Röntgenaufnahme Skoliose

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Driphex
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Röntgenaufnahme Skoliose

Beitrag von Driphex »

Hallo an alle, ich habe eine Frage: Ich bin 19 Jahre alt und möchte gerne zur Polizei. Riesen Problem meinerseits ist, dass ich eine leichte Skoliose von ca 16-17 Grad habe und einen Beckenschiefstand. Das letzte mal war ich 2016 deswegen in Behandlung bei meinem Orthopäden, dort hatte ich 12,56 Grad (Ärgerlich, wäre es so geblieben, müsste ich mir vermutlich keine Gedanken deswegen machen). Mein Orthopäde hatte mich nun nochmal geröntgt und mir vor paar Monaten eine Einlage für den Schuh gegeben. Er meinte, dadurch könnte sich die Skoliose womöglich noch auf bis zu 15 Grad verbessern (Er ist wohl anscheinend Experte für meinen Raum was Skoliosen/Wirbelsäule angeht, mehrere Sportpraxisen verweisen auf ihn und ich bin schon mein ganzes Leben bei ihm). Nun aber wirklich zu meiner Frage: Kann man ein Röntgenbild etwas beeinflussen? Zum Beispiel durch sehr aufrechtes stehen und strecken und vielleicht auch indem ich die Einlage anlasse? Mein Ziel ist es, einfach so nah wie möglich an die 12 Grad zu kommen für die Polizei.

Ich hoffe ihr könnt mir da eventuell weiterhelfen :)
Grüße Driphex
scholli1337
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Re: Röntgenaufnahme Skoliose

Beitrag von scholli1337 »

Die Aufnahmen im Liegen zeigen bessere Gradzahlen als im Stehen. Allerdings würde ich dir grundsätzlich raten dich mal bei einem „echten“ Experten vorzustellen.
Über die Suche findest du das Thema „überregionale Sprechstunden“.
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Klaus
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Re: Röntgenaufnahme Skoliose

Beitrag von Klaus »

Hallo Diphrex,

ich habe Deinen Thread aus der Gästerubrik hierher verschoben, weil Du kein Gast bist.
Mein Ziel ist es, einfach so nah wie möglich an die 12 Grad zu kommen für die Polizei.
Man spricht erst ab 10 Grad von einer Skoliose, welche bis ca. 20 Grad in der Regel auch nicht behandungswürdig ist. Allerdings ist die Veränderung von 13 auf 17 Grad innerhalb von 4 Jahren im vorwiegend jugendlichen Alter schon zu beachten.

Mit einer Einlage die Gradzahl um 1-2 Grad zu verbessern, mag möglich sein. Es gehört aber grundsätzlich nicht zu einer kompetenten Behandlung von Skoliose mit Beckenschiefstand, es sei denn, Du hast unterschiedlich lange Beine.
Wenn die Polizei nicht mehr als 12 Grad zulässt, besteht das Problem, dass hier seitens der Krankenkasse möglicherweise auch kein Behandlungs-Bedarf bestehen könnte, von 17 auf 12 Grad zu korrigieren. Selbst wenn, bleibt die Frage, ob das bei der Polizeiarbeit so stabil bleibt und nicht später zu Probleme führen könnte.

Und dann ist die Frage, ob Du nicht noch andere Fehlstellungen hast? Bei Männern mit geringer Skoliose gibt es häufig auch einen Rundrücken (Hyperkyphose) und ein Hohlkreuz (Hyperlordose), was das eigentliche Problem sein kann.

scholli 1337 hat es schon angesprochen, für diese Berufswahl ist ein tatsächlicher Spezialist zu empfehlen. Die gibt es leider nur sehr selten:
http://www.skoliose-info-forum.de/viewt ... =25&t=6472
In welcher Region wohnst Du?

Gruß
Klaus
Driphex
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Re: Röntgenaufnahme Skoliose

Beitrag von Driphex »

Hallo Klaus, ich komme aus der Nähe von Karlsruhe. Einen Rundrücken oder ein Hohlkreuz habe ich, gehe ich mal von aus, nicht. Ich betreibe seit mehreren Jahren Kraftsport und habe eine gut ausgeprägte Rückenmuskulatur (vor allem eine gerade Haltung). Mein Orthopäde, welcher mich äußerlich durchgecheckt hat, hat auch diesbezüglich nichts erwähnt.

Ist es in meinem Alter denn überhaupt noch möglich, solche Verbesserungen der Gradzahl zu erreichen? Ist der Körper des Mannes nicht ungefähr mit Anfang 20 ausgewachsen? Mich ärgert es ziemlich, das 2016, als ich das letzte mal in Behandlung war wegen der Skoliose, er es nicht mehr für Nötig empfunden hat meinen Rücken jährlich zu kontrollieren :< . Was ich auch ziemlich suspekt fande, war die Aussage meines Orthopädens, dass KG nichts bringt und er wollte mir keine verschreiben. Ist das üblich bei einer leichten Skoliose ohne schmerzen? Hier im Forum und im Intenet steht viel davon, dass KG gerade dabei hilft eine verschlechterung der Skoliose vorzubeugen und zu empfehlen sei.

Ich hatte außerdem Kontankt mit zwei Einstellungsberatern der Polizei, welche mir sagten, dass der Polizeiärztliche Dienst aktuell abweichungen akzeptieren würde, so lange man trotzdem Beweglich genug ist :gruebel: grade deshalb wäre es wichtig, so nah wie möglich in die Nähe der 12 Grad zu kommen. Ich mache seit 3-4 Monaten regelmäßige Dehn-und Streckübungen für Becken und Rücken und achte enorm auf meine Körperhaltung (vor allem im Sitzen)

Dass die Polizeiarbeit eine hohe Belastung für den Körper darstellt, steht außer Frage. Ob es dann aber so ein Unterschied ist, ob der eine 12 Grad hat und den Dienst ausführt und der andere 15 Grad hat, macht für mich halt leider nicht viel Sinn.

Hab mir jetzt einen Termin in einer Gelenk-Klinik für Dezember in meiner Stadt gemacht(ebenfalls ein Spezialist für Wirbelsäulen) und hole mir eine zweit-Meinung von Ihm ein. Womöglich mache ich noch einen Termin bei Frau Dr. von Richthofen, ob sich dies dann zeitlich noch lohnt mag ich aber leider zu bezweifeln (Einstellungstests sind ca. Febraur-März). Hätte schon, direkt nach meinem Ursprünglichen Termin, eine weitere Meinung einholen sollen.

Gruß
Driphex
scholli1337
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Re: Röntgenaufnahme Skoliose

Beitrag von scholli1337 »

Da du in Karlsruhe wohnst ist es ein Katzensprung nach Karlsbad-Langensteinbach. Dort gibt es die Skoliose-Sprechstunde (Donnerstags) bei Dr. Ruf und Dr. Ostrowski (der hier auch auf der Liste steht).
In jedem Fall würde ich dir raten nicht zu einem Wald-und-Wiesen Arzt zu gehen. In Karlsruhe sind mir keine Spezialisten bekannt. Konservative Behandlung sollte durch einen Spezialisten erfolgen - ich war jahrelang bei keinem Spezialisten und bin irgendwann auf den OP-Tisch weil ich es nicht mehr ausgehalten habe schmerztechnisch.

Viele Grüsse
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Klaus
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Re: Röntgenaufnahme Skoliose

Beitrag von Klaus »

Hallo Driphex,
..ich komme aus der Nähe von Karlsruhe. Einen Rundrücken oder ein Hohlkreuz habe ich, gehe ich mal von aus, nicht. ......Mein Orthopäde, welcher mich äußerlich durchgecheckt hat, hat auch diesbezüglich nichts erwähnt.
Rundrücken und Hohlkreuz werden nach den zahlreichen hier eingestellten Erfahrungen von Orthopäden gern mal übersehen und der Fokus nur auf eine Skoliose gerichtet. Deshalb ist es auch eine sagittale (seitlich gesehene) Röntgenaufnahme der gesamten Wirbelsäule erforderlich. Hat Dein Orthopäde das gemacht?
Wenn nicht, sprich das bitte in der Gelenkklinik an. Ich hoffe, die können so eine WS-Ganz-Aufnahme erstellen, das wird nicht überall angeboten, weil technisch etwas anspruchsvoll. Es ist immer sinnvoll, die eigene konkrete Wirbeläulensituation zu kennen, auch wenn alles dann tatsächlich normal sein sollte.
Was ich auch ziemlich suspekt fande, war die Aussage meines Orthopädens, dass KG nichts bringt und er wollte mir keine verschreiben. Ist das üblich bei einer leichten Skoliose ohne schmerzen? Hier im Forum und im Intenet steht viel davon, dass KG gerade dabei hilft eine verschlechterung der Skoliose vorzubeugen und zu empfehlen sei.
Normale KG bringt da auch nichts. Hier müsste sowieso gezielte KG, wie z.Bsp. die nach Katharina Schroth angewendet werden. Die kann nicht nur vorbeugend wirken, sondern auch korrigierend. Gerade bei solchen niedrigen Gradzahlen.
Es ist durchaus üblich, dass bis ca. 20 Grad schmerzlose Skoliose bei Erwachsenen keine gezielte Behandlung durchgeführt wird. Bei Schmerzen kann das anders aussehen, aber die geforderten 12 Grad kann man wohl nicht als psychische Schmerzkomponente bezeichnen. ;)

Aber wie ich schon sagte, bei +4 Grad in 4 Jahren sollte man schon genau hingucken. Das sollte aber Frau Dr. von Richthofen als Spezialistin einschätzen, ob doch eine gezielte Behandlung notwendig oder sinnvoll sein könnte. Wenn ja, dann muss man gucken, ob eine ambulante Behandlung ausreicht. Das kann sich zeitlich aber hinziehen und möglicherweise mit der Ausbildung bei der Polizei kollidieren.
Ich betreibe seit mehreren Jahren Kraftsport und habe eine gut ausgeprägte Rückenmuskulatur (vor allem eine gerade Haltung).
Also Kraftsport bei Fehlstellungen der Wirbelsäule ist so eine Sache. Wenn man nicht mit der sogenannten korrigierten Haltung arbeitet, was bei Skoliose und symmetrischen Bewegungs-Übungen des Oberkörpers schwierig ist, trainiert man bestenfalls in der Skoliose (Rundrücken/Hohlkreuz) und verändert nichts an der Fehlstellung. Oft ist es aber so, dass man die Situation verschlimmert, ohne es zu merken. Seit mehreren Jahren hast Du eine Skoliose-Veränderung um + 4 Grad.

Gruß
Klaus
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Re: Röntgenaufnahme Skoliose

Beitrag von Thomas »

Hallo Driphex,
Driphex hat geschrieben: Do, 05.11.2020 - 20:04 Womöglich mache ich noch einen Termin bei Frau Dr. von Richthofen, ob sich dies dann zeitlich noch lohnt mag ich aber leider zu bezweifeln (Einstellungstests sind ca. Febraur-März). Hätte schon, direkt nach meinem Ursprünglichen Termin, eine weitere Meinung einholen sollen.
eine Zweitmeinung von Frau Dr. von Richthofen einzuholen halte ich für eine sehr gute Idee. Sie ist eine echte Spezialistin auf dem Gebiet der Skoliosen und Hyperkyphosen. Und sie kann dann im Zweifelsfall auch gleich nochmal eine Röntgenaufnahme Deines Rückens anfertigen. Vielleicht hat sich ja etwas geändert seit der letzten Aufnahme. Und jede Aufnahme ist anders, deshalb spricht man ja auch bei Skoliose von einer Messtolleranz von fünf Grad. Um den Betrag können sich zwei aufeinanderfolgende Messungen voneinander unterscheiden.

Von Karlsruhe aus bis Du in einer Dreiviertelstunde in Leonberg. Der Weg rentiert sich auf jeden Fall. Und bei Frau Dr. von Richthofen bekommt man auch recht schnell einen Termin.

Gruß Thomas
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Re: Röntgenaufnahme Skoliose

Beitrag von Driphex »

Danke erstmal an alle, die mir geantwortet haben.

Habe mir jetzt einen Termin Ende November bei Dr.Richthofen gemacht, bin gespannt was Sie sagt oder was bei ihr rauskommt.

Würde mich nach meinem Termin nochmal hier melden :)

Grüße
Driphex
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Re: Röntgenaufnahme Skoliose

Beitrag von Thomas »

Driphex hat geschrieben: Fr, 13.11.2020 - 12:40 Würde mich nach meinem Termin nochmal hier melden ;)
Ja, mach das! Wir sind gespannt, was bei dem Besuch herauskommt!

Gruß Thomas
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Re: Röntgenaufnahme Skoliose

Beitrag von Driphex »

Also, ich hatte heute den Termin bei Frau Dr. Richthofen.

Mit Einlage hatte ich beim Röntgen 17,3 Grad. Sie meinte, es hat sich leicht verschlechtert zum letzten Röntgenbild, welches ohne Einlage 18,6 Grad hatte. Sie hat mir jetzt Physiotherapie und Osteopathie verschrieben und einen Reha-Antrag mitgegeben für Bad Sobernheim.
Sie meinte auch, dass Röntgen-Abweichungen von bis zu 5 Grad von der Polizei Akzeptiert werden müssten. Somit bin ich nicht allzu weit entfernt. Die Fahrt nach Stuttgart hat sich auf jeden Fall gelohnt, schade dass ich nicht schon als Kind bei ihr war.

Sobald die Polizei mich zu einem Orthopäden schicken möchte, soll ich wieder zu ihr kommen meinte Sie.

Viele Grüße
Driphex
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Re: Röntgenaufnahme Skoliose

Beitrag von Klaus »

Hallo Driphex,
Sie hat mir jetzt Physiotherapie und Osteopathie verschrieben und einen Reha-Antrag mitgegeben für Bad Sobernheim.
Einen REHA Antrag bei dieser Gradzahl? Keine Hyperkyphose/Hyperlordose?
Oder gibt es eine Besonderheit bei Dir?

Ansonsten sieht es natürlich gut für Deine Berufswahl aus.

Gruß
Klaus
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Re: Röntgenaufnahme Skoliose

Beitrag von Driphex »

Hallo Klaus,

Ja, tatsächlich einen Reha Antrag bei der Gradzahl. Bei der Reha hatte Sie mich aber gefragt, ob Sie mir einen Antrag geben soll oder nicht (also vielmehr auf einer Freiwilligen-Basis). Glaube sowieso nicht, dass die Krankenkasse das genehmigen würde und leider reicht das zeitlich auch nicht, da das Einstellungsverfahren wohl spätestens im März fertig ist und bis dahin vermutlich sowieso kein Platz frei ist. Ich hoffe, die Physiotherapie und Osteopathie reichen und führen zu einer Verbesserung.

Bezüglich der Hyperkyphose/Hyperlordose wurde nichts angesprochen und auch nicht gecheckt Bzw. Sonstige Anmerkungen gemacht. Sonstige Besonderheiten gibt es meines Erachtens nicht, bloß nur, dass mein Beckenschiefstand eben durch neue Einlagen (0,5cm) weiter „ausgeglichen“(?) werden soll.

Gruß Driphex
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Re: Röntgenaufnahme Skoliose

Beitrag von Klaus »

Hallo Driphex,
Glaube sowieso nicht, dass die Krankenkasse das genehmigen würde
Käme wahrscheinlich darauf an, welche Begründung sie reinschreibt.
"Aufgrund einer Veränderung des Skoliose-Winkels von +4 Grad in 4 Jahren, ist eine stationäre Wirbelsäulenintensivrehabilitation nach Katharina Schroth anzuraten, um einer möglichen Invalidisierung vorzubeugen". Man muss ja nichts von Meßfehlern erwähnen. :)
bloß nur, dass mein Beckenschiefstand eben durch neue Einlagen (0,5cm) weiter „ausgeglichen“(?) werden soll.
Das mit dem Beckenschiefstand ist ein besonderes Thema, weil es unterschiedliche Ursachen geben kann.
Wenn es um eine Beinlängendifferenz aufgrund tatsächlich unterschiedlicher Beinlängen geht, sind Einlagen als Ausgleich natürlich sinnvoll.
Wenn es um verkürzte Strukturen geht, ist das nach meiner Ansicht eher ein temporäres Hilfsmittel, was mit zunehmenden Erfolg durch eine entsprechende Behandlung, wie z.Bsp. Deiner Physiotherapie und Ostheopathie angepasst und dann auch evtl. weggelassen werden sollte.

Bei diesem Thema gibt es ja seltsame Anbieter, wie z.Bsp. die "geistigen Heiler" mit der sogenannten Wirbelsäulenbegradigung, womit aber die Beseitigung eines Beckenschiefstandes gemeint ist. Ich war interessehalber mal bei einer solchen Info-Veranstaltung mit praktischer Vorführung. Was da passiert, ist nichts anderes, als ein Entspanungseffekt (aufgrund von Suggestion) in den Strukturen. Ich gehe davon aus, dass die Testpersonen nur leichte Verkürzungen hatten, die man eindrucksvoll mit dem vorher/hinterher Effekt präsentiert hat, was jeder Physiotherapeut durch entsprechende Griffe auch hinbekommen hätte. Und natürlich gab es keine Möglichkeit zu prüfen, wielange das angehalten hat. Die Beseitigung von Verkürzungen braucht Zeit, die individuell unterschiedlich lang sein kann.

Gruß
Klaus
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