel"). Meine komplette Rumpf/Rückenmuskulatur muss arbeiten und ich fühle mich "aufgerichtet".
Gruss
Klaus
-
Florian1029
- Newbie

- Beiträge: 10
- Registriert: Do, 12.04.2012 - 00:14
- Geschlecht: männlich
- Diagnose: Morbus Scheuermann
Re: Leben mit Morbus Scheuermann
Hallo Second,
Jeder in meiner Situation sollte sich in ärztliche Behandlung begeben und auf keinen Fall ein eigenes Training entwickeln ohne therapeutische und ärztliche Absegnung. Mein Handeln ist nicht korrekt, aber ich mache es trotzdem bis 2017. Ich fühle mich in meiner momentanen Lage wohl, obwohl sie von mir viel Disziplin verlangt. Deine Erkrankung wäre für mich ein harter Schlag, wie kommst du mit der Wirbelsäulentuberkulose zurecht? Wann und wie haben sich die Krankheitssymptome deutlich von einem Morbus Scheuermann unterschieden?
Hallo Alves,
du musst aufgrund deiner Erkrankung regelmäßig zu deinem Orthopäde gehen und ihn über dein Rückenleiden informieren. Bei Problemen verschreibt er dir bestimmt Krankengymnastik oder sogar eine Reha. Nutze dies auf jeden Fall, denn dort sitzen die wahren Profis! Mein Training solltest du am besten parallel zur Krankengymnastik machen, bespreche die Übungen mit deinem Physiotherapeuten. Mein Training besteht aus Schwimmtraining, Stabilisationsübungen und Dehnübungen. Die Stabilisationsübungen sind das Wichtigste, damit erlangst du eine gewisse Körpergrundspannung die dir erlaubt dein Brustkorb permanent nach vorne/oben zu drücken um deine WS zu "gegradigen". Die Bauchmuskeln helfen dir nicht ins Hohlkreuz zu fallen. Die Übungen sind sehr einfach, du musst sie aber langsam, gewissenhaft und regelmäßig durchführen um den Erfolg zu spüren. Ich nenne dir jetzt einfach meinen Trainingsplan, du musst ihn jedoch auf deine Fitness umstellen, am besten mit Hilfe deines Physiotherapeuten. Die erste Übung besteht aus normalen Liegestützen, ich mache dreimal 20, dabei achte ich immer auf einen geraden Rücken und mache sie sehr langsam, dadurch werden sie anstrengender. Die zweite Übung ist in Bauchlage, ich strecke meine Beine und Arme aus, hebe meinen Brustkorb, Arme und Beine so weit wie möglich an. Dadurch wird meine Rückenmuskulatur gestärkt. Ich halte diese Position dreimal 30 Sekunden lang, dabei versuche ich ruhig zu atmen. Nachdem ich meinen Rücken gestärkt habe mache ich Chrunches, ich lege eine Isomatte an mein Bett und lege meine Beine mit einem 90 Grad Winkel auf mein Bett, Hände lass ich hinter den Ohren. Das Problem bei den Chrunches ist, dass ich meine Kyphose verstärke, deswegen muss ich unbedingt davor meinen Rücken stärken, um meine Keilwirbel(Wirbel die bei mir an der BWS rausstehen, am Punkt der höchsten Krümmung) nicht zu stark belaste. Ich möchte meine WS so wenig wie möglich belasten, deswegen halte ich die anstrengende Position lieber anstatt permanent meinen Rücken hin und her zu "biegen". Ich mache dreimal 20 Chrunches, dabei halte ich jeden einzelnen Chrunch 20 Sekunden lang. Dadurch habe ich ein "Six-Pack", dass mich davor beschützt ins Hohlkreuz zu fallen. Die vierte Übung ist in Seitenlage(http://de.fitness.com/exercises/uploade ... 434__1.jpg), ich drücke mit dem Arm meinen kompletten Körper hoch und runter, dabei wird vor allem die Körperseite trainiert, ich erlange mehr Körperstabilität. Von dieser Übung mache ich dreimal 30 Stück auf jeder Seite, wichtig ist wieder diese Übung langsam auszuführen, denn nur dadurch wird sie richtig effektiv und anstrengend. Diesen Zyklus also Übung 1-4 mache ich zweimal, die Stabilisationsübungen mache ich immer an den Tagen in denen ich kein Schwimmtraining habe. Zusätzlich mache ich immer nach dem Aufstehen und vor dem Schlafengehen dreimal 20 Liegestützen und dreimal 20 Chrunches. Du siehst es sind einfache Übungen, die mir jedoch helfen auf Land eine gerade Haltung anzunehmen und beim Schwimmen zu einer guten Wasserlage führen. Jetzt kommen meine Fragen, wie ist dein BMI(Bodymassindex), Körpergröße, Körpergewicht, hast du Erfahrung mit dem Schwimmen, hast du Keilwirbel? Bevor du das Schwimmtraining startest solltest du erstmal eine Körpergrundspannung(Muskelkorsett) aufbauen, um im Wasser eine gute Lage zu haben. Für mich sind die Dehnübungen auch immer sehr wichtig, probier sie jeden Tag zu machen. Da du vermutlich auch eine Kielbrust hast ist es bei deiner Haltung sehr wichtig das du sie "raustreckst", denn nur so verursacht sie keine Kyphose. Lässt du den Brustkorb einsacken drückt sich die BWS hinten raus. Es kann bei einer großen Kielbrust etwas komisch aussehen. Bei psychischen Belastungen wäre eine OP vielleicht das Richtige, damit wird dein Brustkorb wieder "normal" und deine WS entlastet, lass dich am besten von deinem Orthopäden beraten. Also die Übungen erfordern ein haufen Disziplin, aber es lohnt sich!
MfG und sorry für das späte Antworten!
Flo
Jeder in meiner Situation sollte sich in ärztliche Behandlung begeben und auf keinen Fall ein eigenes Training entwickeln ohne therapeutische und ärztliche Absegnung. Mein Handeln ist nicht korrekt, aber ich mache es trotzdem bis 2017. Ich fühle mich in meiner momentanen Lage wohl, obwohl sie von mir viel Disziplin verlangt. Deine Erkrankung wäre für mich ein harter Schlag, wie kommst du mit der Wirbelsäulentuberkulose zurecht? Wann und wie haben sich die Krankheitssymptome deutlich von einem Morbus Scheuermann unterschieden?
Hallo Alves,
du musst aufgrund deiner Erkrankung regelmäßig zu deinem Orthopäde gehen und ihn über dein Rückenleiden informieren. Bei Problemen verschreibt er dir bestimmt Krankengymnastik oder sogar eine Reha. Nutze dies auf jeden Fall, denn dort sitzen die wahren Profis! Mein Training solltest du am besten parallel zur Krankengymnastik machen, bespreche die Übungen mit deinem Physiotherapeuten. Mein Training besteht aus Schwimmtraining, Stabilisationsübungen und Dehnübungen. Die Stabilisationsübungen sind das Wichtigste, damit erlangst du eine gewisse Körpergrundspannung die dir erlaubt dein Brustkorb permanent nach vorne/oben zu drücken um deine WS zu "gegradigen". Die Bauchmuskeln helfen dir nicht ins Hohlkreuz zu fallen. Die Übungen sind sehr einfach, du musst sie aber langsam, gewissenhaft und regelmäßig durchführen um den Erfolg zu spüren. Ich nenne dir jetzt einfach meinen Trainingsplan, du musst ihn jedoch auf deine Fitness umstellen, am besten mit Hilfe deines Physiotherapeuten. Die erste Übung besteht aus normalen Liegestützen, ich mache dreimal 20, dabei achte ich immer auf einen geraden Rücken und mache sie sehr langsam, dadurch werden sie anstrengender. Die zweite Übung ist in Bauchlage, ich strecke meine Beine und Arme aus, hebe meinen Brustkorb, Arme und Beine so weit wie möglich an. Dadurch wird meine Rückenmuskulatur gestärkt. Ich halte diese Position dreimal 30 Sekunden lang, dabei versuche ich ruhig zu atmen. Nachdem ich meinen Rücken gestärkt habe mache ich Chrunches, ich lege eine Isomatte an mein Bett und lege meine Beine mit einem 90 Grad Winkel auf mein Bett, Hände lass ich hinter den Ohren. Das Problem bei den Chrunches ist, dass ich meine Kyphose verstärke, deswegen muss ich unbedingt davor meinen Rücken stärken, um meine Keilwirbel(Wirbel die bei mir an der BWS rausstehen, am Punkt der höchsten Krümmung) nicht zu stark belaste. Ich möchte meine WS so wenig wie möglich belasten, deswegen halte ich die anstrengende Position lieber anstatt permanent meinen Rücken hin und her zu "biegen". Ich mache dreimal 20 Chrunches, dabei halte ich jeden einzelnen Chrunch 20 Sekunden lang. Dadurch habe ich ein "Six-Pack", dass mich davor beschützt ins Hohlkreuz zu fallen. Die vierte Übung ist in Seitenlage(http://de.fitness.com/exercises/uploade ... 434__1.jpg), ich drücke mit dem Arm meinen kompletten Körper hoch und runter, dabei wird vor allem die Körperseite trainiert, ich erlange mehr Körperstabilität. Von dieser Übung mache ich dreimal 30 Stück auf jeder Seite, wichtig ist wieder diese Übung langsam auszuführen, denn nur dadurch wird sie richtig effektiv und anstrengend. Diesen Zyklus also Übung 1-4 mache ich zweimal, die Stabilisationsübungen mache ich immer an den Tagen in denen ich kein Schwimmtraining habe. Zusätzlich mache ich immer nach dem Aufstehen und vor dem Schlafengehen dreimal 20 Liegestützen und dreimal 20 Chrunches. Du siehst es sind einfache Übungen, die mir jedoch helfen auf Land eine gerade Haltung anzunehmen und beim Schwimmen zu einer guten Wasserlage führen. Jetzt kommen meine Fragen, wie ist dein BMI(Bodymassindex), Körpergröße, Körpergewicht, hast du Erfahrung mit dem Schwimmen, hast du Keilwirbel? Bevor du das Schwimmtraining startest solltest du erstmal eine Körpergrundspannung(Muskelkorsett) aufbauen, um im Wasser eine gute Lage zu haben. Für mich sind die Dehnübungen auch immer sehr wichtig, probier sie jeden Tag zu machen. Da du vermutlich auch eine Kielbrust hast ist es bei deiner Haltung sehr wichtig das du sie "raustreckst", denn nur so verursacht sie keine Kyphose. Lässt du den Brustkorb einsacken drückt sich die BWS hinten raus. Es kann bei einer großen Kielbrust etwas komisch aussehen. Bei psychischen Belastungen wäre eine OP vielleicht das Richtige, damit wird dein Brustkorb wieder "normal" und deine WS entlastet, lass dich am besten von deinem Orthopäden beraten. Also die Übungen erfordern ein haufen Disziplin, aber es lohnt sich!
MfG und sorry für das späte Antworten!
Flo
-
slowengel
- aktives Mitglied

- Beiträge: 110
- Registriert: Mo, 17.10.2011 - 19:42
- Geschlecht: männlich
- Diagnose: Kyphose 61°
Begleitskoliose von 8°
Schmerzen, rechtes Bein um 0,5 cm verkürzt - Therapie: Korsett von Rahmouni.
Im Korsett Korrektur auf 30°
Behandlung durch Dr. Hoffmann - Wohnort: Hessen
Re: Leben mit Morbus Scheuermann
Hallo Florian,
Bauchmuskeln helfen dir nicht ins Hohlkreuz zu fallen?
Ich habe immer gedacht Bauchmuskeltraining verschlimmert das Hohlkreuz, da ja die Rückenmuskeln als Gegenspieler der Bauchkuskeln oft verkürzt oder nicht stark genug sind und man die Rückenmuskeln stärken sollte.
Für eine Erklärung, vlt weiß Klaus das auch, wäre ich sehr dankbar.
LG
Bauchmuskeln helfen dir nicht ins Hohlkreuz zu fallen?
Ich habe immer gedacht Bauchmuskeltraining verschlimmert das Hohlkreuz, da ja die Rückenmuskeln als Gegenspieler der Bauchkuskeln oft verkürzt oder nicht stark genug sind und man die Rückenmuskeln stärken sollte.
Für eine Erklärung, vlt weiß Klaus das auch, wäre ich sehr dankbar.
LG
- Klaus
- Moderator/in

- Beiträge: 15237
- Registriert: Mi, 23.06.2004 - 18:36
- Geschlecht: männlich
- Wohnort: Hannover
Re: Leben mit Morbus Scheuermann
Rückenmuskeln und Bauchmuskeln sollten als jeweilige Gegenspieler schon gleich stark sein, aber möglichst in einer weitgehenden Korrektur der Fehlstellung. Je nach Ausgangssituation geht das oft erst einmal nur mit einer Extra Dehnung ohne muskelaufbauende Komponente. Dann kommt Schroth KG mit Muskelaufbau und Dehnung gleichzeitig. Hier stellt sich sozusagen automatisch das richtige Verhältnis zwischen Rückenmuskeln und Bauchmuskeln ein.slowengel hat geschrieben:Ich habe immer gedacht Bauchmuskeltraining verschlimmert das Hohlkreuz, da ja die Rückenmuskeln als Gegenspieler der Bauchkuskeln oft verkürzt oder nicht stark genug sind und man die Rückenmuskeln stärken sollte.
Man kann dann noch spekulieren, ob die bei Rundrücken/Hohlkreuz überdehnten Bauchmuskeln länger brauchen, als die verkürzten Rückenmuskeln, um in die individuell optimale korrigierte Haltung zu kommen.
Auf jeden Fall sollte man ohne dieses durch Schroth KG erworbene richtige Körpergefühl keine isolierten Bauch- oder Rückenmuskel Übungen machen.
Ich habe gottseidank in meinem Fitness Studio eine Bauchmuskel Übung im Sitzen, bei der ich mein kurzes Hohlkreuz und die tiefe Hyperkyphose in die Rückenlehne drücken kann und bei der Bewegung gleichzeitig aus meinem Flachrücken komme.
Das ist aber meine ganz spezielle Situation mit der Sitzkyphose !
Gruss
Klaus
-
Florian1029
- Newbie

- Beiträge: 10
- Registriert: Do, 12.04.2012 - 00:14
- Geschlecht: männlich
- Diagnose: Morbus Scheuermann
Re: Leben mit Morbus Scheuermann
Hallo Slowengel,
Anatomisch ist es bewiesen, dass Bauchmuskeln gegen eine Hyperlordose wirken. „Als Hohlkreuz oder Hyperlordose wird eine Fehlhaltung mit übertriebener Lordose der Lendenwirbelsäule bezeichnet, bei der sich die Bauchpartie durch die Verlagerung des Beckens nach vorne vorwölbt. Um nicht nach vorne zu fallen, wird der Brustkorb hinter die Körperachse verlagert (Brustkyphose). Die Bauchmuskulatur verhindert das Umkippen nach hinten, indem sie in der Dehnung dauerhaft angespannt wird.“ (http://de.wikipedia.org/wiki/Lordose). Ich kann mit meinen Bauchmuskeln meine Hyperlordose so ausgleichen, dass es für mich ästhetisch aussieht. Ich habe aber auch optimale anatomische Voraussetzungen. Ich bin 1,85 groß und wiege nur 65kg , bin extrem dünn. Ich will keinen zum Hungern motivieren, aber für mich ist die Ernährung genauso wichtig wie Training und Dehnen. Das Training hat bei mir zwei Schwerpunkte, Rückentraining und Bauchtraining. Diese zwei Muskelgruppen übernehmen fast die gleichen Aufgaben wie ein Korsett. Durch die Bauchmuskeln kippst du dein Becken und durch Rückenmuskulatur kannst du dein Brustbein nach vorne drücken (http://www.regnier-gmbh.com/images/kyph ... ett_01.jpg ). Das wichtigste ist jedoch das Training dieser Muskulatur nur mit rückenschonenden Übungen durchzuführen. Deswegen hör auf Klaus, trainiere nur unter Aufsicht d.h. in Zusammenarbeit mit Orthopäde und Physiotherapeut. Ich denke ein Besuch bei einem versierten Neurochirurg ist auch nie verkehrt, natürlich keine OP! Sondern lediglich ein aufklärendes Gespräch.
Mit freundlichem Gruß,
Florian1029
Anatomisch ist es bewiesen, dass Bauchmuskeln gegen eine Hyperlordose wirken. „Als Hohlkreuz oder Hyperlordose wird eine Fehlhaltung mit übertriebener Lordose der Lendenwirbelsäule bezeichnet, bei der sich die Bauchpartie durch die Verlagerung des Beckens nach vorne vorwölbt. Um nicht nach vorne zu fallen, wird der Brustkorb hinter die Körperachse verlagert (Brustkyphose). Die Bauchmuskulatur verhindert das Umkippen nach hinten, indem sie in der Dehnung dauerhaft angespannt wird.“ (http://de.wikipedia.org/wiki/Lordose). Ich kann mit meinen Bauchmuskeln meine Hyperlordose so ausgleichen, dass es für mich ästhetisch aussieht. Ich habe aber auch optimale anatomische Voraussetzungen. Ich bin 1,85 groß und wiege nur 65kg , bin extrem dünn. Ich will keinen zum Hungern motivieren, aber für mich ist die Ernährung genauso wichtig wie Training und Dehnen. Das Training hat bei mir zwei Schwerpunkte, Rückentraining und Bauchtraining. Diese zwei Muskelgruppen übernehmen fast die gleichen Aufgaben wie ein Korsett. Durch die Bauchmuskeln kippst du dein Becken und durch Rückenmuskulatur kannst du dein Brustbein nach vorne drücken (http://www.regnier-gmbh.com/images/kyph ... ett_01.jpg ). Das wichtigste ist jedoch das Training dieser Muskulatur nur mit rückenschonenden Übungen durchzuführen. Deswegen hör auf Klaus, trainiere nur unter Aufsicht d.h. in Zusammenarbeit mit Orthopäde und Physiotherapeut. Ich denke ein Besuch bei einem versierten Neurochirurg ist auch nie verkehrt, natürlich keine OP! Sondern lediglich ein aufklärendes Gespräch.
Mit freundlichem Gruß,
Florian1029
- Klaus
- Moderator/in

- Beiträge: 15237
- Registriert: Mi, 23.06.2004 - 18:36
- Geschlecht: männlich
- Wohnort: Hannover
Re: Leben mit Morbus Scheuermann
Ich glaube, wir drehen uns in dieser Diskussion im Kreis.Florian hat geschrieben:Deswegen hör auf Klaus, trainiere nur unter Aufsicht d.h. in Zusammenarbeit mit Orthopäde und Physiotherapeut. Ich denke ein Besuch bei einem versierten Neurochirurg ist auch nie verkehrt, natürlich keine OP! Sondern lediglich ein aufklärendes Gespräch.
Ich wiederhole mich, bei Fehlstellungen braucht man Spezialisten, um die tatsächliche Situation konkret festzustellen, Behandlungsmöglichkeiten darzulegen und die eigentliche Behandlung durchzuführen. Das ist ein Prozess, der eine Weile braucht, um das auch selbst wirklich zu verinnerlichen.
Die Erfahrungsberichte zeigen leider, dass sehr häufig weder Orthopäden/Neurochirurgen noch "normale" Pysiotherapeuten bei Fehlstellungen der richtige Ansprechpartner für Theorie und Praxis sind.
Du beschreibst hier Übungen der Bauch und Rückenmuskulatur, die an die Funktion dieser Muskeln gebunden sind.
Diese Funktion ist aber bei einer Fehlstellung im Ungleichgewicht und es muss deswegen auch anders trainiert werden, nicht vorbeugend, sondern korrigierend !!
Wenn Du das nach Deiner Meinung ohne konkrete Diagnose für Dich selbst richtig machst, kann ich das natürlich nicht online überprüfen. Da ich aber selbst weiß, wie schwierig dieses richtige Training ist, fühle ich mich einfach dazu veranlasst, darauf hinzuweisen, dass die Grundzüge der muskulären Zusammenhänge zwar interessant sind, aber praktisch den Leser überhaupt nicht weiterbringen.
Übungen zu beschreiben und gleichzeitig den Hinweis zu geben, nur unter Aufsicht zu trainieren, ist eigentlich absurd. Soll die Aufsicht kontrollieren, ob die Leute Deine Beschreibung der Übung richtig ausführen?
Wohl kaum, die Aufsicht muss Dir beibringen, wie welche Übungen konkret in Deiner Situation auszuführen sind.
Jeder der eine Schroth REHA gemacht hat, weiß, wie schwierig und zeitaufwendig es ist, um das wirklich zu verinnerlichen. Insofern wird eine "Aufsicht" auch ein Spezialist sein müssen, auch nach einer REHA !
Gruß
Klaus
-
Florian1029
- Newbie

- Beiträge: 10
- Registriert: Do, 12.04.2012 - 00:14
- Geschlecht: männlich
- Diagnose: Morbus Scheuermann
Re: Leben mit Morbus Scheuermann
Hallo Klaus,
wir drehen uns nicht im Kreis.
Sondern sind der selben Meinung.
Mit freundlichem Gruß,
Florian
wir drehen uns nicht im Kreis.
Sondern sind der selben Meinung.
Mit freundlichem Gruß,
Florian