Diagnose Skoliose - und dann???

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Jinny

Diagnose Skoliose - und dann???

Beitrag von Jinny »

Hallo!

Also, ich bin ja wirklich begeistert von diesem Forum!!!
Ich weiß jetzt seit zehn Wochen, dass ich Skoliose habe, und habe das am Anfang ehrlich gesagt überhaupt nicht so ernst genommen. Ich habe das einfach so hingenommen, genauso wie die Diagnose " übermäßiges Hohlkreuz", die allerdings schon etliche Jahre zurückliegt.
Jetzt für die Skoliose wurde mir Krankengymnastik verschrieben, ich war aber erst zweimal da (es lagen ja die Sommerferien dazwischen).
Erst seit einiger Zeit beginne ich, das doch etwas ernster zu nehmen, vor allem aber, weil ich immer größere Schmerzen bekomme, und irgendwie nichts so richtig hilft (bisher leider nicht einmal die Krankengymnastik)!
Wie ist das denn bei euch?
Habt ihr auch so große Schmerzen? Was macht ihr dagegen?

Ich freue mich, von euren Erfahrungen mit Skoliose zu hören!

Jinny
Gruseline
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Beitrag von Gruseline »

Hallo Jinny

herzlich willkommen. :ja:

Schön das Dir unser Forum so gut gefällt.

Ich überfalle Dich erstmal mit Fragen.

Wie alt bist Du?
Wieviel Grad hat Deine Skoli(Cobb)
Wie ist Dein Rotationsgrad?(Verdrehung der WS)?
Welche KG machst DU?
Soll der Behandlungsweg nur auf die KG beschränkt sein?
Wo wohnst Du?
Hast Du das Gefühl ,das Dein Arzt richtig Ahnung von Skoliosen hat?
Gib uns bitte erstmal diese Infos,wir werden Dir bestimmt weiter helfen können.
Liebe Grüße
Gruseline
Gaby
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Jinny

Beitrag von Jinny »

Hallo Gaby!!

Also, ich bin sechszehn und wohne im Raum Bielefeld.
Wieviel Grad meine Skoliose hat, weiß ich leider nicht, genauso wenig weiß ich, wie meine Rotation ist. Es wurde mir nur gezeigt, dass das alles "schief" und verdreht ist.
Ich weiß es nicht genau, ws für eine KG ich mache, ich denke mal, ganz normale (wenn´s sowas gibt). Auf jeden Fall wüsste ich nicht, was das sonst wäre. Die Übungen sind auch mit Atemübungen und so verbunden.
Mein Orthopäde hat mir KG verschrieben und nicht mehr dazu gesagt, also nehme ich mal an, dass die Skoliose nur mit KG behandelt werden soll. Allerdings habe ich nicht wirklich das Gefühl, dass er sich so gut mit Skoliose auskennt, zumindest komme ich mir nicht sehr gut beraten vor. Er hat mir überhaupt nichts dazu gesagt, und geht auch nicht darauf ein, dass ich so dolle Schmerzen und immer wieder Wirbelblockaden habe. Er sagt, dass wird schon irgendwann wieder weggehen...

Liebe Grüße,
Jinny
Mellie26
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Beitrag von Mellie26 »

Jinny,Du solltest evtl mal sehen,dass Du zu einem anderen Ortophäden gehst,der Dich und Deine Fragen ernst nimmt.. oftmals ist es leider so,dass Jugendliche nicht wirklich ernstgenommen werden,was aber gerade falsch ist.. jeder mensch merkt,was seinem Körper gut tut und was nicht und wenn Du Schmerzen und Blockaden hast,dann ist die Aussage "Das gibt sich schon wieder" nich wirklich gut... denn,was ist,wenns nich so is?Wenns immer schlimmer wird? Ich wurde mit 14 Jahren operiert,aber bei mir wurde das schon mit 5 Jahren festgestellt,es wurde versucht,mit Korsett und Krankengymnastik was zu machen was aber nicht gelang... ich war währen d der jahre 3 mal zur Kur,auch die brachte nicht den gewünschten erfolg,so dass ich mit 14 Jahren eine Krümmung von 110° hatte,die unbedingt operiert werden musste.... inzwischen bin ich 27, aber manchmal grübel ich darüber,ob es besser wäre,mal Erkundigungen einzuholen,wie es aussieht mit einer OP ob es möglich ist,dass das vorstehende Schulterblatt irgendwie korrigiert werden könnte.. naja,erstmal muss mein 2.Kind kommen und dann sehen wir weiter...
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Skoliosegirly
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Beitrag von Skoliosegirly »

Hallo Jinny!

Ja, da sind sich wohl alle einig: Du brauchst einen neuen Orthopäden, der dich ernst nimmt, sich damit auskennt und der dir auch helfen kann. Wenn er dir nicht mal sagt, welchen Krümmungswinkel du hast, ist es sicher der Falsche. Frag deine Krankengymnastin mal, ob sie sich mit "Schroth" auskennt, und ob sie schon mal in einer "Schroth"-Klinik war und wenn ja, in welcher.

Ich wünsche dir viel Glück und Erfolg mit der Bekämpfung deiner Skoliose,
Sabine :-)
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http://www.Bine5.de.vu - Komm in mein Sobiforum!
Jinny

Beitrag von Jinny »

Ich will auch versuchen, einen anderen Orthopäden zu finden, der sich vielleicht ein wenig besser mit Skoliose auskennt, oder wenigstens meine Beschwerden ernst nimmt. Langsam komme ich mir auch ziemlich dumm vor, ich habe Schmerzen wie verrückt, aber keiner nimmt das so richtig ernst, es kommen immer nur Antworten wie :“Halte dich gerade“ oder so... Die helfen mir aber leider nicht so sehr weiter, weil ich mein Hohlkreuz nicht ausgleichen kann, und die Skoliose ja auch nicht.
Kann mir jemand von euch einen Arzt im Raum Bielefeld empfehlen?
Montag habe ich wieder einen Termin zur KG, da werde ich mal nach „Schroth“ fragen...
Liebe Grüße,
Jinny
Mellie26
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Beitrag von Mellie26 »

Leider kann ich Dir keinen Rat geben,welcher Ortopäde da Ahnung hat im raum Bielefeld.. aber frag doch deine krankengymnastin mal,ob sie jemanden weiss... wenn sie Erfahrung mit Schrothgymnastik hat,was sie Dir ja sicher dann sagen wird ob ja oder nein,frag einfach mal nach nem ortophäden und sag ihr auch,dass Du Schmerzen hast.vielleicht kann sie Dir ja Ratschläge geben... (mein rat:n grosses Stillkissen.. is super bequem....,aber kostet leider auch Menge geld) ;)
Chaney
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Beitrag von Chaney »

Vermutlich am nächsten ist Dr. Colemont in Bochum. Seine Adresse findest Du unter "Links & Adressen".

Ich komme auch nicht richtig aus dem Hohlkreuz raus. Wer die letzte Fit&Fun gesehen hat: dort ist auf der Titelseite ein Model in einer ziemlichen Hohlkreuzstellung abgebildet. Fand ich kraß, wieso ausgerechnet diese Stellung; mußte dann aber feststellen, daß ich meine WS nicht so "schön" verbiegen kann. :ertrink:

-- Chaney
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Gruseline
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Beitrag von Gruseline »

Hallo Jinny

erstmal schon eine gute Idee, Deine Therapeutin zu fragen, ob sie Schroth kann und wo sie die Ausbildung gemacht hat.(Sobernheim?)

Vielleicht kennt sie ja jemanden????Arzt

Also Du kannst natürlich nach Stuttgart fahren, zu Dr.Hoffmann und dem Korsettbauer Rahmouni.
Da bist Du dann auf der 100% sicheren Seite.

Die andere Möglichkeit Bochum und Dr.Colemont.

Wichtig ist ja die Diagnose?
Wieviel Du von jedem hast ,Gradzahl und Roation.

Hat der Arzt etwas dazu gesagt wie ausgewachsen Du bist oder wie beweglich Deine WS noch ist?

Du kannst mit Hilfe Deiner Eltern ,auch optisch schon einiges feststellen.

Eine Schulter muß tiefer sein ,wie die Andere.

Vorne an den Rippen unten links oder rechts ist ein Buckel,besser sichtbar wenn Du liegst.
Wenn Du im Stehen, dich nach vorne beugst und die Arme locker runterhängen läßt ,entsteht zwischen den Schulterbättern,wo es normalerweise flach ist, ein Buckel(Fachsprache Paket)frag mal Deine Therapeutin ob sie weiß was ein Paket ist?
Oder ob sie diese Tests kennt.

Und wenn Du gerade stehst und die Arme locker am Körper runterhängen läßt ,ist das Dreieck zwischen Deinem Körper und den Armen,nicht an beiden Seiten gleich.

Hast Du die Röntgenbilder?
Sonst besorg sie Dir.Sind Dein Eigentum
Eine Möglichkeit wäre Du fotografierst diese und stellst sie hier ins Forum
Damit Du ein Stück weiter kommst.
Was sagen den Deine Eltern zu dieser Situation?
LG
Gruseline
Gaby
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Jinny

Beitrag von Jinny »

Hallo Gaby,
nein, mein Orthopäde hat nichts dazu gesagt, wie beweglich meine Wirbelsäule noch ist bzw. ob ich ausgewachsen bin.
Meine Physiotherapeutin meinte allerdings, dass meine Wirbelsäule ziemlich beweglich ist, was wohl daran liegt, dass ich seit Jahren Yoga mache... Was hat denn die Beweglichkeit mit meiner Skoliose zu tun?
Dass eine meiner Schultern tiefer ist als die andere, kann ich auch selber sehen.
Diesen Vorbeuge-Test hat meine Therapeutin auch mit mir gemacht. Sie hat gesagt, dass man da einen „Buckel“ im Lendenwirbelbereich sieht, und dann einen bei den Schultern. Also denke ich mal, dass sie das meint, was du auch beschrieben hast.
Nein, meine Röntgenbilder habe ich nicht, die hat mein Orthopäde behalten. Wie sollte man eigentlich geröntgt werden? Ich musste mich nämlich hinlegen dabei und wurde einmal von der Seite, und einmal von hintern geröntgt. Meine Physiotherapeutin meinte, dass ich ein ausgeprägtes Hohlkreuz habe, das konnte man auf den Röntgenbildern auch nicht sehen...
Ich fürchte, dass ich keine Möglichkeit habe, nach Stuttgart oder auch nur nach Bochum zu einem Arzt zu fahren, weil meine Eltern das nicht für nötig halten. Sie wussten bisher im Grunde – genauso wie ich – gar nichts über Skoliose, und meinen aber nun, dass diese ganzen Sachen mit den Gradzahlen und so gar nicht nötig sind bei mir. Sie finden meinen jetzigen Orthopäden in Ordnung (waren allerdings nicht dabei, als er die Diagnose gestellt hat). Sie denken, dass das alles damit zusammenhängt, dass ich mich schlecht halte, und das meine Skoliose eben wieder verschwindet, wenn ich mich gerade halte...
Liebe Grüße,
Jinny
Gast

Beitrag von Gast »

Hallo Jinny,

eine Röntgenaufnahme im Liegen ist mit Abstand das geeignetste Mittel, sich unnötig Strahlenbelastung auszusetzen, weil die Fehlhaltung darauf nicht so zum Vorschein kommt wie im Stehen. Wenn Deine Schultern so unterschiedlich stehen, daß es Laien wie Dir oder Deinen Eltern auffällt, dann ist Deine Skoliose nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. :nein: Und Deine Physio sagt ja auch, daß Du ein relativ ausgeprägter Fall bist.

Es ist gut, wenn Deine Wirbelsäule beweglich ist, so könntest Du durch intensives Schrothen und ggf. ein Korsett wirklich einen Rückgang der Krümmung erreichen. Vorausgesetzt, Du bist nicht hypermobil, weil Du dann das Ergebnis nicht halten können wirst.

Im übrigen kann man ein Hohlkreuz auch auf einem Bild erkennen, das von hinten gemacht wurde. Zumindest im Stehen, im Liegen teilweise auch, aber unzuverlässig. Es ist ja sonst auch immer sichtbar. Nur zum Vermessen braucht man Aufnahmen von der Seite.

Im übrigen sind ALLE Röntgenbilder Euer Eigentum, nicht das des Arztes, der schmeißt sie nach zehn Jahren eh fort.

Gruß
Chaney
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Emily
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Beitrag von Emily »

Hallo Jinny!

Mach Deinen Eltern unbedingt klar was für Folgen eine nicht behandelte Skoliose haben kann!!! Du musst Dich unbedingt richtig röntgen lassen und zwar im Stehen und dann gegebenenfalls danach handeln, auf jeden Fall Krankengymnastik nach Schroth machen und wenn Deine Gradzahlen hoch sind bekommst Du ein Korsett. Sonst wird sich Deine Skoliose sehr wahrscheinlich immer weiter verschlechtern.

Sag Deinen Eltern wie ernst die Lage ist, ihr müsst wirklich handeln.
Grüssle
--Emily
Jinny

Beitrag von Jinny »

Hallo Chaney,
ich könnte mich jetzt echt aufregen... dass die Röntgenbilder im Grunde schlecht sind... allein an dem Tag wurden vier Aufnahmen gemacht, zwei von der Seite und zwei von hinten... Na super!!!
Aber vielleicht hat es ja doch noch Vorteile, dass ich immer schön Yoga gemacht habe, und dadurch schön beweglich bin.

Hallo Emily,
ich vermute, dass es schwer sein wird, meine Eltern davon zu überzeugen, dass es soo wichtig ist. Ich habe mir ein Buch über Skoliose gekauft, das werde ich ihnen mal zeigen. Denn wenn auch in den Büchern steht, dass das unbedingt richtig behandelt werden muss, werden sie es wohl schon eher ernst nehmen.
Ich hoffe, dass das was bringt.
Morgen habe ich wieder Physiotherapie, ich spreche dann mal mit meiner Therapeutin über Schroth usw.

Liebe Grüße,
Jinny
Chaney
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Beitrag von Chaney »

Hallo Jinny,

zeig Deinen Eltern ruhig diese Seite: <a href="http://skoliniti.de/html/start.htm">Skoliose-Initiative Freiburg</a>. Oder meld Dich im Forum an. Vielleicht kann Gruseline oder J-Maria oder sonstwer mal mit Deinen Eltern telefonieren? (Würdet Ihr das machen?)

Gruß
Chaney
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Gruseline
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Beitrag von Gruseline »

Hallo Jinny

also Du bist 16 Jahre und kannst sehr gut Verantwortung für Dich selbst übernehmen,was wir ja auch hier sehen. :ja:
Wenn Deine Eltern nicht mitziehen wollen.
Du bist nicht die Erste, die sich allein auf den Weg macht.
Das mit dem Röntgenbild ist schon mal schief gelaufen und zeigt Dir das Dein Arzt kein Spezie ist.

Es muß im Stehen eine Ganzaufnahme gemacht werden.
Im Liegen ist der normale Druck wie im Stehen ,ja nicht gegeben.
Und man kann so garnicht ,konkret die Gradzahl ausmessen.

Kann Dein Arzt ja wohl auch nicht, sonst hätte er es ja getan.

Eine Skoliose ist die seitliche Verbiegung der Wirbelsäule, mit einer gleichzeitigen Rotation(Verdrehung der Wirbelkörper)
Durch die Rotation ,enstehen die optischen Merkmale(Buckel /Rippenbuckel /Schulterschiefstand usw.)

Das liegt ja alles bei Dir vor.

Also kann man davon ausgehen,das die Skoli schon einige Grad hat.
S-Förmig ist diese immer.
Es gibt 2/3/4 bogige Skolis.
Je nach dem wieviel Bögen, die WS macht.
Danach wird auch Deine KG nach Schroth eingeteilt.

Die meisten Skoli sind juvenile idiopatische Skolis.

Das heißt ,sie enstehen im jugendlichen Alter und können sich verschlimmern.
Ich glaube auch ,das Du Deine Skoli nicht erst seit "jetzt "hast,sie ist nur jetzt erst entdeckt worden.

Die Haltung hat nichts mit der Entstehung zu tun.Bei richtigen Skolis.
Sonst spricht man von skoliotischen Fehlhaltungen.

Wobei allerdings eine gute" Schroth "Haltung zur Stabilisierung beiträgt.

Meine Frage ,wie beweglich die WS ist,zielt auf folgendes ab.

Eine Skoli wird ab 20-25 Grad, mit einem Korsett versorgt.

Früher war man der Meinung ,das man dann mit 16 Jahren, das Korsett wieder abschult,weil die Kids dann ausgewachsen wären und die WS versteift.
Heute weiß man, das das bei den meisten ,zu früh ist.
Und zu Korrektuverlusten führt.

Die WS ist" über" den Abschluß des Längenwachstums hinaus, noch sehr beweglich.

Das heißt das auch Du mit 16 Jahren ,unter Umständen noch eine Chance ,auf eine Korrektur hast.
Ich habe zwei Mädchen in Deinem Alter ,vor kurzer Zeit geholfen.
Die eine hat noch ein Korsett bekommen,weil die WS noch beweglich ,die andere im gleichen Alter hat die WS weitgehend versteift.
Das ist aber nicht die Regel.

Also Du mußt rausbekommen, was Du für Gradzahlen hast.

OK das mit Stuttgart ,kann ich erstmal verstehen .

Ich habe einen Vorschlag.

In Bielefeld gibt es eine Selbsthilfegruppe.

Diese wird geleitet von "Loewin13 " hier aus dem Forum.
Ich habe mit ihr telefoniert.

Sie will Dir auch gerne weiterhelfen.
Hat selber eine Tochter, mit korsettversorgter Skoli und hilft Jugendlichen und deren Eltern.
Sie hat einen Arzt ,der wenigsten Deine im Liegen gemachten Aufnahmen. ausmessen kann.
Dann hast Du schonmal eine Gradzahl.
Man müßte dann ,von dem Ergebniss abhängig, weiterschauen.

Schick ihr über das Forum eine Nachricht oder mir ,dann werden wir Dir weiter helfen.
Wäre das ein Vorschlag???

Da könntest Du auch unabhängig von Deinen Eltern, aktiv werden.

Wenn Du möchtest kann ich auch gerne mal mit Deiner Regierung sprechen und ihnen erklären ,das Deine Skoli nicht von alleine oder durch eine bessere Haltung weggeht.
Es ist immer leichter mit deren Unterstüzung.
Im Notfall geht es aber auch ohne.

Also was wirst Du tun?

Lieben Gruß
Gruseline
Gaby
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Jinny

Beitrag von Jinny »

Hallo Gaby

Also, ich weiß schon mal so viel, dass meine Skoliose „nur“ zwei Bögen hat, denn meine Physiotherapeutin hat mir das gezeigt (an so einem Modell).
Und ich habe heute mit ihr über Schroth gesprochen, sie macht (größtenteils) Übungen nach Schroth mit mir. Das ist ja immerhin schon mal etwas Gutes...

Es kann wirklich gut sein, dass ich die Skoliose nicht erst seit kurzen habe, denn Rückenschmerzen habe ich schon ziemlich lange, und erst jetzt, wo ich die Wirbelblockaden hatte, wurde noch mal geröntgt.

Dann habe ich, als ich in der Praxis heute gewartet habe, ein Mädchen aus meiner Schule getroffen, und wir haben uns unterhalten, jedenfalls hat sie auch Skoliose. Bei ihr wurde aber auch eine Röntgenaufnahme im Stehen gemacht, die Gradzahlen ausgemessen usw. Sie hat mir dann gesagt, bei welchem Orthopäden sie ist, bzw. will sie mir die Adresse mitbringen. Ich werde mir meine „alten“ Röntgenbilder besorgen und dann mal zu ihm gehen. Ich habe ohnehin nur noch drei Termine zur KG, dann müsste ich sowieso wieder zum Arzt, um mir das neu verschreiben zu lassen, denn so wird das ja kaum reichen. Ich vermute mal, dass der Arzt sich mehr auskennt mit Skoliose, zumindest meinte das Mädchen, dass er ihr auch empfohlen worden ist. Aber vielleicht werde ich mich trotzdem mal mit der Selbsthilfegruppe in Verbindung setzen.

Wegen meiner Eltern, ich werde ihnen das zeigen, was im Buch steht, und was ich auch auf eigentlich allen Internetseiten gefunden habe – nämlich dass das behandelt werden muss, und nicht nur durch eine andere Haltung einfach wieder weggeht. Ich hoffe, dass sie das überzeugen wird. Sonst werde ich meine Mutter überreden (bzw. es versuchen), dass sie zum Orthopäden mitkommt, und dann wird er das ja vermutlich auch so sehen (wenn er Ahnung hat).

Danke, dass du mir so hilfst!!!

Liebe Grüße,
Jinny
kessi
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Beitrag von kessi »

Gruseline hat geschrieben: S-Förmig ist diese immer.
Es gibt 2/3/4 bogige Skolis.
Eine Skoliose muss nicht S-förmig sein.
Es gibt auch c-förmig, mit nur einer Krümmung.
Die meisten sind allerdings mehrbögig.
Chaney
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Beitrag von Chaney »

stimmt, und fünf- oder sechsbogigie Skolis gibt's auch *handheb*, wenngleich fast ebenso selten wie die zweibogigen. Zweibogig bedeutet übrigens auch zweifache Verwringung; ergibt auch optisch ein anderes Bild als die dreibogigie Skoliose.
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Beitrag von Gruseline »

Hallo Jinny

das hört sich doch schon mal sehr gut an. ;D

Was für ein Zufall ,das Du dieses Mädchen kennen gelernst hast. ;)

Das mit der Selbsthilfegruppe ,kann auch für Deine Eltern sehr hilfreich sein.
Löewin hatte schon einige Eltern bei den Treffen ,die sich Infos geholt haben und die Skoliose ihrer Kinder heute besser beurteilen können.
Es ist nicht selten ,das Kids sich auf den Weg machen.weil die Eltern sich auf die Aussagen von Ärzten verlassen ,die von dieser Erkrankung keine Ahnung haben.

Ich freue mich für Dich und schreib dann ,was bei dem Arzttermin rausgekommen ist.
Kannst echt stolz auf Dich sein. :ja:

Lieben Gruß
Gruseline
Gaby
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Beitrag von Gruseline »

Hallo Jinny

habe gerade gesehen ,das die Selbsthilfegruppe bei Dir in Bielefeld ,hier auf der Seite verlinkt ist.
Dort findest Du die E-Mail Adresse.
LG
Gruseline
Gaby
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