Hilfe, was kann ich noch tun?

Schreibe deinen Erfahrungsbericht zur Skoliose, Schmerzbekämpfung etc. oder tausche Erfahrungen mit Leidensgenossen aus
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Jungia
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Hilfe, was kann ich noch tun?

Beitrag von Jungia »

Liebe Leser,
ich habe eine mittelschwere Skoliose und bekam vor etwa 15 Monaten einen BSV. Ich bin 30 Jahre, Geigerin und musste vorerst meinen Beruf aufgeben. Im Krankenhaus entschied man für konservative Behandlung, ich wurde auf Reha geschickt und konnte anschliessend mit KG und Schroth meinen Zustand verbessern. Im September kehrten die Schmerzen leider zurück, sogar so stark, dass ich meine Übungen nicht mehr machen kann. Seit einem Monat erhalte ich eine Schmerztherapie mit so starken Medikamenten, dass mir das Leben so keinen Spass machen will. Nun überlege ich, ob eine OP nicht angebracht wäre. Hat jemand vielleicht noch Ideen, was man noch versuchen könnte?
Jojo28724
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Beitrag von Jojo28724 »

Hallo,

zwar habe ich zum glück (noch) keine schmerzen, doch kann ich eine wirbelsäulen-intensiv-reha in bad salzungen oder bad sobernheim empfehlen. außerdem habe ich leider schon ein paar enttäuschende erfahrungen mit unzureichender physiotherapie gemacht und dadurch leider wertvolle zeit verschenkt - obwohl eine gute physiotherapie das allerwichtigste ist. mein tip deshalb: wenn möglich eine physiotherapie suchen, die Sie mit "medizinischer trainingstherapie" behandelt! ich selbst bin seit kurzem bei einer solchen in behandlung und kann sie nur weiterempfehlen. dort word an speziellen sportgeräten trainiert, die für die jeweiligen muskelgruppen eines patienten extra ausgewählt werden. das wichtigste: ein physiotherapeut muss sich zeit für sie allein nehmen, um ihrem rücken gutes zu tun - von gruppentherapien oder unbeaufsichtigtem training rate ich deshalb ab.
viel glück weiterhin, ich hoffe ein wenig geholfen zu haben :)
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Schnecke007
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Beitrag von Schnecke007 »

Hallo Jungia,

hast Du es schonmal mit Osteopathie versucht? Als Geigerin bist Du vielleicht über die KSK privat versichert, dann wird das möglicherweise sogar bezahlt (z.B. wenn auf dem Rezept "Manuelle Therapie" steht).

Viele Grüße,
Schnecke
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chilli-pepper
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Beitrag von chilli-pepper »

Hallo Jungia,

lass dir ein Rezept geben und gehe in die Praxis http://www.praxis-czech-datt.de/.
Lass dir einen Termin bei Renate geben, sie behandelt auch ostheopatisch und hat ein "goldenes Händchen" um die Schmerzen zu mildern. Starke Schmerzmittel sind auch nicht die Lösung. Mit der Schroththerapie kennen sie sich auch gut aus ( machen Stefan und Renate)
Warst du schon mal zur Reha? Wie stark ist deine Skoliose?

Lg chilli-pepper
Jungia
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Beitrag von Jungia »

Ich danke Euch für die schnellen und hilfreichen Antworten!
Ich werde mich umgehend mit der Physiotherapie Czech und Datt in Verbindung setzen. Was das Ausmessen der Wirbelsäule angeht: Ist das sinnvoll und wo kann ich das in Berlin machen lassen?
Über eine Reha in Sobernheim oder Salzungen habe ich auch schon nachgedacht. Allerdings wurde ich im März letzten Jahres schon in Bad Freienwalde zur Reha geschickt. Leider habe ich erst später von Schroth erfahren, deswegen ist mein wertvolles Kassenrezept schon verbraucht. (Man muss doch immer mindestens 2 Jahre warten, bis man einen neuen Anspruch auf Reha hat, oder?)
Ostheopatie habe ich schon ein paar Mal bekommen, allerdings war die Wirkung immer nur von kurzer Dauer.
Liebe Grüsse von Eurer Jungia
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

jungia hat geschrieben:Was das Ausmessen der Wirbelsäule angeht: Ist das sinnvoll und wo kann ich das in Berlin machen lassen?
Das ist sinnvoll und eine Ganz-Aufnahme ist allein stahlungstechnisch günstiger, als mehrere Einzelaufnahmen.
In der Rubrik Gesucht/Gefunden [Sammlung Berlin] findest Du jede Menge Informationen und auf Seite 4 diese Adresse für Ganz-Aufnahmen:

Gerhard Schmitt
Orthopäde
Kottbusser Damm 22, 10967 Berlin

Gruss
Klaus
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chilli-pepper
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Beitrag von chilli-pepper »

Hallo Jungia,
Allerdings wurde ich im März letzten Jahres schon in Bad Freienwalde zur Reha geschickt.
Du bist jetzt die dritte in meiner Gegend, von der ich das höre!
Da kriege ich echt Hörner, wenn die Sachbearbeiter nicht in der Lage sind, die richtigen Reha-Kliniken herauszufinden... :wall: :grrdev:

Lg chilli-pepper
Jungia
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OP übersztanden, endlich wieder leben! Gute Reha: Belzig

Beitrag von Jungia »

Nach einiger Zeit möchte ich hier einige Erfahrungen weitergeben.
Ich war bei Frau Czech in der Physiotherapie und liess mich zu meinem Bandscheibenvorfall behandeln. Allerdings wurden die Schmerzen kurz darauf so heftig, dass mir der Chefarzt Dr. Reinhardt im Oberlinhaus Potsdam empfahl, mich umgehend operieren zu lassen. (dem aktuellen MRT zufolge war schon soviel Bandscheibe ausgetreten, dass ich schon Ausfälle hätte haben müssen) Die OP dort verlief wirklich gut, seit Monaten konnte ich endlich wieder das Bein ausstrecken, die Schmerzen nach 16 Monaten fast vollkommen verschwunden! Auch die Klinik an sich samt Personal kann ich empfehlen. Man fühlt sich gut aufgehoben.
Überwiesen hat man mich zur Anschlussheilbehandlung nach Belzig, die 14 Tage später stattfinden sollte. Meine Ärztin in Berlin liess allerdings den Kurbeginn um weitere 3 Wochen verschieben, da ich noch nicht sitzen konnte und auch noch sehr geschwächt war. Wie dankbar war ich ihr dafür! Von anderen operierten Patienten hörte ich, dass die Kur viel zu früh stattfand und sie deshalb viele Dinge dort nicht tun konnten.
Hier in Belzig werde ich bestens betreut, die Ärztin geht voll auf meine Wünsche ein, Änderungen im Therapieplan sind jederzeit möglich. Ausserdem habe ich eine wunderbare Physiotherapeutin gefunden, die sich mit SCHROTH ausgezeichnet auskennt und mir entscheidend geholfen hat, meine Mitte zu finden. In der nächsten Behandlung nehme ich die Geige mit, um auch mit ihr meine Haltung korrigieren zu können. :)
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