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Skoliose & Schwangerschaft - Erfahrungen

Verfasst: Do, 27.06.2002 - 13:26
von Gast
Also, ich bin seit Kindesalter operiert und habe mit 36-jährig meinen ersten Sohn bekommen. Die Schwangerschaft verlief eigentilch wunderbar bis auf einige Kreuzschmerzen, die - denke ich - fast jede Schwangere kennt. Zwei Tage vor Geburt befanden die Ärzte - nachdem ich auch schon 5 Tage übertragen hatte - es vielleicht einfacher sei, das Baby per Kaiserschnitt zu holen. Das taten wir dann auch. Beim 2. Kind vor 6 Monaten, hatte ich wiederum eine wunderbare Schwangerschaft ohne Schmerzen. Vor vorbeugender Weise 1 x die Woche bei der Physio zum Massieren. Das tat gut. Dieses Mal wollte ich eine normale Geburt versuchen, doch als ich nach 16 Stunden Wehen das Kind nicht ins kleine Becken wollte, haben wir erneut einen Kaiserschnitt vorgezogen. Wir wissen es selber nicht, doch denken wir, dass am Schluss meine Restkrümmung nicht zuliess, normal zu gebären, da das Kind für meine Grösse doch sehr gross war (4 Kg, 54cm). Es geht uns allen sehr gut, bis auf einige ziemlich schlimme Verspannungen im linken Schulterbereich. Ich habe natürlich meine Kinder sehr viel herumgetragen!! und trage noch jetzt! Ich habe also sehr positive Erfahrungen und möchte auch nicht auf unsere süssen Wonnepropers verzichten!
Auch in Kerstin's Homepage gibt es einige Frauen, welche mit Skoliose Kinder bekommen haben. Für mich war es selber einmal toll, von anderen Skoliose-Frauen über Schwangerschaft und Geburt zu lesen. Denn bis vor 1 Monat hatte ich so wenig Ahnung über meine Krankheit und vor allem, dass es noch andere mit denselben Problemen gibt, wie mich.
Viele Grüsse, Marie
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Gästenachricht

Verfasst: Mi, 03.07.2002 - 21:48
von gast-Irina
Hallo!
Ich möchte auch über meine Schwangerschaft berichten. Vor der Schwangerschaft hatte ich 60° LWS-Verkrümmung mit starken Schmerzen gehabt. Alle 9 Monate verliefen wunderbar OHNE Schmerzen, nur Kreuz wie bei allen Schwangeren die letzten Monate. Das Kind habe ich im natürlichen Wege zur Welt gebracht (53cm, 3,8kg). Nach ein paar Monaten vom tragen und stillen tats mir der Rücken sehr weh. Habe dann nur im liegen gestillt, es ging dann wieder. Bin total glückliche Mutter. Durch die Schwangerschaft ist die Krümmung auf 55° gegangen. Jetzt bin ich operiert, da die alten Schmerzen wieder kammen. An das zweite Kind denke ich noch nicht.

Viele Grüße,
Irina


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Gästenachricht

Verfasst: Do, 05.09.2002 - 15:30
von Mellie.
Meine Schwangerschaft war total unkompliziert.
OP mit 14,letztes Jahr wurde ich dann schwanger(11 Jahre später).Ich hatte überhaupt keine Beschwerden,selbst die typischen "Schwangerschaftsgebrechen" hatte ich nicht.Morgens beim Zähneputzen hatte ich drei bis vier Tage das Gefühl,wenn ich nicht aufhöre,muss ich mich übergeben.Ansonsten ging es mir bestens.Mir war sonst nicht übel,ich hatte keinen Heisshunger auf irgendwas und zugenommen habe ich auch nur knappe 5 kg.Ich musste auch nicht öfter zum Arzt,als andere Schwangere.Mein einziges Problem während der ganzen Schwangerschaft war meine "Schlafkrankheit".Ich bin fast jeden Abend spätestens um 20.00h im Bett gewesen.Mein Freund ist bei der Bundeswehr,er hat sich für 4 Jahre verpflichtet.Ab dem 15.12. etwa hatte er Urlaub.Er ist dann auch immer mit zum Arzt gewesen.Das CTG fand er am interessantesten.Ich hatte leichte Vorwehen,was er mir immer gesagt hat.Ich habe es nicht gemerkt,er hat es auf dem CTG gesehen und fragte dann immer,ob ich was gemerkt habe,worauf ich ihm jedesmal mit "Nein" antwortete. Am 20.12. war ich wieder beim Arzt,es waren wieder 3 oder 4 Wehen auf dem CTG.Mein Arzt meinte dann,ich sollte am nächsten Morgen wiederkommen um ein CTG zur Kontrolle zu machen.Abends war ich unruhig,warum weiss ich nicht.Mein Freund war bei einem Kumpel.Als er gegen 23h wiederkam,wurde ich etwas ruhiger.Ich hatte mich in ein Handtuch eingewickelt,weil mir die Milch so rauslief.Morgens um 8.30h war ich beim CTG,was dann nur Wehen anzeigte.2 Tage vorher war ich im Krankenhaus,weil das Kind mit den Füssen nach unten lag,Dort wurde mir gesagt,2 Wochen warten.Wenn das Kind sich nicht von allein dreht,sollte es vom Arzt gedreht werden.Als ich nach dem CTG das Sprechzimmer meines Arztes betrat,sagte er nur :"Und Tschüss."Meine Mutter sagte,als ich bei ihr noch kurz war:"Wir sehen uns heute nachmittag zum Kaffee."Im Krankenhaus wurde ich dann gefragt,wann ich zuletzt was gegessen und getrunken habe.War beides schon länger her.Da wurde entschieden,das Kind gleich per Kaiserschnitt zu holen.Da ich für eine PDA die genaue Lage der Stäbe hätte wissen müssen,entschied ich mich gleich für eine Vollnarkose.Mein Freund schimpfte wie ein Rohrspatz,weil er beim Kaiserschnitt nicht dabeisein dufte.Um 14.03h wurde Marie Christin geboren.Sie war 51 cm gross und wog 2250 g. Da sie keine 2500g wog, musste sie auf die Kinderstation und in den Brutkasten.Nach 5 Tagen bekam sie ein Wärmebett.Nach 12 Tagen wurde sie in ein "normales" Bett gelegt und am 5.Januar durfte sie nach Hause.Ob die Beckenendlage auf die Skoliose zurückzuführen ist,ist nicht bekannt.Die Ärztin sagte,dass es angehen kann,aber nicht sein muss.Ein 2.Kind ist noch nicht geplant.Aber das erste war ja auch nicht geplant.

Verfasst: Sa, 21.09.2002 - 20:05
von gast-Rei
Ich bin 24 und bin zur Zeit in der 16 woche meiner dritten Schwangerschaft. Bei beiden kindern waren Schmerzem im rücken von anfang bis Ende, aber das war auch schon vorher so. anfang dieses Jahres wurde eine skoliose festgestellt, worauf mein Arzt mir einen Zettel mit Übungen gab und sagte, das wär alles was man machen könnte. nun ist es so, es wird nicht gerade besser, und ich mach mir meine gedanken ob es durch die Schwangerschaft noch schlimmer werden könnte...
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Gästenachricht

Verfasst: Di, 22.10.2002 - 18:59
von BZebra
Hallo Rei,

eine Skoliose kann sich durch eine Schwangerschaft verschlechtern. Das liegt an den durch die Hormone gelockerten Bändern und Geweben. Je größer die Ausgangskrümmung ist, umso größer ist auch die Verschlechterungstendenz.

Was die Schmerzen betrifft. Es gilt ja allgemein, daß wärend einer Schwangerschaft wegen Gewebsauflockerung und vermehrter mechanischer Belastung der Wirbelsäule häufiger Rückenschmerzen auftreten.
Es heißt jedoch, daß Schwangere mit Skoliose nicht mehr Rückenschmerzen oder Arbeitsunfähigkeitsausfälle haben als ohne Skoliose.

Um das Fortschreiten der Skoliose zu verhindern sollte man regelmäßig Krankengymnastik machen (nach SCHROTH).
Der Übungszettel Deines Orthopäden ist bestimmt gut gemeint, damit wirst Du aber keinen großen Erfolg haben.
Skoliosetherapie ist eine sehr komplizierte Sache und die Übungen müssen jedem Skoliosetyp angepasst und erlernt werden.
Besser wäre es, wenn Du Dir einen Schroth-Therapeuten suchst, dort Krankengymnastik nach Schroth machst und Dir diese Methode auch für zu Hause beibringen läßt.
Die Methode ist zwar kompliziert und man sollte sie am besten in einer der beiden nach Schroth behandelnden Spezialkliniken erlernen (Bad Sobernheim, Bad Salzungen), aber wenn das so auf die Schnelle nicht möglich ist, dann ist die Krankengymnastik bei einer Krankengymnastin in der Nähe immernoch besser als garnichts.

Liebe Grüße,
BZebra

Verfasst: Sa, 26.10.2002 - 13:59
von Gast
Hallo BZebra,
kann Deine Meinung überhaupt nicht teilen, dass eine Schwangerschaft die Skoliose verschlechtern soll. Ich kann natürlich nur von mir sprechen. Ich bin 23 Jahre alt und habe vor knapp 3 Jahren meine Tochter bekommen. Ich muss dazu sagen, dass ich vor der Schwangerschaft viel Krafttraining gemacht habe. Und ich hatte eine super Schwangerschaft und habe auch normal entbunden. Verschlechtert hat sich nichts aber logisch wenn man nichts tut, dann verschlechtert sich dies. Zu den Gymnastikübungen habe ich auch ein sehr gespaltenes Verhältnis. Was tust Du damit? Nichts, ausser eventuell die Schmerzen zu verringern und die Skoliose nicht allzu viel zu verschlechtern. Ich empfehle allen, die es gesundheitlich können, intensives Krafttraining!!!! Dadurch baut ihr Muskeln auf, stützt so eure Wirbelsäule und könnt sogar die einzelnen Wirbelkörper entdrehen. Selbst mein Rippenbuckel ist sehr zurückgegangen!! Mein Ziel: Ich möchte jetzt eine Trainerausbildung machen und hoffe viele, die gegen Kraftsport sind, überzeugen zu können, dass im Hinblick auf eine Skolise - Kraftsport die beste Alternative ist.

Ciao Michi
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Verfasst: Sa, 26.10.2002 - 15:59
von BZebra
Hi Michi,

was die Verschlechertung währen einer Schwangerschaft angeht, das ist natürlich nicht meine Meinung, das sind nur die Ergebnisse aus Untersuchungen/Statistiken. Ich hab die hier nur so weitergegeben. Einzelpersonen können ja auch schlecht seine Erfahrungen auf alle verallgemeinern.

Du solltest Dich mal mit SCHROTH auseinander setzen.
So weit entfernt vom Krafttraining ist es garnicht.
Es sind spezielle Korrektur und Stabilisierungsübungen für die Wirbelsäule, bei denen auch ein Muskelkorsett aufgebaut wird. Die Methode ist speziell für die Korrektur von Skoliose entwickelt worden und geht auf die individuelle Verbiegung ein, die bei jedem anders ist.
Das ist der Unterschied zu normalem Krafttraining, bei dem auf die unsymmetrische Ausbildung der Muskulatur bei Skoliose keine Rücksicht genommen wird.

Aber Krafttraining allgemein (z.B. Kieser) soll nicht schlecht sein und kann gegen Schmerzen helfen, wenn es symmetrisch durchgeführt wird.
Unsymmetrische Übungen sollte man als Skoliotiker allerdings (wenn es nicht gerade Schroth ist) vermeiden, weil man dabei automatisch die eh schon stärkere Muskulatur bevorzugt trainiert.

Eine Korrektur, wie Du sie oben beschrieben hast, erreichst Du mit Schroth ganz sicher und besser als mit Krafttraining. Genau darauf zielt ja die Methode ab.

Liebe Grüße,
BZebra

Verfasst: Mo, 28.10.2002 - 09:42
von Gast
Hallo BZebra,

ich wollte Dich nicht kritisieren, falls das so rübergekommen ist. Habe mich schon mit Schroththerapie auseinandergesetzt. Ich war 8 Wochen zur Kur und wurde nach Schroth behandelt. Habe nicht gesagt, dass es schlecht war aber so richtig gebracht hat es leider nichts bei mir. Deshalb habe ich den Sport für mich entdeckt und trainiere logischerweise meine schwache Seite ausgiebiger. Aber natürlich muss das jeder für sich entscheiden und wenn Du gut mit Schroththerapie zurecht kommst, ist das doch super!
Im grossen und ganzen wollte ich damit nur sagen, ich hatte von meinem 12. Lebensjahr an eine Sportbefreiung und habe mich leider nach der Schule immer noch daran gehalten. Bis ich endlich eine super Ärztin gefunden habe und durch sie und meinen Freund endlich meine Meinung geändert wurde. Und so geht es mir endlich besser!!!
Ciao Michi
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Gästenachricht

Verfasst: Mo, 28.10.2002 - 11:22
von BZebra
:)
Dann wirst Du wahrscheinlich auch zustimmen, daß Schroth der erste Weg sein sollte und dann erst Krafttraining.
Denn wenn man sich mit Schorth bzw. seiner Skoliose nicht auskennt, dann wird man beim Kraftraining wohl zwangsläufig viele Fehler machen.

Wenn Du magst, dann könntest Du auch speziell Deine Erfahrungen mit Krafttraining noch mal ausführlicher in einen eigenen Thread posten. Z.B. unter Medizin & Physiotherapie. Hat Dein Krafttraining auch einen Namen?

Liebe Grüße,
BZebra

Verfasst: Mo, 28.10.2002 - 13:25
von Gast
Hallo BZebra,
ob das Krafttraining einen Namen hat? Hab ich ja noch nie gehört. Es ist eine Form von Bodybuilding. Ich mache eine Ausbildung zum Fitnessfachwirt und dadurch lernt man doch den eigenen Bewegungsapparat so kennen, dass ich selber weiss und einschätzen kann, was richtig und was falsch ist. Momentan bis ich meinen Abschluss habe bin ich in Trainingsbetreuung und habe somit meinen eigenen Trainer mit dem ich spezifisch auf meinen Rücken das Trainingsprogramm abgestimmt habe.
Ciao Michi
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Gästenachricht

Verfasst: Mo, 28.10.2002 - 17:20
von BZebra
Hi Michi,
gepostet von gast-unbekannt
Ich mache eine Ausbildung zum Fitnessfachwirt und dadurch lernt man doch den eigenen Bewegungsapparat so kennen, dass ich selber weiss und einschätzen kann, was richtig und was falsch ist.
Ne, das gilt ja bei Skoliose gerade nicht. Physiotherapeuten, Ärzte und Sportstudenten lernen auch den Bewegungsapparat bis ins letzte Detail kennen und trotzdem befähigt sie das nicht, eine Skoliose zu therapieren. Dazu benötigen sie spezielle Weiterbildungen wie z.B. Schroth oder Vojta.
Das die alleinige Kenntnis des Bewegungsapparates dafür nicht aussreichend ist, ist ja schon durch tausendfaches Versagen bewiesen worden.

Kurze Erklärung warum ich nach einem Namen Frage.
Es gibt ja bestimmte Ketten, wie z.B. Kieser, die es sich zum Ziel gemacht haben ein rückenspezifisches ärztlich kontrolliertes Krafttraining anzubieten, und die (hoffentlich) bestimmte Qualitätskriterien für ihre Filialen und Mitarbeiter setzen.

Die Qualität von Fitnesstudios und die Ausbildung der Trainer ist ja ganz unterschiedlich. Genauso wie Krankengymnastik nicht gleich Krankengymnastik ist.
Wenn Du jetzt festgestellt hast, daß Dir das Krafttraining in dem Fitnessstudio wo Du trainierst viel gebracht hat, dann ist das ja leider noch keine Aussage die zwangsläufig für alle anderen Fitnessstudios gelten muß.

Deswegen wäre ein Name einer Kette eventuell hilfreich für diejenigen, die es auch ausprobieren wollen und nicht gerade bei Dir um die Ecke wohnen.

Vielleicht kannst Du aber Tips geben, wie man ein passendes Fitnessstudio findet:
Auf was sollte man als Skoliotiker oder auch allgemein achten und was sind Zeichen für die Qualität oder auch für mangelnde Qualität des Studios und der Trainer?

Liebe Grüße,
BZebra

p.s.

Noch was zu Deiner Aussage weiter oben. So ganz nachvollziehen kann ich sie nicht und wahrscheinlich hast Du es auch nicht so pauschal gemeint
gepostet von gast-unbekannt
Zu den Gymnastikübungen habe ich auch ein sehr gespaltenes Verhältnis. Was tust Du damit? Nichts, ausser eventuell die Schmerzen zu verringern und die Skoliose nicht allzu viel zu verschlechtern. Ich empfehle allen, die es gesundheitlich können, intensives Krafttraining!!!! [...] Selbst mein Rippenbuckel ist sehr zurückgegangen!!
Das klingt so, als ob Du damit sagen wolltest, mit Schroth könne man keine Korrektur oder Verringerung des Rippenbuckels erreichen(?).
Du warst doch in Sobi, da hast Du doch auch erlebt, daß das bei der Mehrzahl schon der Fall ist.

Verfasst: Mo, 28.10.2002 - 18:54
von Toni
Ich habe noch NIE Schroth gemacht und bin ein glühender Verfechter des Krafttrainings: Der Mensch wächst am Wiederstand! Körperlich und geistig!

Trotzdem muß ich in die gleiche Kerbe hacken wie BZebra.
Z.B. KIESER-Trainig. Die KIESER-Leute setzen sich "kalt" in die Maschine, schnallen ihr Becken ein und "ackern" los. Einige Minuten Bauchmuskeln und ein paar Minuten spezifische Rückenmuskeln. Das wars dann.

Die GRIP- Leute ( Göttinger-Rücken-Intensiv-Programm) absolvieren ein äußerst komplexes, ganzheitliches Trainingsprogramm mit einer Trainer- und Therapeutenintensität wie Hochleistungssportler kurz vor einer Olympiade! Dazwischen liegen Welten!!!!
Das BESTE was ich je gemacht habe, war ein gezieltes aber namenloses, in Absprache zwischen Orthopäden, Physiotherapeuten und mir abgestimmtes "Body-Building"- Programm, das ich nach einer 15 minütigen Ergonometerradel-Aufwärmphase 3-4mal /Woche teilweise im Korsett absolviert habe. Nie im meinem Leben war ich so schmerzfrei und stark wie in dieser Zeit.
Aber es war absolut kein unspezifisches Krafttraining! Viele Maschinen waren mir total verboten. Andere "Eisenpumpen" machte ich das 3-fache Pensum wie die Aminosäure- und anabolikasaufenden " Muskelbubis" und "Pseudoschwarzeneggers" die sich nach jeder Maschiene minutenlang im Posing vor den Spiegeln narzissierten wie "stark" sie doch sind und ob schon wieder ein paar mm Muckimasse zugewachsen sind.
Von Schroth habe ich erst HIER im Forum erfahren.
Trotzdem scheint mir die Therapie nach Kath. Schroth die effizienteste Therapieform bei Skoliose zu sein. Das ist sogar wissenschaftlich mehrfach gesichert und belegt.
Das bedeutet aber nicht, daß gezieltes Krafttraining nicht die beste und sinnvollste Ergänzung zur Schroth-Therapie und vor allem zur KorsettTherapie ist.

Das mit Abstand schlechteste Sportstudio, das ich je erlebt habe ist ein von 3 Physiotherapeuten geführtes! Die haben sich einen Dreck um die "eisenpumpenden" Patienten und deren schmerzverzerrte Fehlhaltungen geschert!
Dagegen waren die Trainer der "Muskelbubis" sofort rührend besorgt, wenn man auch nur einmal kurz mit Hohlkreuz in einer Maschine gesessen ist!
Gruß Toni

Verfasst: Mi, 30.10.2002 - 09:18
von Gast
Hallo BZebra,
Meine Meinung ist doch nur, dass ich von Schroth nichts halte und MIR das Krafttraining viel bringt. Ich weiss gar nicht, warum Du jedesmal dagegen redest und immer wieder von Schroth anfängst. Es ist doch nur meine Meinung! Natürlich gibt es viele, die mit Schroth gut kommen und das ist doch super!!! Ich dachte die Seite wäre da, um zu erzählen, wie man persönlich mit der Skoliose lebt und was man selber tut um das Leben noch lebenswerter in Bezug auf Skoliose zu machen. Aber irgendwie habe ich mich da wohl getäuscht, wenn Du mir ständig sagen willst, dass ich etwas verkehrt mache. Mir gehts gut und ich denke, Du solltest Dich nicht immer so auf Aussagen von Ärzten versteifen.

Alles Gute weiterhin
Michi
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Gästenachricht

Verfasst: Mi, 30.10.2002 - 18:17
von BZebra
Hallo Michi,

fühl Dich bitte nicht persönlich angegriffen. Ich hab doch nicht geschrieben, daß Du was verkehrt machst, noch sollte das so rüberkommen ;( ???
Ich schreibe hier ebenfalls nur meine eigene Meinung und auch nicht primär das, was Ärzte sagen oder schreiben (das wäre dann auch etwas anderes), sondern nur was ich erlebt bzw. bei anderen gesehen und miterlebt habe. Ich hoffe das geht auch in Ordung!?

Liebe Grüße,
BZebra

Verfasst: Mi, 30.10.2002 - 21:31
von Gast
Hallo BZebra,
mir kam es eben so vor. Was ich noch texten wollte, bei uns in Dresden hier, gibt es leider kein Studio, dass eine Trainingsrichtung wie z.B. Kieser anbietet. Hier kann man nur zur Physiotherapie gehen und die allgemeinen Übungen machen. Und wenn man das 12 Mal durch hat, darf man circa ein halbes Jahr warten, bis man ein neues Rezept bekommt. Und dann brauch man sich nicht wundern, wenn so ziemlich jeder Arzt davon redet, eine OP wäre das sinnvollste, was es da noch gäbe!! Kannst Du jetzt verstehen, warum ich so glücklich bin, eine andere Alternative gefunden zu haben?
Das ist leider Realität bei uns! Die Ärzte wollten mich damals mit 12 Jahren operieren und das, wo ich damals circa 24 ° hatte. Im Normalfall operiert man ab ca. 50 °, wenn nicht Organe betroffen sind, oder es andere schwerwiegende Probleme gibt.
Ciao Michi
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Gästenachricht

Verfasst: Mi, 30.10.2002 - 22:26
von Toni
Hallo Michi
Ein erfolgreiches Trainingsprogramm, woman nicht auf KIESER usw... angewiesen ist und das man inJEDEM Sportstudio machen kann ist doch super!
Aber bitte, bitte:
schildere uns doch ein bischen was Du da alles machst, welches Programm?welche Maschinen?, wieviel Gewicht?, wie oft? Wie oft in der Woche? Auf was auchtest Du dabei besonders usw...?
Ich denke sehr viele die noch nie oder noch nicht SCHROTH gelernt haben, wären Dir für Tips sehr dankbar!
Gruß Toni

Verfasst: Mi, 30.10.2002 - 23:02
von BZebra
Hallo Michi,

was das Verschreiben von KG angeht:
Das Problem gibts ja schon seit Jahren, aber das was in der neuen Heilmittelverordnung drin steht klingt diesbezüglich garnicht so schlecht.

Da ist bei Skoliose von einer empfohlenen Behandlungsfrequenz von 2-3 mal pro Woche die Rede und nach einer Erst- und Zweitverordnung ist sogar eine Langzeitverordnung möglich, und die Langzeitverordnung belastet das Budget des Arztes nicht.

Ich denke, wenn man das jetzt schon schriftlich hat, dann sollte man bei den Ärzten damit auch eine kontinuierliche Behandlung durchsetzen können.

Liebe Grüße,
BZebra

Verfasst: Fr, 01.11.2002 - 21:47
von Gast
Hallo Toni,
also ich gehe aller 2 bis 3 Tage trainieren. Ich fange mit 30 min. Ausdauer an und danach 10 min. Dehnen. Besonders die verkürzten Muskeln. Danach gehe ich an die Geräte. Ich trainiere an der Beinpresse, Abduktoren, Bauchmaschine, Beinheben, Butterfly, Überzüge, Latziehen, Rudern breit, Rückenstrecker 2 mal 10 sec. halten und Arme Kurzhantel sitzend. Natürlich nicht alles an einem Tag, dafür habe ich einen genauen Plan. Nach dem Training mache ich noch 5 bis 10 min. Cool Down Phase. Das Gewicht ist abhängig vom jeweiligen Gerät. Wiederholungen sind
3 Monate 3 mal 15 bis 25 WH
3 Monate 3 bis 4 mal 6 bis 15 WH
3 Monate 3 mal 15 bis 25 WH

Auf was ich besonders achte? Das ist wohl mehr mein Trainer. Er steht ja schliesslich die ganze Zeit neben mir und sagt mir dann was richtig und falsch ist. Achtet halt auf Körperhaltung und das ich die Gewichte nicht aus dem Rücken raus hebe u.s.w. Natürlich ist das nicht jedermanns Sache - Kraftsport aber mir hilft es gut.

Liebe Grüsse Michi
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Gästenachricht

Verfasst: Fr, 21.03.2003 - 13:33
von Gast
Hallo,

wollte auch mal meine Erfahrungen mit der Schwangerschaft hier erzählen. Ich habe vor 3 Jahren meine Tochter bekommen. Die Schwangerschaft war absolut super. Meine Wirbelsäule hat sich sehr aufgerichtet und mein Hüftknick war fast gar nicht mehr zu sehen. Schmerzen hatte ich keine, im Gegenteil mir ging es besser als je zuvor. Jetzt bin ich wieder im 6. Monat schwanger und auch diesmal sieht mein Rücken echt "gut " aus. Meine Orthopädin ist auch sehr verwundert, dass sich die Schwangerschaft so positiv auf meinen Rücken auswirkt. Auch nach der ersten Schwangerschaft habe ich gleich wieder mit sehr viel Krafttraining angefangen und werde es diesmal wieder tun. Also ich kann nur positives berichten und bin sehr enttäuscht von den Ärzten, die mir damals als ich so 13 Jahre alt war gesagt haben : " Auf ein Kind sollten sie in jedem Falle verzichten".

Liebe Grüsse Katja

Verfasst: Fr, 21.03.2003 - 16:52
von bluecat
Hallo Katja,
darf ich fragen wie alt bei deinem ersten Kind warst?