Statische Skoliose II
Statische Skoliose II
Hallo, ich bin 23 und habe eine Skoliose statischen Ursprungs, weil mein linkes Bein 2 cm länger ist als mein rechtes. Ich wurde so geboren, und bemerkte bis 22 auch gar nichts davon (was nicht so toll war, denn wenn ich im Wachstum einen erhöhten Schuhabsatz getragen hätte, dann wäre meine Lendenwirbelsäule jetzt auch nicht verkrümmt). Im November letzten Jahres kamen dann die Schmerzen, Kreuzschmerzen, ausstrahlend ins linke Bein, bis in die Zehen (die Krümmung ist auch linksseitig, aber komischerweise habe ich auch manchmal Schmerzen im rechten Fuß).
Der Orthopäde , bei dem ich war, erkannte die Längendifferenz auch sofort (er schob mir zwei Bretter unter den rechten Fuß und die Schmerzen ließen etwas nach). Beim Röntgen kam dann raus, daß ich LWS-Skoliose und Hyperlordose habe - den Krümmungswinkel rechnete der Arzt nicht aus, er sagte nur, daß es sich dabei um eine "leichte" Skoliose handelte, was auch immer er darunter versteht. Wenn es so leicht ist, dann frage ich mich, woher dann die Schmerzen und das Kribbeln in den Füßen kommen ?!
Ich trage jetzt einen 1 cm Ausgleich im Schuh (1 cm deshalb, weil damit angeblich bessere Ergebnisse erzielt würden als wenn man die volle Differenz ausgleicht - stimmt das ???), ich mache auch KG und Rückenschwimmen, die Symptome waren zwischenzeitlich ganz verschwunden, sind jetzt aber wieder (stärker als im November) da, nachdem ich einmal etwas schweres getragen hatte. Was ich eigentlich fragen wollte, ist, sind ausstrahlende Schmerzen bei einer statischen Skoliose mit Ausgleich eigentlich normal ?
Der Orthopäde , bei dem ich war, erkannte die Längendifferenz auch sofort (er schob mir zwei Bretter unter den rechten Fuß und die Schmerzen ließen etwas nach). Beim Röntgen kam dann raus, daß ich LWS-Skoliose und Hyperlordose habe - den Krümmungswinkel rechnete der Arzt nicht aus, er sagte nur, daß es sich dabei um eine "leichte" Skoliose handelte, was auch immer er darunter versteht. Wenn es so leicht ist, dann frage ich mich, woher dann die Schmerzen und das Kribbeln in den Füßen kommen ?!
Ich trage jetzt einen 1 cm Ausgleich im Schuh (1 cm deshalb, weil damit angeblich bessere Ergebnisse erzielt würden als wenn man die volle Differenz ausgleicht - stimmt das ???), ich mache auch KG und Rückenschwimmen, die Symptome waren zwischenzeitlich ganz verschwunden, sind jetzt aber wieder (stärker als im November) da, nachdem ich einmal etwas schweres getragen hatte. Was ich eigentlich fragen wollte, ist, sind ausstrahlende Schmerzen bei einer statischen Skoliose mit Ausgleich eigentlich normal ?
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- Toni
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Hallo Nikolaus
20 mm Beinlängendifferenz machen etwa ca. 20° seitliche Verkrümmung der Lenden-Wirbelsäule aus. (Ganz pauschal!)
Eine "echte" Skoliose ist es erst wenn eine Verdrehung= Rotation dazu kommt.
Ich habe mit 15 mm Beinlängendifferenz genau 15° LWS-skoliotische Fehlhaltung. Nur 10 mm wurden bei mir ausgeglichen.
Deine ausstrahlenden Schmerzen kommen sicher aus diesem bereich. Es gibt spezielle Übungen gegen Hohlkreuz und die auch ideal sind im solche "Ischias-Schmerzen" zu lösen und die Bauchmuskulatur zu kräftigen.
Bist Du bei einer Schroth-Physiotherapeutin in Behandlung?
Es ist auch sehr gut möglich, daß die statische skoliotische Fehlhaltung nur ein "Nebenkriegsschauplatz" gegenüber der Hyperlordose ( Hohlkreuz) ist.
Es klingt fast unglaublich: Nur die allerwenigsten Orthopäden können eine Beinlängendifferenz von einer Beckenverwringung oder einer echten Skoliose unterscheiden. Wenn Dein Orthopäde gezögert hat Deine Skoli auszumessen, hat der damit schon gezeigt, daß er von Skoliose zu wenig Ahnung und Erfahrung hat. Skolioseprofis (oder sogar Laien wie ich) machen das in Sekunden!
Ich würde Dir raten primär Deine lumbale und Bauchmuskulatur zu stärken, Schuhe mit höhenausgleich zu tragen oder Schuhe zu tragen in denen sich die Beinlängendifferenz weniger auswirken, z.B.
MBT
http://www.swissmasai.ch/
wenn es tatsächlich 2 cm sind, dann solltest Du auch MBT mit mindestens 1 cm erhöhen lassen!
Der Zusammenhang Schmerz und Skoliose ist übrigens nach wie vor nicht klar. Statische Skoliosen müssen auch anders behandelt werden wie idiopathische Skolis. Da muss erstmal tatsächlich die Ursache der Fehlstatik beseitigt werden.
Schroth ist aber für alles das Beste als KG.
Gruß Toni
20 mm Beinlängendifferenz machen etwa ca. 20° seitliche Verkrümmung der Lenden-Wirbelsäule aus. (Ganz pauschal!)
Eine "echte" Skoliose ist es erst wenn eine Verdrehung= Rotation dazu kommt.
Ich habe mit 15 mm Beinlängendifferenz genau 15° LWS-skoliotische Fehlhaltung. Nur 10 mm wurden bei mir ausgeglichen.
Deine ausstrahlenden Schmerzen kommen sicher aus diesem bereich. Es gibt spezielle Übungen gegen Hohlkreuz und die auch ideal sind im solche "Ischias-Schmerzen" zu lösen und die Bauchmuskulatur zu kräftigen.
Bist Du bei einer Schroth-Physiotherapeutin in Behandlung?
Es ist auch sehr gut möglich, daß die statische skoliotische Fehlhaltung nur ein "Nebenkriegsschauplatz" gegenüber der Hyperlordose ( Hohlkreuz) ist.
Es klingt fast unglaublich: Nur die allerwenigsten Orthopäden können eine Beinlängendifferenz von einer Beckenverwringung oder einer echten Skoliose unterscheiden. Wenn Dein Orthopäde gezögert hat Deine Skoli auszumessen, hat der damit schon gezeigt, daß er von Skoliose zu wenig Ahnung und Erfahrung hat. Skolioseprofis (oder sogar Laien wie ich) machen das in Sekunden!
Ich würde Dir raten primär Deine lumbale und Bauchmuskulatur zu stärken, Schuhe mit höhenausgleich zu tragen oder Schuhe zu tragen in denen sich die Beinlängendifferenz weniger auswirken, z.B.
MBT
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wenn es tatsächlich 2 cm sind, dann solltest Du auch MBT mit mindestens 1 cm erhöhen lassen!
Der Zusammenhang Schmerz und Skoliose ist übrigens nach wie vor nicht klar. Statische Skoliosen müssen auch anders behandelt werden wie idiopathische Skolis. Da muss erstmal tatsächlich die Ursache der Fehlstatik beseitigt werden.
Schroth ist aber für alles das Beste als KG.
Gruß Toni
In necessariis unitas, in dubiis libertas, in omnibus caritas!
Hallo,
ins Bein ausstrahlende Schmerzen kenne ich (26, 10° Cobb) auch, die haben sich auch mit den 5mm Einlage, die ich rechts trage, noch nicht erledigt. Eine Einlage allein bringt's aber auch nicht, man muß auch die Beckenfehlstellung korrigieren. Und ja, meist strahlt es ins linke Bein aus, gelegentlich aber auch ins rechte. Mir scheinen dabei jedoch zuweilen andere Regionen betroffen zu sein. Dasselbe erlebe ich bei der Halswirbelsäule übrigens auch ...
Mit der Angabe "leichte Skoliose" wäre ich aber an Deiner Stelle nicht zufrieden, weil Skolis in zwei Eigenschaften als "leicht" oder "schwer" einteilbar sind: anhand der seitlichen Verkrümmung und anhand der Rotation der Wirbelkörper.
Gruß
Chaney
ins Bein ausstrahlende Schmerzen kenne ich (26, 10° Cobb) auch, die haben sich auch mit den 5mm Einlage, die ich rechts trage, noch nicht erledigt. Eine Einlage allein bringt's aber auch nicht, man muß auch die Beckenfehlstellung korrigieren. Und ja, meist strahlt es ins linke Bein aus, gelegentlich aber auch ins rechte. Mir scheinen dabei jedoch zuweilen andere Regionen betroffen zu sein. Dasselbe erlebe ich bei der Halswirbelsäule übrigens auch ...
Mit der Angabe "leichte Skoliose" wäre ich aber an Deiner Stelle nicht zufrieden, weil Skolis in zwei Eigenschaften als "leicht" oder "schwer" einteilbar sind: anhand der seitlichen Verkrümmung und anhand der Rotation der Wirbelkörper.
Gruß
Chaney
Halte an Deinem Stolz fest. (japan. Sprichwort)
Hallo,
nun, erst mal vielen Dank für Eure Antworten ! Im Moment habe ich keine Schmerzen, nur so ein seltsames Gefühl im Fußrücken (manchmal fühlt es sich kalt an, manchmal heiß, und manchmal kribbelt es ein bißchen)
@ Toni: Hmm, weißt Du warum nur ein Teil des Längenunterschieds ausgeglichen wird ? Das kommt mir nicht ganz logisch vor...
Mein Krankengymnast kennt Schroth, und das letzte Mal haben wir auch einseitige Dehnungsübungen gemacht, wonach es mir viel besser ging - aber ich weiß nicht, ob das jetzt diese Schroth-Technik war. Wie sieht die denn im Allgemeinen so aus ?
Was ist denn eine Beckenverwringung ? Meine genaue Diagnose war: "Beckentiefstand rechts 2 cm, LWS-Skoliose und Hyperlordose"
Wenn ich jetzt vor dem Spiegel stehe, sieht man den Seitenunterschied im Hüftbereich ganz deutlich (komischerweise hab ich das in den letzten 20 Jahren meines Lebens nie wirklich bemerkt...)
Leider weiß ich auch nicht, ob jetzt die Skoliose oder das Hohlkreuz verantwortlich sind für die Schmerzen, und der Orthopäde bei dem ich war traue ich ehrlich gesagt auch nicht viel zu, d.h. ich bin ganz allein und weiß auch nicht an wen ich mich wenden soll - ich bräuchte einen wirklichen Experten, der weiß was zu tun ist.
Wie meinst du das mit die Ursache der Fehlstatik beseitigen ? Gibt es noch andere Mittel und Möglichkeiten außer einem Höhenausgleich ?
So, jetzt habe ich dich ganz schön überschüttet mit Fragen, tut mir leid, ich
brauche einfach mehr Infos über diese Krankheit, die plötzlich über mein Leben hereingebrochen ist.
@ Chaney: Hmm, mit 10° hast du schon ausstrahlende Schmerzen ? Ich dachte 10° wäre noch nicht so schlimm... Ich nehme an, Du hast auch eine Beinlängendifferenz (tatsächliche Differenz oder funktionell bedingt ?), hast Du auch Beckentiefstand ? Und wie kann man die Beckenfehlstellung korrigieren, wenn nicht mit einem Ausgleich des Höhenunterschieds ? Gibt es da noch andere Sachen, die zu beachten sind ? Ich habe auch manchmal an anderen Orten Schmerzen, aber nicht so oft, meistens eben im linken Bein und in der linken Hüfte (und im Kreuz natürlich).
Liebe Grüße,
Niko
nun, erst mal vielen Dank für Eure Antworten ! Im Moment habe ich keine Schmerzen, nur so ein seltsames Gefühl im Fußrücken (manchmal fühlt es sich kalt an, manchmal heiß, und manchmal kribbelt es ein bißchen)
@ Toni: Hmm, weißt Du warum nur ein Teil des Längenunterschieds ausgeglichen wird ? Das kommt mir nicht ganz logisch vor...
Mein Krankengymnast kennt Schroth, und das letzte Mal haben wir auch einseitige Dehnungsübungen gemacht, wonach es mir viel besser ging - aber ich weiß nicht, ob das jetzt diese Schroth-Technik war. Wie sieht die denn im Allgemeinen so aus ?
Was ist denn eine Beckenverwringung ? Meine genaue Diagnose war: "Beckentiefstand rechts 2 cm, LWS-Skoliose und Hyperlordose"
Wenn ich jetzt vor dem Spiegel stehe, sieht man den Seitenunterschied im Hüftbereich ganz deutlich (komischerweise hab ich das in den letzten 20 Jahren meines Lebens nie wirklich bemerkt...)
Leider weiß ich auch nicht, ob jetzt die Skoliose oder das Hohlkreuz verantwortlich sind für die Schmerzen, und der Orthopäde bei dem ich war traue ich ehrlich gesagt auch nicht viel zu, d.h. ich bin ganz allein und weiß auch nicht an wen ich mich wenden soll - ich bräuchte einen wirklichen Experten, der weiß was zu tun ist.
Wie meinst du das mit die Ursache der Fehlstatik beseitigen ? Gibt es noch andere Mittel und Möglichkeiten außer einem Höhenausgleich ?
So, jetzt habe ich dich ganz schön überschüttet mit Fragen, tut mir leid, ich
brauche einfach mehr Infos über diese Krankheit, die plötzlich über mein Leben hereingebrochen ist.
@ Chaney: Hmm, mit 10° hast du schon ausstrahlende Schmerzen ? Ich dachte 10° wäre noch nicht so schlimm... Ich nehme an, Du hast auch eine Beinlängendifferenz (tatsächliche Differenz oder funktionell bedingt ?), hast Du auch Beckentiefstand ? Und wie kann man die Beckenfehlstellung korrigieren, wenn nicht mit einem Ausgleich des Höhenunterschieds ? Gibt es da noch andere Sachen, die zu beachten sind ? Ich habe auch manchmal an anderen Orten Schmerzen, aber nicht so oft, meistens eben im linken Bein und in der linken Hüfte (und im Kreuz natürlich).
Liebe Grüße,
Niko
Hallo Niko,
bei mir kommt zu der Skoliose noch ein schon sehr lange ausgeprägtes Hohlkreuz hinzu, wegen dem auch schon mal der Verdacht auf Beeinträchtigung der Bandscheiben infolge der Höhenminderung geäußert wurde. Sowas läßt sich aber nur mit einem MRT (Kernspintomographie) abklären. Das wurde bisher nicht gemacht, da ich das Problem bisher ignoriert habe. Die Schmerzen sind ja auch nicht chronisch. Vielleicht kommt auch noch ein Flachrücken (sagittale Bewegungseinschränkung) in der LWS hinzu. Eine muskuläre Insuffizienz besteht auf jeden Fall. Der Beckenschiefstand ist funktioneller Natur (beim Liegen nicht sichtbar). Meine Beckenverwringung ist trotz der geringen Gradzahl äußerlich sichtbar, die linke Beckenschaufel scheint weiter vorzustehen.
Zu Deiner Frage, warum der Beckenschiefstand nicht komplett durch Höhenausgleich korrigiert wird: die einzelnen Wirbelkörper sind zwar geometrisch weitgehend rund, nicht aber mechanisch, sie verhalten sich durch die Dorn- und Querfortsätze eher wie Ellipsen und verdrehen sich bei Seitneigung auch. Bei gesunden Menschen wird das durch die Muskulatur ausgeglichen. Jene Muskulatur ist bei Skoliosen insuffizient, kann also nicht korrigieren. Die reine Streckung reicht aus diesem Grund auch nicht aus.
Gruß
Chaney
P.S.: wegen Deinem Fußrücken: hast Du Dich schon mal neurologisch untersuchen lassen? Würde ich an Deiner Stelle mal in Angriff nehmen, so ganz super klingt das nicht.
bei mir kommt zu der Skoliose noch ein schon sehr lange ausgeprägtes Hohlkreuz hinzu, wegen dem auch schon mal der Verdacht auf Beeinträchtigung der Bandscheiben infolge der Höhenminderung geäußert wurde. Sowas läßt sich aber nur mit einem MRT (Kernspintomographie) abklären. Das wurde bisher nicht gemacht, da ich das Problem bisher ignoriert habe. Die Schmerzen sind ja auch nicht chronisch. Vielleicht kommt auch noch ein Flachrücken (sagittale Bewegungseinschränkung) in der LWS hinzu. Eine muskuläre Insuffizienz besteht auf jeden Fall. Der Beckenschiefstand ist funktioneller Natur (beim Liegen nicht sichtbar). Meine Beckenverwringung ist trotz der geringen Gradzahl äußerlich sichtbar, die linke Beckenschaufel scheint weiter vorzustehen.
Zu Deiner Frage, warum der Beckenschiefstand nicht komplett durch Höhenausgleich korrigiert wird: die einzelnen Wirbelkörper sind zwar geometrisch weitgehend rund, nicht aber mechanisch, sie verhalten sich durch die Dorn- und Querfortsätze eher wie Ellipsen und verdrehen sich bei Seitneigung auch. Bei gesunden Menschen wird das durch die Muskulatur ausgeglichen. Jene Muskulatur ist bei Skoliosen insuffizient, kann also nicht korrigieren. Die reine Streckung reicht aus diesem Grund auch nicht aus.
Gruß
Chaney
P.S.: wegen Deinem Fußrücken: hast Du Dich schon mal neurologisch untersuchen lassen? Würde ich an Deiner Stelle mal in Angriff nehmen, so ganz super klingt das nicht.
Halte an Deinem Stolz fest. (japan. Sprichwort)
- Toni
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DOCH! Dein Körper/WS ist nun jahre- jahrzehntelang die Fehlstatik aus der Beinlängendifferenz gewöhnt.Nikolaus hat geschrieben:
@ Toni: Hmm, weißt Du warum nur ein Teil des Längenunterschieds ausgeglichen wird ? Das kommt mir nicht ganz logisch vor...
Und nun würde er plötzlich voll ausgeglichen. Das könnte zu neuer Fehlstatik und Verspannungen usw... führen. Daher wird nur ein Teil der Beinlängendifferenz ausgeglichen.
Für mich ist überhaupt noch nicht klar erwiesen, daß Du eine Beinlängendifferenz hast. Du könntest ebenso eine Beckenverwringung (in sich in der Quer und Längsachse verdrehtes, verschobenes Becken)haben.
Dann wäre ein voller Höhendifferenzausgleich erst Recht sinnlos!
Ob so ein Höhenausgleich wirklich was bringt, kann man fast nur mit mehreren 3-D Messungen feststellen.
Statische Übungen mit vorherigem Einstellen aller Beckenkorrekturen, z.B. an Sprossenwand, oder Unterlagerung mit Reissäckchen, gezieltes Atmen. usw...Nikolaus hat geschrieben:Mein Krankengymnast kennt Schroth, und das letzte Mal haben wir auch einseitige Dehnungsübungen gemacht, wonach es mir viel besser ging - aber ich weiß nicht, ob das jetzt diese Schroth-Technik war. Wie sieht die denn im Allgemeinen so aus ?
Das ist für mich gar keine genaue Diagnose!Nikolaus hat geschrieben: Was ist denn eine Beckenverwringung ? Meine genaue Diagnose war: "Beckentiefstand rechts 2 cm, LWS-Skoliose und Hyperlordose"
Da fehlen die Gradzahlen des Skoliose- und Hyperlordose-Winkels nach COBB und ob in der Skoliose auch eine verdrehung vorliegt. (Sonst ist es nur eine skoliotische Fehlhaltung aber keine "echte" Skoliose).
Das ist eigentlich egal, da eine gezielte Therapie an BEIDEM ansetzt.Nikolaus hat geschrieben: Leider weiß ich auch nicht, ob jetzt die Skoliose oder das Hohlkreuz verantwortlich sind für die Schmerzen,
Z. B. versuchen sowohl Skoliosen als auch Kyphosen/Lordosen beim Schrothen erstmal die Beckenkorrekturen (1 &2) so einzustellen und zu halten. Also das Becken so zu halten, daß es KEIN Hohlkreuz der LWS gibt.
Ein Höhenausgleich im Schuh oder der Schuhsohle verändert da gar nichts, könnte eventuell sogar die Hyperlordose verschlimmern, je nach dem wie Du dann stehst oder welchen Fuß Du beim Stehen hauptsächlich belastest.
In welchen PLZ-Bezirk ( die ersten 2 Ziffern genügen....) bist Du denn zuhause?Nikolaus hat geschrieben: und der Orthopäde bei dem ich war traue ich ehrlich gesagt auch nicht viel zu, d.h. ich bin ganz allein und weiß auch nicht an wen ich mich wenden soll - ich bräuchte einen wirklichen Experten, der weiß was zu tun ist.
Ja! Wenn Du viel sitzt, und Dein Becken ist immer noch ungleich/asymetrisch, dann macht ein cm am Schuh gar nichts!Nikolaus hat geschrieben: Wie meinst du das mit die Ursache der Fehlstatik beseitigen ? Gibt es noch andere Mittel und Möglichkeiten außer einem Höhenausgleich ?
Dann kannst Du versuchen das muskulär auszugleichen oder ein kurzes, lumbal wirksames Korsett zu tragen, wenn es eine echte Skoli wäre.
Die ist sicher nicht PLÖTZLICH über Dich hereingebrochen, wie ein Tumor oder ein Herzinfarkt! Das ist schon schleichend entstanden, nur ist es Dir plötzlich bewusst geworden!Nikolaus hat geschrieben: So, jetzt habe ich dich ganz schön überschüttet mit Fragen, tut mir leid, ich
brauche einfach mehr Infos über diese Krankheit, die plötzlich über mein Leben hereingebrochen ist.
Ich meine, Du brauchst erst mal eine sorgfältigere Diagnose! Erst dann kann für Dich die geeignete Therapie ausgewählt werden.
Gruß Toni
In necessariis unitas, in dubiis libertas, in omnibus caritas!

