Ich bin ratlos

Schreibe deinen Erfahrungsbericht zur Skoliose, Schmerzbekämpfung etc. oder tausche Erfahrungen mit Leidensgenossen aus
Lenaluna
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Re: Ich bin ratlos

Beitrag von Lenaluna »

Hallo Saphira,

das klingt nicht gut! Also, als ich meinem neuen Ortho von dem stechenden Schmerzen erzählt habe, hat er mich sofort zum Neurologen überwiesen - mit Eilgeschwindigkeit. Ergebnis: Nerv eingeklemmt durch den runtergerutschten Wirbel. Am Freitag muss ich mit der LWS ins MRT um zu sehen, wie es nun im Detail aussieht. Mit "Verspannungen" (wie mir ja im Krankenhaus attestiert wurde) hat das nur entfernt zu tun bei mir.

Ich bekomme auch deshalb nun das Korsett. Ich hatte am Montag Anprobe und - uff - das wird ein Akt! :/

Ich würde Dir raten, so schnell wie es geht zu Doc Hoffmann zu gehen! Einen eingeklemmten Nerv kann man noch retten - wenn der Nerv tot ist hat sich das erledigt! Okay, Du hast dann keine Schmerzen mehr, aber Du wirst dann auch nicht mehr merken, ob noch Alles in Ordnung ist.

Du könntest aber auch Deinen Hausarzt um eine Überweisung zu einem Neurologen bitten! Das geht vielleicht doch etwas schneller als bei Doc Hoffmann. Der Neurologe soll dann eine SEP- und eine NLG-Messung durchführen im Rücken durchführen.

SEP = Somatosensorisch evozierte Potentiale (überprüft die Übermittlung von Gefühlswahrnehmungen an das Gehirn über die Nervenbahnen von Armen und Beinen sowie im Rückenmark; z. B. für MS, Rückmarktumore, Hirntoddiagnostik)

NLG = Nervenleitgeschwindigkeit (misst, wie schnell elektr. Impulse entlang der Nervenfaser ins Gehirn geleitet werden; z. B. für eingeklemmter Nerv, Nervdruckschäden, Polyneuropathien).

Die Messungen sind etwas unangenehm - aber nicht schmerzhaft!

Leider fällt mir im Moment kein besserer Tip ein. :|

LG
Lenaluna
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Re: Ich bin ratlos

Beitrag von Saphira »

Hallo Lenaluna,

na ja, die stechenden Schmerzen sind zum Glück ja nicht permanent vorhanden, sondern nur phasenweise. Das fühlt sich dann immer eher an, wie so ein kleiner Hexenschuss. Es ist bewegungs- und belastungsabhängig. Im Moment herrscht schmerztechnisch einigermaßen Ruhe. Ich versuche es zu vermeiden, schwere Dinge zu heben oder ruckartige Bewegungen zu machen. Ebenso versuche ich, extreme Belastungen und einseitige Tätigkeiten zu vermeiden. Momentan habe ich ja Ferien und somit kann ich auch mal einfach nix tun :D . Aber sobald ich halt wieder irgendetwas tue (und da reicht schon Putzen aus), tut es halt gleich wieder weh. Also würde ich eigentlich eher ausschließen, dass da ein Nerv eingeklemmt ist, zumindest permanent eingeklemmt wäre. Es scheint mir eher so, als ob da ein Nerv bei bestimmten Bewegungen kurzfristig eingeklemmt werden würde, sich aber im nächsten Moment wieder löst oder als ob ein Nerv dann einfach gereizt würde. Das würde auch erklären, warum Massagen in diesem Bereich so unangenehm und schmerzhaft sind. So lange ich Ruhe habe und mich nicht extrem viel bewege, lassen die Schmerzen dann auch wieder nach. So wie jetzt im Moment glücklicherweise. Deshalb lasse ich das mit der KG mal für eine Weile lieber bleiben, in der Hoffnung, dass sich das irgendwie von alleine wieder beruhigt. Ich habe nämlich das Gefühl, je mehr daran rumgemacht wird, desto schlimmer wird es.

Aber eingeklemmte Nerven sind sicherlich nicht gut. Ich hoffe für dich, dass hier irgendwann mal eine Lösung für deine Schmerzen gefunden wird. Es bringt nämlich nicht viel, nur die Symptome mit Schmerzmitteln zu behandeln, man sollte eben auch nach der Ursache suchen und diese behandeln (sofern möglich). Ich wünsche dir viel Erfolg für dein MRT. Wann soll das MRT denn gemacht werden? Ich denke, dass dies so bald wie möglich durchgeführt werden sollte.

Na ja, und die bei der Rentenversicherung lassen sich auch ganz schön Zeit mit dem Rehaantrag. Ich bin nur mal gespannt, was zuerst da ist: eine Antwort der Rentenversicherung oder die von Dr. Hoffmann angeforderte Kopie des Antrages :D . Bislang ist keines von beidem bei mir angekommen.

Grüßle,

Saphira
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Re: Ich bin ratlos

Beitrag von Lenaluna »

Hallo Saphira,

auf einen (zeitweise) eingeklemmten Nerv bei Dir komme ich, da Du unter Belastung eine Schmerzverstärkung hast - so wie ich auch.

Wenn die Reizung nicht mehr vorhanden ist wird sich der Nerv natürlich wieder erholen. Aber das dauert sehr lange, da Nerven "nachtragend" sind. :D Ich frage mich, wie Du die Reizung vermeiden möchtest :?: Man ist doch eigentlich immer in Bewegung und bei Dir fängt ja auch die Uni-Zeit bald wieder an. Hast Du Dir dafür schon Strategien überlegt (außer dem Keilkissen)?

Wie Du schon sagst: Schmerzmedikamente sind keine Dauerlösung! Ich habe meine mittlerweile komplett abgesetzt - sie bringen mir außer Müdigkeit nichts. Naja, wenn ich schlafe habe ich zwar keine Schmerzen, aber ich kann ja nicht für den Rest meines Lebens pennen :D .

Das MRT sollte eigentlich gestern sein. Ich war auch da, aber es gab nur einen Arzt der von Nichts wusste. Ich glaube, da ist was schiefgegangen - wie so oft. Werde am Montag mal telefonieren und mir einen neuen Termin geben lassen.

LG
Lenaluna
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Re: Ich bin ratlos

Beitrag von Saphira »

Hallo Lenaluna,

oh je, das ist ja dumm, dass das mit dem MRT nicht geklappt hat. Allerdings ist das schon komisch, dass der Arzt von nichts wusste :confused: . Ich drücke dir jedenfalls die Daumen, dass du bald einen neuen Termin bekommst und da dann alles klappt.

Na ja, wirkliche Strategien außer dem Keilkissen habe ich für mein Studium bis jetzt noch keine. Aber ich werde am Montag nochmal bei Dr. Hoffmann anrufen und mir nochmal einen Termin geben lassen. Da wird es noch einiges zu klären geben, vor allem, wie es jetzt weitergehen soll, nachdem das mit der Reha jetzt doch wesentlich länger dauert (hab immer noch keine Antwort). Mir macht schmerztechnisch gerade leider auch meine Hüfte wieder Probleme. Sobald ich längere Zeit laufe oder stehe kommen da erhebliche muskuläre Ermüdungserscheinungen und ich laufe rum wie besoffen und schwanke voll beim Laufen. Im Rücken merke ich es dann auch wieder, auch wenn es glücklicherweise nicht mehr ganz so stark ist, wie vor zwei bis drei Wochen. Na ja, ich werde dann Dr. Hoffmann nochmal alles erzählen, auch wie es mir die letzten Wochen erging und werde auch dazu sagen, dass mir relativ oft die Knie wehtun. Vielleicht gibt es da ja einen Zusammenhang. Und ich habe mir auch schon überlegt, nochmals zu meinem Hausarzt zu gehen (muss ich dann ja eh wegen der Überweisung) und ihn mal darum zu bitten, dass er mal auf Rheuma untersuchen soll (auch wenn ich das eigentlich eher nicht glaube). Dann habe ich auch nochmal ein Stück mehr Klarheit. Normal kann das alles ja nicht mehr sein. Mehr kann ich im Moment leider nicht tun, und abwarten halt noch :D .

Grüßle,

Saphira
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Re: Ich bin ratlos

Beitrag von Lenaluna »

Hallo Saphira,

dass der Arzt nichts wusste hat mich auch gewundert, aber es war auch nicht derjenige, dem die Praxis gehört sondern Einer vom Krankenhaus (die Praxis ist im Krankenhaus). Jedenfalls werde ich morgen nochmal um einen Termin bitten (diesmal soll er morgens sein - man weiß ja nicht :D ).

Meine Hüften sprechen schon seit Längerem nicht mehr mit mir - Gott sei Dank, wenigstens eine Baustelle die mich nicht ärgert :D . Mich wundert es, dass außer Doc Hoffmann alle Anderen mir einen Beckengradstand bescheinigen. Ob ich an dem Tag einfach nur schief stand durch die Muskelverkürzungen?

Deine Idee mit der Rheuma-Testung finde ich super! Das hat mir mein Orthopäde auch schon vorgeschlagen.

Die Knie und auch die Knöchel machen mir manchmal auch Schwierigkeiten. Meine Physio meint, das kommt von den verkürzten Muskeln.

Ich bin mittlerweile dazu übergegangen, mir "wenn - dann-Strategien" auszutüfteln. Also "wenn der Schmerz kommt, dann mache ich...". Es gibt mir ein klein wenig Sicherheit im Alltag. Der Schmerz überrennt mich dann nicht mehr so heftig wie zu Anfang. Vielleicht ist das ja auch etwas für Dich?

Mir wurde mittlerweile bescheinigt, dass ich mich sehr ängstlich bewege. Ein Wunder ist das nicht, da ich ja nicht weiß, wann welcher Schmerz kommt.

Im Augenblick macht mir die BWS Probleme: tiefe Atemzüge kann ich derzeit gar nicht machen und fast jede Bewegung spannt die Muskeln. Jede Bewegung schmerzt.

Ich hoffe für Dich, dass Du kein Rheuma hast und der Termin bei Doc Hoffmann Dir noch vor der Reha eine Besserung bringt.

Übrigens Reha: wir können tauschen! Mir wurde jetzt (unaufgefordert) ein Reha-Antrag zugeschickt, den ich schnellstens ausfüllen und zurücksenden soll. Ist doch irre: Du willst eine Reha und die Behörde kommt nicht aus`m Quark. Ich will keine Reha, habe auch nie etwas in die Richtung unternommen und bekomme unaufgefordert einen Antrag.

LG
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Re: Ich bin ratlos

Beitrag von Silas »

Hallo Lenaluna,

hast Du schon mal manuelle Therapie probiert (wird von der Kasse übernommen bis auf die Zuzahlung analog zu KG)?

Gerade wenn ich ausstrahlende Schmerzen, Schmerzen beim Atmen, starke Bewegungseinschränkungen hatte, konnte damit deutliche Erleichterung erreicht werden.
Allerdings hängt das natürlich auch von der Qualität des Therapeuten ab.

Viele Grüße,
Silas
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Re: Ich bin ratlos

Beitrag von Lenaluna »

Hallo Silas,

was ist manuelle Therapie? Ich bekomme derzeit KG (in Anlehnung an Schroth). Im Moment kann ich erstmal nur atmen: Hand auf die schmerzende Stelle (soweit ich drankomme :D ) und dahin atmen, um zu dehnen.

Meinst Du das?

LG
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Silas
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Re: Ich bin ratlos

Beitrag von Silas »

Im Gegensatz zur KG arbeitet bei der manuellen Therapie nicht der Patient, sondern der Therapeut an der WS ;)

Ich beschreibe Dir kurz, was mein Therapeut macht.

Zunächst bespricht er mit mir, welche Beschwerden ich wo habe (z.B. Verspannungen, Bewegungseinschränkungen, Schmerzen), macht sich ein Bild von der Haltung.

Dann wird in Bauch und Rückenlage bei möglichst großer Entspannung getestet, wie es um die Beweglichkeit der Wirbelsäulensegmente bestellt ist und welche Muskelgruppen verspannt sind.

Danach arbeitet er sich von Kopf bis Becken vor.
Alles ist sehr schonend, d.h. es gibt keine Hau-Ruck-Bewegungen wie beim Chiropraktiker, Blockaden werden sanft gelöst (es kann schon mal ordentlich knacken, was aber nicht mit Gewalt ausgelöst wird, sondern auf zarte Impulse folgt).

An Kopf / HWS arbeitet er mit Druckpunkten, ganz leichten Bewegungeimpulsen und Zug, wobei die Skoliose mitberücksichtigt wird.

An der BWS werden ebenfalls leichte Bewegungsimpulse eingesetzt, beim Arbeiten mit Druckpunkten wird das durch gezieltes Atmen unterstützt, d.h. ich muss an bestimmte Stellen atmen oder auf Kommando ausatmen. Hier wird auch beides kombiniert, z.B. setzt er in Bauchlage auf Schulterhöhe Bewegungen und kombiniert das mit Druckpunkten auf der anderen Seite am Rücken.

LWS und ISG werden hauptsächlich mit gezielten Bewegungsimpulsen behandelt.

Mir bringt das Erleichterung bei Mißempfindungen ("Ameisenlaufen"), durch Nervenreizung bedingter Fußheberschwäche, Muskelverspannungen, Blockaden, die z.B. beim Atmen schmerzen.

Nach der Behandlung ist die Beweglichkeit wesentlich besser als vorher und die Schmerzen sind deutlich gebessert.
Um mittelfristig Besserung zu erreichen benötige ich i.d.R. ca. 4 Behandlungen, da am Anfang oft der Behandlungserfolg nicht dauerhaft ist.

Viele Grüße,
Silas
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Re: Ich bin ratlos

Beitrag von Saphira »

Hallo Lenaluna,

also manuelle Therapie ist auch eine Art Krankengymnastik. Der Arzt kann dir entweder KG (also "normale" Krankengymnastik), MT (also manuelle Therapie) oder Massage etc. verschreiben. Mir hat Dr. Hoffmann das letzte Mal auch manuelle Therapie verschrieben gehabt. KG und manuelle Therapie können sich in Teilen durchaus ähneln. Allerdings ist vom Patienten bei KG doch mehr Selbstinitiative gefordert, dass man aktiv die Übungen ausführen muss und der Physiotherapuet leitet einen an und korrigiert gegebenenfalls. Bei der manuellen Therapie geschieht dies eher passiv, d.h. der Physiotherapeut lagert den Patienten, dehnt und bewegt ihn eher passiv und als Patient muss man nicht so viel aktiv mitarbeiten wie bei der normalen KG. Allerdings können bei der manuellen Therapie durchaus auch Elemente der normalen KG mit eingebaut werden und umgekehrt, ebenso wie Massagen. Für die manuelle Therapie muss man als Patient auch ein paar Euro mehr dazubezahlen als für die normale KG. Ich hoffe, ich habe das soweit richtig wiedergegeben. Ansonsten korrigiert mich bitte :D . Aber so oder so ähnlich hat es mir eine Physiotherapeutin mal erklärt als ich sie nach dem Unterscheid gefragt habe :D .

Und auch bei der manuellen Therapie hängt, wie bei der KG auch, viel von den Fähigkeiten des Therapeuten ab. Das ist leider immer schwierig. Zum Glück habe ich keine Schmerzen im Rücken beim Atmen. Das stelle ich mir wirklich ziemlich übel vor. Das erinnert mich ein wenig an meine Blinddarmentzündung Anfang dieses Jahres: da tat es beim Husten, Niesen, Naseputzen und beim richtig tiefen Einatmen im rechten Unterbauch stechend weh :D .

Ich persönlich empfinde manuelle Therapie bei stärkeren und akuteren Beschwerden als angenehmer, sogar noch angenehmer als Massagen :D . Leider sind die meisten Ärzte und Physiotherapeuten der Meinung, dass bei stärkeren Beschwerden und Verspannungen Massagen besser seien. Ich habe bei meinem letzten Rezept beim letzten Termin meine Physio darum gebeten, bitte keine Massagen mehr zu machen sondern eher ein paar Übungen zu machen. Aber das eine Mal hat dann leider auch nicht mehr viel gebracht. Aber ich denke, dass mir Dr. Hoffmann, wenn ich wieder zu ihm gehe, wieder ein Rezept ausstellen wird. Irgendwie muss die Zeit bis zur Reha ja überbrückt werden. Ich träume allmählich nachts schon von der Reha :D .

Grüßle,

Saphira

Edit: Silas war schneller :D
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Re: Ich bin ratlos

Beitrag von Lenaluna »

Hallo ihr Lieben,

die manuelle Therapie klingt so ähnlich wie die Detonisierung die ich gerade bekomme. Die tut mir wirklich gut! Leider hält der Effekt nicht sehr lange an.

Am Montag hatte ich wieder KG. Ich habe festgestellt, dass ich kein Gefühl mehr im Rücken habe. Meine Therapeutin hat daraufhin richtig feste Hand angelegt und mir zum Vergleich mit dem gleichen Druck mal den Oberschenkel massiert. Ich merke es im Rücken nicht mehr. Die Schmerzen sind zurzeit auch schlagartig verschwunden.

Es stimmt, wenn ein Nieser im Rücken stecken bleibt ist das echt ätzend: es ist ein Gefühl, als ob mir jemand ein Messer in die BWS rammt.

@All
Seit gestern habe ich nun mein Korsett. Es ist ein 2-Teiler geworden.

Unteres Teil:
Es geht mir von Po-Mitte bis unter die Schulterblätter. Vorne von unterm Bauchansatz bis unter die Brust. Vorne wird es mit 4 Klettverschlüssen geschlossen. An den Seiten befindet sich nochmal je 1 Klettverschluss, der den Rückenteil strammt.

Im Rücken habe ich 4 Stäbe die auf meine Figur geformt wurden.

Oberes Teil:
Ist ein Geradehalter ohne BH.

Beide Teile sind aus Drell.

Ich bewege mich im Moment sehr ungelenk und komme mir unheimlich steif vor. Wenn ich nicht wirkllich in der Korsettform stecke (sondern mich hängen lasse) fängt es sofort an zu drücken. :D Ich lerne den aufrechten Gang :D

LG
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Re: Ich bin ratlos

Beitrag von Silas »

Hallo Lenaluna,

wenn ich jetzt Deinen Bericht hier und den in der Umfrage zu Ärzten/OTs lese, bereitet mir das ein wenig Bauchschmerzen.

Was Du hier beschreibst, ist eher ein Stützkorsett, das vorangig zur Entlastung und Schmerzreduktion dient. Dieses Teil ganztags zu tragen kann dazu führen, dass Deine Stützmuskulatur verkümmert und daraus ein Teufelskreis entsteht.

Es fällt mir schwer daran zu glauben, dass diese Art von Korsett eine Korrektur erzielen können soll.

Du schreibst in der Umfrage, Du könntest OT Püttmann auch für Erwachsene empfehlen.
Zum einen halte ich diese Bewertung zeitlich gesehen für verfrüht, dazu trägst Du das Korsett einfach noch nicht lange genug.
Zum anderen liegen Welten zwischen Deiner Art von Korsett und einem Skoliose-Korrekturkorsett.

"H. Püttmann hat mir gesagt, dass er auch Rahmouni-Korsett anfertigen kann."

Danke, dass Du das hier so offen erwähnst, es ist eine wichtige Information, dass Püttmann damit wirbt.

Allerdings wirft das aus meiner Sicht ein schlechtes Licht auf ihn, wenn er damit implizit behauptet, genauso gut zu sein, wie Rahmouni. Daran glaube ich erst, wenn ich Beweise dafür gesehen habe, dass er hochgradige Skoliosen gut korrigiert.

Bitte fasse das jetzt nicht als Kritik auf, ich bin richtig froh darüber, dass Dir Püttmanns Korsett Erleichterung verschafft und das Du Dich in seinen Händen sehr gut aufgehoben fühlst.
Ich denke nur, um Missverständnisse zu vermeiden wäre es gut, in der Umfrage kurz zu erklären, worum es bei Dir geht, sonst ziehen unerfahrene Mitglieder u.U. die falschen Schlüsse daraus.

Liebe Grüße,
Silas
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Re: Ich bin ratlos

Beitrag von Lenaluna »

Hallo Silas,
Silas hat geschrieben:Was Du hier beschreibst, ist eher ein Stützkorsett, das vorangig zur Entlastung und Schmerzreduktion dient. Dieses Teil ganztags zu tragen kann dazu führen, dass Deine Stützmuskulatur verkümmert und daraus ein Teufelskreis entsteht.
Wie Du vielleicht gelesen hast, ist der letzte Wirbel meiner LWS und der erste Wirbel meiner SWS zusammen (die Bandscheibe dazwischen existiert nicht mehr). Das muss fixiert werden -ansonsten besteht die Gefahr, dass die Wirbel schief versteifen.
Silas hat geschrieben:Es fällt mir schwer daran zu glauben, dass diese Art von Korsett eine Korrektur erzielen können soll.
Doch: durch die "Schnürung" von vorne wird eine Entlordorsierung meines Hohlkreuzes erreicht. Gerne würde ich das nur eine pneumatische Abdomialpelotte noch verstärken - nur leider konnte ich bis jetzt keinen Anbieter dafür ausfindig machen.
Silas hat geschrieben:Du schreibst in der Umfrage, Du könntest OT Püttmann auch für Erwachsene empfehlen.
Zum einen halte ich diese Bewertung zeitlich gesehen für verfrüht, dazu trägst Du das Korsett einfach noch nicht lange genug.
Zum anderen liegen Welten zwischen Deiner Art von Korsett und einem Skoliose-Korrekturkorsett.
Ich habe auch nicht behauptet ein Skoliosekorsett zu bekommen oder zu haben. Meine Worte: LWS fixierende Orthese. Es sollte ursprünglich ein Einteiler werden - jedoch ist ein Zweiteiler komfortabler zu tragen. Verfrüht halte ich meinen Beitrag nicht, da ich - im Gegensatz zu Skoliose-Patienten - keine Korsettprüfung durch den OT habe. Ich muss erst wieder hin, wenn das Korsett geändert werden muss.
Silas hat geschrieben:"H. Püttmann hat mir gesagt, dass er auch Rahmouni-Korsett anfertigen kann."

Danke, dass Du das hier so offen erwähnst, es ist eine wichtige Information, dass Püttmann damit wirbt.

Allerdings wirft das aus meiner Sicht ein schlechtes Licht auf ihn, wenn er damit implizit behauptet, genauso gut zu sein, wie Rahmouni. Daran glaube ich erst, wenn ich Beweise dafür gesehen habe, dass er hochgradige Skoliosen gut korrigiert.

Bitte fasse das jetzt nicht als Kritik auf, ich bin richtig froh darüber, dass Dir Püttmanns Korsett Erleichterung verschafft und das Du Dich in seinen Händen sehr gut aufgehoben fühlst.
Ich denke nur, um Missverständnisse zu vermeiden wäre es gut, in der Umfrage kurz zu erklären, worum es bei Dir geht, sonst ziehen unerfahrene Mitglieder u.U. die falschen Schlüsse daraus.
Ich finde nicht, dass H. Püttmann im schlechten Licht dasteht. Wenn er die gleiche Bauart wie H. Rahmouni bauen kann ist das aus meiner Sicht eine Option, die wahrgenommen werden kann. Es wohnen ja auch Kranke hier in NRW. Vielleicht ist für diese Menschen einfach der Weg nach Püttmann ein wenig kürzer (d.h.: weniger Kosten, weniger beschwerlich). Allerdings habe ich in meinem Beitrag gar keinen Bezug zu H. Rahmouni hergestelt bzw. an ihn auch nur gedacht.

Die Diskussion über die beiden Konkurrenten hatten wir übrigens schon weiter vorne im Thread.

Konkurrenzverhalten gibt es so ziemlich in jeder Branche - Klappern gehört halt zum Handwerk :D. Wichtig ist doch, dass die gesammelten Erfahrungen hier aufgeschrieben werden um den Menschen, die Hilfe suchen, ein möglichst breites und tiefes Spektrum geben zu können. Ich glaube nicht, dass jemand nur meinen Beitrag liest und sich nur darauf stützen wird.



LG
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Re: Ich bin ratlos

Beitrag von Lenaluna »

Ich war ewig nicht hier! Wenn ich mir meine alten Beiträge durchlese haben mich die Schmerzen damals ganz schön wuschig gemacht. Eigentlich gehört meine Erkrankung nicht wirklich in dieses Forum mehr, glaube ich.

Naja, mittlerweile habe ich jedenfalls raus wodurch das Ganze kam: Ich bin im letzten Jahr auf Palexia und Pregabalin gesetzt worden, da die Schmerzen einfach nur noch zum heulen waren. Das wurde etwas zu hoch angesetzt und ich lief eine ganze Zeit völlig "high" durch die Gegend. Die Dosis habe ich ärztlichem Rat und mit eigener Beobachtung so gedeichselt, dass es nicht zu sehr schmerzt aber ich auch nicht auf rosa Wolken schwebe.

Irgendwann habe ich meinen restlichen Mut zusammengenommen und bin doch noch einmal zum Orthopäden gegangen. Ein erneutes MRT der LWS und BWS brachte dann Licht ins Dunkel: ich habe einen Bandscheibenvorfall in der BWS ohne Verschleiß der Knochen. Wenn ich Alles richtig in Erinnerung habe kommt sowas nur sehr sehr selten vor. Das Ganze drückt auf die Nerven, strahlt aus und das ist dann auch die Schmerzursache. Eigentlich - so der Radiologe - hätte man das auf dem allerersten MRT sehen müssen (der BWS-Abschnitt ist da auch drauf). Ich habs überlebt.

Naja, mittlerweile habe ich es mit laufen als Sport versucht und leichte einfache Dehnübungen. Außerdem habe ich abgenommen und bin im Idealgewicht. Ich hatte mir davon Linderung versprochen, aber...das war wohl nix.

Coxa valga wurde nach Ausmessung meiner Hüften verneint (die Zahlen waren normal).
Dieses Jahr war ich zum Kontroll-MRT und leider wurde jetzt eine Skoliose der LWS festgestellt. Schade, nun hat es mich doch noch erwischt. Wie und was nun daran Schuld ist hinterfrage ich nicht mehr. Ich hatte gehofft, durch das Laufen den gesamten Körper zu trainieren und ganz langsam Muskeln aufzubauen (3 x pro Woche war und gehe ich laufen).

Naja, wenigstens muss ich nicht in eine OP - zumindest würde ich das nicht freiwillig machen.

Die Schmerzen akzeptiere ich mal mehr mal weniger - sie gehören nach nun 2 1/2 Jahren zu meinem Leben dazu. Ich bin ruhiger geworden.

LG
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