Geht denn wirklich nur noch eine Operation?
Verfasst: Mo, 18.04.2011 - 22:05
Hallo zusammen,
im Februar ist mir an meiner Tochter (13) aufgefallen, dass sie rechts auf dem Rücken einen merkwürdigen Buckel hat. Ich könnte schwören, dass der letztes Jahr noch nicht da war... Ich habe sie zuerst zum Hausarzt geschleppt, der hat uns zum Orthopäden überwiesen. Der hat uns dann an das Klinikum Ingolstadt überwiesen und die wiederum haben uns weiter in die Skoliose-Sprechstunde nach Münster/West. geschickt. So gingen dann zwei Monate ins Land (bis man endlich mal Termine bekommt ...). In der Zwischenzeit hatte ich schon kreuz und quer durch's Internet gesurft und meine Tochter mental darauf vorbereitet, dass sie wohl in den nächsten Jahren ein Korsett tragen muss. Und jetzt dann letzte Woche der Schock in Münster: dort hieß es eine Korsettbehandlung bringt bei der Stärke der Verkrümmung und der Rotation nichts mehr und das einzig sinnvolle wäre eine Operation.
Meine Tochter hat sich schon damit abgefunden, so nach dem Motto: lieber einmal "kurz und heftig" Schmerzen und danach ist dann alles o.k. als jahrelange Einschränkung und Schmerzen durch ein Korsett. Ich sehe das ein bißchen anders - diese Versteifung (Vorschlag auf der OP-Vormerkung (falls ich das richtig entziffert habe): bidorsale Korrekturspondylodese Th7 - L4, ggf. Rippenbuckelresektion) trägt man ja schließlich für den Rest seines Lebens mit sich rum. Man hört ja immer wieder, dass es nach Bandscheiben-OPs zu Problemen oberhalb und unterhalb der versteiften Wirbel kommen kann.
Ich würde ihr ja lieber so eine 6-wöchige Reha in der Schroth-Klinik und einen konventionelle Behandlung durch Krankengymnastik und Korsett empfehlen. Zumindest es mal versuchen. Die Aussage in Münster war aber: "da quälen wir das Kind 1 - 2 Jahre mit einem Korsett und dann muss ja doch operiert werden".
Kann mir vielleicht jemand einen Rat geben - egal in welche Richtung? Viel Zeit möchte ich jetzt nicht mehr verstreichen lassen. Es kommt mir vor, dass alles immer schlimmer wird, vor allem da ja bis jetzt eigentlich noch gar keine Therapie (außer 6 x KG) stattgefunden hat. Der Orthopäde wollte mir aber das letzte Mal kein neues Rezept für KG ausstellen "warten wir erst mal ab, was die in Münster sagen".
Vielen Dank & liebe Grüße,
Beate
im Februar ist mir an meiner Tochter (13) aufgefallen, dass sie rechts auf dem Rücken einen merkwürdigen Buckel hat. Ich könnte schwören, dass der letztes Jahr noch nicht da war... Ich habe sie zuerst zum Hausarzt geschleppt, der hat uns zum Orthopäden überwiesen. Der hat uns dann an das Klinikum Ingolstadt überwiesen und die wiederum haben uns weiter in die Skoliose-Sprechstunde nach Münster/West. geschickt. So gingen dann zwei Monate ins Land (bis man endlich mal Termine bekommt ...). In der Zwischenzeit hatte ich schon kreuz und quer durch's Internet gesurft und meine Tochter mental darauf vorbereitet, dass sie wohl in den nächsten Jahren ein Korsett tragen muss. Und jetzt dann letzte Woche der Schock in Münster: dort hieß es eine Korsettbehandlung bringt bei der Stärke der Verkrümmung und der Rotation nichts mehr und das einzig sinnvolle wäre eine Operation.
Meine Tochter hat sich schon damit abgefunden, so nach dem Motto: lieber einmal "kurz und heftig" Schmerzen und danach ist dann alles o.k. als jahrelange Einschränkung und Schmerzen durch ein Korsett. Ich sehe das ein bißchen anders - diese Versteifung (Vorschlag auf der OP-Vormerkung (falls ich das richtig entziffert habe): bidorsale Korrekturspondylodese Th7 - L4, ggf. Rippenbuckelresektion) trägt man ja schließlich für den Rest seines Lebens mit sich rum. Man hört ja immer wieder, dass es nach Bandscheiben-OPs zu Problemen oberhalb und unterhalb der versteiften Wirbel kommen kann.
Ich würde ihr ja lieber so eine 6-wöchige Reha in der Schroth-Klinik und einen konventionelle Behandlung durch Krankengymnastik und Korsett empfehlen. Zumindest es mal versuchen. Die Aussage in Münster war aber: "da quälen wir das Kind 1 - 2 Jahre mit einem Korsett und dann muss ja doch operiert werden".
Kann mir vielleicht jemand einen Rat geben - egal in welche Richtung? Viel Zeit möchte ich jetzt nicht mehr verstreichen lassen. Es kommt mir vor, dass alles immer schlimmer wird, vor allem da ja bis jetzt eigentlich noch gar keine Therapie (außer 6 x KG) stattgefunden hat. Der Orthopäde wollte mir aber das letzte Mal kein neues Rezept für KG ausstellen "warten wir erst mal ab, was die in Münster sagen".
Vielen Dank & liebe Grüße,
Beate
