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BeitragVerfasst: So, 22.01.2017 - 11:21 
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So nun mal ein Bericht von meinem Besuch bei Dr. Wilke letzten Donnerstag. Tja meine Skoliose nimmt rasant zu :rolleyes: Ich hatte ja vor dem Röntgen gehofft, das es sich um die 30 Grad handelt, dann die Schätzung meiner Physo mit über 40 Grad, dann Röntgenbefund 50 und 58 Grad und Dr. Wilke hat jetzt 70/74 Grad gemessen. Er hat das begründet, dass ja die Gegenkrümmung mit beachten werden muss.
Ansonsten war es mal ein Arztbesuch der angenehmeren Art. Zu erst hat er mal äußerlich die Winkel gemessen und kam auf 11 und 13 Grad, als ich etwas ungläubig angeschaut habe, meinte er das hat nix mit der Messung der Röntgenbilder zu tun, der Schock kam dann als er diese ausgemessen hat.
Er hat mir in aller Ruhe die Möglichkeiten der Therapie und den Befund erläutert und mir ein Rezept für KG sowie Stellungnahme zu einer Langzeitverordnung mitgegeben in dem Zusammenhang gleich den Flyer des Skoliose Verbandes in die Hand gedrückt, mit dem Hinweis, bitte da anrufen, Situation erläutern, die sagen ihnen dann was sie in ihren Antrag schreiben müssen, dass das mit KK klappt. Außerdem hat er die Reha angesprochen, auch hier ganz klaren Zeitplan, wann er was braucht und wann ich das dann einreichen soll, damit das vom Zeitraum für mich passt. Dann gab's noch ein Rezept für Einlagen und das Kärtchen von CCtec, wieder mit dem Hinweis, gleich anrufen, sagen dass sie von außerhalb kommen und die heute noch mitnehmen müssen. Ich habe hier ganz neugierig die Berichte über Barfußschuhe mitverfolgt, da ich im Alltag immer fix unterwegs sein muss, Probier ich jetzt das mit Einlagen. Mal abgesehen von der Auswertung des Befundes und das ich das Gefühl hatte, er hört mir zu und nimmt mich ernst, fand ich die praktischen Tipps echt super und hilfreich.
Nun mal zur Therapie, also als erstes Mal Krankengymnastik zum Aufbau eines Muskelkorsetts, natürlich auch die Laufübung, die Möglichkeit eines Korsetts zieht er auch in Betracht, aber ähnlich wie bei Phill, sagte er, dass dafür erst mal aller Möglichkeiten ausgeschöpft werden müssen. Außerdem meint er, das es bei mir mit Korsett und Korrektur etwas schwierig ist, da ich gut im Lot stehe und wenn ich das richtig verstanden habe, wäre es deshalb schwierig wo der Druck vom Korsett aufgebaut werden soll. Er hat mir dann irgend ein Korsett genannt, das für mich gut wäre und ich habe es gewusst, irgendwas wichtiges vergesse ich. Also den Namen habe ich mir leider nicht gemerkt, es war irgendwas mit "Luise" oder so ähnlich. Arztbrief habe ich leider nicht bekommen, die hatten irgendwelche technischen Probleme.
So nun schaue ich mal wie ich klar komme, wenn ich wieder arbeite. Heute beim Shopping haben mir nach 1,5 Stunden auf jeden Fall die Füße mehr weggetan als der Rücken, aber die Schwierigkeiten mit den Einlagen am Anfang hatte er mir auch angekündigt.
Sollte ich wieder richtig Schmerzen bekommen, soll ich mich melden.
Ich fühle mich bei Dr. Wilke also gut aufgehoben, außer das sein Größenmessung einfach mal falsch war, ich bin 1,50 und nicht 1,485, das ist jetzt echt langsam diskriminierend mir Minimensch einfach noch mal 1,5 cm zu klauen ;)
Ach so und natürlich mal noch ne Frage, sollte ich bei dem Antrag für KG gleich den MRT Befunde und den Röntgenbefund mit reinpacken, da steht ja einiges drin was nicht in Ordnung ist?

Liebe Grüße und einen schönen Sonntag euch Katrin

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BeitragVerfasst: So, 22.01.2017 - 16:49 
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Hallo Katrin,

Zitat:
....dann Röntgenbefund 50 und 58 Grad und Dr. Wilke hat jetzt 70/74 Grad gemessen. Er hat das begründet, dass ja die Gegenkrümmung mit beachten werden muss.

Verstehe ich nicht, 50/58 Grad war doch sicherlich die Beschreibung der beiden Bögen, also Gradzahl der Krümmung und Gradzahl der Gegenkrümmung. Wenn er jetzt 70/74 Grad ermittelt, ist das schon sehr erstaunlich.
Zitat:
....und mir ein Rezept für KG sowie Stellungnahme zu einer Langzeitverordnung mitgegeben in dem Zusammenhang gleich den Flyer des Skoliose Verbandes in die Hand gedrückt, mit dem Hinweis, bitte da anrufen, Situation erläutern, die sagen ihnen dann was sie in ihren Antrag schreiben müssen, dass das mit KK klappt.

Verstehe ich auch nicht, denn ab 1. Januar braucht man mit einer Skoliose ab 50 Grad eigentlich keine Langfristgenehmigung! Das Procedere ist aktuell aber scheinbar noch unklar. Ansonsten finde ich es bemerkenswert, dass der Bundesverband offenbar die besten Tipps für das Ausfüllen eines Antrages für die langfristige Verordnung von Heilmitteln hat. ;(
Na ja, ein Verband ist wohl für einen Arzt der bessere Ansprechpartner, obwohl sehr viele User von ihren praktischen Erfahrungen in unserem Forum berichten.
Zitat:
...die Möglichkeit eines Korsetts zieht er auch in Betracht, aber ähnlich wie bei Phill, sagte er, dass dafür erst mal aller Möglichkeiten ausgeschöpft werden müssen. Außerdem meint er, das es bei mir mit Korsett und Korrektur etwas schwierig ist, da ich gut im Lot stehe und wenn ich das richtig verstanden habe, wäre es deshalb schwierig wo der Druck vom Korsett aufgebaut werden soll.

Ok, das im Lot stehen und die ähnliche Gradzahlen der beiden Bögen sind sehr positiv zu sehen. Das ist wohl auch der Grund, warum man optisch was anderes sieht.
Zitat:
Ach so und natürlich mal noch ne Frage, sollte ich bei dem Antrag für KG gleich den MRT Befunde und den Röntgenbefund mit reinpacken, da steht ja einiges drin was nicht in Ordnung ist?

Grundsätzlich muss der Arzt nur eine Begründung aufgrund seiner Diagnose schreiben, MRT und Röntgenaufnahmen gehören da nicht rein. Als Patient kann man noch zusätzlich persönliche Begründungen hinzufügen. Wir haben hier im Forum jede Menge Tipps dazu.
Aber mit 70/74 Grad Skoliose sollte die neue Regelung ab 1.1.17 auch mit einer normalen Verordnung klappen.

Gruß
Klaus


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BeitragVerfasst: So, 22.01.2017 - 20:04 
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Hallo Klaus,
Naja mit den Zahlen das habe ich auch nicht ganz verstanden. Vielleicht hat er sich doch vermessen, wie gesagt die Technik hat gestreikt und er hat das Röntgenbild letztendlich mit einer Wasserwaagen App auf dem Handy gemessen, da er aber täglich mit krummen Menschen zu tun hat und er sich da auch sehr sicher war, habe ich das nicht in Frage gestellt. Mal abgesehen davon, das ich jetzt keine korrekten Ausgangswerte habe ändert das ja für mich nichts. Ich habe mich entschieden, die Sache konservativ anzugehen und dabei unterstützt er mich., und wie du sagst sind die beiden Krümmungen relativ gleich, was sich positiv auf meine Beschwerden auszuwirken scheint. Außerdem die Röntgenbilder habe ich und wenn ich mal soweit bin, kann ich das selbst prüfen, gibt es ja hier im Forum eine Anleitung dazu.
Im Moment ist aber das Thema, Langfristverordnung, wichtiger. Ich habe im Thread von Alex schon einmal gestöbert, weil das für mich ein interessantes Thema ist. Aber ehrlich, ich blicke das nicht, das sind soviel unterschiedliche Infos, die ich nicht sortiert bekomme. Jetzt mit dem Rezept und der Genehmigung die ich schnell angehen möchte, habe ich es heute noch einmal versucht, aber ich glaube außer Skoliose habe ich auch eine Paragraphen-Blockade :(
Ich war der Meinung, das man das genehmigen lassen muss, das es aber einfacher ist, weil Skoliose ab 50 Grad nun auf der Liste steht. Ist das nicht so? Ich bin jetzt ehrlich gesagt völlig verwirrt, tut mir leid, aber vielleicht muss ich so etwas einmal in der Praxis erledigen, dass ich das verstehe. Und mit dem Hinweis auf den Skoliose Verband hat er ja in soweit recht, das die die Änderung im Gegensatz zu KK auf dem Plan haben. Mit den Beispielen hier im Forum hast du recht, aber wie gesagt das sind viele unterschiedliche und was trifft jetzt auf mich zu :rolleyes:
Was meinst du damit bei 70/74 dürfte es auch mit einer normalen Verordnung klappen?
Liebe Grüße Katrin

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BeitragVerfasst: So, 22.01.2017 - 21:40 
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Reha: Aug/Sep 2011 in Bad Sobernheim, Mai/Jun 2016 in Bad Salzungen
Korsett: 2011-2014 Sanomed
seit 2015 CCtec
Hallo Katrin,

tut mir leid mit den Gradzahlen, kann verstehen, dass das ein Schock ist. Und auch, dass Du das Gefühl hast, keine Klarheit zu haben. Bei mir misst auch immer jeder Arzt etwas anderes (bis zu 11° Unterschied), allerdings nicht ganz so viel wie bei Dir.

kats hat geschrieben:
wie gesagt die Technik hat gestreikt und er hat das Röntgenbild letztendlich mit einer Wasserwaagen App auf dem Handy gemessen,


Also, das klingt irgendwie merkwürdig, aber wenn er es auf dem Mini-Display vom Handy irgendwie vermessen hat ("Wasserwaage" klingt eher nach Skoliometer, aber vielleicht hat er das ja irgendwie auch anders anwenden können), ist das Fehlerpotential vielleicht doch höher. Kannst ihn ja das nächste Mal noch mal fragen, ob auf dem Computer dasselbe herauskommt. Oder Dir noch mal bei Gelegenheit eine andere Meinung einholen, bei einer Reha kann es z.B. auch noch mal bei der Eingangsuntersuchung vermessen werden.

Ansonsten wünsche ich Dir, dass es jetzt für Dich aufwärts geht mit den ganzen Rezepten in der Hand ;)


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BeitragVerfasst: Mo, 23.01.2017 - 09:34 
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Hallo Mick,
Danke erstmal für deine lieben Worte.
Also das Röntgenbild hatte er schon am Computerbildschirm auf, aber mit dem messen hat in dem Programm nicht funktioniert. Da hat er dann das Handy genommen.
Abweichungen scheinen ja nicht so selten zu sein, auch wenns bei mir ein bisschen viel mehr ist. Mit noch mal schauen zur Reha ist eine guten Idee.

Liebe Grüße Katrin

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BeitragVerfasst: Mo, 23.01.2017 - 14:17 
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Hallo Katrin,

Zitat:
Ich habe im Thread von Alex schon einmal gestöbert, weil das für mich ein interessantes Thema ist. Aber ehrlich, ich blicke das nicht, das sind soviel unterschiedliche Infos, die ich nicht sortiert bekomme.

Na ja, ich würde sagen, da gibt es einige Fragen von Usern, die zwar irritierend wirken, aber im Fazit gibt es eindeutige Fakten.

1. Bei einer Erwachsenen-Skoliose über 50 Grad (Kyphose über 60 Grad) gilt die neue Regel, dass beliebig viele Verordnungen ausgestellt werden können und dies nicht das Budget des Arztes belastet. Dies gilt schon lange für Kinder und Jugendliche bis 18. Das Procedere in der praktischen Anwendung ist aktuell noch nicht ganz geklärt.

2. Bei weniger als 50 Grad (60 Grad bei Kyphose) gibt es die Möglichkeit einer langfristigen Verordnung, die aber genehmigt werden muss. Das Budget des Arztes wird auch hier nicht belastet. Das ist immer eine Einzelfall-Entscheidung, bei der sich die KK's oft sträuben. Wenn genehmigt wird, gilt das für mindestens 1 Jahr und in dieser Zeit können beliebig viele Verordnungen ausgestellt werden.

3. Bei einer normalen Verordnung gibt es bei entsprechender Diagnose (Diagnose-Schlüssel WS 2) die Möglichkeit von 3x6 Behandlungen. Danach gilt eine 3 monatige Pause. Um die zu füllen, gibt es die Möglichkeit einer Verordnung ausserhalb des Regelfalls. Das belastet aber das Budget des Arztes und hat deswegen auch entsprechende Grenzen.
Zitat:
Und mit dem Hinweis auf den Skoliose Verband hat er ja in soweit recht, das die die Änderung im Gegensatz zu KK auf dem Plan haben.

Im Klartext, meine Antwort darauf war so gemeint, dass ich ein bischen sauer bin, weil wir hier im Forum genügend unterschiedliche praktische Tipps haben. Immerhin machen wir hier besonders auf Dr. Wilke aufmerksam und erledigen auch viele Informations-Aufgaben zu seiner Praxis. Die kommen nicht von ihm.
Zitat:
Mit den Beispielen hier im Forum hast du recht, aber wie gesagt das sind viele unterschiedliche und was trifft jetzt auf mich zu :rolleyes:

Also es geht um Begründungen für eine langfristige Verordnung, die sind natürlich auf unterschiedliche Situationen ausgerichtet. Das muss man natürlich für sich selbst anpassen, auch wenn z.Bsp. Erhaltung der Lebensqualität ein allgemeines Argument ist. Die Krankenkassen reagieren durchaus unterschiedlich und auch von Sachbearbeiter zu Sachbearbeiter anders. Insofern sind hier eingestellte fortlaufende unterschiedliche Tipps bzw. Erfahrungen schon sehr nützlich. Ich glaube nicht, dass das ein Bundesverband besser machen kann.
Zitat:
Was meinst du damit bei 70/74 dürfte es auch mit einer normalen Verordnung klappen?

Ich meinte das im Gegensatz zur genehmigungspflichtigen langfristigen Verordnung, die Du nach der neuen Regel eigentlich nicht benötigst.

Gruß
Klaus


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BeitragVerfasst: Mo, 23.01.2017 - 16:50 
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Hallo Klaus,

also es kann sein, dass ich bei solchen Anträgen wirklich eine besonders lange Leitung habe, das Problem habe ich einfach. Aber es ist so, dass ich bisher noch nicht ganz verstanden hatte, ob man nicht vor dem Antrag auf eine Langzeitverordnung ersteinmal einen Antrag auf "die Ausnahme im Regelfall" stellen muss. Das geht für mich in diesem Thread ziemlich hin und her, so dass ich damit einfach nicht klargekommen bin und wenn ich das richtig verfolge, muss man das dem Arzt schon genau erklären, damit man da weiter kommt.
Gut aber das ist jetzt ja erst mal für mich nicht mehr das Thema. Das du sauer wegen des Hinweises auf den Skoliose Verband bist, kann ich ein Stück weit nachvollziehen. Aber mit den Infos zu Dr. Wilke hier und den vielen Informationen zu seiner Praxis, geht es im Forum ja vorrangig darum Betroffenen zu helfen und nicht darum, seine Praxis zu füllen, wenn das natürlich auch ein Nebeneffekt für ihn ist.
Das er sich die Langzeitverordnung trotz der Liste genehmigen lassen will, kann ja damit zusammenhängen, dass das im Moment alles nicht so klar ist. Ich werde das also einreichen und in dem Antrag gleich auf die Liste hinweisen und eben noch die Steigerung der Lebensqaulität anführen. Wüsste nicht, wie ich das jetzt anders handhaben sollte.
Was sich für mich noch als praktische Frage ergibt, muss jetzt eine Quartalsweise Kontrolle durch den Arzt erfolgen? Wenn ja muss das unbedingt ein Orthopäde sein, was ja im Fall von Dr. Wilke etwas kompliziert wird (das das Rezept weiter gilt, auch bei Arztwechsel, habe ich vorsorglich schon mal nachgelesen). Ich habe keine Ahnung, wie sich mein hier behandelnder Orthopäde anstellt, wenn ich ihm erkläre, dass ich mich mal "ordentlich" untersuchen und beraten lassen habe. Die einfachste Lösung wäre also mein Hausarzt, wenn das so möglich ist.

Liebe Grüße Katrin

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BeitragVerfasst: Mo, 23.01.2017 - 19:57 
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Hallo Katrin,

Zitat:
Aber es ist so, dass ich bisher noch nicht ganz verstanden hatte, ob man nicht vor dem Antrag auf eine Langzeitverordnung ersteinmal einen Antrag auf "die Ausnahme im Regelfall" stellen muss.

Ok, das ist noch ein wichtiges Detail, was ich im Punkt 2 nicht aufgeführt habe.
Den Antrag auf eine langfristige Verordnung kann man mit der 1.Verordnung ausserhalb des Regelfalles (a.d.R.) stellen. Diese Verordnung a.d.R. bedarf aber keines Antrages, bestenfalls einer Genehmigung durch die Krankenkasse durch einfaches Einreichen. Die meisten Kassen verzichten aber auf eine solche Genehmigung. Einen Überblick findest Du hier:
https://www.gkv-spitzenverband.de/media ... mittel.pdf
Insofern ist das ein Procedere, was mit davor liegenden 3x6 Behandlungen (Verordnungen im Regelfall) beim Orthopäden oder besser noch beim Facharzt für pysikalische Therapie (noch höheres Budget als der Orthopäde) durchzuführen ist.

In Deinem Fall verstehe ich deshalb nicht so ganz,
Zitat:
...und mir ein Rezept für KG sowie Stellungnahme zu einer Langzeitverordnung mitgegeben

was damit gemeint ist. Ich gehe mal davon aus, dass es eine Verordnung mit 1x6 Behandlungen ist, der aber noch 2 weitere mit jeweils 1x 6 Behandlungen folgen müssen, ehe an eine Verordnung a.d.R. zu denken ist. Erst dann geht es ja um die Genehmigung einer langfristigen Verordnung. So war es jedenfalls bislang.
Zitat:
Was sich für mich noch als praktische Frage ergibt, muss jetzt eine Quartalsweise Kontrolle durch den Arzt erfolgen?

Grundsätzlich sollte der Arzt überprüfen, ob eine neue Verordnung notwendig ist.
Zitat:
Ich habe keine Ahnung, wie sich mein hier behandelnder Orthopäde anstellt, wenn ich ihm erkläre, dass ich mich mal "ordentlich" untersuchen und beraten lassen habe.

Na ja, das ist erst einmal auch die Frage nach der aktuellen Verordnung des Dr. Wilke, die mir unklar ist.
Zitat:
Die einfachste Lösung wäre also mein Hausarzt, wenn das so möglich ist.

Sicherlich, aber das ist mein Punkt 1 mit der neuen Regel. Und das führt im anderen Thread nach dem Kommentar von Dr. Steffan zur allgemeinen Verwirrung, auch bei mir. Leider!

Gruß
Klaus


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BeitragVerfasst: Mo, 23.01.2017 - 20:51 
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Hallo Klaus,
vielen Dank für deine Mühe.

Im Moment weiß ich gerade gar nicht mehr, was ich von dem allen halten soll :juggle:
Dr. Wilke hat sein Rezept als 1. Verordnung ausgestellt, obwohl ich ihm gesagt habe, dass ich Krankengymnastik nach Schroth bereits mache, für mich wäre es jetzt das 3. Rezept, was in den anderen Rezepten für ein Diagnose Schlüssel stand, weiß ich leider nicht. Und wahrscheinlich hast du Recht, es ist ein normales Rezept für 6x KG, Schlüssel WS 2a ist da undICD-10-code. Dazu kommt dann die Stellungnahme zu meinem Antrag auf Langzeitverordnung, in der steht dann Skoliose 70/74 Grad. So viel dazu, ich bin bei der KKH und hatte mir die Liste schon mal angeschaut, ich müsste außerhalb des Regefalls glaub genehmigen lassen. Gut aber das trifft ja grad auch nicht zu.
Also ich werde jetzt mal beim Skoliose Verband anrufen, ist ja mal interessant was die zu sagen haben, da im Moment niemand so richtig weiß, wie es laufen soll, auch wenn ich gerade Zweifel, dass die mir weiterhelfen können. Aber wenn Mans nicht probiert, stirbt man dumm.
Parallel dazu werde ich morgen noch mit meiner Physo sprechen, ich hatte ja bisher nur 2x Krankengymnastik also darf ich nochmal, wäre mir jetzt schon wichtig, weil ich die ersten 6 Behandlungen alles andere als Schroth gemacht habe (obwohl auch die Physo auf der Liste von Bad Sobernheim stand).
Dann werde ich mal den Antrag bei der KK einreichen und schauen was passiert und so lange die keine Ablehnung schicken, darf ich ja weiter unter Aufsicht turnen :D Den anderen Thread verfolge ich auch mit, also von daher bleibe ich auf dem laufenden. Und wie ich das dann eventuell mit weiteren Verordnungen und Rezepten Handhabe schaue ich wenn es soweit ist.

LG Katrin

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BeitragVerfasst: Di, 24.01.2017 - 11:43 
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Hallo Katrin,

da sich mittlerweile die Probleme bezüglich neuer Regel aufgeklärt haben (s.a. Thread Langfristgenehmigung!) könnte folgendes klappen:
Die 1. Verordnung von Dr. Wilke sollte neben dem ICD-10 Code unbedingt die Gradzahl beinhalten. Dann besteht nämlich ein besonderer Verordnungsbedarf. Nach meiner Ansicht auch ein neuer Fall, was Verordnungen angeht. Du brauchst dann noch 2 weitere gleiche Verordnungen (im Regelfall) und dann geht es mit Verordnungen ausserhalb des Regelfalls weiter, die nicht mehr auf das Budget des Arztes gehen. Es bedarf also keiner Anträge und Genehmigungen mehr!

Problem ist natürlich das Procedere mit den Verordnungen. Ich weiß nicht, wie Dr. Wilke sich das vorstellt. Bei einem örtlichen Orthopäden wäre das natürlich besser, der müsste auch mit einer 1. Verordnung anfangen.

Gruß
Klaus


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BeitragVerfasst: Di, 24.01.2017 - 18:44 
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Hallo Klaus,

Oh je, dass ist alles viel komplizierter als ich mir vorgestellt habe.
Vielen Dank erstmal für den Tipp und das weitergeben an Alex, war den ganzen Tag unterwegs und bin zu noch nix gekommen. Habe die Sachen aber in dem anderen Thread schon gelesen.

Ich hatte jetzt angenommen, das es prinzipiell nur 3x mal KG hintereinander gibt, da ja Skoliose in allen 3 Rezepten steht und ich damit beim nächsten mal einfach außer dem Regelfall bei meinen Gradzahlen ohne Genehmigung bekomme. Aber ich merke schon, dass wäre zu einfach.

Aber ist es nicht eine Möglichkeit, mit der Empfehlung von Dr. Wilke ersteinmal zu versuchen die Langfristgenehmigung zu bekommen? Da es allgemein schwierig ist, gehe ich davon aus, das die KK auch keinen Plan haben und wenn ich die Genehmigung bekomme, sind alle auf der sicheren Seite? Mit dem Rezept jetzt, kann ich ja auf jeden Fall 6x Krankengymnastik in Anspruch nehmen bzw. wenn ich das richtig verstehe solange bis Ablehnung kommt.

Wenn eine Ablehnung kommt, schaue ich einfach. Prinzipiell sehe ich in einem Jahr KG sowieso nicht so viel Sinn, irgendwann kann ich die Übungen und es geht ja darum Sie regelmäßig zu Hause zu machen. Da würde ich das Thema Langfristverordnung lieber nochmal mit MT angehen.

LG Katrin

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BeitragVerfasst: Di, 24.01.2017 - 19:37 
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Hallo Katrin,

Es wird jetzt ein bischen schwierig, gleichzeitig in 2 Threads über Dein Problem zu diskutieren. Ich denke, es ist bei dieser besonderen Situation eine persönliche Klärung mit allen Beteiligten erforderlich.
Zitat:
Aber ist es nicht eine Möglichkeit, mit der Empfehlung von Dr. Wilke ersteinmal zu versuchen die Langfristgenehmigung zu bekommen?

Nein, das geht nicht, weil es dazu einer vorangegangen fortlaufenden Verordnung von 3x6 Behandlungen bedarf. Also 1. Verordnung, 2. und 3. Folgeverordnung. Das geht nur mit dem selben Arzt. Jeder neue Arzt muss mit einer 1. Verordnung anfangen.
Wieso Dr. Wilke auf diese Idee kommt, kann ich nicht sagen.
Ich hatte nur spekuliert, ob man die Behandlung beim anderen Orthopäden nach der 1. Folgeverordnung (insgesamt 2 Rezepte) aufhört und mit der 1. Verordnung des Dr. Wilke einen neuen Fall aufmachen könnte. Das unter Vorraussetzung, dass jetzt klar ist, dass es sich um einen besonderen Verordnungsbedarf handelt. Immerhin hat sich ja herausgestellt, dass es um 70 Grad geht, was man als neue Situation deuten könnte. Leider weiß ich nicht, ob auf dem alten Rezept eine Gradzahl stand. Wenn nicht wäre das umso besser. Steht denn auf dem Rezept von Dr. Wilke wenigstens eine Gradzahl?

Alex sagt zu diesem neuen Fall, das er die Frage leider nicht grundsätzlich beantworten kann.

Gruß
Klaus


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BeitragVerfasst: Di, 24.01.2017 - 21:08 
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Hallo Klaus,
Klaus hat geschrieben:
Nein, das geht nicht, weil es dazu einer vorangegangen fortlaufenden Verordnung von 3x6 Behandlungen bedarf. Also 1. Verordnung, 2. und 3. Folgeverordnung. Das geht nur mit dem selben Arzt. Jeder neue Arzt muss mit einer 1. Verordnung anfangen.
Das stimmt definitiv nicht.
Der neue Arzt muss eigentlich bei der selben Diagnose den Regelfall fortführen. Nur weigern sich meist die neuen Ärzte und fangen wieder bei einer Erst-Verordnung an.
Korrekt ist dies jedoch nicht. Nur akzeptieren es die Kassen so.

Aber nochmal: der neue Arzt muss nicht mit einer Erst-Verordnung beginnen und es müssen nicht alle Rezepte des Regelfalls von dem selben Arzt sein.

Das ist eine der Lücken in den Heilmittelrichtlinien, die in der Praxis zu Schwierigkeiten führen und an deren Lösung leider nicht (zumindest nicht öffentlich wahrnehmbar) gearbeitet wird. Wodurch wieder Verwirrung entsteht. Leider.

Gruß,
Alex

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BeitragVerfasst: Di, 24.01.2017 - 22:05 
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Hallo Klaus, hallo Alex,

danke für eure Antwort. Sorry wollte es nicht kompliziert machen, bin da noch ein unsicher wo hier was am besten Frage.

Ansonsten muss ich jetzt erstmal darüber nachdenken wie ich das Problem angehe.
Das beste ist wohl, das mit Dr. Wilke zu klären.
Sollte ich noch Fragen haben, Werde ich die dann in dem anderen Thread stellen.

LG Katrin

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BeitragVerfasst: Mi, 25.01.2017 - 11:46 
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Hallo Katrin,

Oh, Sorry für diese falsche Information. Wieder was dazu gelernt. ;)

Ansonsten denke ich auch, dass das mit Dr. Wilke geklärt werden muss.
Er kann ja das Rezept als Folgeverordnung (3. Behandlung) ausstellen und dann mit einer Verordnung a.d.R. mit besonderem Behandlungsbedarf weitermachen.
Die Frage wäre nur, wann die Gradzahlen in dieser Behandlungsfolge spätestens aufgeführt sein müssen. Wenn Dr. Wilke das auf dem aktuellen Rezept vermerkt und dann fortführt, müsste es nach "Gefühl" ok sein. :)

Theoretisch könnte dann der Orthopäde vor Ort die Verordnung a.d.R. fortführen, Alex??

Gruß
Klaus


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BeitragVerfasst: Mi, 25.01.2017 - 19:27 
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Genauso, werd ich das jetzt mal probieren.
Wenns klappt ist schick, wenn nicht turne ich halt ohne Aufsicht. Bin ja schon "groß" ;)

LG Katrin

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BeitragVerfasst: Do, 26.01.2017 - 15:36 
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Hallo Katrin,

das ist das Problem von Posts in 2 unterschiedlichen Threads.
Im anderen hast Du nämlich entscheidende Details gepostet.

Gruß
Klaus


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