Wie konnte man das 33 Jahre übersehen

Skoliosen, die als Folge anderer Erkrankungen entstehen (Nerven- und Muskelerkrankungen, Wirbelfehlbildungen usw.)
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Starlight
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Wie konnte man das 33 Jahre übersehen

Beitrag von Starlight »

Hallo meine Lieben

Ich hatte ja vor einiger Zeit mal geschrieben. Hab ja jetzt seit monaten akut Ws- Beschwerden. Mir wurde ja auch eine Skoliose vor kurzen bestätigt.

Ich hatte euch ja geschrieben das ich als Baby über 2 Jahre ein Spreizhösschen tragen musste weil mein Becken sehr schief stand.

Ihr glaubt es nicht was wir Erfahren haben ich habe ein Geburtsfehler in der HWS. Dadurch ist meine komplette WS natürlich aus dem Ruder geraten. 33 Jahre lauf ich damit rum und niemand hat mal den Hals geröngt. Ich bin fassungslos. Nach dem ich mehrmals gefallen bin und ich sehr dolle Schmerzen bekam sind wir ins ST.Remigius-KH/ Leverkusen gefahren wo sich Dr. Bach meiner annahm.

Beim Ct kam herraus;

Hypoplastischer Dens axis ohne Nachweis einer frischen Knochenverletzung.
Os odontoideum in höhe des Atlas zwischen den vodererm Atlasbogen und Spinalkanal.
Ventralisierter vorderer Atlasbogen.
Schlussstörung des dorsalen Wirbelbogens C1.
Keine basiläre Kompression.
Keine Spinalkanalstenose.
Keine Myelonkompression.

Ich muss leider operriert werden. Am 11.07.2011 ist es soweit ich habe schreckliche Angst.
C0-C3 muss stabilisiert werden. Dr. Bach erklärte mir alles sehr genau und machte mir deutlich das wir nicht lange warten sollten. 2 Meinung sagte dieses leider auch. Meine Physiotherapeutin ist der gleichen Meinung.


Mich würde gerne interessieren gibt es hier jemanden der Erfahrungen/ oder ähnliches hat/hatte. Wie ging es euch nach der Op. Ich suche Leute die mir ein paar Fragen beantworten könnten.

Diesen Geburtsfehler gibts wohl auch nicht so oft leider.


Liebe Grüsse

starlight
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Silas
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Re: Wie konnte man das 33 Jahre übersehen

Beitrag von Silas »

Hallo Starlight,

wenn ich mir die Diagnosen so ansehe, glaube ich keineswegs, dass die HWS an der Skoliose Schuld ist.

Zu Information "übersetze" ich Dir mal die wichtigen Teil:
Du hast einen unterentwickelten "Dens Axis" der Axis ist der 2. Halswirbel und wird auf Deutsch auch Dreher genannt, weil er maßgeblich für die Drehbarkeit des Halses zuständig ist. Der Dens (Zahn) ist der Fingerförmige Fortsatz, auf dem gedreht wird.

Der "Os odentoideum" ist eine angeborene Verknöcherungsanomalie des Dens Axis, die aber in den meisten Fälle keine Symptome verursacht.

Eine Schlussstörung des dorsalen Wirbelbogens C1 bedeutet, dass der hintere Wirbelboben des 1. Halswirbels (Atlas) nicht korrekt geschlossen ist.


An Deiner Stelle würde ich das ganze nochmal einem anderen Wirbelsäulenchirurgen zeigen, da auf Grund der Dignosen keineswegs eine akute OP-Indikation herauszulesen ist - schließlich hast Du bisher auch damit gelebt.

Wenn Du Dir die obere Halswirbelsäule versteifen lässt, wird das Deine Beweglichkeit stark einschränken und Du bekommst u.U. unterhalb der Versteifung Probleme.


Off-Topic:

Du hast in einem anderen Forum schon jede Menge Antworten bekommen und auch dort einige Informationen mehr gegeben, ich finde dieses Vorgehen nicht ganz fair.

http://www.diebandscheibe.de/ibf/index. ... opic=47102

Wir helfen Dir hier gerne weiter, aber es wäre nett, wenn Du dann auch keine Informationen zurückhälst.

Viele Grüße,
Silas
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Starlight
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Re: Wie konnte man das 33 Jahre übersehen

Beitrag von Starlight »

Vielen Dank für deine Antwort

aber die Skoliose ist in der BWS und ich weiss dies ja auch noch nicht so lange und ich würde euch nicht dies schreiben wenn es nicht so schwierig ist in Moment wäre. Ja ich habe noch im anderen Forum geschrieben da ich zuerst Probleme in der LWS hatte und wirklich nicht mehr weiter wusste. Seit dem ich aber weiss was los ist suche ich jeden erdenklichen Rat den ich habe sehr grosse Angst.

Ich habe seit rund 9 Wochen jetzt Probleme bekommen die wirklich nicht so toll sind. Deswegen bin ich ja zur Ambulanz gefahren und dort wurde es ja jetzt erst entdeckt. Ich suche doch nur Hilfe da ich wirklich nicht mehr weiss was ich machen kann. Ich möchte euch keines wegs ärgen oder belügen den ich bin froh das es Menschen gibt die mich verstehen können.

Ich habe mir auch noch Meinungen geholt leider sagten die das selbe. Den ich falle in Moment sehr oft. Es wurde zusätzlich noch ein Mrt gemacht das leider auch nicht so positiv ausfiel. Da der 2te Wirbel von oben sich verdreht hat und richtung Nervenbahnen geht. und man mir wirklich sagte wenn ich es nicht mache droht mir ne Qurschnittslähmung. Da ich mich irgendwann selber aufspiesse. Die Skoliose wird danch auch behandelt werden müssen. Ich bin in einem Wirbelsäulenzentum in Behandlung und dort sind wirklich gute Ärtze die auch Skoliose behandeln aber man sagte mir erst muss dort oben der Fehler behoben werden da meine ganze Wirbelsäule instabil dadurch ist. Und die weiteren behandlungen ja auch nicht ganz ohne sind.

Bitte verurteilt mich nicht das ich unfair gegen euch bin. Ich suche wirklich jeden Rat und jede Hilfe die ich bekommen kann.

Liebe Grüsse
starlight

Man nahm bis jetzt an das meine Schiefstellung vom Becken gekommen ist aber es ist in wirklichkeit meine HWS gewesen. Das sagte mir jedenfalls DR. Bach und er selber findet es sehr eigenartig das niemand das gesehen hat.
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Silas
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Re: Wie konnte man das 33 Jahre übersehen

Beitrag von Silas »

Hallo Starlight,

zunächst möchte ich nochmal klarstellen, dass meine Kritik keinesfalls die Tatsache betraf, dass Du in verschiedenen Foren dieselben Fragen stellst.
Das ist absolut legitim und sogar eine gute Strategie.
Was hingegen absolut nicht hilfreich und für uns, die wir hier unsere Freizeit investieren, ärgerlich ist, ist, dass Du uns hier vorhandene wichtige Informationen nur scheibchenweise lieferst.
Mit diesem Vorgehen schadest Du Dir selbst.
Starlight hat geschrieben:Ich habe mir auch noch Meinungen geholt leider sagten die das selbe. Den ich falle in Moment sehr oft. Es wurde zusätzlich noch ein Mrt gemacht das leider auch nicht so positiv ausfiel. Da der 2te Wirbel von oben sich verdreht hat und richtung Nervenbahnen geht. und man mir wirklich sagte wenn ich es nicht mache droht mir ne Qurschnittslähmung. Da ich mich irgendwann selber aufspiesse.
Das sind doch mal klare Aussagen. Zusammen mit dem CT- und MRT-Befund ist es in der Tat so, dass nur die chirurgische Intervention bleibt. Es ist unmöglich, eine derart instabile HWS konservativ zu behandeln.

Vor der OP solltest Du nicht allzu große Angst haben. Es ist nur eine kurze Versteifungsstrecke und nirgends kommt man besser bei als an der HWS. Trotzdem ist es natürlichlich keine Kleinigkeit, aber wenn alles gut geht, bist Du schnell wieder fit.
Starlight hat geschrieben:Die Skoliose wird danch auch behandelt werden müssen. Ich bin in einem Wirbelsäulenzentum in Behandlung und dort sind wirklich gute Ärtze die auch Skoliose behandeln aber man sagte mir erst muss dort oben der Fehler behoben werden da meine ganze Wirbelsäule instabil dadurch ist. Und die weiteren behandlungen ja auch nicht ganz ohne sind.
Für mich klingt es etwas seltsam, dass Du einerseits von Ärzten sprichst, die sich angeblich gut mit Skoliose auskennen, sie aber andererseits die Wirbelsäule nicht vermessen haben.
Wer sind denn die Ärzte? Wo ist das Wirbelsäulenzentrum? Wir sind hier einerseits immer für die Nennung guter Ärzte dankbar, andererseits hat vielleicht schon jemand hier damit Erfahrungen gesammelt.

Nur Deine HWS ist instabil, nicht die ganze Wirbelsäule. Eine Instabilität der HWS ist aber eine ernste Sache.
Starlight hat geschrieben:Man nahm bis jetzt an das meine Schiefstellung vom Becken gekommen ist aber es ist in wirklichkeit meine HWS gewesen. Das sagte mir jedenfalls DR. Bach und er selber findet es sehr eigenartig das niemand das gesehen hat.
Bei allem Respekt vor Dr. Bach, aber eine instabile HWS verursacht keine Skoliose. Hast Du eine Skoliose / skoliotische Fehlhaltung in der HWS?

Viel Erfolg für Deine OP!

Grüße,
Silas
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