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Wie Einspruch gegen BfA-Bescheid?
Verfasst: Sa, 12.02.2005 - 21:53
von arosa
Hallo!
Es hat mich freudig überrascht, nur 2 Wochen nach Antragstellung von der BfA einen Bewilligungsbescheid für eine 6-wöchige Kur für meine Tochter (13 Jahre, Fehlbildungsskoliose bedingt durch Keilwirbel) zu bekommen. Da war unerwartet unbürokratisch. Der Bürokratismus kommt nun: Diese Bewillung ist für Bad Elster und ich werde Einspruch einlegen müssen. Von Bad Elster habe ich im Forum bisher zwar auch nur Gutes gelesen, doch für uns steht fest, das meine Tochter nach Bad Salzungen geht (Nichts gegen Bad Sobernheim!! - nur wegen des Termins, der perfekt passen würde) und intensiv SCHROTH lernt. Wir machen seit ihrem zweiten Lebensjahr KG nach Voijta und seit ca. einem Jahr macht sie auch Übungen nach SCHROTH (bei der KG gelernt). Ich hoffe sehr darauf, dass sie durch intensive SCHROTH-Übungen die Verschlechterung ihrer Skoliose aufhalten kann. Wie formuliere ich nun am besten diesen Widerspruch? Dr. Steffan hat da ja schon mal jemandem helfen können.
Grüße,
Arosa
Verfasst: So, 13.02.2005 - 00:18
von Gast
Hallo!
Tobi hat(te?) das gleiche Problem:
http://skoliose.net/forum/viewtopic.php?t=2679
Vielleicht hilft dir das ein bißchen weiter??
Sehr geehrte Damen und Herren,
hiermit erhebe ich Widerspruch gegen den mir zugegangenen Bescheid vom 26. April 2003. Mit der Auswahl der Klinik (Schwarzwaldklinik Bad Krozingen) bin ich nicht einverstanden.
Bei der von meinem Orthopäden gestellten Diagnose – Skoliose mit chronischer Haltungsschwäche – stellt die Krankengymnastik nach Schroth die Behandlung mit der größtmöglichen Aussicht auf Besserung dar. Diese Art der Krankengymnastik wird in der Schwarzwaldklinik nicht praktiziert.
Alle bisherigen Behandlungen haben den gewünschten Erfolg vermissen lassen. Bereits im vergangenen Jahr habe ich an einer ambulanten Rehabilitation zur Behandlung chronischer Rückenschmerzen teilgenommen; seit mehr als einem Jahr befinde ich mich in physiotherapeutischer Behandlung (Krankengymnastik/ Manuelle Therapie). Darüberhinaus betreibe ich eigenständig Sport – Wirbelsäulengymnastik, Kraft- und Ausdauertraining. Alle bisherigen Behandlungen trugen – wenn überhaupt - nur zur kurzzeitigen Schmerzlinderung bei; Schmerzfreiheit konnte ich durch o.g. Behandlungen nicht erreichen.
Selbstverständlich bin ich daran interessiert, ein für die Rentenversicherung kostengünstiges Mitglied zu sein.
Dies setzt voraus, das Diagnose (Skoliose mit Chronischer Haltungsschwäche) und Behandlungskonzept deckungsgleich sind. Die von Ihnen ausgewählte Klinik besitzt keinen Behandlungsschwerpunkt „Skoliose“.
Nach meinem Wissen gibt es in Deutschland lediglich zwei Kiniken, die auf Skoliose spezialisert sind. Bereits in meinem Antrag auf Leistungen zur medizinischen Rehabilitation wurde von meinem behandelnden Orthopäde Dr. Hoffmann die ASKLEPIOS Burgseekliniken angegeben.
Schwerpunkt des Behandlungsspektrums in der orthopädischen Klinik ist die Rehabilitation von Wirbelsäulenfehlformen, insbesondere von seitlichen Verbiegungen im Jugend- und Erwachsenenalter. Kernstück der Skoliosetherapie ist die intensivierte dreidimensionale Behandlung nach Katharina Schroth. Dabei wird die verkrümmte Wirbelsäule durch dieses spezielle Programm gestreckt und entdreht sowie die erreichte Korrektur muskulär stabilisiert.
Die Asklepios-Burgseekliniken sind Rehabilitationskliniken, in denen Anschlussheil-behandlungen sowie stationäre und ambulante Heilverfahren nach § 15 Abs. 2 SGB VI für Rentenversicherte durchgeführt werden. Hauptbeleger ist die Bundesversicherungsanstalt für Angestellte, Berlin (siehe beigelegtes Infoblatt des Skoliosetherapiezentrums).
Nach meinem Kenntnisstand ist das Skoliosezentrum der ASKLEPIOS Burgseekliniken ein Vertragshaus der BfA.
Ein Aufenthalt in einer orthopädischen Klinik, wie von Ihnen vorgeschlagen, läßt nicht die Aussicht auf Besserung erhoffen, die von einem stationären, 3-wöchigen und damit kostenintensiven Aufenthalt zu erwarten wäre.
Ich beantrage deshalb die Erbringung von Leistungen zur medizinischen Rehabilitation im Skoliosetherapiezentrum der ASKLEPIOS Burgseekliniken Bad Salzungen.
Zu Ihrer Information habe ich diesem Brief Unterlagen zur Skoliosetherapie und deren Behandlungskonzept beigelegt.
Mit freundlichen Grüßen
Wie Einspruch gegen BfA-Bescheid?
Verfasst: So, 13.02.2005 - 10:22
von thunerfee
Hallo Arosa,
ich denke das dein Widerspruch nicht`s bringen wird.
Diese Klinik ist eine Rehaklinik für Skoliose.
Die Therapieangebote sind sehr vielseitig .siehe
www.rehaklinik-heimdall.de
Du kannst es probieren,aber ich glaube die Bfa wird dich nicht nach Bad Salzungen oder Bad Sobernheim schicken.
Ich wünsche dir viel Kraft dabei.
Verfasst: So, 13.02.2005 - 12:38
von BZebra
http://skoliose.net/forum/viewtopic.php?t=2622
Du kannst Dir auch aus Sobernheim noch weitere Informationen über die Formulierung eines Widerspruchs zuschicken lassen. Entsprechende Beispieltexte gab ea auch schon im Lichtblick (Autor Herr Schaar). Evt. kann Dir auch Dr.Steffan weiterhelfen.
Als Argument kannst Du auch anführen, daß in Bad Elster zwar Skoliosen behandelt werden, das Personal aber garnicht die Qualifikation und notwendige Ausbildung besitzt, die für die Behandlung einer Skoliose notwendig ist. Durch diese Defizite in der Behandlung ist sogar davon auszugehen, daß es zu gesundheitlichen Schäden kommen wird, was ihr selbstverständlich so nicht hinnehmen wollt und könnt und was ja auch nicht im Interesse der BfA sein kann.
Im Detail kannst Du das dann ggf. in einem Gespräch beim MDK so erklären,
- daß dort zum einen veraltete Skoliose-Behandlungsmethoden angewendet werden, die sich als Skoliose schädlich erwiesen haben. (so z.B. Klapp, daß die Wirbelsäule mobilisiert und zu noch stärkerer Progredienz führt),
- daß Schroth die einzige Physiotherapiemethode ist, die für die Behandlung der Skoliose Deiner Tochter in Frage kommt, und die Therapeuten in Bad Elster keine, oder falls überhaupt irgendeine, dann in keinem Fall eine ausreichende Schroth-Ausbildung besitzen, da dies eine mehrmonatige Ausbildung direkt in Bad Sobernheim erfordert (eigentlich sogar mehrjährige Praxiserfahrung in der Klinik) und eben nur dort erlernt werden kann. (= Unterschied zu den einwöchigen Fortbildungen der Physiotherapeuten in Bad Sobernheim, die nicht dafür ausgebildet sind, die Schroth-Methode den Patienten zu vermitteln, sondern nur für Patienten gedacht sind, die die Methode bereits beherrschen.).
- daß natürlich jede Klinik angeben kann, auf die Behandlung einer Erkrankung spezialisiert zu sein, daß dies bei Bad Elster aber schlicht und einfach nicht der Fall ist, da eben die entsprechende Ausbildung vollkommen fehlt,
- und Schluß endlich kannst Du auch noch klar sagen, daß Du begründete Angst um die Gesundheit Deiner Tochter hättest, wenn Du sie nach Bad Elster schicken würdest, da allgemein bekannt ist, daß dort Pfuscher am Werk sind.
In der Regel sollte das klappen mit dem Widerspruch. Ggf. dann halt persönlich einen Arzt vom medizinischen Dienst überzeugen.
Viel Erfolg,
BZebra
p.s.: Das stimmt übrigends alles (Alles im Leben ist relativ!).
Allerdings trifft davon auch sehr vieles auf Bad Salzungen zu.
Nichtsdestotrotz wäre es auch genauso möglich, einen effektiven Widerspruch gegen Bad Sobernheim einzulegen, der z.B. die Korsett-Behandlung dort (von technischer und psychologischer Seite her) beeinhaltet.
Korsett-Behandlung, -Beratung und -Qualitätssicherung dürfte sehr wahrscheinlich aber auch in Bad Elster ein sehr großer Schwachpunkt sein.
Verfasst: So, 13.02.2005 - 13:42
von thunerfee
Hallo BZebra,
hast du schon einmal dort eine 6 wöchige Rehamaßnahme gemacht ?
Das ist ja schon Rufschädignug über diese Klinik .
Verfasst: So, 13.02.2005 - 14:41
von Christine A.
Hallo, ich kann "Gast" nur rechtgeben. DAS ist Rufschädigung!
Meine Tochter war für 4 Wochen in Bad Elster in Heimdall und ich kann die Klinik nur empfehlen.
Die Therapeuten sind kompetend und gehen auf die einzelnen Problemem der Patienten ein. Die Therapien haben uns sehr viel gebracht.
Grüße C.
Verfasst: So, 13.02.2005 - 14:44
von BZebra
Wie oben geschrieben, alles ist relativ! Wo für einen persönlich Pfusch anfängt, liegt immer im Auge des Betrachters!
Ein Beispiel:
Wenn man sich im Hof Platten verlegen läßt, und die sind nicht 100% eben, dann fällt das dem einen vielleicht garnicht auf; und selbst wenn, dann denkt er sich nichts weiter dabei, weil er meint "das ist halt so".
Ein anderer (der vielleicht beruflich auch Sicherheitsbeauftragter einer Firma und entsprechend geschult ist) würde das sofort als Pfusch rekalmieren, weil er darin ein Sicherheitsrisiko sieht!
Trotzdem heißen unebene Platten in einem Hof nicht zwangsläufig, daß da auch jemand drüber fallen wird!
Ich habe untendrunter geschrieben, daß man solche Argumente genauso auch gegen Bad Salzungen oder Bad Sobernheim verwenden kann. Man findet immer treffende Begründungen. Es geht hier schließlich um einen Widerspruch! Zu der Entscheidung wohin es denn nun gehen soll, ist Arosa schon vorher gekommen, die stand nicht zur Debatte.
Die genannten Informationen über Bad Elster habe ich Patientenberichten entnommen und eigenen Erfahrungen mit den Therapiemethoden!
Pfusch beeinhaltet für mich persönlich falsche und zu wenige effiziente Therapiemethoden (z.B. Klapp -> Bad Elster), bei einem fitten Jugendlichen ein nicht maximales Therapieprogramm (-> Bad Salzungen, Bad Elster *), nicht ausreichend in der Therapiemethode ausgebildete Therapeuten (-> Bad Salzungen **), schlechte ärztliche Beratung was die nicht physiotherapeuthische Therapieplanung betrifft (Korsett Behandlung -> Bad Sobernheim ***) ...
Selbst ein Termin der vielleicht ein halbes Jahr später liegt, kann Welten ausmachen, wenn es z.B. darum gegangen wäre, zum richtigen Zeitpunkt eine ordentliche Korsett-Therapie zu beginnen.
Denke das ist jetzt verständlich genug gewesen!
Den perfekten Ort für die perfekte Therapie gibt es nicht, und was für einen selbst das geeignetste ist, ist individuell, dementsprechend kann man auch gegen alles erfolgreich einen Widerspruch durchbringen. In ALLEN Kliniken wird gepfuscht!
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* Bei Therapieprogramm maximaler Intensität, käme man garnicht in die Verlegenheit, solche Methoden wie Klapp anzuwenden (Bin ich übrigends unter anderem 7 Jahre lang mit therapiert worden, eigene praktische Erfahrungen mit den verschiedensten Skoliose-Therpien habe ich ohne Ende!)
** Ich brauche mir nur anzuschauen, wie lange ein Therapeut in Sobernheim braucht, um gut zu werden. Die meisten Therapeuten in Bad Salzungen waren niemals in Bad Sobernheim und zu allem Überfluss wechseln sie auch noch zwischen den beiden Kliniken hin und her. Schroth alleine ist schwer genug zu erlernen. Ständige mehrmonatige Pausen zwischendurch kann sich kein Therapeut leisten.
*** Eine erstklassige Physiotherapie alleine reicht bei vielen jugendlichen Patienten nicht. Es gehört auch eine ordentliche Korsett-Versorgung mit entsprechedneer Beratung, Empfehlung und Motivation der Patienten dazu. Was Korsett-Versorgungen in Bad Sobernheim anbelangt bzw. die Philosophie die dort vertreten wird, ist hier zu Genüge nachzulesen.
Verfasst: So, 13.02.2005 - 14:52
von Toni
Ich hatte die Gelegenheit die Klinik Heimdall Bad Elster für einige Stunden besuchen zu dürfen. Heimdall ist eine Klinik des sächsischen diakonischen Werkes und macht seit über 50 Jahren Skoliosen-Therapie.
Die Chef-Therapeutin dort macht seit 30 Jahren Skoliose-Physiotherapie. Sie hatte nie eine Schroth-Ausbildung und hat sich alles autodidakt selbst beigebracht. Auch ihre Methode zielt auf Statische Aufrichtung und Entdrehung. Die Atmung scheint im Gegensatz zu Schroth eine eher untergeordnete Rolle zu spielen.
Was mich damals total entsetzt hat war, daß dort alle Mädchen die völlig unterschiedliche Skoliose-Typen hatten, (bei der Vorführung vor den Mitgliedern der Kontaktstellenschulung des Bundesverbandes Skoliose-Selbsthilfe e.V. ) völlig synchron übten! Bei den meisten Mädchen sahen die Übungen eher schlimm aus! Natürlich habe ich auch geklatscht, weil ich die Mädels belohnen wollte für die Disziplin und bereitschaft diese Übungen vorzuführen. Aber im Vergleich zu richtigem befundgerechtem Schroth sah das eher furchtbar und sogar teilweise verkrampft aus.
Trotzdem habe ich gewissen Respekt vor der Therapeutin in Heimdall. Schade, daß sie nie eine richtige Schroth-Ausbildung gemacht hat! Ich bin überzeugt daß sie sich großartig mit Frau Lehnert-Schroth verstanden hätte, wenn sie je gelegenhei dazu gehabt hätte.
Es wird dort noch das Klappsche Kriechen praktiziert.
Die Sprossenwände sind völlig ohne Spiegel. Selbstkorrektur und Selbstkontrolle der Skoliotischen Fehlhaltung ist also dort nicht möglich.
Es werden dort auch nur Jugendliche bis 18 behandelt.
Ichhatte in Bad Salzungen ien Patientin kennengelernt, die früher 2 mal in Heimdall war. Nachdem sie endlich richtigen Schroth kennengelernt hatte war sie total wütend, daß sie nicht schon früher nach Sobi oder Salzu gekommen ist. OP-Kandidaten werden von Heimdall aus grundsätzlich zu Prof.Dr. Böhm nach Bad Berka überwiesen. (Sehr umstrittener Operateur!)
Die Korsette in Bad Elster scheinen durchschnittlich zu sein. Ich hatte mich auch mit dem OT/ OMM aus Bad Elster unterhalten und ihn nach seinen durchschnittlichen Primärkorrekturen befragt. Er meinte, daß ein Korsett, das 50% korrigiert, außergewöhnlich gut ist und sehr selten erreicht wird. Das Wort Rahmouni sagte ihm gar nichts.
Ich bin da sehr kritisch, was die Gesamtqualität von Bad Elster angeht, weiß aber daß sich die Leute dort sehr liebevoll, wirklich und ehrlich bemühen.
Das honoriere ich. Die Schule (Stützunterricht) und die Freizeitbetreung dort scheinen absolut beispielhaft zu sein. In diesem Punkt können sich BaSa und Sobi gleich mehrere dicke Scheiben abschneiden!!!
Gruß Toni
Verfasst: So, 13.02.2005 - 22:38
von arosa
Hallo an Alle,
erstmal vielen Dank für die so schnellen - und zumindest für mich - sehr informativen Antworten! Da werde ich sicher eine gute Begründung für die BfA zusammenbekommen. Ob es etwas bringt, weiß ich natürlich nicht, aber versuchen werden wir es auf jeden Fall. Toll fand ich, dass die BfA derart schnell auf den Antrag reagiert hat. Der erste Schritt ist getan - vielleicht klappt's auch mit dem zweiten. Wenn sich etwas Neues ergeben hat, werde ich berichten!
Soweit dankbare Grüße an alle,
Arosa
Verfasst: Mo, 14.02.2005 - 07:44
von Dr. Steffan
Auf jeden Fall Einspruch erheben, es lohnt sich sicher. Allerdings sollte der Orthopäde, der den Antrag ausgefüllt hat ebenfalls etwas dazu schreiben. Wie Toni schon richtig geschrieben hat macht Bad Elster zwar Skoliosetherapie aber nicht zielgerichtet und spezifisch für die einzelnen Skoliosetypen.
Verfasst: Do, 17.02.2005 - 11:52
von thunerfee
Hallo Arosa, jede Mutter wünscht das Beste für ihre Kinder und ich verstehe, dass Du alle mögl. Infos über Reha-Skoliose-Kuren einholst und nun Widerspruch gegen den Bescheid der BfA einlegen willst. Die Frage ist nur, wie zuverlässig diese Infos sind. Ich habe mit den Auskünften des "Zbebra" Probleme. Wenn man so detaillierte Kritik an Behandlungsmethoden in Kliniken formuliert, sollte man dazu schreiben, wodurch man sich dazu legitimiert glaubt. Wo und wann hat "Zbebra" eigene Erfahrungen gesammelt? Woher und von wann stammen die Patientenberichte? Ist "Zbebra" Fachfrau für KG oder nur geltungsbedürftig? Den Vorwurf der Rufschädigung, von anderer Seite erhoben, kann ich nur unterstützen und Pfusch ist in jedem Fall nicht der geeignete Begriff für das doch fast überall vorhandene Bemühen, um den Patienten zu helfen. Natürlich ist jede Mutter verzweifelt, deren Kind chron. Schmerzen hat u. setzt alle Hoffnung auf eine neue Behandlung. Manchmal wird sich diese Hoffnung erfüllen u. mal nicht. Das liegt aber zumindestens meistens nicht am mangelhaften Bemühen der Ärzte und Krankengymnasten.
Auch die Ratschläge des Dr. Steffan sehe ich kritisch. Wo bleibt da die ärztliche Neutralität? Werbung (nicht erlaubt!) für die eigene Klinik? Hat Dr. Steffan schon die anderen Kliniken besucht oder seine Fachkollegen zur Vorstellung seines Programms nach Bad Salzungen eingeladen? Ich finde, Ärzte sollten im Interesse ihrer Patienten kollegial zusammenarbeiten und ihre Erfahrungen austauschen.
Ich wünsche Dir in jedem Fall alles Gute für Deine Tochter und meine, jeder sollte seine Erfahrungen machen. Falls es mit dem Widerspruch nicht klappen sollte, kann ich Dir nur sagen, dass ich von Bekannten schon sehr positive Erfahrungen aus Bad Elster gehört habe.
Freundliche Grüße aus dem schneereichen Süddeutschland
Verfasst: Do, 17.02.2005 - 13:10
von Klaus
Hallo gast,
ich finde BZebra hat die Dinge sehr ausführlich erklärt.
Daraus resultiert eindeutig, dass es eine absolut objektive Einschätzung nicht gibt!
Und es bleibt in jedem Fall dem mündigen Leser überlassen, wie er die Berichte hier im Forum einschätzt.
Bei allen Kritiken gleicher Art fällt mir auf, dass der Gegenbeweis nie angetreten wird.
In der Retourkutsche heisst das:
Wenn man Erkenntnisse an Behandlungsmethoden in Bad Elster formuliert, sollte man dazu schreiben, wodurch man sich dazu legitimiert glaubt. Wo und wann hat "gast" eigene Erfahrungen gesammelt? Woher und von wann stammen die Patientenberichte? Ist "gast" Fachfrau/mann für KG oder nur geltungsbedürftig?
Gruss
Klaus
Verfasst: Fr, 18.02.2005 - 10:24
von thunerfee
Hallo Klaus,
wenn Du meine Gedanken genau gelesen hättest, hättest Du gemerkt, dass ich kein Fachmann/frau bin, denn ich habe mich in keinem Satz über Behandlungsmethoden in irgendeiner Reha-Klinik geäußert.
Ich ärgere mich über den leichtfertigen Gebrauch des Wortes "Pfusch", den es gibt, aber nur als seltene Ausnahme. Und ich bin grundsätzlich gegen Vorurteile und Panikmache in allen Lebensbereichen.
Großes Verständnis habe ich aber für die Ängste von Kranken und ihren Angehörigen und auch große Anerkennung für alle meistens mit viel Idealismus Arbeitenden im Gesundheitswesen.
Damit beende ich für mich die Diskussion und hoffe, dass meine Motive auch in Hannover erkannt werden.
Mit herzlichem Gruß von Welfe zu Welfe
Verfasst: Fr, 18.02.2005 - 12:45
von BZebra
Gast hat geschrieben:Ich ärgere mich über den leichtfertigen Gebrauch des Wortes "Pfusch"
Was ist an dem Gebrauch des Wortes Pfusch falsch? Ist Pfusch etwas was ausschließlich mit Absicht zu stande kommt?!
Wohl kaum! Pfusch ist eine Sache, die in den meisten Fällen trotz der allerbesten Absichten entsteht, einzig und allein aus Unvermögen heraus!
Oder bist Du der Ansicht, daß allein gute Absichten jeden dazu befähigen alles im Leben bewerkstelligen zu können?
Verfasst: Fr, 18.02.2005 - 15:36
von thunerfee
Ich lese seit mehreren Wochen hier mit und es erstaunt mich sehr,wie ihr über Kliniken negativ schreibt.
Pfusch bezeichne ich eure Kommentare über Kliniken die Ihr nicht kennt.
Verfasst: Fr, 18.02.2005 - 16:42
von BZebra
Gast hat geschrieben:Pfusch bezeichne ich eure Kommentare über Kliniken die Ihr nicht kennt.
Da habe ich kein Problem mit, Gast, wenn Du der Ansicht bist, daß wir über eine Klinik nicht ausreichend informiert sind um sich eine eigene Meinung zu bilden und die hier reinzuschreiben. Wir tuns aber.
Du kannst das auch gerne als Pfusch bezeichnet. Liegt wie oben schon geschrieben im Auge des Betrachters.
Was ich hier immer versucht habe zu vermitteln ist, daß es absolut niemanden gibt, dem man blind vertrauen und alles glauben sollte (damit schließe ich mich logischerweise selbst mit ein), sondern daß man sich selbst informieren und hinterfragen soll.
Du darfst denken was immer Du möchtest, Du darfst Dich auch ärgern über was immer Du willst, und Du darfst es auch immer gerne hier reinschreiben. Kann und will Dich keiner davon abhalten.
Verfasst: Fr, 18.02.2005 - 21:01
von arosa
Hallo,
möchte mich mal wieder melden.... Ich habe erstmal vor dem schriftlichen Einspruch mit der zuständigen Bearbeiterin bei der BfA telefoniert. Die kann für die Wahl der Klinik nicht mal etwas, da weder ich noch unser Arzt angegeben hat, dass wir die Schroth-Therapie wünschen.

Und so haben sie nach bestem Wissen und Gewissen eine gute Klinik für uns ausgewählt. Tja, habe mit Kuranträgen eben keinerlei Erfahrung, bin aber lernfähig. Der Einspruch ist nun auch noch schriftlich abgegeben und unser Arzt wird ein entsprechendes Attest ausstellen. Schauen wir mal, was daraus wird. Werde beizeiten wieder berichten!
Mir haben die vielen unterschiedlichen Meinungen durchaus geholfen! Ich bin zwar in Bezug auf Kuranträge etwas dusselig, kann aber sonst durchaus eigene Entscheidungen treffen. Und bei meiner Meinungsbildung helfen mir alle Ansichten! Danke nochmal.
Gruß,
Arosa
Verfasst: Fr, 18.02.2005 - 21:08
von thunerfee
Es tun mir nur die betroffenen Personen leid,die deine Beiträge oder andere Beiträge glauben.
Verfasst: Sa, 19.02.2005 - 01:05
von Toni
Gast hat geschrieben:Es tun mir nur die betroffenen Personen leid,die deine Beiträge oder andere Beiträge glauben.
Es tun mir nur die betroffenen Kinder und Jugendlichen leid,die keine wirklich optimale Therapie für ihre Wirbelsäule bekommen.
Ich weis sicher, daß derjenige der der sehr erfahrenen BZebra statt anonymen Gast-Schreibern vertraut auf einen guten Weg gebracht wird.
Schade ist dabei, daß BZebra die Kunst der Diplomatie verbal eher bei Metzgergehilfen gelernt hat.
Trotzdem habe ich in BZebras Urteilskraft in diesem Fall und in fast alles was Skoliose, qualitative Physiotherapie und Korsett-Therapie angeht 280% Vertrauen in sie! Sie drückts nur SEHR DIREKT aus!
Ich würde mein Kind ( wenn ich eines hätte) sehr gerne in ein Ferienlager mit Haltungsturnen und Stützuntericht zur Verbesserung der schulischen Leistung nach Heimdall schicken. Aber leider NICHT wenn wirkliche WS-Probleme bestehen. Dann würde ich um Heimdall einen großen Bogen machen! Ich kann nur etwas mit gutem Gewissen empfehlen, wo ich selbst hingehen und wo ich auch meine hypothetischen "Kinder" vertrauensvoll hinschicken würde. Alles andere halte ich für unmoralisch.
Ich halte vieles für sehr gut bis ausgezeichnet in Heimdall.
Aber auch wenn sie sich dort noch so große Mühe geben.... ich bedauere zutiefst, daß Heimdall KEINE SCHROTH-Klinik ist und so die Kids und teens keine wirkliche Chance haben die effizienteste WS-Therapie zu erlernen. Wer gesehen hat wie sich hochgradige Skolis schon nach einer Woche Salzugen korrigieren und entdrehen konnten und gesehen hat wie Jugendliche in Bad Elster sich nach 4-5 Wochen versucht haben sich verkrampft aufzurichten, der kennt den Unterschied zwischen SCHROTH und XY-KG!!!
Schuld daran sind aber nicht das Personal in Heimdall, sondern die Bad Sobernheimer, die das Schroth-Monopol offensichtlich zähnefletschend gegenüber anderen "Klinik-Therapeuten" verteidigen.
Wer sich den SCHROTH Grundkurs nicht unter falschen Vorgaben "erschleicht" (wie in Isny geschehen), hat als klinischer Physiotherapeut keine Chance Schroth erlernen zu dürfen und muss entweder selbst was erfinden ( wie Frau Müller) oder auf Brunkow, Klapp usw... ausweichen.
Das BESSERE ist eben der schlimmste Feind des GUTEN!
Gruß Toni
Verfasst: Sa, 19.02.2005 - 11:08
von thunerfee
Hallo Toni,
es gab schon einmal eine Diskussion über Bad Elster mit positiven Berichte.
Die haben Ihre Skoliose verbessert und damit kann ich über Bad Elster nicht schlecht herziehen.
Ihr seit doch in Forum nicht die Qualitätsprüfung für Skolioseklinik, Orthopäden, Op-Kliniken und Therapeuten.