Skoliose je knapp 40° - und total verdrehte LWS....

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OsterHasi
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Skoliose je knapp 40° - und total verdrehte LWS....

Beitrag von OsterHasi »

Hallo leute!


Also, ich dachte mir, ich schreibe hier auch einfach mal meine Geschichte nieder (wenn ich das falsche Forum erwischt hab - sry, ich wusste nicht wohin ;) )

Ich bin jetzt 13.
Im September letzten Jahres wurde bei mir Skoliose diagnostiziert - übrigens mit vollkommen falsch ausgemessener Gradzahl - die Orthopädin konnte man vergessen.
Ich hab daraufhin mit Voita angefangen und in den Herbstferien eine Woche privat Bad Salzungen; zuhause musste ich dann (eher wiederwillig) schroth weitermachen + 1mal wöchentlich Voita und einmal Schroth mit therapeutin.

Im Januar war ich dann beim nächsten Orthopäden, noch ein Röntgenbild - er hat dann 37° lumbal und 39° thoral ausgemessen.

Allerdings war auf dem Röntenbild auch eine total verdrehte LWS zu sehen - offenbar stand ich kurz vorm Bandscheibenvorfall - woraufhin er mich zur nächsten orthopädin in Erfurt überwiesen hat...

Wahrscheinlich werden wir versuchen, einen Termin bei Doc Hoffmann zu bekommen und dann auch ein Rahmouni-korsett für mich machen zu lassen...



Ich habe allerdings glücklicherweise gar keine Schmerzen.

Mittlerweile bleibt schroth eher auf der Strecke (es bringt auch offenbar nicht viel), dafür wird Voita nach möglichkeit auf dreimal die Woche erhöht.



Es ist sogut wie sicher, dass die feste spange, die ich vor einem Jahr bekommen habe, an der damals erstmals aufgetretenen Skoliose schuld war - ich hatte schon immer einen beckenschiefstand und ne krumme wirbelsäule, aber nie soooo schlimm.

Jetzt ist die spange seit dezember draußen - meine Wirbelsäule wurde deutlich besser. Dann habe ich im Januar die nächste Spange bekommen und stehe jetzt wieder genauso da wie am anfang.

ich lasse sie jetzt weg, und es ist nicht mehr soo dramatisch.






Übrigens:

Möglicherweise ist eine trainierte bauchmuskulatur "schuld" an keinen Schmerzen :)

Kennt ihr diese großen Pezzibälle? Gummibälle mit bis zu 1m durchmesser?


Ich hab mit 7 angefangen, ihn auf dem rücken liegend auf knien und füßen zu balancieren - das ergebnis ist jetzt : keine schmerzen, bauchmuskeln, akrobatisches geschick^^

Vielleicht habe ich eine neue Skoliose-therapie erfunden? :P :D :D :D ;D



LG, Hasi
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mausiii
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Beitrag von mausiii »

:D
kann die skoliose wirklich mit ner zahnspange zusammenhängen? würd mich mal interessieren, weil ich vor kurzem auch eine bekommen hab
Philiph

Beitrag von Philiph »

Eine Spange kann sehr viel mit der Skoliose zu tun haben, aber auch umgekehrt. Dieser ganze Apparat vom Becken bis zum Schädel, verbunden durch Gelenke, Bänder und Wirbelkörper ist ein großes Objekt, welches zusammengehört. Es ist wirklich sehr wichtig herauszufinden, warum der Erkrankte eine Skoliose hat. Zu 90% tritt diese im Kindesalter auf und wahrscheinlich wurde dieses Problem in der Hetze versäumt zu finden.
Eine Spange an sich, welche die Zähne begradigt, muss aber nicht unbedingt etwas mit einem schiefen Rücken zu tun haben. Es ist also sehr schwierig genaue Angaben zu machen. Hier ein Tipp: Lass die Position des Beckens überprüfen (gerade, schief, gekippt, routiert) und ggf. falsche Positionen korrigieren. Dies kann ein Orthopäde nicht, da er so etwas nicht gelernt hat. Auch ist er in der Eile der Praxis nicht im Stande so etwas zu diagnostizieren und die deutsche Schulmedizin ignorriert solche Fehlstellungen, was aber in Holland oder Frankreich sowie Großbritannien und USA Standard ist. Ein guter Chiropraktiker (kein Chirotherapeut) oder ein Osteopath kann da mehr erreichen. Da spielt es auch keine Rolle ob dieser Arzt, Heilpraktiker oder Physiotherapeut ist, denn schliesslich ist die Ausbildung maßgebend, nicht der Berufsstand.:-))
gauklerdavid
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Beitrag von gauklerdavid »

Wenn sich erstmal eine Skoliose von 40 Grad etabliert hat ist das Becken selbstverständlich auch verdreht und gekipppt. Da wird aber keine manualtherapeutische Intervention der Welt dies wieder gerade bekommen. Wenn man schrothet lernt man Fuss, Becken und Wirbelsäule als einheit optimal zu korrigieren. Zusätzliche Osteopathische Behandlung kann ergänzend im individuellen Fall helfen, bei chiropraktikern währe ich etwas vorsichtiger. Wenn ich denen ihre offizielle Homepage so lese: viel Versprechen, seltsame und vage Erklärungsmodelle, und viel Marketing. (Gibt aber sicher auch gute Chiropraktiker)
Auch stört mich etwas die Wahrnehmung dass der Chiropraktiker, Osteopath etc verschobene Glenke wieder in die richtigeStellung schieben und dann ist alles in Ordnung. Also so einfach ist das ja meist auch nicht. Oft geht es um komplexe funktionsstörungen im Gelenk, die auch aber nicht nur erklärt werden können dadurch dass sich das Gelenk verkantet. Immer sind da ebr auch Muskeln, Reflexkreise und Bänder betroffen.

David
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