Beckenschiefstand - Symphysenschmerzen in und nach Schwangerschaft
Verfasst: Mo, 22.11.2021 - 22:03
Hallo zusammen,
ich wende mich mal wieder an das Forum, weil ich nicht weiter weiß. Ich habe lumbal und thorakal in beiden Bögen ca. 55° unten etwas mehr als oben, und einen Beckenschiefstand (Beinlängendifferenz ca. 2 cm). Korsettherapie vom 16.-20. Lebensjahr, seither Schroth + Physio, regelmäßig Reha in Sobernheim und Salzungen.
Im Oktober letzten Jahres wurde ich mit 35 Jahren nach langem Leidensweg und künstlicher Befruchtung schwanger. In der Schwangerschaft hatte ich mit der WS erstaunlich wenig Probleme, weniger als ich in meinem normalen Büroalltag habe. Leider hatte ich ab Mitte der Schwangerschaft zunehmend Probleme mit der Symphyse, d.h. ich konnte die letzten 4 Monate der Schwangerschaft nur langsam, sehr kurze Strecken und unter höllischen Schmerzen gehen. Eine Symphysenlockerung wurde nie offiziell diagnostiziert. Meine Frauenärztin meinte, dass sei ein orthopädisches Problem und meine Orthopädin schob es auf die Schwangerschaft. Ich habe mir mit meinem Fahrrad beholfen und habe den Großteil der Schwangerschaft in meiner Wohnung verbracht, weil ich mich nicht fortbewegen konnte. Von Seiten der Frauenärztin und Hebamme hieß es, dass würde sich ein paar Wochen nach Entbindung von alleine geben.
Entbunden habe ich Anfang Juli und Anfang September wurde es tatsächlich ein wenig besser. Von Spazierengehen und Wandern konnte ich nur träumen, aber ich konnte im Alltag meine Strecken wieder zurücklegen, die U-Bahn Station erreichen, und dann von der nächstgelegenen ÖPNV-Haltestelle auf den Markt, in ein Geschäft, zum Arzt gehen.
Letzte Woche, also Mitte November, wurde es schleichend wieder schlechter, am Freitag war dann alles wieder wie vor der Entbindung. Ich kann wieder nur extrem langsam und unter starken Schmerzen gehen, ich schaffe es bis zur Haustür und draußen vielleicht noch 15m, dann ist Schluss. Aber ich habe jetzt ein Baby zu versorgen und prinzipiell auch den Haushalt, weil ich gerade in Elternzeit bin. Ich weiß nicht, wie ich das machen soll. Ich brauche einen Rollstuhl und zumindest vorübergehend auch eine Haushaltshilfe. Vorhin war ich bei der Frauenärztin, die mir wieder nur gesagt hat ich soll zur Orthopädin gehen...da kriege ich so schnell aber keinen Termin und sie wird mich wahrscheinlich - wie schon in der Schwangerschaft, wieder zurück zur Frauenärztin schicken. Aber irgendjemand muss mir doch mal helfen!!??!! Ich kann den Alltag so nicht bewältigen.
Jetzt meine Fragen:
- gibt es hier eine Frau, die auch Monate nach der Entbindung noch mit Symphysenschmerzen zu kämpfen hatte?
- was hat geholfen?
- gab es einen Zusammenhang zum Beckenschiefstand?
- auf welche Leistungen habe ich Anspruch, und wo bekomme ich sie?
- gibt es vielleicht irgendeinen Arzt oder eine Klinik, die Frauenheilkunde mit Orthopädie verbindet und vielleicht noch Ahnung von Skoliose hat? ich bin bereit, eine weite Anfahrt in Kauf zu nehmen.
Wäre sehr, sehr dankbar, wenn mir jemand antworten kann. Ich weiß nicht weiter...
Danke und viele Grüße,
Verena
ich wende mich mal wieder an das Forum, weil ich nicht weiter weiß. Ich habe lumbal und thorakal in beiden Bögen ca. 55° unten etwas mehr als oben, und einen Beckenschiefstand (Beinlängendifferenz ca. 2 cm). Korsettherapie vom 16.-20. Lebensjahr, seither Schroth + Physio, regelmäßig Reha in Sobernheim und Salzungen.
Im Oktober letzten Jahres wurde ich mit 35 Jahren nach langem Leidensweg und künstlicher Befruchtung schwanger. In der Schwangerschaft hatte ich mit der WS erstaunlich wenig Probleme, weniger als ich in meinem normalen Büroalltag habe. Leider hatte ich ab Mitte der Schwangerschaft zunehmend Probleme mit der Symphyse, d.h. ich konnte die letzten 4 Monate der Schwangerschaft nur langsam, sehr kurze Strecken und unter höllischen Schmerzen gehen. Eine Symphysenlockerung wurde nie offiziell diagnostiziert. Meine Frauenärztin meinte, dass sei ein orthopädisches Problem und meine Orthopädin schob es auf die Schwangerschaft. Ich habe mir mit meinem Fahrrad beholfen und habe den Großteil der Schwangerschaft in meiner Wohnung verbracht, weil ich mich nicht fortbewegen konnte. Von Seiten der Frauenärztin und Hebamme hieß es, dass würde sich ein paar Wochen nach Entbindung von alleine geben.
Entbunden habe ich Anfang Juli und Anfang September wurde es tatsächlich ein wenig besser. Von Spazierengehen und Wandern konnte ich nur träumen, aber ich konnte im Alltag meine Strecken wieder zurücklegen, die U-Bahn Station erreichen, und dann von der nächstgelegenen ÖPNV-Haltestelle auf den Markt, in ein Geschäft, zum Arzt gehen.
Letzte Woche, also Mitte November, wurde es schleichend wieder schlechter, am Freitag war dann alles wieder wie vor der Entbindung. Ich kann wieder nur extrem langsam und unter starken Schmerzen gehen, ich schaffe es bis zur Haustür und draußen vielleicht noch 15m, dann ist Schluss. Aber ich habe jetzt ein Baby zu versorgen und prinzipiell auch den Haushalt, weil ich gerade in Elternzeit bin. Ich weiß nicht, wie ich das machen soll. Ich brauche einen Rollstuhl und zumindest vorübergehend auch eine Haushaltshilfe. Vorhin war ich bei der Frauenärztin, die mir wieder nur gesagt hat ich soll zur Orthopädin gehen...da kriege ich so schnell aber keinen Termin und sie wird mich wahrscheinlich - wie schon in der Schwangerschaft, wieder zurück zur Frauenärztin schicken. Aber irgendjemand muss mir doch mal helfen!!??!! Ich kann den Alltag so nicht bewältigen.
Jetzt meine Fragen:
- gibt es hier eine Frau, die auch Monate nach der Entbindung noch mit Symphysenschmerzen zu kämpfen hatte?
- was hat geholfen?
- gab es einen Zusammenhang zum Beckenschiefstand?
- auf welche Leistungen habe ich Anspruch, und wo bekomme ich sie?
- gibt es vielleicht irgendeinen Arzt oder eine Klinik, die Frauenheilkunde mit Orthopädie verbindet und vielleicht noch Ahnung von Skoliose hat? ich bin bereit, eine weite Anfahrt in Kauf zu nehmen.
Wäre sehr, sehr dankbar, wenn mir jemand antworten kann. Ich weiß nicht weiter...
Danke und viele Grüße,
Verena