Ich habe mich hier wegen meinem Mann (43) angemeldet, mit dem ich die letzten 3 Jahre eine Odyssee an Ärztebesuchen und Rehas durchhabe, mit meinem Latein am Ende bin und langsam verzweifle.
Angefangen hat es mit immer schlimmer werdenden Rückenschmerzen die der Hausarzt nicht in den Griff bekam. Was folgte war ein Termin beim Orthopäden, was meinem Mann folgende Diagnose beschwerte:
- Skoliose (leider wurden uns weder Röntgenaufnahmen gezeigt, noch der Grad genannt)
- Spondylose
- Scheuermannsyndrom
Daraus resultierend eine chronisch verhärtete Rückenmuskulatur.
Er war 2 x stationär in Reha (beides keine Spezialkliniken) und 1 x ambulant.
Physiotherapie, Ernährungsumstellung, Stangerbäder, Massagen, Schlingentisch ect., also das volle Programm, brachte keine Linderung. Gymnastik und Laufen hat es noch verschlimmert.
Mittlerweile hat er einen Stützgürtel für die LWS, den er auch ständig trägt. Auf anraten des Orthopäden nicht nachts.
Eine "Schmerztherapie" im Klinikum brachte letztendlich nur den Rat, einfach mal mit seinen Schmerzmitteln (Tilidin/Valeron) zu experimentieren. Also mal mehr, mal weniger zu nehmen.
Ein TENS-Gerät haben wir daheim, bringt aber auch keine Besserung. Eine Physiobehandlung nach Dorn behob seinen Beckenschiefstand, Massage ohne Ergebnis.
Die Therapie beschränkt sich momentan auf Einnahme von seinen Schmerzmitteln und dem Tragen des Stützgürtels.
Antrag auf Schwerbehindertenausweis wurde abgelehnt, die Diagnose war nicht ausreichend.
Schmerzfrei ist er nie, stehen und laufen ist ganz schlimm, am ehesten geht es im Sitzen und Liegen. Laufen mit dem Hund z.B. oder Einkaufsbummel ist unmöglich, heben und tragen darf er nur noch bis 6kg.
Die Dauerschmerzen machen ihn mürbe und depressiv und mich auch. Ich möchte ihm gern helfen, aber wie? Wenn man schon vom Orthopäden lapidar gesagt bekommt "Das was Sie haben geht nie wieder weg, leben sie damit und nehmen Sie ihre Schmerzmittel", wie soll ich ihn da noch aufbauen??? Zu mal er ständig müde ist von dem Medikamenten.
Es MUSS doch irgend etwas geben, dass wenigstens ein klein wenig hilft! Ihn so leiden zu sehen und nur hilflos zu trösten, tut mir einfach unglaublich weh
Liebe Grüße
Ponymama




