Die Kati stellt sich vor
Verfasst: Di, 21.07.2015 - 18:03
Hallo meine Lieben 
Dann stelle ich mich mal vor.
Ich bin die Katharina, kurz Kati und bin aus der Ecke Koblenz.
Nach 10 Jahren mit der Diagnose Skoliose kam ich nun endlich mal zu dem Entschluss, etwas zu tun.
Die Erkrankung und alles was damit zusammen hängt habe ich nämlich verdrängt. wenig erfolgreich allerdings.
Dann berichte ich erstmal etwas über meinen "Werdegang".
Seit meinem 8 oder 9 Lebensjahr leide ich unter Rückenschmerzen, laut meiner Mutter stand ich auch immer so schief.
5 Jahre lang habe ich wirklich Haufenweise Ärzte abgeklappert. Kinderärzte, Sportmediziner und zig Orthopäden.
Keiner fand heraus was ich habe. An mir wurde rumgebogen, eingerenkt und rumgedrückt... aber keiner wusste was ich habe.
Als wir dann den Hausarzt wechselten und ich mit meinen zarten 14 Jahren mal wieder vor einem Arzt stand und sagte,
"ich kann nicht mehr, mir tut immer der Rücken weh, Ibu hilft mir einfach nicht" (mit 14 schluckte ich schon einiges an Tabletten...)
schaute er sich meinen Rücken an und wirklich innerhalb von Sekunden , ich war obenrum noch nich ganz nackig .. kam "du hast eine skoiose"
Zack zum Orthopäden überwiesen. Der Termin dauerte seine Zeit... in der Zwischenzeit las ich viel im Internet.
Über schwere Skoliose, diese müssten operiert werden und wenn man jung ist, reicht ein Korsett da könnte man ja toll korrigieren.
Der Orthopäde hier vorort hat mir dann eine Verkrümmung von 36 Grad COBB in der HWS ausgerechnet.
Da war ich echt optimistisch "das ist ja nicht viel, laut internet mit Korsett zu begradigen"
Mami beharrte aber auf eine Zweitmeinung von einem Arzt aus Mainz. Er errechnete 38 Grad, naja auf die 2 Grad kommts ja nicht an.
Nachdem meine Mutter sich aber schlau gemacht hatte, sind wir nach Bad Sobernheim. Zum Dr. Weis.
Dieser errechnete mir nun 55 Grad in der BWS. Toll. schwere Skoliose.
Nach kurzer Zeit bekam ich dann ein Korsett und durfte etwas später in Reha.
In der Reha habe ich mich wirklich gut verbessert. Jedenfalls war ich nach einem harten Tag voller KG und Therapie gut 2-3 cm größer.
Allerdings erfuhr ich dann auch, dass mein Korsett zwar gut begradigt (mit Korsett 38 Grad) , da ich aber ausgewachsen bin,
würde das sonst nicht so viel bringen. Quasi nur gegen die Schmerzen. Langfristig gesehen riet man mir dort zu einer Operation.
Das war der Punkt an dem ich von dem ganzen Zeug NICHTS mehr wissen wollte.
Ich ging nicht mehr zur KG, ich machte daheim auch nichts, ich zog das beschissene Korsett nicht mehr an.
Und ich entwickelte absolut endlosen Hass gegen Ärzte. Man hätte das alles schon viel früher diagnostizieren können...
Naja, jedenfalls habe ich dann noch mit 17 den Fehler gemacht, Krankenschwester zu werden.
Nun, nach 8 Jahren in der Pflegepraxis macht mein Rücken schlapp.
Ich quäle mich zur Arbeit, kann manchmal nach meiner Schicht kaum gehen... weil ich Ischias habe oder einen Hexenschuss.
Habe taube Beine, unendliche schmerzen, Herzrasen etc...
Die Schichtarbeit, auch die 12 Tage am Stück, die schaff ich einfach nicht mehr. Die 2 Tage frei brauch ich dann um meinen Rücken einigermaßen hinzubekommen...
Jetzt habe ich erst erkannt, dass ich vielleicht vorher mal wenigstens meinen Rücken hätte stärken können.
Zwar ist es generell mist, mit solch einer Erkarnkung in der Pflege oder generell in solch körperlich anstrengenden Jobs zu arbeiten... aber naja.
Gut. Nun überlege ich derzeit wie es weiter geht.
Ich hätte gerne ein neues Korsett, gegen die Schmerzen.
Der Beruf muss auch gewechselt werden und evtl einen Behindertenausweis.
Fragen über Fragen... was tun?
Wisst ihr was der Kracher ist? Da war ich vor etwa 3 Monaten bei einem Arzt, angeblich kennt der sich mit Skoliosen aus.
Ich wollte einen Termin um mal einen neuen Ist-stand zu erheben...
Meint ihr der hat mal ein Skoliometer an mich angelegt? Geröntgt ja, aber keine komplett Aufnahme der Wirbelsäule..
und am ende sagt der mir "ja, sie haben eine schwerste Skolise... so 3-4 Grades" ähm.. dafür fahr ich ne Stunde? das wusste ich auch ohne dich.
Liebe Grüße
eine leicht betrübte Kati
Dann stelle ich mich mal vor.
Ich bin die Katharina, kurz Kati und bin aus der Ecke Koblenz.
Nach 10 Jahren mit der Diagnose Skoliose kam ich nun endlich mal zu dem Entschluss, etwas zu tun.
Die Erkrankung und alles was damit zusammen hängt habe ich nämlich verdrängt. wenig erfolgreich allerdings.
Dann berichte ich erstmal etwas über meinen "Werdegang".
Seit meinem 8 oder 9 Lebensjahr leide ich unter Rückenschmerzen, laut meiner Mutter stand ich auch immer so schief.
5 Jahre lang habe ich wirklich Haufenweise Ärzte abgeklappert. Kinderärzte, Sportmediziner und zig Orthopäden.
Keiner fand heraus was ich habe. An mir wurde rumgebogen, eingerenkt und rumgedrückt... aber keiner wusste was ich habe.
Als wir dann den Hausarzt wechselten und ich mit meinen zarten 14 Jahren mal wieder vor einem Arzt stand und sagte,
"ich kann nicht mehr, mir tut immer der Rücken weh, Ibu hilft mir einfach nicht" (mit 14 schluckte ich schon einiges an Tabletten...)
schaute er sich meinen Rücken an und wirklich innerhalb von Sekunden , ich war obenrum noch nich ganz nackig .. kam "du hast eine skoiose"
Zack zum Orthopäden überwiesen. Der Termin dauerte seine Zeit... in der Zwischenzeit las ich viel im Internet.
Über schwere Skoliose, diese müssten operiert werden und wenn man jung ist, reicht ein Korsett da könnte man ja toll korrigieren.
Der Orthopäde hier vorort hat mir dann eine Verkrümmung von 36 Grad COBB in der HWS ausgerechnet.
Da war ich echt optimistisch "das ist ja nicht viel, laut internet mit Korsett zu begradigen"
Mami beharrte aber auf eine Zweitmeinung von einem Arzt aus Mainz. Er errechnete 38 Grad, naja auf die 2 Grad kommts ja nicht an.
Nachdem meine Mutter sich aber schlau gemacht hatte, sind wir nach Bad Sobernheim. Zum Dr. Weis.
Dieser errechnete mir nun 55 Grad in der BWS. Toll. schwere Skoliose.
Nach kurzer Zeit bekam ich dann ein Korsett und durfte etwas später in Reha.
In der Reha habe ich mich wirklich gut verbessert. Jedenfalls war ich nach einem harten Tag voller KG und Therapie gut 2-3 cm größer.
Allerdings erfuhr ich dann auch, dass mein Korsett zwar gut begradigt (mit Korsett 38 Grad) , da ich aber ausgewachsen bin,
würde das sonst nicht so viel bringen. Quasi nur gegen die Schmerzen. Langfristig gesehen riet man mir dort zu einer Operation.
Das war der Punkt an dem ich von dem ganzen Zeug NICHTS mehr wissen wollte.
Ich ging nicht mehr zur KG, ich machte daheim auch nichts, ich zog das beschissene Korsett nicht mehr an.
Und ich entwickelte absolut endlosen Hass gegen Ärzte. Man hätte das alles schon viel früher diagnostizieren können...
Naja, jedenfalls habe ich dann noch mit 17 den Fehler gemacht, Krankenschwester zu werden.
Nun, nach 8 Jahren in der Pflegepraxis macht mein Rücken schlapp.
Ich quäle mich zur Arbeit, kann manchmal nach meiner Schicht kaum gehen... weil ich Ischias habe oder einen Hexenschuss.
Habe taube Beine, unendliche schmerzen, Herzrasen etc...
Die Schichtarbeit, auch die 12 Tage am Stück, die schaff ich einfach nicht mehr. Die 2 Tage frei brauch ich dann um meinen Rücken einigermaßen hinzubekommen...
Jetzt habe ich erst erkannt, dass ich vielleicht vorher mal wenigstens meinen Rücken hätte stärken können.
Zwar ist es generell mist, mit solch einer Erkarnkung in der Pflege oder generell in solch körperlich anstrengenden Jobs zu arbeiten... aber naja.
Gut. Nun überlege ich derzeit wie es weiter geht.
Ich hätte gerne ein neues Korsett, gegen die Schmerzen.
Der Beruf muss auch gewechselt werden und evtl einen Behindertenausweis.
Fragen über Fragen... was tun?
Wisst ihr was der Kracher ist? Da war ich vor etwa 3 Monaten bei einem Arzt, angeblich kennt der sich mit Skoliosen aus.
Ich wollte einen Termin um mal einen neuen Ist-stand zu erheben...
Meint ihr der hat mal ein Skoliometer an mich angelegt? Geröntgt ja, aber keine komplett Aufnahme der Wirbelsäule..
und am ende sagt der mir "ja, sie haben eine schwerste Skolise... so 3-4 Grades" ähm.. dafür fahr ich ne Stunde? das wusste ich auch ohne dich.
Liebe Grüße
eine leicht betrübte Kati
