Konträre Meinungen

Fragen und Antworten rund um das Thema Skoliose
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KlausiKleff
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Konträre Meinungen

Beitrag von KlausiKleff » Di, 05.02.2019 - 00:17

Hallo und guten Abend allerseits!
Ich bin neu hier und beginne mit einer Frage zur OP, Daten zu mir folgen dann später....bin 65, M und habe wg. Skoliose, Wirbelgleiten etc. von meinem Orthopäden eine Versteifung empfohlen bekommen, da ich die Schmerzen nicht mehr ertragen kann und will. Auf meiner Odyssee bei Spezialisten sagt die eine Profigruppe „komplette Versteifung bis HWS weg. schneller Progredienz“, während eine andere Koryphähe „dringend abrät“ wg. „Unkalkulierbarem Risiko“ (auch weg. Querschnittslähmung) . OP ist narkosemäßig tatsächlich ein Problem, da ich COPD und ein Lungensmphysem habe.
Zwei Termine bei anderen Instituonen mit MRT und CT stehen als weitere Entscheidungshilfen noch an.
Wie denkt ihr über solche widersprüchlichen „Ratschläge“ ? Danke und Gruß Klaus

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Klaus
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Re: Konträre Meinungen

Beitrag von Klaus » Di, 05.02.2019 - 19:15

Hallo KlausiKleff,

ich habe Deinen Thread aus der Gästerrubrik hierher verschoben, weil Du Mitglied und nicht Gast bist.
Auf meiner Odyssee bei Spezialisten.......Wie denkt ihr über solche widersprüchlichen „Ratschläge“ ?
Bei welchen Spezialisten warst Du denn?

Gruß
Klaus

KlausiKleff
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Re: Konträre Meinungen

Beitrag von KlausiKleff » Sa, 16.02.2019 - 22:35

Guten Abend allerseits,
und Entschuldigung für die längere „Sendepause“.....
Nun bin ich mit der Entscheidung durch: es wird keine OP geben! Ich war bei mehreren Neurochirugen, einer Spezialklinik und der Uni-Klinik. Das einhellige Fazit ist, dass zur Behebung meiner verdrehten Wirbelsäule eine vollständige Versteifung von oben bis unten erforderlich wäre. Ob es jedoch nach einer solchen 10-stündigen OP zu einer dauerhaften Verbesserung kommen könnte, wagte niemand zu sagen. Technisch zwar machbar, aber mit unkalkulierbarem Risiko. Bis jetzt habe ich noch keine Lähmungs- oder sonstige Ausfallerscheinungen und die Rückenmarkskanäle sind noch „relativ“ frei. Was aber zusätzlich zu meiner Entscheidung geführt hat, ist die Tatsache, dass aufgrund meines Lungenproblems eine solch lange Narkose bzw. der postoperative Verlauf nur in einer entsprechend ausgerüsteten Lungenklinik erfolgen könnte.
Bei soviel unkalkulierbaren Faktoren will also niemand operieren und für mich ist damit keine Verhältnismäßigkeit mehr gegeben. Ich bin insofern jetzt erstmal erleichtert, dass überhaupt eine Entscheidung getroffen ist. Nun bleibt mir nur noch, alle möglichen, konservativen Hilfen zu suchen, die das Leben wieder etwas schmerzfreier machen und den weiteren Verschleiß wenigstens verlangsamen.
Hat jemand in diesem Forum ähnliche Erfahrungen oder kann mir Tips geben? Für alle ernstgemeinten Ratschläge bin ich dankbar!

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Thomas
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Re: Konträre Meinungen

Beitrag von Thomas » So, 17.02.2019 - 00:24

Kennst Du Deine Gradzahlen?

Gruß Thomas
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aktueller Thread: Neuroforamenstenose und Korsett mit Halsteil

KlausiKleff
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Re: Konträre Meinungen

Beitrag von KlausiKleff » So, 17.02.2019 - 09:23

Ja, Mitte letzten Jahres waren es 35 Grad LWK 3 und 5, letzte Woche waren es bereits 42 Grad.
Gruß Klaus

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Re: Konträre Meinungen

Beitrag von Klaus » So, 17.02.2019 - 11:37

Hallo KlausiKleff,
Ich war bei mehreren Neurochirugen, einer Spezialklinik und der Uni-Klinik.
Ok, das bedeutet leider nicht unbedingt ausreichend Kompetenz bei der konservativen Therapie, um die es hier im Forum in erster Linie geht.
Nun bleibt mir nur noch, alle möglichen, konservativen Hilfen zu suchen, die das Leben wieder etwas schmerzfreier machen und den weiteren Verschleiß wenigstens verlangsamen.
Gottseidank hat sich das jetzt so ergeben, denn man sollte immer auch die konservative Therapie ausprobieren, ehe man an operative Maßnahmen nachdenkt.
Hat jemand in diesem Forum ähnliche Erfahrungen oder kann mir Tips geben?
Also das Forum ist voll von Erfahrungen mit den unterschiedlichsten Situationen bei Fehlstellungen der Wirbelsäule. Für eine kompetente Diagnose mit entsprechenden Behandlungsoptionen bieten sich konservativ arbeitende Spezialisten an, von denen es leider nur wenige gibt:
viewtopic.php?f=25&t=6472
Ja, Mitte letzten Jahres waren es 35 Grad LWK 3 und 5, letzte Woche waren es bereits 42 Grad.
Also bei einer Skoliose sollten alle Bögen angegeben werden, es sei denn, es gibt nur einen Bogen im LWS Bereich. Passt nicht so ganz zur vorgeschlagenen vollständigen Versteifung.
Abgesehen von evtl. Messfehlern, sind bei Skoliosen über 30 Grad weitere Verschlechterungen möglich. Also schon dringender Handlungsbedarf.

Gruß
Klaus

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