Von heute auf morgen starke Rückenschmerzen
Verfasst: Fr, 08.05.2015 - 12:48
Hallo Zusammen,
zunächst möchte ich mich kurz vorstellen: Ich heiße Marc und bin 26 Jahre alt. Mein Studium habe ich abgeschlossen, ich befinde mich aber in der wissenschaftlichen Weiterqualifikation an der Universität.
Vor gut 3 Wochen ging ich abends ohne Beschwerden (ich hatte auch vorher nie Rückenprobleme) ins Bett und stand mit sehr starken Schmerzen auf. Das war ein Samstag. Am Montag bin ich dann zum Hausarzt, der mir eine Mikrowellentherapie mit 3 Sitzungen verordnete (drei Tage nacheinander) sowie eine Spritze gegen die Schmerzen. Nach diesen drei Sitzungen tat sich gar nichts. Die Schmerzen waren nachwievor da, mittlerweile konnte ich mich kaum mehr bewegen und auch so alltägliche Dinge wie Socken an- oder ausziehen fiel schwer. Ich wurde zum Orthopäden überwiesen. Erstmal war es schwer, überhaupt jemanden zu finden, der einen Gossen…äh Kassenpatienten möglichst zügig behandelte. Nach vielen Telefonaten bekam ich einen Termin am Folgetag. Die Orthopädin begutachtete meine Wirbelsäule, machte verschiedene Bewegungs- und Reflextests, vermutlich um einen Bandscheibenvorfall zu untersuchen. Sie stelle nichts Konkretes fest, verordnete zwei Wochen weitere Schmerzmittel und wenn es dann nicht besser ist, sollte ich zum CT. Während die Ibuflam 600 vorher kaum Schmerzlinderung bereiteten, brachte der Umstieg auf 75mg Diclofenac etwas Linderung. Nach 2 Wochen waren die Schmerzen auch weiterhin unverändert, vom Hausarzt bekam ich eine Überweisung in ein radiologisches Institut zum CT der Lendenwirbelsäule. Als Diagnose wurde eine „Lumboischialgien rechts“ festgestellt. Nach einer Woche Wartezeit (allein das ist schon unverschämt finde ich) bekam ich gestern von meinem Hausarzt den entscheidenden Anruf (ich hatte mich schon gedanklich mit einem Bandscheibenvorfall abgefunden und auch schon entsprechende Möglichkeiten der Therapie recherchiert): Die Diagnose lautete: Kein Bandscheibenvorfall. Stattdessen kam es für mich persönlich viel schlimmer: Ausgeprägte (!) rechtskonvexe Torsionsskoliose im Bereich der Lendenwirbelsäule, mäßiggradige Osteochondrosis intervertebralis im thorakulumbalen Übergang und allen Bewegungssegmenten der LWS. Facettenathrose L3/4, L4/5, L5/S1.
Bumm. Das hat gesessen. Nach dem Gespräch mit dem Arzt brach ich spontan in Tränen aus, denn virtuell sah ich gerade meine Träume, Ziele, mein Leben, meine Wünsche wie ein Kartenhaus zusammenbrechen. Die Internetrecherche nach den verschiedenen Befunden ließ meine Stimmung nicht gerade besser werden. Kurzum: Es hat mich getroffen wie ein Schlag. Ich bin jetzt ehrlich gesagt völlig geschockt und weiß nicht, wie es weitergehen soll. Kann es eine Heilung geben? Ist eine Besserung der Schmerzen möglich? Kann ich überhaupt noch einmal schmerzfrei ohne Tabletten leben? Was kann ich tun, um dem körperlichen Zerfall abzuwenden?
Vielleicht sollte ich erwähnen, dass ich übergewichtig bin. Seit Jahren. Und ja, ich weiß auch, dass ich abnehmen muss. Ich bin 200cm groß und wiege 150kg. Seit Jahresbeginn sind schon 16kg runter. Ich weiß, dass noch 30-40kg runter müssen. Nur, wie geht es jetzt weiter? Ich bin ein wenig verzweifelt.
Vom Hausarzt habe ich nun eine Verordnung für Rehasport bekommen. Im Feld „Ziel des Rehasports“ hat mein Arzt „Verringerung der Gelenkfunktionsstörung und Schmerzsenkung“ eingetragen. Heißt das, dass die Schmerzen gar nicht mehr weggehen und nur eine Linderung mit weniger Schmerzen möglich ist? Schmerzen, Unbeweglichkeit und Probleme für den Rest meines Lebens?
Was kann ich tun, um die Schmerzen ganz auszuschalten und um wieder ein normales Leben zu führen? Mein Job und auch mein Hobby bringt es mit, dass ich viel in der Natur unterwegs bin und mich viel bewege (auch wenn ich körperlich vielleicht nicht so aussehe), häufig mit Schülergruppen in der Natur arbeite…all das ist unter den momentanen Umständen gar nicht möglich. Ich traue mich gar nicht, dass meinem Chef zu beichten.
Habt ihr Tipps oder Empfehlungen? Ich würde mich sehr freuen.
Beste Grüße
zunächst möchte ich mich kurz vorstellen: Ich heiße Marc und bin 26 Jahre alt. Mein Studium habe ich abgeschlossen, ich befinde mich aber in der wissenschaftlichen Weiterqualifikation an der Universität.
Vor gut 3 Wochen ging ich abends ohne Beschwerden (ich hatte auch vorher nie Rückenprobleme) ins Bett und stand mit sehr starken Schmerzen auf. Das war ein Samstag. Am Montag bin ich dann zum Hausarzt, der mir eine Mikrowellentherapie mit 3 Sitzungen verordnete (drei Tage nacheinander) sowie eine Spritze gegen die Schmerzen. Nach diesen drei Sitzungen tat sich gar nichts. Die Schmerzen waren nachwievor da, mittlerweile konnte ich mich kaum mehr bewegen und auch so alltägliche Dinge wie Socken an- oder ausziehen fiel schwer. Ich wurde zum Orthopäden überwiesen. Erstmal war es schwer, überhaupt jemanden zu finden, der einen Gossen…äh Kassenpatienten möglichst zügig behandelte. Nach vielen Telefonaten bekam ich einen Termin am Folgetag. Die Orthopädin begutachtete meine Wirbelsäule, machte verschiedene Bewegungs- und Reflextests, vermutlich um einen Bandscheibenvorfall zu untersuchen. Sie stelle nichts Konkretes fest, verordnete zwei Wochen weitere Schmerzmittel und wenn es dann nicht besser ist, sollte ich zum CT. Während die Ibuflam 600 vorher kaum Schmerzlinderung bereiteten, brachte der Umstieg auf 75mg Diclofenac etwas Linderung. Nach 2 Wochen waren die Schmerzen auch weiterhin unverändert, vom Hausarzt bekam ich eine Überweisung in ein radiologisches Institut zum CT der Lendenwirbelsäule. Als Diagnose wurde eine „Lumboischialgien rechts“ festgestellt. Nach einer Woche Wartezeit (allein das ist schon unverschämt finde ich) bekam ich gestern von meinem Hausarzt den entscheidenden Anruf (ich hatte mich schon gedanklich mit einem Bandscheibenvorfall abgefunden und auch schon entsprechende Möglichkeiten der Therapie recherchiert): Die Diagnose lautete: Kein Bandscheibenvorfall. Stattdessen kam es für mich persönlich viel schlimmer: Ausgeprägte (!) rechtskonvexe Torsionsskoliose im Bereich der Lendenwirbelsäule, mäßiggradige Osteochondrosis intervertebralis im thorakulumbalen Übergang und allen Bewegungssegmenten der LWS. Facettenathrose L3/4, L4/5, L5/S1.
Bumm. Das hat gesessen. Nach dem Gespräch mit dem Arzt brach ich spontan in Tränen aus, denn virtuell sah ich gerade meine Träume, Ziele, mein Leben, meine Wünsche wie ein Kartenhaus zusammenbrechen. Die Internetrecherche nach den verschiedenen Befunden ließ meine Stimmung nicht gerade besser werden. Kurzum: Es hat mich getroffen wie ein Schlag. Ich bin jetzt ehrlich gesagt völlig geschockt und weiß nicht, wie es weitergehen soll. Kann es eine Heilung geben? Ist eine Besserung der Schmerzen möglich? Kann ich überhaupt noch einmal schmerzfrei ohne Tabletten leben? Was kann ich tun, um dem körperlichen Zerfall abzuwenden?
Vielleicht sollte ich erwähnen, dass ich übergewichtig bin. Seit Jahren. Und ja, ich weiß auch, dass ich abnehmen muss. Ich bin 200cm groß und wiege 150kg. Seit Jahresbeginn sind schon 16kg runter. Ich weiß, dass noch 30-40kg runter müssen. Nur, wie geht es jetzt weiter? Ich bin ein wenig verzweifelt.
Vom Hausarzt habe ich nun eine Verordnung für Rehasport bekommen. Im Feld „Ziel des Rehasports“ hat mein Arzt „Verringerung der Gelenkfunktionsstörung und Schmerzsenkung“ eingetragen. Heißt das, dass die Schmerzen gar nicht mehr weggehen und nur eine Linderung mit weniger Schmerzen möglich ist? Schmerzen, Unbeweglichkeit und Probleme für den Rest meines Lebens?
Was kann ich tun, um die Schmerzen ganz auszuschalten und um wieder ein normales Leben zu führen? Mein Job und auch mein Hobby bringt es mit, dass ich viel in der Natur unterwegs bin und mich viel bewege (auch wenn ich körperlich vielleicht nicht so aussehe), häufig mit Schülergruppen in der Natur arbeite…all das ist unter den momentanen Umständen gar nicht möglich. Ich traue mich gar nicht, dass meinem Chef zu beichten.
Habt ihr Tipps oder Empfehlungen? Ich würde mich sehr freuen.
Beste Grüße
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