zunächst einmal vielen Dank für euer Engagement in diesem Forum, wir konnten schon viel Hilfreiches daraus ziehen.
Wir (Mama und Tochter 12 Jahre) haben Skoliose. Bei unserer Tochter hat sich diese leider in den letzten Wochen verstärkt, so dass sie nun ein Korsett bekommen wird. Wir sind bei Dr. Paulus in München in Behandlung, er hat uns die letzten Jahre begleitet und immer sehr gut beraten und betreut. Wie das mit dem Korsett nun wird, bleibt abzuwarten...
Zum einen ist meine Tochter froh, dass man mit dem Korsett aktiv etwas tun kann, zum anderen hat sie Angst, ob sie damit zurecht kommt, ob andere lachen, ob sie damit alles machen kann usw.
Wir haben eine C-förmige Skoliose (Tochter:Thorakolumbaler Bogen 23°, tieflumbal 26° (ein kaum sichtbarer Bogen, es ist eher der Winkel direkt oberhalb des Beckens) / meine Werte lange nicht vermessen aber die Hauptkrümmung thorakolumbal mind. 60°), laut Korsettbauer keine klassische S-förmige Skoliose aber eine, die durchaus hin und wieder vorkommt. Meine Tochter ist erstaunlich mobil in ihrer Hauptkrümmung, ich weiß nicht, wie man das medizinisch ausdrückt, auf alle Fälle waren Arzt und Orthopädietechniker sehr überrascht, wie schnell sie "sozusagen mit einem Schwupp" sich gerade ausrichten kann (hatte bislang aber noch keine Schroth Gymnastik und kennt damit die Aufrichtung noch gar nicht...). Ob diese Mobilität nun positiv oder negativ für eine Korsetttherapie ist, kann ich nicht beurteilen. Eine Schroth-Therapie startet Anfang Mai.
Ich hoffe nun einfach, dass unsere Tochter mit dem Korsett Stück für Stück zurecht kommt und nicht allzu große Probleme bekommen wird. In der Schule möchte sie die Erkrankung und ihren neuen "Kumpel" dann vorstellen, damit erst gar keine Gerüchte verstreut werden.
Liebe Grüße an alle

