Hilfe OP für HWS

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vissi
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Hilfe OP für HWS

Beitrag von vissi » Fr, 24.03.2017 - 16:46

Hallo, ich bin 37 Jahre habe eine Skoliose mit ein Krümungswinkel von 22 thorakal rechtskonvex, lumbal linkskonvex 12. Stand von 2004. Da war die letzte richtige Untersuchung.
Ich habe ziemliche Probleme mit meiner linken Seite Schulterschmerzen ständige Verspannung Nacken, Halswender und eine ständiges ziehen im linken Oberkiefer.
Da ich einen eingeschlafenen Arm hatte und auch der Daumen betroffen war, wurde ein MRT gemacht Bandscheibenvorfall HWS C5/6.

Mein Neurochirug ist sich nicht sicher das der Gesichtsschmerz von der HWS kommt, meint man würde es ja nach der OP sehen ob es besser wird.
Ich möchte gerne die OP vermeiden. Können die Probleme im Gesicht von der Skoliose kommen? Eine Aufbisschiene trage ich seit über 2 Jahren aber keine Besserung.

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1.Korsett 5/12, Rahmouni
2.Kors. 8/13, Rahmouni
3.Kors. 12/14, mit Halsteil
4.Kors. 3/16, 2-Schaliges Rahmouni mit Halsteil

Re: Hilfe OP für HWS

Beitrag von Lego66 » Mo, 27.03.2017 - 09:26

Hallo Vissi,

ich hatte in 2012 mit Mitte vierzig auch Bandscheibenvorfälle in C5/C6 und C6/C7. Etliche der von dir beschriebenen Symptome hatte ich damals auch. Sie sind inzwischen durch Physio und Korsett nahezu vollständig verschwunden.
Ich halte es für sehr wahrscheinlich, dass deine WS-Fehlstellung der Auslöser all der beschriebenen Probleme ist. Und die solltest du zunächst einmal ganz aktuell diagnostizieren lassen. Und zwar von einem der hier gelisteten Spezialisten über eine WS-Ganzaufnahme im Stehen. Bei dir ist es sicher besonders wichtig, das Augenmerk auch auf die HWS und eine mögliche Steilstellung oder sonstige Fehlstellung zu legen.

Wenn das getan ist, würde ich mich an deiner Stelle zunächst mal über konservative Therapien informieren und denen eine Chance geben. Man kann sehr viel mit guter Physio, Schroththerapie und nötigenfalls auch mit einem Korsett erreichen. Bevor du keine entsprechende Diagnose mit aktuellen Gradzahlen hast und diese Therapiemöglichkeiten nicht gründlich ausgeschöpft hast, solltest du nicht über eine OP nachdenken!
Denn eine OP im HWS-Bereich ist kein Spaziergang und es gibt dir keiner eine Garantie, dass du dich anschließend besser fühlst als vor der OP. Eine OP ist der allerletzte der möglichen Schritte. Und er ist nicht umkehrbar!

LG, Gaby

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Lego66
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Re: Hilfe OP für HWS

Beitrag von Lego66 » Fr, 07.04.2017 - 18:08

Hallo Tanja,

"Schön das jemand geantwortet hat. Welche Beschwerdebilder hattest du bei deinem Bandscheibenvorfall? Bin am überlegen welchen Arzt ich aufsuche da sie alle gute 2 Stunden entfernt sind von mir. Bei wem warst du? Denke an Bad Sobernheim. Manchmal denkt man schon an eine OP, wenn die Schmerzen dadurch weg wären.
Gruß Tanja"

Ich antworte dir mal hier, wenn es dir recht ist. Über PN macht es eigentlich nur Sinn, wenn es um intime oder persönliche Dinge geht.

Bei mir fing es an mit einer nahezu kompletten unbeweglichkeit der HWS und rasenden Kopfschmerzen, die in die Arme ausgestrahlt haben. Meine Muskulatur im Schulterbereich und in der HWS war extrem verhärtet. In den ersten Tagen konnte ich mich nicht aufrecht halten, habe nur gelegen, bis das Voltaren endlich anfing ein wenig zu helfen.
Ich kann nicht mehr genau sagen, ob die anderen Symptome gleich da waren, oder ob sie später erst dazu kamen. Ich war in den ersten Tagen völlig benommen vor Schmerzen. Jedenfalls hatte ich Kiefer- und Ohrenschmerzen, Taubheitsgefühle in den Fingern und in den Armen.
Der Tinitus und Probleme mit der Feinmotorik in den Händen kamen erst später dazu. Als ich den Kopf wieder etwas bewegen konnte, habe ich bei jeder Neigung "Sternchen" gesehen.

Da ich zu dem Zeitpunkt in China gelebt habe, musste ich mich mit heißer Rolle, Voltaren und ganz vorsichtiger Physio zur Muskelentspannung über Wasser halten. Die Diagnose habe ich erst etwa ein halbes Jahr danach bei einem Besuch in Deutschland von einem "ganz normalen" Orthopäden bekommen. Der hat einen weiteren Vorfall in der LWS vermutet, wollte dort aber kein MRT machen, weil er sich erst um die HWS kümmern wollte. Das sagt eigentlich alles über diesen Orthopäden.
:boese:
Bei meinem nächsten Besuch in Deutschland bin ich dann zu Dr. Hoffmann in Leonberg gegangen/geflogen. Der hat untersucht, geröngt und die Fehlstellung mit allen Begleiterscheinungen Diagnostiziert. Er hat den Vorfall in der LWS ernst genommen und mich damit zum MRT geschickt.
Und er hat mich am Tag meines ersten Besuchs bei ihm in den Shuttle zu Rahmouni verfrachtet zum Gipsen für mein erstes Korsett.

Seitdem fliege ich etwa alle drei Monate aus Norddeutschland nach Stuttgart. Schon alleine wegen Rahmouni ist es mir das wert. Ich kann dir nur empfehlen zu einem Vollprofi zu gehen, der auch deine HWS ernst nimmt und der offen ist für alle, also auch die konservativen Therapiemöglichkeiten.
vissi hat geschrieben:Mein Neurochirug ist sich nicht sicher das der Gesichtsschmerz von der HWS kommt, meint man würde es ja nach der OP sehen ob es besser wird.

Das jedenfalls halte ich für einen triftigen Grund diesen Chirurgen für alle Zeit zu meiden!!! :eek:

LG, Gaby

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Re: Hilfe OP für HWS

Beitrag von Bernd » Fr, 07.04.2017 - 20:23

Ähnlich Symthome habe ich in der LWS. (Extreme Unbeweglichkeit und verhärtete Muskulatur). Dort haben 2 Bandscheiben einige Defekte (Vorwölbung, Stenose etc.). Die Praxis von Dr. Schneiderhan hat mir eine Epiduroskopie als Therapie vorgeschlagen. Die wird bei mir nächsten Montag gemacht. Das ist eine schonende und risikoarme Behandlung. Da ich für ein Korsett nicht Fakir genug bin ist diese minimalinvasive Behandlung für mich aus jetziger Sicht die bessere Alternative. Gerade was Bandscheiben-OPs betrifft muss man das aus meiner Sicht differenziert sehen. Es gibt risikoarme minimalinvasive Techniken, die ein gutes Risiko/Nutzen-Profil haben, andere Sachen wie z.B. eine Versteifung würde ich nur angehen, wenn es zu Lähmungen gekommen ist da dort das Risiko von Folgeproblemen sehr hoch ist und bei Skoliose generell viel versteift werden müsste. Heute habe ich mit einem Mitpatienten telefoniert, der diese Woche an seiner Spinalkanalstenose ohne Versteifung operiert wurde: er ist sehr zufrieden und merkt schon jetzt eine Besserung gegenüber vor der OP. Klar sollte man es erstmal konservativ probieren aber nach einigen Monaten mehr oder weniger erfolgloser konservativer Therapie wie bei mir lohnt es sich schon, sich die operativen Möglichkeiten mal genauer anzusehen.

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Re: Hilfe OP für HWS

Beitrag von vissi » Sa, 08.04.2017 - 10:09

Woher weiss ich welcher Arzt dann der richtige ist. Habe inzwischen schon einige Ärzte wie Zahnärzte und Neurochirurgen durch. Aber wenn man nicht ernst genommen wird, hat man schon angst vor dem nächsten Arztbesuch. Sind alle in der Liste gute Ärzte? Ist mir klar das man das so nicht genau sagen kann, ist ja auch viel persönlich Abhängig.
Du empfiehlst Dr. Hofmann?

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Re: Hilfe OP für HWS

Beitrag von Klaus » Sa, 08.04.2017 - 11:40

Hallo vissi,
Sind alle in der Liste gute Ärzte? Ist mir klar das man das so nicht genau sagen kann, ist ja auch viel persönlich Abhängig.
in der Liste
viewtopic.php?f=25&t=6472
sind diejenigen Ärzte, die sich aufgrund der positiven eingestellten Erfahrungsberichte sehr langfristig ergeben haben.
Alle arbeiten grundsätzlich konservativ, wobei es natürlich ganz auf die Diagnose ankommt. Du kannst alle mit der Chip-Karte aufsuchen. Dr. Hoffmann verlangt 65 € bei der Erstberatung für die erweiterte Beratungszeit, alle anderen nicht. Bei Dr. Verres bekommst Du zur Zeit am schnellsten einen Termin. Dr. Steffan ist schon seit langer Zeit Forums-Mitglied.
Da man durchaus eine zweite/dritte Meinung einholen kann, besteht grundsätzlich kein Problem bei der Auswahl. Die meisten User werden wohl aufgrund des Wohnortes wählen oder/und sich von den persönlichen Meinungen leiten lassen.

Gruß
Klaus

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Re: Hilfe OP für HWS

Beitrag von vissi » Mo, 10.04.2017 - 10:39

So Termin in Bad Sobernheim bei Dr. Steffan ist gemacht. Bin gespannt was dabei rauskommt.

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1.Korsett 5/12, Rahmouni
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Re: Hilfe OP für HWS

Beitrag von Lego66 » Mo, 10.04.2017 - 15:53

Ich drücke dir die Daumen! :top:
Wann ist der Termin?


LG, Gaby

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Re: Hilfe OP für HWS

Beitrag von vissi » Do, 13.04.2017 - 19:19

Hallo, ich habe am 15. Mai einen Termin.

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Re: Hilfe OP für HWS

Beitrag von vissi » Do, 13.04.2017 - 19:24

Und hoffentlich nimmt er mich und meine Probleme ernst. Danke fürs Daumendrücken.

Bernd
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Re: Hilfe OP für HWS

Beitrag von Bernd » Fr, 14.04.2017 - 15:20

> Und hoffentlich nimmt er mich und meine Probleme ernst. Danke fürs Daumendrücken.

Das macht er garantiert. Dem Feedback nach ist Dr. Steffan aus meiner Sicht der beste Skoliosespezialist Deutschlands.

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Re: Hilfe OP für HWS

Beitrag von Lego66 » So, 16.04.2017 - 16:26

Ich bin schon gespannt auf deinen Bericht! :top:
Mach dir am Besten vorher einige Notizen, was du auf keinen Fall vergessen willst zu fragen oder zu erwähnen.

LG, Gaby

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Therapie: Nehme, Schmerz bedingt 4x40mg Oxycodon und nach Bedarf Morphium 2%

Re: Hilfe OP für HWS

Beitrag von fischotter » Mi, 13.12.2017 - 11:04

Hallo,
hatte vor einigen Jahren auch Probleme mit der HWS. Hatte Schmerzen ohne Ende im linken Arm und konnte den nicht groß bewegen. Diagnose Bandscheiben Vorfall in der HWS. Operiert wurde ich in der Charité in Berlin, da ich einige Zeit da war. Die defekte Bandscheibe wurde entfernt und einen Platzhalter, Cage, eingebaut. Alles wurde Minimalinvasiv gemacht. Knapp eine Woche war ich drin. Halskrause hab ich nicht bekommen, da es nur eine Bandscheibe sei. Mir wurde hinterher gesagt, dass die andere Bandscheibe auch nicht in Ordnung sei und ich wohl irgendwann wieder, aber mit dem rechten Arm Probleme bekommen werde. Bis jetzt hab ich noch keine.
Probleme durch die OP hab ich keine, nur mit den verkürzten Muskeln im Hals Bereich. Dann kann ich schlecht den Kopf von links nach rechts drehen.
Ciao
Peter

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