Sehr spontan bei Dr Hoffmann und nun viele Fragen

Skoliosen, die als Folge anderer Erkrankungen entstehen (Nerven- und Muskelerkrankungen, Wirbelfehlbildungen usw.)
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rejoy
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Sehr spontan bei Dr Hoffmann und nun viele Fragen

Beitrag von rejoy »

Hallo an alle

Während ich gestern noch schrieb, dass ich heute nur meine Befunde bei Dr. Hoffmann abholen wöllte, hat sich heute doch sehr spontan ein Kontrolltermin ergeben.
Als ich dort war und fragte, ob sie doch zeitnah einen Termin hätten hieß es, ich könne gleich da bleiben, weil einige Leutchen nicht gekommen wären. Ziemlich überrascht nahm ich das Angebot an.

Das Ergebnis:
Die leichte Skoliose von damals ( da war ich 15) ist gleich geblieben bei 12°-sehr gut
Allerdings hat sich inzwischen eine Hyperkyphose entwickelt von 50° und eine entsprechende "Gegenkrümmung" eine Hyperlordose, da weiß ich die Gradzahl nicht.

Er hat mir empfohlen eine Reha in Bad Sobernheim oder Bad Salzungen an zu streben.

Und da kommen dann meine Fragen auf.
Ich habe nicht nur Rückenprobleme sondern eine Bindegewebsstörung, das Ehlers-Danlos-Syndrom. Eigentlich hatte ich im Sommer vor eine Reha in einer Rheumaklinik zu machen, da ich mit nahezu allen Gelenken Probleme habe ( Ausrenken, Instabilitäten, beginnende Arthrose, Schmerzen). Nun sind die beiden Kliniken ja auf Wirbelsäulenprobleme spezialisiert. In wie weit können die da auch auf meine Gesamterkrankung eingehen?

Dr Hoffmann meinte, dass es Sinn macht zunächst mal das Augenmerk auf den Rücken zu legen, denn wenn da die Statik nicht stimmt beeinflusst das natürlich auch den Rest negativ. Das leuchtet mir auch ein.

Das Problem ist eben dass man in der Regel nur alle 4 Jahre eine Reha machen kann und diese Möglichkeit will ich natürlich bestmöglich nutzen. Ok bei chronischen Geschichten kann man es auch alle zwei Jahre versuchen,... naja, weiss eben auch nicht.

Dann wollte ich fragen wie lange da so die Wartezeiten in den beiden Kliniken sind? Worin unterscheiden sie sich? Kann ich da schon einen Platz reservieren, bevor der Antrag durch ist. Ich habe eben im Sommer nur einen begrenzen Zeitraum für eine Reha.

Was macht man da so in der Reha? ich habe Bilder gesehen, wo man sich an so Reckstangen hängt. Gibt es da viele solche Übungen? Die könnte ich dann gar nicht machen, weil meine Hände das durch das Syndrom nicht mitmachen würden. Habe die Sorge, dass das bei vielem so sein könnte.

Könnt ihr mir einfach mal so ein bisschen berichten?

Was schreibt man da dann am besten auf den Antrag so drauf, damit der dann auch wirklich genehmigt wird?

Wie ist denn bei Kyphosen die Indikationstaffel? Ab wann ist eine Kyphose eine Hyperkyphose und ab wann ist sie demnach behandlungsbedürftig?

Bisschen schade, dass ich keine Gradzahlen für die Lordose habe, ich persönlich schätze die stärker ein als die Kyphose, ich denke das eigentlich die Kyphose die Gegenkürmmung ist, wenn man so will ( auch wenn mir klar ist dass die WS ja natürlicher Weise Kyphose und Lordose ist)

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Re: Sehr spontan bei Dr Hoffmann und nun viele Fragen

Beitrag von minimine »

Hallo rejoy,

es gibt auch Rheumakliniken, die Akut-Kliniken sind aber von der Therapie her eher wie eine Reha sind. Sprich, man kann sich einfach eine KH-Einweisung vom Hausarzt oder Rheumatologen holen und sich einen Termin in einer solchen Klinik machen. Meine Mutter war mal in einer solchen Klinik. Somit könntest du dann ja beides angehen.

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Re: Sehr spontan bei Dr Hoffmann und nun viele Fragen

Beitrag von rejoy »

Ja stimmt die gibt es, Oberammergau zum Beispiel. Da war ich vor 4 Jahren. Die Klinik ist wirklich gut. Mein Problem ist eher, dass ich diesen Sommer nur für eins von beidem Zeit habe.

Allerdings sagt schon mein Pyhsio immer, dass er der Meinung ist, dass ich erstmal den Rücken stabil kriegen muss, bevor andere Maßnahmen wirklich helfen können.

Hab gerade auf der Internetseite von Bad Salzungen gesehen, dass die auch Rheumatische Erkrankungen behandeln und Ergotherapie anbieten. Hat Bad Salzungen dann ein breiteres Angebot als Bad Sobernheim?
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Re: Sehr spontan bei Dr Hoffmann und nun viele Fragen

Beitrag von Lady S »

rejoy hat geschrieben: Nun sind die beiden Kliniken ja auf Wirbelsäulenprobleme spezialisiert. In wie weit können die da auch auf meine Gesamterkrankung eingehen?
Was ich so bei meinen beiden Rehas in Salzungen gesehen habe, können die das nicht leisten.
Mach Dich doch mal schlau, was es für Deine andere Erkrankung alles an Möglichkeiten gibt und entscheide dann. Ein Mix für beides ist wahrscheinlich nichts Halbes und nichts Ganzes. Falls Du Dich zu einer Schroth-Reha entschliesst, weiss Dr. Hoffmann schon, was er da reinschreiben muss. Du schilderst halt Deine Beschwerden und nennst als Ziel das intensive Erlernen der Schroth-KG (evtl auch erst beim Widerspruch - Hoffmann fragen!) Ich würde an Deiner Stelle dann das andere Syndrom gar nicht erwähnen - sonst kann es Dir passieren, dass der Sachbearbeiter voll drauf anspringt und Dir die "passende" Klinik aufs Auge drückt.

In Salzungen habe ich z.B. eine junge Frau kennengelernt, die wegen ihrer Klumpfüsse eine Reha beantragt hatte (nach zahlreichen Kinder-Rehas zum gleichen Problem) und im Befund auch eine ganz leichte Skoliose hatte. Prompt landete sie in Salzungen, wo
sie fleissig Schroth lernte, aber für ihre Füsse praktisch nichts passierte...
rejoy hat geschrieben:
Wie ist denn bei Kyphosen die Indikationstaffel? Ab wann ist eine Kyphose eine Hyperkyphose und ab wann ist sie demnach behandlungsbedürftig?
Irgendwo in den Tiefen des Forums gibt es ein Diagramm zum normalen Kyphosewinkel im Verhältnis zum Lebensalter. Klaus findet das sicher ;)
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Re: Sehr spontan bei Dr Hoffmann und nun viele Fragen

Beitrag von minimine »

Hallo rejoy,

Bad Salzungen hat auch eine "normale" Orthopäde. Ich denke es kann eh zu Schwierigkeiten führen, wenn du sowohl die Skoliose als auch EDS in den Antrag schreibst, da immer Kliniken gewählt werden, wo möglichst alle Erkrankungen abgedeckt werden, auch wenn das nicht wirklich abbildbar ist. Im schlimmsten Fall landest du also in einer Orthopädie/Rheumatologie, die weder auf das eine noch auf das andere spezialisiert ist. Wenn, dann solltest du also nur für eine Erkrankung die Reha beantragen, auch wenn wohl beides zusammenhängt oder entsprechend begründen..
Ich dachte dein Hauptproblem wäre, dass du erst alle 4 Jahre eine Reha bekommst. Notfalls machst du halt eines davon erst im nächsten Jahr, musst dich halt entscheiden, was Priorität hat. Aber wenn das eine eine Akut-Klinik ist und das andere eine Reha-Klinik dann zählt das ja nicht in die 4-Jahre-Wartezeit.

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Re: Sehr spontan bei Dr Hoffmann und nun viele Fragen

Beitrag von Lady S »

rejoy hat geschrieben: Hab gerade auf der Internetseite von Bad Salzungen gesehen, dass die auch Rheumatische Erkrankungen behandeln und Ergotherapie anbieten. Hat Bad Salzungen dann ein breiteres Angebot als Bad Sobernheim?
Das ist dann sicher die Parkklinik.
Die Schroth-Rehas finden in der Seeklinik statt - man ist entweder hier oder dort, wenn es auch vorkommt, dass man einzelne Anwendungen in der Parkklinik verordnet bekommt.
Aber genau wie für die Skoliose-Reha würde ich mir auch für die andere Sache selbst(!) eine speziell dafür kompetente Klinik aussuchen.
Die Feld-Wald-Wiesen-Rehas kannst Du im allgemeinen vergessen.
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Re: Sehr spontan bei Dr Hoffmann und nun viele Fragen

Beitrag von Lady S »

Hab das Diagramm mit den "normalen" Kyphosewinkeln gefunden:
viewtopic.php?f=4&t=6338&p=57622&hilit= ... amm#p57622
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Re: Sehr spontan bei Dr Hoffmann und nun viele Fragen

Beitrag von rejoy »

Ok das heißt es wäre egal ob ich nach Sobi oder Salzungen geh, weil wenn dann eins richtig.

Meine Befürchtung ist nur, dass wenn ich das andere Syndrom nicht reinschreibe, ich dann gar nichts bekomme und eine Reha ganz abgelehnt wird.

Bin grad irgendwie etwas durcheinander, weil ich mit diesem so spontanen Termin nicht gerechnet hatte und auch nicht mit der Diagnose.

Na gut, für die anderen Sachen hat er mir einen Antrag auf Funktionstraining mitgegeben. Das wäre dann eine ambulante Rehabilitationsmaßnahme Wasser- oder Trockengymnastik. Wenn die genehmigt werden würde, hätte ich immerhin etwas für die anderen Diagnosen, wenn auch nicht das volle Programm.

Wie ist das denn mit den Übungen die man da so macht? Gehen die arg auf andere Gelenke, vorallem die Hände? Das könnte ich mir gar nicht leisten, ich habe die letzten 4 Jahre darum gekämpft eine einigermaßen funktionsfähige rechte Hand zu bekommen / zu behalten, was jetzt nach 2 Op´s wenigstens einigermaßen gelungen ist.

Bin euch sehr dankbar für eure Antworten.
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Re: Sehr spontan bei Dr Hoffmann und nun viele Fragen

Beitrag von minimine »

Hallo nochmal,
Allerdings sagt schon mein Pyhsio immer, dass er der Meinung ist, dass ich erstmal den Rücken stabil kriegen muss, bevor andere Maßnahmen wirklich helfen können.
also ich bin "nur" hypermobil, bin aber der Meinung, dass das sogar durch Schroth mit provoziert wurde. Ich wäre also an deiner Stelle sehr vorsichtig, v.a. wenn man dich - so wie mich immer - bis zum geht nicht mehr korrigiert hat, einfach aus dem Grund weil ich eben noch so schön korrigierbar war, dann auch noch Mobilisationsübungen gemacht werden. Hab einfach den Mut auch mal kritisch nachzufragen und achte mehr auf Stabilisierung.
Bei mir hat man dann bei der 3. Reha nach 1 Woche gemerkt, dass bei mir eher stabilisiert werden muss. Also rechne nicht damit, dass du da einfach mal 3 Wochen hingehst und du dann komplett stabil bist. V.a. weil man dir dort sicherlich auch sagen wird, dass man gegen Hypermobilität eh nichts tun kann. ;)

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Re: Sehr spontan bei Dr Hoffmann und nun viele Fragen

Beitrag von Lady S »

Mit irgendeiner Reha ist Dir wahrscheinlich so wenig gedient wie mit gar keiner.
Leider habe ich schon von vielen Rehas gehört, wo so gar nichts passiert, also wirklich "mittags Fango, abends Tango" :/
Viele Schroth-Übungen gehen wahrscheinlich schon auf die Hände, weil man sich dabei an der Sprossenwand oder senkrechten Stangen festhält. Man hängt sich da zwar nicht mit dem ganzen Körpergewicht dran, übt aber schon Kraft aus.
Da würde ich vielleicht mal direkt in den Kliniken nachfragen, was die davon halten (hartnäckig bleiben, bis man den richtigen Ansprechpartner bekommen hat!)
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Re: Sehr spontan bei Dr Hoffmann und nun viele Fragen

Beitrag von rejoy »

Oh man, das hört sich für mich eher so an als könnten die da gar nicht so recht auf mich eingehen, kann das sein?

Mein Problem ist, dass ich in kein Schema passe und bei all den Diagnosen die ich habe trotdzem nicht der 0815-Patient ist.

Ich laufe unter der Kategorie Rheuma mit, bin aber im Gegensatz zu den meisten Rheumatikern nicht bewegungseingeschränkt, sondern das Gegenteil.

Ich laufe als chronisch Schmerzkranker mit ( Fibromyalgie) habe aber im Gegensatz zu vielen andren keine psychosomatische Schmerzstörung.

Ich habe Arthrose, aber im Gegensatz zu vielen andren nicht nur einem Gelenk und ich bin auch keine 60 Jahre alt, sondern 22.

Und ich habe halt die Befürchtung, dass ich dann bei vielen Übungen die da so in Bad Sobernheim oder Salzungen gemacht werden gar nicht mitmachen kann, weil ich dabei dann meine anderen Gelenke gefährde.

Können die in den beiden Kliniken denn trotzdem individuell auf einen eingehen? Da finden ja auch viel Gruppengymnastik statt, oder? Läuft da eher viel über dehnen? Das Ziel wäre ja, die Wirbelsäule stabil zu trainieren und nicht sie noch instabiler zu machen.

Dr Hoffmann meinte, dass das Ehlers-Danlos- Syndr. sehr häufig mit einer Wirbelsäulenfehlstellung vergesellschaftet ist und dass die darum dort schon drauf eingehen könnten.

Ich finde dass es ja schon seinen Reiz hat, eine Sache mal ganz gezielt und Intensiv zu behandeln und dafür würde ich dann auch die allgemein Rheumatische Reha hinten anstellen, aber eben auch nur, wenn ich dadurch Aussicht auf Besserung habe und nicht sogar noch das Gegenteil passieren könnte.

Finde es echt ganz schön schwierig hier eine Entscheidung zu treffen.

Es tut mir leid, dass ich grad mal bisschen jammer ;). Irgendwie ist das alles zum Mäusemelken.
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Re: Sehr spontan bei Dr Hoffmann und nun viele Fragen

Beitrag von minimine »

Hallo rejoy,
Mein Problem ist, dass ich in kein Schema passe und bei all den Diagnosen die ich habe trotdzem nicht der 0815-Patient ist.
also ich kann nur von mir sprechen und ich finde, dass man in den Schroth-Kliniken mit allem was über eine normale Skoliose hinaus geht schon überfordert ist. Man sieht dort halt auch nur die Skoliose und dann als Behandlungsmöglichkeit auch nur Schroth. Heißt, wenn du dich mit Schroth nicht wohl fühlst, dann läufst du halt so mit, man bietet dir aber keine Alternativ-Therapie an.
Kennst du denn überhaupt Schroth bzw. hattest du es schon ambulant? Wenn nicht, dann probier es doch erstmal ambulant bei einem Therapeuten, wenigstens zum reinschnuppern. Es wäre ja doch schade, wenn du jetzt eine Schroth-Reha machst, du aber in einer komplett anderen Reha doch besser aufgehoben wärst.
Können die in den beiden Kliniken denn trotzdem individuell auf einen eingehen?
Man wird individuell auf dich eingehen, indem man dich anhand deines Krümmungsmusters einer Gruppe zuordnet und ein individuelles Korrekturmuster erstellt. D.h. man geht auf die Skoliose oder Kyphose an sich individuell ein, aber ich bin der Meinung, nicht auf andere Parameter. Aber wie ich schon sagte, bei mir hat es bis zur 3. Reha gedauert und dann auch noch 1 Woche bis man erkannt hat, dass ich bisher zu viel mobilisiert wurde.
Dr Hoffmann meinte, dass das Ehlers-Danlos- Syndr. sehr häufig mit einer Wirbelsäulenfehlstellung vergesellschaftet ist und dass die darum dort schon drauf eingehen könnten.
Das einzige was mir gesagt wurde, war, dass ich die Überbeweglichkeit nicht noch weiter fördern soll indem ich z.B. meine Finger verbiege und dass ich niemals stabil werden würde.
Finde es echt ganz schön schwierig hier eine Entscheidung zu treffen.
Glaub ich dir gerne. Du kannst es ja ausprobieren, aber an deiner Stelle würde ich dann auf jeden Fall ein Röbi nach der Reha machen lassen (bei mir warens 4 Wochen nach der ersten Reha 9° mehr!!). Dann kannst du noch früh genug wieder neu überlegen bzw. weißt du schon, dass du auf jeden Fall nicht mobilisieren solltest. Ich wusste es leider nicht.

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Re: Sehr spontan bei Dr Hoffmann und nun viele Fragen

Beitrag von rejoy »

Nein, ich habe Schroth noch nie ambulant gemacht.

Allerdings habe ich im Hinblick auf den einzigen Termin an dem ich eine Reha machen kann keine Zeit mehr für eine vorheriges ambulantes ausprobieren.

Jetzt weiss ich langsam gar nicht mehr was ich machen soll.

Bin auch ehrlich gesagt etwas erschrocken als ich gelesen habe, dass andere mit ähnlichen Gradzahlen schon ein Korsett tragen (auch Erwachsene). Ich dachte vorhin bei Doc Hoffmann dass 50° eine ebenso leichte Kyphose wäre, wie 12° bei der Skoliose.
Wundere mich dann aber wiederum, dass Doc Hoffmann dazu nichts gesagt hat. Muss man ihn da selbst drauf ansprechen? Oder ist das bei so vielleicht eher grenzwertigen Gradzahlen normal, dass man erstmal mit Reha versucht eine Besserung zu erzielen?

Es ist mir ja auf der anderen Seite recht, wenn ich kein Korsett brauche. Könnte mir aber auch vorstellen, dass es was helfen könnte, zuminest gegen die Schmerzen. Allerdings gehen dann die Muskeln vermutlich noch weiter zurück und das will ich auch nicht.

Naja eins nach dem anderen.

Wahrscheinlich rufe ich morgen einfach mal in den Kliniken an und Frage konkret nach.

Wie ist das denn mit den Wartezeiten? Wie lange dauert es, bis man zur Reha kommt, bzw. bis die Kliniken einen Platz haben?

Was ich aber immer noch nicht ganz verstehe. Die Kliniken arbeiten doch nach dem Konzept, dass man in der ersten Woche vorallem an der Aufrichtung der Krümmung arbeitet und in den darauf folgenden an der stabilisierung durch Muskelaufbau. Das müsste mir mit einer instabilen WS doch wiederum helfen oder nicht?
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Re: Sehr spontan bei Dr Hoffmann und nun viele Fragen

Beitrag von robinho »

@minimine: Und das Röntgenbild mit 9° weniger war wohl unmittelbar vor der Reha?
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Re: Sehr spontan bei Dr Hoffmann und nun viele Fragen

Beitrag von sloopy »

Hallo rejoy,

ich denke nicht, dass Bad Sobernheim die richtige Klinik für dich ist. Dort wird weitestgehend ursprüngliches Schroth gemacht und es werden auch nur Skoliosen/Kyphosen behandelt, also "nur" die Wirbelsäule. Ich denke nicht, dass man dort auf deine Gelenkprobleme ausreichend eingehen könnte. Wie es in Salzungen ist, weiß ich nicht, vielleicht fragst du dazu mal Dr. Steffan oder Dr. Herchet, die können dir bestimmt was dazu sagen.

Schroth an sich ist schon belastend für die Hände, Arme und Schultern, von daher wäre es sicher hilfreich, die Therapie mal ambulant zu "testen", bevor du dich für eine Intensiv-Reha entscheidest. In Sobernheim ist die Wartzeit vier bis sechs Monate, in Salzungen bekommt man schneller einen Termin.

Gruß,
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Re: Sehr spontan bei Dr Hoffmann und nun viele Fragen

Beitrag von rejoy »

Ich habe gestern mal Dr.Steffan eine PN geschrieben.

Er meinte ebenfalls, dass Bad Sobernheim nicht das Richtige für mich ist, da man da wirklich nicht spezifischer auf mich eingehen kann.

Er rät mir dazu nach Bad Salzungen zu gehen, weil sie dort auch eine allgemeine Orthopädie haben und darum dann schon in der Lage wären auch auf andere Gelenke einzugehen.

Zu dem Problem mit den Händen meint er, dass Schroth schon am ehesten die Handgelenke belastet, das könne man aber umgehen, indem man die Übungen entsprechend anpasst und zusätzlich Handgelenksbandagen trägt.

Bis zur möglichen Reha ist ja dann auch noch Zeit und wenn ich weiss, dass die Hände bis dahin mehr aushalten können müssen, werde ich in der Zeit bis dahin vorallem darauf achten, die Hände wirklich stabil und möglichst ohne Reizzustand zu kriegen.

Es ist eben eine Gradwanderung. Auf der einen Seite werde ich wohl Schroth erlernen müssen, wenn ich nicht will, dass sich die kyphose/Lordose verschlechtert ( bei der Erstuntersuchung bei Doc Hoffmann, hatte ich noch gar keine hyperkyphose). Gleichzeitig will ich natürlich auf keinen Fall meine Hände aufs neue gefährden. Die rechte sollte schon versteift werden und es ist durch 2 Op´s gelungen das zu vermeiden. Das will ich natürlich nicht gefährden.

Ich kann mir aber gleichzeitig nicht vorstellen, dass in den Kliniken eine solche Massenabfertigung stattfindet, dass die da nicht auf sowas Rücksicht nehmen können. Ich denke nicht dass ich die erste dort sein werde, die außer der Ws-Verkrümmung noch was anderes hat, oder?

Ich werde wohl einsehen müssen, dass es in meinem Fall keine perfekte Lösung gibt und ich immer Kompromisse eingehen werden muss, weil es einfach so komplex ist.

Was mir aber auch noch zu denken gibt ist die Tatsache, dass du danach eher noch mobiler warst.
Das sollte ja nun wirklich nicht das Ziel sein. Meinst du nicht, dass wenn ich ihnen meine Problematik gleich am Anfang schildere, dass die dann nicht auch darauf eingehen könnten?
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Re: Sehr spontan bei Dr Hoffmann und nun viele Fragen

Beitrag von minimine »

robinho hat geschrieben:@minimine: Und das Röntgenbild mit 9° weniger war wohl unmittelbar vor der Reha?
Ein Jahr vorher, aber davor hat es sich nur sehr moderat verschlechtert. ;)
rejoy hat geschrieben:Es ist eben eine Gradwanderung. Auf der einen Seite werde ich wohl Schroth erlernen müssen, wenn ich nicht will, dass sich die kyphose/Lordose verschlechtert ( bei der Erstuntersuchung bei Doc Hoffmann, hatte ich noch gar keine hyperkyphose). Gleichzeitig will ich natürlich auf keinen Fall meine Hände aufs neue gefährden. Die rechte sollte schon versteift werden und es ist durch 2 Op´s gelungen das zu vermeiden. Das will ich natürlich nicht gefährden.
Wenn es doch um so viel geht, dann würde ich auf jeden Fall vorher erst ausprobieren, ob es machbar ist und ob es dir überhaupt was bringt.

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Re: Sehr spontan bei Dr Hoffmann und nun viele Fragen

Beitrag von robinho »

Ja gut, trotzdem kannst du da nicht sagen die Reha ist an den 9° Schuld. Das ginge wirklich nur, wenn die vorherige Aufnahme unmittelbar vor der Reha gemacht worden wäre.
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Re: Sehr spontan bei Dr Hoffmann und nun viele Fragen

Beitrag von minimine »

robinho hat geschrieben:Ja gut, trotzdem kannst du da nicht sagen die Reha ist an den 9° Schuld. Das ginge wirklich nur, wenn die vorherige Aufnahme unmittelbar vor der Reha gemacht worden wäre.
Erstens, wirst du das wohl nie haben, das unmittelbar vorher und nachher ein Röbi gemacht wird und zweitens habe ich nicht behauptet, dass die Reha oder Schroth allein Schuld daran war, aber meiner Meinung nach spielte es nunmal eine Rolle. Es sind ja nicht nur diese 9°, sondern die gesamte Entwicklung seit ich Schroth mache. ;) Auch möchte ich niemanden davon abraten, sehr viele haben positive Erfahrungen damit gemacht, aber halt nicht alle.
Ich denke ganz einfach, dass man bei Hypermobilität vorsichtig mit Schroth sein muss, da Schroth nicht nur stabilisiert, sondern auch mobilisiert (von den zusätzlichen Mobilisationsübungen ganz abgesehen).

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Saphira
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Registriert: Mo, 07.06.2010 - 13:49
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Diagnose: Skoliose: hochthorakal 15°, thorakolumbal 19°;
Hüftdysplasie bds.
Therapie: "normale" KG; Schroth-Reha in Sobi 04.2011 und 12.2013; seit 11.2013 Korsett von CCtec -> Mitte 2014 wg. Hüft- und Knieproblemen samt OPs abgebrochen

Re: Sehr spontan bei Dr Hoffmann und nun viele Fragen

Beitrag von Saphira »

minimine hat geschrieben: Ich denke ganz einfach, dass man bei Hypermobilität vorsichtig mit Schroth sein muss, da Schroth nicht nur stabilisiert, sondern auch mobilisiert (von den zusätzlichen Mobilisationsübungen ganz abgesehen).
Oh oh, dann sollte ich da aber lieber auch ein bisschen aufpassen, nachdem mir mein Physiotherapeut ja schon mehrfach gesagt hat, dass ich auch hypermobil sei.

@ rejoy: Ich kann deine Situation und deine Sorge gut verstehen. Ich habe zwar keine nachgewiesene rheumatische Erkrankung, aber leider dennoch massive Probleme/Beschwerden mit sämtlichen anderen Gelenken, aktuell mit meinem Knie (Rearthroskopie vor 2 Wochen und nur noch eine Woche bis Rehabeginn) und meinen Hüften. Auch ich frage mich gerade in letzter Zeit gehäuft, wie gelenkbelastend eine solche Schroth-Reha ist und inwiefern die in der Reha auf meine anderen Probleme, vor allem meine Hüftproblematik (Hüftfehlstellung) eingehen können/werden. Aber ich probiere es jetzt einfach mal aus, denn mein Rücken hätte es beschwerdemäßig schon dringend nötig und da hat mir bisher normale Krankengymnastik absolut gar nichts gebracht. Wenn ich dann während der Reha merken sollte, dass es doch gar nicht geht oder sich meine Beschwerden verschlimmern sollten, dann muss ich halt reagieren und notfalls die Reha abbrechen. Aber ich sehe es so, dass ich eigentlich nichts zu verlieren habe. Einen Versuch ist es bei mir auf jeden Fall wert. Bei dir ist die Ausgangssituation allerdings ein wenig komplexer, sodass ich dir auch nur raten kann, dir erstmal ambulant einen Schroth-Therapeuten zu suchen und Schroth erstmal ambulant zu machen. Dann merkst du ja, ob es dir gut tut oder du eher Probleme bekommst. Ich drücke dir jedenfalls die Daumen und wünsche dir alles Gute.

Grüßle,

Saphira
Wer immer nur vom großen Glücke träumt, der findet nichts, weil er das kleine Glück versäumt.
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