Du bist erst 17 und wurdest mit 15 Jahren bereits wegen Scheuermann operiert?
Hattest Du vorher eine Korsett-Therapie?
Ist die Korsett-Therapie gescheitert, daß Du so früh schon operiert werden mußtest?
Hattest Du denn schon mal SCHROTH-Therapie?
Ja, ich wurde im April 2006 mit 15 Jahren Operiert.
Ich wurde in der Uniklinik Balgrist Operiert.
Die Ärzte empfehlten mir zuerst eine Korsett-Therapie, aber mal ehrlich,
mit 15 Jahren, hatte ich schon genug Rückenschmerzen hinter mir, dass
es psychisch und physisch unmöglich machte ein Korsett zu tragen.
Ich hatte wirklich einen starken Rundrücken. Ok, man konnte doch einiges mit der richtigen haltung Korrigieren aber das wahre war es nicht und man sah immer noch eine fehlhaltung, mit Bekleidung zwar fast nicht, aber irgendwann geht man ja auch mit Freunden ins Schwimmbad.
Von der Schroth-Therapie habe ich gehört, würde mir das was bringen, in Bezug auf die Halswirbelsäule, die noch in "falscher" Stellung ist?
Schaffst Du es aus eigener Kraft über längere Zeit den oberen, nicht versteiften Teil Deiner BWS-HWS und Kopf so zu halten, daß Dein seitliches Rückenprofil eine natürliche, harmonische Linie ergibt?
Wieviel Grad Kyphosewinkel hattest Du vor der OP?
Und wieviel hast Du jetzt?
Ich glaube ich verstehe deine erste frage nicht so recht, aber ein bisschen
Korrigieren kann ich schon.
Wegen dem Winkel schreibe ich später mal rein.
Habe die Daten nicht gerade parat. Kann auch mein Röntgenbild reinstellen, ist sicher interessant das ganze zu sehen.
Das Problem bei den Kyphose-OP´s ist, daß nur ein Teil einer sehr komplexen Fehlhaltung des GANZEN Körpers "gewaltsam" begradigt wird, während alles Andere (angefangen von den Füßen, über verkürzte Beinrückseiten, schlaffe Bauchdecke bis hin zu den Hängenden Schultern und dem vorverlagerten Kopf, oft auch verbunden mit Fehlstellung der Kiefer) nicht mitbehandelt werden.
Die Chirurgen gehen eine Scheuermann-Kyphose leider nicht "ganzheitlich" an, sondern haben Dir nur die Hauptkrümmung wegoperiert und Dich mit dem "unversteiften Rest" des Körpers allein gelassen.
In einer SCHROTH-Reha (und NUR DORT!!!!) würde Deine Haltung unter Berücksichtigung der Operation optimiert.
Exakt, wenn ich ehrlich bin, hätte ich das gewusst, hätte ich es mir 10mal mehr überlegt ob ich Operiert hätte. Und auch die schmerzen waren einfach nur krank, war sehr belastend. Habe mich dann auch auf etwa 55kg runtergeschraubt. Mittlerweile bin ich 177cm und 75kg schwer.
Erwartet man von einem 15 Jährigen das er weiss das nur der rücken grob Optimiert wird, aber der rest bleibt einfach so. Naja...sauerei!
Also ist die Schroth - Reha zu empfehlen? Gibt es die auch in der Schweiz irgendwo? Wie lange dauert das ganze?
Es wäre völlig verkehrt, in irgend eine "Mukki-Bude" zu gehen. Als Mukki-Buden verstehe ich auch so Wirbelsäulen-Spezial-Studios wie FPZ oder KIESER usw....
In solchen "Buden" halten sie sich für hochkompetent, haben aber in Wirklichkeit bei WS-Deformationen wenig Ahnung.
Scheuermann-Operierte sind sehr selten! (im Verhältnis zu Bandscheiben-Operierte) Um so geringer ist der Erfahrungsschatz auch in angeblich medizinischen Studios.
Ichhabe die Erfahrung gemacht, daß ich erst nach Salzungen wirklich kompetent trainieren konnte. Und dann machen normale "Mukki-Buden 100 mal mehr Spaß als diese med. Studios.
Ehrlich gesagt wollte ich nur eine 2te Meinung, ob man sich im Center nicht den Rücken futsch macht oder nicht. ( trotz Trainer/Therapeut der zuschaut und richtiger Anwendung )
Ich möchte einfach ein wenig einen Athletischeren Körper.
Die Nackenschmerzen gehen Garantiert mit mehr Körperlichen Bewegung
weg oder reduzieren sich wenigstens, da sie ja nicht dauerhaft sind.
Wie gesagt, ich werde morgen noch ein Bild, sowie paar Informationen meiner Krankheit reinschreiben.
Danke für deine hilfe.
SanDiego