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WS-OP: ja oder nein?

Verfasst: So, 05.12.2010 - 23:41
von Carlo
Hallo Leute,

ich benötige euren Rat.

Mit 15 Jahren hieß es nach einer Routineuntersuchung beim Orthopäden: „Diagnose Skoliose (20°/36°)“.
Wie wahrscheinlich auch einige von euch, wusste ich mit dem Begriff erstmal gar nichts anzufangen. Das Bewusstsein, was einem eigentlich fehlt entwickelte sich erst nach und nach.
Zwischen heute und der damals ersten Konfrontation mit dem Thema „Skoliose“ liegen mehrere Jahre bewegte (Leidens-)Geschichte.
Der Arzt, der die Diagnose stellte, ließ mich wissen, dass ich gegen meine Wirbelsäulenfehlstellung nichts unternehmen könne und mich damit abzufinden habe. Zunächst entmutigt entschied ich mir aber bald darauf doch für allgemeine Krankengymnastik. Von Schroth war hier noch keineswegs die Rede. Nach zahlreichen Übungsstunden über mehr als eineinhalb Jahre ließ sich in meinen Augen keine Verbesserung feststellen. Ein Besuch bei einem weiteren „Facharzt“ brachte die Erkenntnis. Die Krümmung hatte sich stark verschlechtert (42°/62°). Der Arzt wollte sofort operieren, aber ich lehnte strikt ab.
Nun kam der Stein ins Rollen. Bei diesem Termin fiel der Begriff Schroth. Trotz Abraten des Arztes (diese Therapie bringen in seinen Augen keine Erfolge) beschaffte ich mir auf eigne Faust umfangreiches Informationsmaterial. Schon eine Woche später fand ich mich bei einer Krankengymnastin wieder, die sich auf die Schroththerapie spezialisiert hatte. Die Augen waren mir geöffnet worden. Im Alter von 18 Jahren erhielt ich mein erstes Korsett aus Vogtareuth. Im Sommer ging ich für vier Wochen auf Intensivkur nach Bad Sobernheim. Zuhause machte ich fleißig und konsequent meine Schrothübungen an der neu angeschafften Sprossenwand. Im Jahr darauf folgte ein Kur in Bad Salzungen. Hier eröffneten sich mir abermals neue Perspektiven. Schon bald fand ich mich nach der Kur im Wartezimmer von Dr. Hoffmann (Stuttgart – Leonberg) wieder. Auch er riet mir zu einer OP. Da ich mir abermals noch nicht überzeugt war, schlug er mir eine Alternative vor. Ein Erwachsenenkorsett aus dem Hause Rahmouni. An dieser Stelle möchte ich erwähnen, dass ich immer sehr gewillt und bemüht war, das Korsett zu tragen, aber es bereitete mir sehr starke, letztendlich nicht ertragbare Schmerzen. Alle Bemühungen schienen vergebens. Aktuelle weist meine Wirbelsäule eine Krümmung von 45°/66° auf. Klar kann man Erfolge darin sehen, dass sich ohne meine Bemühungen die Krümmung wohl über die Jahre um einiges mehr verschlechtert hätte, aber mich stellt das nicht zufrieden.
Vor allem in letzter Zeit merke ich die Auswirkungen der starken Krümmung. Zunehmende Schmerzen, Taubheitsgefühl in den Gliedmaßen und Schwierigkeiten beim Gang durch den ausgeprägten Beckschiefstand.
Vor kurzem hatte ich einen Kombitermin bei Dr. Hoffmann und Prof. Dr. Halm. Nach eingehender Beratung bin ich nun doch bereit, im Alter von 22 Jahren den Schritt zu einer OP zu wagen.
Die Unterlagen liegen bereits auf meinem Tisch. Die OP soll Anfang März in Neustadt über die Bühne gehen.

Kurz und knapp: „Was meint Ihr dazu?“

Re: WS-OP: ja oder nein?

Verfasst: Mo, 06.12.2010 - 00:26
von sloopy
Hallo Carlo!

:welcome:
Carlo hat geschrieben:Kurz und knapp: „Was meint Ihr dazu?“
66° in der LWS mit Schmerzen und Ausfallerscheinungen sind eine klare OP-Indikation. Wenn du kein Korsett tragen und mit Schroth alleine keine Progredienz verhindern kannst, bleibt dir kaum eine Alternative zur OP. Du könntest allenfalls ein anderes Korsett versuchen, aber ob du das tatsächlich besser tragen könntest, kann man nicht vorhersagen. Mit Taubheitsgefühlen ist nicht zu spaßen, von daher wird die Entscheidung schon richtig sein.

Ich wünsche dir ganz viel Kraft und gute Nerven für eine bevorstehende harte Zeit!
sloopy

Re: WS-OP: ja oder nein?

Verfasst: Mo, 06.12.2010 - 00:29
von Stoiker
Carlo hat geschrieben: Der Arzt, der die Diagnose stellte, ließ mich wissen, dass ich gegen meine Wirbelsäulenfehlstellung nichts unternehmen könne und mich damit abzufinden habe.
Diesen Arzt würde ich wegen unterlassener Hilfeleistung vor den Staatsanwalt zerren.

Ansonsten bin ich überzeugt, daß du alles konservativ Mögliche versucht hast und deine OP-Entscheidung sehr sorgfältig überlegt hast. Dann kann ich nur noch hoffen daß dir die OP den gewünschten Erfolg und so wenig Schmerzen wie möglich bringt.

Re: WS-OP: ja oder nein?

Verfasst: Mo, 06.12.2010 - 11:06
von Silas
Hallo Carlo,

ich an Deiner Stelle würde ja zur OP sagen und das so schnell wie möglich.

Neurologische Ausfallerscheinungen und auch die sonstige Problematik, die du beschreibst, sind klare OP-Indikation.

Natürlich gibt es nie eine 100% Garantie, aber die Wahrscheinlichkeit, dass eine OP Deine Beschwerden lindert, ist sehr hoch und nur so können langfristig neurologische Schäden vermieden werden.

Der Schritt ist selbstverständlich nicht einfach, aber ich würde Dir zuraten und das zeitnah.

Viele Grüße,
Silas

Re: WS-OP: ja oder nein?

Verfasst: Mo, 06.12.2010 - 11:24
von minimine
Hallo Carlo,

auch vo mir herzlich willkommen hier im :forum:

Die Entscheidung für eine OP können wir dir hier nicht abnehmen, aber ich weiß, dass das keine einfache Entscheidung ist.
Du hast schon eine sehr starke Skoliose, die alleine schon von den Gradzahlen her in der OP-Indikation ist. Das muss aber nichts bedeuten, denn es kommt auf viel mehr an. Allerdings hast du ja auch starke Beschwerden und auch ich würde mich bei Taubheitsgefühlen lieber früher als später operieren lassen.
Mir würde jetzt auch nichts einfallen, was man sonst noch ausprobieren könnte, denn selbst mit einem anderen Korsett (falls du das denn besser tolerieren solltest) glaube ich nicht, dass man Taubheitsgefühle behandeln kann.

Wenn du dich unsicher dabei fühlst, dann hol dir doch noch eine weitere Meinung, aber ich denke jeder Arzt wird dir in deiner Situation zur OP raten und ich denke bei Prof. Halm/Dr. Hoffmann bist du sehr gut aufgehoben. :ja:

Für deine kommende OP wünsche ich dir alles Gute und dass du schnell wieder auf die Beine kommst. Lies dir doch am Besten einige OP-Berichte durch. Jede Menge davon findest du im SOPF: http://forum.skoliose-op.info/phpBB3/viewforum.php?f=63

Würde mich freuen, wenn du uns auf dem Laufenden hälst. :)

LG
Minimine

Re: WS-OP: ja oder nein?

Verfasst: Mo, 06.12.2010 - 19:26
von DS114
Hallo Caro,

ich stehe momentan vor der gleichen Frage, meine Skoliose ist aktuell bei HWS 20° und LWS 50°.
Korsett, KG (auch nach Schroth) und Termine bei Dr. Hoffmann und Prof. Halm, habe ich ebenfalls hinter mir.
Nun steht mein Op-Termin auch für März in Neustadt fest. Ich bin 24 und bin auch total verunsichert.
Ich erhoffe mir von diesem Forum auch einige Einblicke und Entscheidungshilfen...

Wünsch dir viel Glück!!!

Liebe Grüssle

Diana

Re: WS-OP: ja oder nein?

Verfasst: Sa, 11.12.2010 - 23:13
von Carlo
Hallo Leute,

ich fühle mich durch eure Stellungnahme in meiner Entscheidung nur bekräftigt!
Ich muss mich nur kurz in meinen Angaben korrigieren. Mit 45°/66° meinte ich eine Krümmung von 45° in der LWS und 66° in der BWS.

Neben der geschilderten körperlichen Belastung und Einschränkung kommen natürlich auch der psychischer Druck und der kosmetische Aspekt erschwerend hinzu.
Ich sehe diese OP als Chance auf ein völlig neues, unbeschwerteres Leben :-)

Gruß,
Carlo

@Diana: Ist ja gar nicht so unwahrscheinlich, dass wir uns Neustadt dann persönlich kennen lernen :-)

Re: WS-OP: ja oder nein?

Verfasst: Di, 15.02.2011 - 13:31
von Carlo
Hallo Leute,

nun, da der Termin steht und die Vorbereitungen voll im Gange sind, wollte ich noch einmal um ein kurzes Feedback eurerseits bitten.

Die OP wird am 14. März in Neustadt stattfinden.
Bis dahin bleibt noch etwas Zeit, um sich vor allem seeeeehr viele Gedanken zu machen... :/

Die OP-Berichte habe ich mir in Auswahl durchgelesen. Teilweise sprechen sie einem großen Mut zu, andere machen einem mehr Angst, als das sie Zuversicht verbreiten :(

Aber die Entscheidung zur OP ist gefallen:
Zwei konkrete Fragen beschäftigen mich noch:

1. Vor der OP: Ich versuche mich derzeit mit Gymnastik, Liegestützen, Sit-Ups, Klimmzügen etc. fit zu halten. Außerdem geht es zweimal in der Woche zum Schwimmen. Ich verfolge einfach das Ziel, gestärkt in die OP zu gehen, um die Schwächung durch den Eingriff besser abfedern zu können. Könnt ihr mich hier ergänzen?

2. Nach der OP: Prof. Dr. Halm hat mir zugesichert, das bei meiner Ausprägung der Krümmung eine Versteifung im BWS-Bereich ausreicht. Also auf Höhe des Brustkorbes. Somit sei laut Arzt später mit keinerlei Einschränkung zu rechnen. Könnt ihr ihm dieses Versprechen auch abnehmen? :( Ergänzend würde mich noch interessieren, ob ich später weiterhin Kart oder Achterbahn etc. fahren kann. Snowboarden scheint laut Arzt kein Problem darzustellen. Hält dieses Versprechen auch noch, wenn man älter wird (also konkret 50+)?

Ich wäre euch zu großem Dank verpflichtet, wenn ihr kurz in ein paar Zeilen eure Meinung schildern könntet. Bis jetzt fühlte ich mich auf dieser Plattform sehr wohl und gut beraten. ;D

Carlo

Re: WS-OP: ja oder nein?

Verfasst: Di, 15.02.2011 - 13:39
von Ani88
Hallo Carlo!
2. Nach der OP: Prof. Dr. Halm hat mir zugesichert, das bei meiner Ausprägung der Krümmung eine Versteifung im BWS-Bereich ausreicht. Also auf Höhe des Brustkorbes. Somit sei laut Arzt später mit keinerlei Einschränkung zu rechnen. Könnt ihr ihm dieses Versprechen auch abnehmen? :( Ergänzend würde mich noch interessieren, ob ich später weiterhin Kart oder Achterbahn etc. fahren kann. Snowboarden scheint laut Arzt kein Problem darzustellen. Hält dieses Versprechen auch noch, wenn man älter wird (also konkret 50+)?
Ich finde, mit solchen Versprechen sollte man echt vorsichtig sein. Mir wurde auch erzählt, ich könne wirklich alles danach wieder machen. Im Kindergarten arbeiten, Ski fahren, Achterbahnen (gerade diese drei Sachen wurden wirklich genau so zu mir gesagt). Snowboarden, Skifahren oder auch Achterbahn fahren ist bei mir eh kein Thema. Aber mir kam das bissl zu optimistisch alles rüber. Ich denk, des ist nacher echt total individuell. Und ich gehe nicht davon aus, dass ich nacher z.B. im Kindergarten arbeiten kann. Lieber etwas vorsichtiger sein, wenn man solche "Versprechen" bekommt. Lieber nacher positiv überrascht sein könnnen, als enttäuscht.
Alles Gute für deine OP!
LG, Ani

Re: WS-OP: ja oder nein?

Verfasst: Di, 15.02.2011 - 14:26
von Raven
Hallo Carlo,
Carlo hat geschrieben:Also auf Höhe des Brustkorbes. Somit sei laut Arzt später mit keinerlei Einschränkung zu rechnen. Könnt ihr ihm dieses Versprechen auch abnehmen? :(
"keinerlei Einschränkungen", das ist arg Definitionssache, finde ich.
Ich würde z.B. über mich, trotz langer Versteifungsstrecke, einerseits sagen dass ich kaum Einschränkungen habe (der Art: ich kann das meiste irgendwie machen, komme zum selben Ziel wie andere, bin nicht auf Hilfe angewiesen, bin mit meinem körperlichen Zustand zufrieden), aber auf gewisse Art und Weise besteht doch eine Einschränkung (der Art: ich muss viele Dinge anders machen, bin bei manchem eher erschöpft, muss bei manchem damit rechnen dass es sich einen Tag später mit Verspannungen etc. rächt).

Definitiv wird bei dir durch die OP eine Versteifung in dem Bereich stattfinden. Diese wird sich darin auswirken, dass manche Bewegungen (die aber nicht wirklich alltagsnötig sind), nicht mehr exakt so ausgeführt werden können wie jetzt. Insofern besteht definitiv eine Einschränkung.
Eine Versteifung nur im BWS-Bereich wird sich im Alltag aber kaum als "Steifheit" bemerkbar machen - außer, du bist Schlangenmensch-Artist :lach:
Die BWS ist viel weniger beweglich als die LWS; eine LWS-Versteifung macht sich im Alltag, auch abseits von sportlicher Betätigung, schon deutlich bemerkbar.
Eine weit oben beginnende BWS-Versteifung kann sich im Alltag aber dadurch auswirken, dass man den Kopf nicht mehr so weit drehen kann. Die Drehung des Kopfes, bzw. das was man als Drehung des Kopfes empfindet, kommt zu einem guten Teil aus der oberen BWS - und nicht nur aus der HWS. Selbst merke ich da einen ziemlichen Unterschied zwischen mir (Versteifung beginnt bei Th3) und Leuten ohne Versteifung. Schulterblick im Auto geht z.B. nicht bzw. nur ansatzweise.

Was natürlich auch immer eine gewisse "Einschränkung" im Sinne von "Andersartigkeit gegenüber Menschen ohne Skoliose/Versteifung" ist:
Rückengerechtes Verhalten, Physiotherapie etc. werden, auch nach der Genesungszeit, weiterhin zu deinem Alltag gehören.
Ergänzend würde mich noch interessieren, ob ich später weiterhin Kart oder Achterbahn etc. fahren kann.
"Können" und "schmerzfrei", "gefahrlos" sind dreierlei Dinge...
Bei mir ist die Spanne zwischen dem, was ich kann, und dem, was mir gut tut, eine recht große.
Prinzipiell kann man Achterbahn fahren, nur ist durch die Versteifung die Belastung für angrenzende Wirbelsäulenabschnitte höher. Es kann/wird wohl unangenehmer/schmerzhaft werden. Desweiteren ist es so, dass man eigentlich, von den Betreibern solcher Fahrgeschäfte her, nicht mitfahren darf, wenn man irgendwelche, wie es allgemein beschrieben wird, "Wirbelsäulenschäden" hat. Dies bedeutet, wenn du aufgrund der Achterbahnfahrt irgendwelche gesundheitlichen Probleme bekommst, ist das "dein Bier".

Was meinst du mit Kart?
Snowboarden scheint laut Arzt kein Problem darzustellen. Hält dieses Versprechen auch noch, wenn man älter wird (also konkret 50+)?
Die Sache mit dem "kein Problem" ist eben auch:
Ist mit "kein Problem" gemeint, dass die Implantate nicht kaputt gehen? Ist damit gemeint, dass sie im Normalfall (höchstens mal leichter Sturz, kein Unfall) nicht brechen?
Ist mit "kein Problem" gemeint, dass du die Bewegungen ausführen kannst? Dass du genauso lang durchhältst, keine Schmerzen davon bekommst?
Das macht alles einen riesigen Unterschied, worauf sich "kein Problem" bezieht.
Es ist nun einmal so, dass du als WS-Versteifter dann Implantate in dir hast, die durchaus brechen oder sich lockern können; eine Versteifung führt auch dazu, dass man sich weniger gut abfangen kann (im Fall eines Sturzes auch erhöhte Verletzungsgefahr für andere Körperteile) - und Snowboardfahren eine sturzgefährliche Sportart ist.

Viele Grüße,
Raven

Re: WS-OP: ja oder nein?

Verfasst: Di, 15.02.2011 - 16:04
von fischotter
Hallo,
da muß ich etwas widersprechen. Die Stangen/Implantate können doch brechen. Ich spreche aus Erfahrung. In meinem Rücken sind schon 2 mal Stangen gebrochen. eine 12mm und eine 6mm Titanstange. Beim 12mm hab ich keine Erklärung bekommen, nur beim 6er. Das soll eine, wie der Doc sagte, Sollbruchstelle gewesen sein. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es in dem Bereich Sollbruchstellen geben soll.

Ciao

peter

Re: WS-OP: ja oder nein?

Verfasst: Di, 15.02.2011 - 18:06
von Raven
Hallo fischotter,
fischotter hat geschrieben:da muß ich etwas widersprechen. Die Stangen/Implantate können doch brechen.
wieso widersprechen? Der Meinung bin ich ja auch: Die Stangen können sehr wohl brechen.
Mir sind auch Patienten bekannt, bei denen Stangen gebrochen sind, ohne dass eine besondere Belastung stattfand (nicht zu schwer gehoben, ist nicht beim Sport passiert, sondern ganz spontan).

Viele Grüße,
Raven

Re: WS-OP: ja oder nein?

Verfasst: Fr, 11.03.2011 - 12:45
von Captain_Kirt
Hallo ihr Lieben,

ich war heute mal wieder mit meiner Wirbelsäule beim Orthopäden. Einerseits wegen dem angebrochenem Wirbel vom Skiurlaub und andererseits wegen meiner Skoliose die sich von 2007 32° auf heute 39° verschlechtert hat.

Die Baustelle angebrochener Wirbel behandeln wir zur Zeit mit einem Korsett, damit der Wirbel vorerst still gelegt ist und verheilen kann.

Zur Skoliose:
Mein Arzt ist sehr verärgert darüber, dass man meine Skoliose in Emden (ich bin nun in Düsseldorf) erst mit 17 Jahren erkannt wurde, obwohl ich regelmäßig zu Vorsorgeuntersuchungen gegangen bin. Mein vater hat es eher zufällig mal entdeckt, als er mir am Strand den Rücken eingecremt hat.

Der Arzt und ich haben heute mal das Thema Operation angeschnitten. Ich bin da nicht begeistert von. Schon bei dem Gedanken wird mir Angst und Bange. Jedoch möchte er sich bei anderen Ärzten in Kliniken informieren, ob man die Skoliose schon operieren soll. Was sagt ihr dazu? Gibt es da Erfahrungen mit? Ist das schon nötig oder soll ich es weiterhin mit Krankengymnastik probieren? Seit 2007 mache ich regelmäßig KG. Was hat man denn sonst für Möglichkeiten? Korsett hat sich mit 17 schon nicht mehr gelohnt, weil ich ausgewachsen war.

Den anderen Beiden, die die Op hier vor sich haben: Ich wünsche euch viel Erfolg und dann eine gute Besserung :)

Schöne Grüße