Hallo zusammen.
Vor Kurzem wurde bei mir Skoliose diagnostiziert. Der Orthopäde meinte, dass mein Becken schief wäre aufgrund eines Längenunterschiedes meiner Beine. Er meinte auch, dass man nun nichts mehr daran ändern könnte und dass ich deshalb auch wahrscheinlich erst im Alter von 45 bis 60 Jahren Schwierigkeiten in Form von Rückenschmerzen bekommen würde. Danach würde sich das wieder verbessern. Einlagen würde ich zum Ausgleich nicht bekommen, weil das die Schiefstellung der Wirbelsäule verschlimmern würde.
Nun habe ich mich im Internet mal erkundigt über Skoliose und den Folgen. Beim Arzt kam das allerdings wesentlich harmloser rüber. Ich bin geschockt darüber, was alles passieren kann.
Wo kann ich hingehen (Osteopath? Orthopäde? Sport?)?
Wie kann ich verhindern, dass sich die Skoliose verschlimmern wird?
Gibt es doch noch eine Möglichkeit, die Schiefstellung einigermaßen auszugleichen?
Skoliose erst mit 28 diagnostiziert
- Toni
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Re: Skoliose erst mit 28 diagnostiziert
Hallo Eve
Erst mal herzich willkommen!
Ich glaube NICHT, daß bei Dir eine Skoliose "diagnostiziert" wurde.
höchstens festgestellt.
Das ist noch keine richtige Diagnose!
Du sprichst einerseits von Skoliose, nennst aber keine Gradzahl nach COBB oder etwas von Rotation. Für eine richtige Diagnose muss aber beides auf einem GANZ-Wirbelsäulen-Röntgenbild im Stehen vermessen werden.
Wurdest Du denn in Teilen geröngt ? sind es einzelne Bilder von Brust- und LendenWS-getrennt?
Hast Du was über Gradzahlen erfahren?
Wenn Du nur eine seitliche Verkrümmung hast OHNE Rotation der Wirbelkörper, dann handelt es sich NICHT um eine "echte" Skoliose sondern um eine statische Fehlhaltung, z.B. auf Grund Deiner Beinlängendifferenz.
Dann ist die nächste diagnostische Frage: Wie groß ist diese Beinlängendifferenz in Millimeter?
Wo sitzt der Unterschied? (Unterschenkel? Oberschenkel? Oberschenekelhals? Oberschenkelhalsanstellwinkel zur Hüfte?)
Wurde das denn genau vermessen?
Logisch kann man etwas machen, wenn eine echte Beinlängendifferenz vorliegt!!!! Von Einlage, über ein Fersengelkissen über Absatzerhöhung, Schuhsolenerhöhung bis zur Verlängerungs- und VerkürzungsOP einzelner Knochen (Schienbein/Wadenbein/Oberschenkel) gibt es viele therapeutische Möglichkeiten.
Leider täuschen sich die allermeisten Orthopäden in diesem Punkt, speziell dann, wenn sie unfähig oder zu faul sind oder zu hektischen Patientendurchfluss, um wirklich sorgfältig zu vermessen!
Oft ist es ein verwrunges Becken als Teil skoliotischer Asymetrie des Körpers, der eine Beinlängendifferenz nur vortäuscht!
Wie Du sehen kannst, genügt das was Du bisher an "Diagnose" vorliegen hast keinesfalls aus, Dir auch nur annähernd eine fundierte Therapie-Empfehlung zu geben.
Erst mal brauchst Du eine vernünftige und vor allem genaue Diagnose.
Bei mir ist z.B. das rechte Bein 15 mm länger als es sein sollte. Ichhabe ca. 1 cm Ausgleich an der Einlage des linken kürzren Beins und die Fehlstatik des beckens und damit die skoliotische Fehlhaltung der LWS fast ganz weg.
HÄÄÄÄ????? Warum sollte sich am alternden Körper etwas verbessern, das jahrzehtelang unbehandelt in der Fehlstatik verkümmert ist????
Wenn tatsächlich eine echte Beinlängendiff. vorliegt, dann ist es mit dem Unterlegebrettchen-Test bei Formetric-3-D Aufnahmen einwandfrei festzustellen.
Besorg Dir erst mal eine genaue Diagnose!
Und wenn es tatsächlich eine echte Skoliose ist, dann mit einer Schroth-Reha und eventuell mit einem Erwachsenen Korsett, wenn es dafür die Indikation hergibt. ( Schmerzen, Verdacht auf Verschlimmerung (Adult-Progredienz) und nicht ausreichendem Erfolg mit sonstigen physiotherapeutischen Maßnahmen, OP-Indikaion aber bei Ablehnung der OP)
Besorg Dir erst mal eine richtige Diagnose!
Gruß Toni
Erst mal herzich willkommen!
Ich glaube NICHT, daß bei Dir eine Skoliose "diagnostiziert" wurde.
höchstens festgestellt.
Das ist noch keine richtige Diagnose!
Du sprichst einerseits von Skoliose, nennst aber keine Gradzahl nach COBB oder etwas von Rotation. Für eine richtige Diagnose muss aber beides auf einem GANZ-Wirbelsäulen-Röntgenbild im Stehen vermessen werden.
Wurdest Du denn in Teilen geröngt ? sind es einzelne Bilder von Brust- und LendenWS-getrennt?
Hast Du was über Gradzahlen erfahren?
Wenn Du nur eine seitliche Verkrümmung hast OHNE Rotation der Wirbelkörper, dann handelt es sich NICHT um eine "echte" Skoliose sondern um eine statische Fehlhaltung, z.B. auf Grund Deiner Beinlängendifferenz.
Dann ist die nächste diagnostische Frage: Wie groß ist diese Beinlängendifferenz in Millimeter?
Wo sitzt der Unterschied? (Unterschenkel? Oberschenkel? Oberschenekelhals? Oberschenkelhalsanstellwinkel zur Hüfte?)
Wurde das denn genau vermessen?
Logisch kann man etwas machen, wenn eine echte Beinlängendifferenz vorliegt!!!! Von Einlage, über ein Fersengelkissen über Absatzerhöhung, Schuhsolenerhöhung bis zur Verlängerungs- und VerkürzungsOP einzelner Knochen (Schienbein/Wadenbein/Oberschenkel) gibt es viele therapeutische Möglichkeiten.
Leider täuschen sich die allermeisten Orthopäden in diesem Punkt, speziell dann, wenn sie unfähig oder zu faul sind oder zu hektischen Patientendurchfluss, um wirklich sorgfältig zu vermessen!
Oft ist es ein verwrunges Becken als Teil skoliotischer Asymetrie des Körpers, der eine Beinlängendifferenz nur vortäuscht!
Wie Du sehen kannst, genügt das was Du bisher an "Diagnose" vorliegen hast keinesfalls aus, Dir auch nur annähernd eine fundierte Therapie-Empfehlung zu geben.
Erst mal brauchst Du eine vernünftige und vor allem genaue Diagnose.
Also ist ein Bein länger als das Andere? Oder kürzer?Eve hat geschrieben:Hallo zusammen.
Vor Kurzem wurde bei mir Skoliose diagnostiziert. Der Orthopäde meinte, dass mein Becken schief wäre aufgrund eines Längenunterschiedes meiner Beine.
Bei mir ist z.B. das rechte Bein 15 mm länger als es sein sollte. Ichhabe ca. 1 cm Ausgleich an der Einlage des linken kürzren Beins und die Fehlstatik des beckens und damit die skoliotische Fehlhaltung der LWS fast ganz weg.
Das ist Quatsch, daß man daran nichts ändern kann!Eve hat geschrieben:Er meinte auch, dass man nun nichts mehr daran ändern könnte und dass ich deshalb auch wahrscheinlich erst im Alter von 45 bis 60 Jahren Schwierigkeiten in Form von Rückenschmerzen bekommen würde.
Eve hat geschrieben:Danach würde sich das wieder verbessern.
Das ist auch Quatsch!Eve hat geschrieben: Einlagen würde ich zum Ausgleich nicht bekommen, weil das die Schiefstellung der Wirbelsäule verschlimmern würde.
Wenn tatsächlich eine echte Beinlängendiff. vorliegt, dann ist es mit dem Unterlegebrettchen-Test bei Formetric-3-D Aufnahmen einwandfrei festzustellen.
Erst mal brauchst Du eine echte DIAGNOSE. Im Moment ist das bei Dir alles verworren und durcheinander Skoliose, Beckenschiefstand, Beinlängendifferenz usw.... und alles ohne Maße und Gradzahlen.Eve hat geschrieben: Nun habe ich mich im Internet mal erkundigt über Skoliose und den Folgen. Beim Arzt kam das allerdings wesentlich harmloser rüber. Ich bin geschockt darüber, was alles passieren kann.
Wo kann ich hingehen (Osteopath? Orthopäde? Sport?)?
Besorg Dir erst mal eine genaue Diagnose!
Das kommt auf die Diagnose an, und Deine Bereitschaft/Compliance etwas therapeutisch zu unternehmen.Eve hat geschrieben: Wie kann ich verhindern, dass sich die Skoliose verschlimmern wird?
Klar, fragt sich nur wieviel, wie und wo.Eve hat geschrieben: Gibt es doch noch eine Möglichkeit, die Schiefstellung einigermaßen auszugleichen?
Und wenn es tatsächlich eine echte Skoliose ist, dann mit einer Schroth-Reha und eventuell mit einem Erwachsenen Korsett, wenn es dafür die Indikation hergibt. ( Schmerzen, Verdacht auf Verschlimmerung (Adult-Progredienz) und nicht ausreichendem Erfolg mit sonstigen physiotherapeutischen Maßnahmen, OP-Indikaion aber bei Ablehnung der OP)
Besorg Dir erst mal eine richtige Diagnose!
Gruß Toni
In necessariis unitas, in dubiis libertas, in omnibus caritas!
-
Eve
RE:RE: Skoliose erst mit 28 diagnostiziert
Hallo Toni,
ich habe nun durch Zufall eine Adresse eines Orthopäden gefunden, der sich damit auszukennen scheint (hoffentlich!). Da gibt es ja offensichtlich noch einiges zu klären.
DANKE für deine Antwort!
Gruß, Eve.
ich habe nun durch Zufall eine Adresse eines Orthopäden gefunden, der sich damit auszukennen scheint (hoffentlich!). Da gibt es ja offensichtlich noch einiges zu klären.
DANKE für deine Antwort!
Gruß, Eve.